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MrrteULHEch 1 Mark 25 $fg. Für ausmittige

Abonnenten «tt dem betreffe», tot Postnuflchla, We einjekte ?!'-«« am 10 Sf«.

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tiuiiaiicr Tmeiger.

Zugleich Amtliches Organ für KreiS und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Samstag den 28. Juli.

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1877.

Amtliches.

Den Herrn Bürgermeistern wird zufolge Verfügung Königlicher Regierung die Anscheffung der Schrift: »Die Organisation der bürger­lichen Armen-Verwaltung. Eine instructive GeschäftS-Anleitung für die Vertreter der OrtS-Armen-Verbände von A. Rings dorff zu Uecken- dorf im Kreise Bochum, Westfalen, im Selbstverlag deS Herausgebers", Preis 1 Mark 20 Pf., empfohlen.

Hanau am 25. Juli 1877.

Der Landrath.

Der Fabrikant ®. A. Korff dahier beabsichtigt zur Sicherung des ungestörten Betriebe- seiner in Langendiebach an der Hanauer Landstraße gelegenen Bijouterie-Fabrik neben dem bereits bestehenden Gasbehälter der für diese Fabrik errichteten GakbereitungS-Anlage einen zweiten Gasbehälter aufzust llen und hat um die nach §. 16 der Gewerbe- Ordnung erforderliche Genehmigung nachgesucht.

Alle, welche Einwendungen hiergegen zu haben vermeinen, werden aufsefordert, solche bei Meldung der Ausschließung binnen 14 Tagen schriftlich hier anzubringen.

Beschreibung, SituationSplan und Zeichnung liegen zur Einsicht bei mir offen.

Hanau am 23. Juli 1877.

Der Landrath.

Der Schuhmacherlehrling Karl Robert Lenz von Großauheim, 16 Jahre alt. ist in Hanau auS der Lehre entlaufen. Um Nachricht über dessen Aufenthalt wird gebeten.

Hanau am 25. Juli 1877.

Der Landrath.

Nachdem der I. C. Viel dahier den Agenturbetrieb als Unter­agent des AuSwanderungS-Haupt Agenten Chr. Emil Derschow m Frankfurt a. Main ringest! llt hat, wird dieses mit dem Bemerk n zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß etwaige Ansprüche auS diesem Ge- schäftLbrtriebe innerhalb sechs Monaten bei der unterzeichneten Behörde uachzuweise» sind.

Hanau am 23. Juli 1877.

Der Landrath.

Bekanntmachung.

Dienstag den 7. August d. I., von 10 Uhr Vormittags ab, sollen hierselbst ungefähr 100 Gestütpferde, bestehend aus Mutterstute» (meistens bedeckt), 4jährigen Hengsten und Stuten und jüngeren Fohlen, meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden.

Sämmtliche vierjährig! n und älteren Pferde sind mehr oder we­niger geritten. Die zu verkaufenden Pferde werden am 6. August, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr, auf Wunsch an der Hand gezeigt.

Für Personenbeförderung zu den bezüglichen Zügen vom und zum Bahnhöfe wird am 5., 6. und 7. Auauft gesorgt fein.

Trakehnen, den 27. Mai 1877. Der Landstallmeister (gez.) von Dassel.

Es wird um Angabe der Aufenthaltsorte nachstehender Personen ergebenst ersucht:

1. des Joseph Klüber, früher Lothringergasse Nr. 13 hier, 2. des Graveurs Michael Menninger, früher Hospitalstr.

37 (Altst.), 3. des Gelbgießers Andreas Vonrhein aus Somborn, 4. des Johannes Rösch aus Bayern, früher hier, 5. des Metzgers Jsaak Salomon aus Beerfelden.

Der gegen

1. den Restaurateur Judith aus Mittelsinn unterm 9. Ok- kober 1876, 2. den Barbier Kuno Kleinert aus Herrnstadt

unterm 16. Januar 1877, 3. den Schneider Emil Zapp aus Oranienburg bei Berlin unterm 12. November 1875, erlassene Steckbrief wird hiermit erneuert.

Hanau, 19. Juli 1877.

Der Polizei-Anwalt _______________________Scholling.

Wochenschau.

H. H. C. Den schwierigeren Theil der FeldzugeS auf der Balkan- Halbinsel dürften die Russen jetzt hinter sich haben, seitdem bereits eine ganze Armee (50,000 Mann) der moSkowitischen Truppe» auch den Balkan glücklich überschritten hat. Die ersten russischen Abtheilungen schlichen sich auf Seitenpfaden hinüber, fielen den Türken, welche die Hauptpäffe besetzt hielten, in den Rücken, so daß die zu gleicher Zeit von Norden des Balkans vorrückenden Russen mit leichter Mühe z. B. den Schipkapaß fociren konnten. Die Russen gehen nun südlich vom Balkan in 3 Richtungen vor: über Kesanlyk nach Philippopel, über Erki Sagra und Jeni-Sogra nach Adrianopel und über Jamboli nach BurgaS an der Küste deS Schwarzen Meeres. Die sich entgegeustellen- den Türken unter Reuf Pascha wurden bei Jeni-Sagra total aus'r Haupt geschlagen. Letztere haben aber soeben 41 Bataillone Verstärkung erhalten. Die Armee Suleiman Pascha'- nämlich, welche kürzlich Mon­tenegro niederwarf, hatte sich eiligst per Schiff von dort entfernt, wurde bei Konstantinopel ausgeschifft und über Adrianopel nordwärts beför­dert. Diese ansehnliche Verstärkung ist bereits bei Jamboli und Jeni- Sagra angekommen und er hat Kriegsminister Reuf den Oberbefehl an Suleiman abgetreten. Die gegenüberstehenden Ruffen haben indessen auch schon bedeutenden Zuwachs erhalten, so daß die Suleiman'sche Armee nicht Stand halten können wird. Dieselbe bildet überdies des letzten Widerstand, der den Ruffen auf dem Wege nach Stambul ent­gegengesetzt werden kann.

In B-zug auf die Lage der Dinge im Norden des Balkan ist anzuführen, daß die Russen von der Dobrudscha aus, die sie jetzt ganz im Besitz haben, nicht nur ein Corps zur Belagerung Silistria's, son­dern auch ein solche- zur Belagerung Barna's abgesandt haben; daß Rustschuk belagert und bombardirt wird, daß die türk. Feldarmee, deren Oberbefehlshaber Abdul Kerim abgesktzt und durch Mehemed Ali ersetzt wurde, noch immer unthätig bei Schumla steht; daß ihr die Russen von Sistowa und Tirnowa aus über RaSgrad auf den &ib rücken; daß die Russen auch bei Rahowa westlich von Nikopoli eine Brücke über die Donau geschlagen und von l-tztgenannterZStadt ein CorPS zur Belagerung der Festung Widdi» abgefandt haben; daß in Widdin nur noch sehr wenig türk. Truppen stehen, da Oiman Pasch« mit dem GroS seiner Streitkräfte südostwärtS abwarschirt ist, um, wie es scheint, gegen die rechte Flanke der bei Nikopoli über die Donauf gesetzten Russen zu operiren. Er will dieselben bereits bei Plewna (südlich von Nikopoli) zmückgiworstn habrn. Ja Bulgarien richien sich die Russen indeß häuslich ein; der Generalgouvermur Fürst Tscherkaßky hat Hunderte von Civilbeamte» bei sich und führt russ. Regierung und Verwaltung ein, ein Unterfangen, dem man von Wien und London auS mit mißtraui­schem Blicke zusieht. Die russ. Fortschritte haben in der Bevö-kerung KoustantinopelS eine große rcvolmionäre Gährunghervorgerufen, die der Sultan indeß durch einen theilweisen Ministerwechsel zu beschwichtigen gewußt hat. Die Minister deS Aeußer», der Bauten und des KriegeS wurden abgesetzt. Der träge blöde Aorist hat jetzt das Aeußere in Händen. Die Pforte hat wieder ein Rundschreiben an die Mächte er» lessen, welches über die russ. und bulgar. Grämlthatrn Beschwerde führt und erklärt, daß die Regierung nicht in der Lage sei, zu verhindern, daß die Muhamedaner Rkpriffalien üben. Die Balkanüberschreituug der Russen hat auch den trögen, schwachen, unklaren John Bull zu einer Thor" veranlaßt. @nnonb hat nämlich seine Besatzung von Gibraltar und Malta um j- 1500 Mann (?) verstärkt, und der offiziöse Standard sagt in der bekarnr-n englischen phi asendrescherischen Weise:Diese Ber- stärkung sei für Rußland eine Warnung, ehrgeizige Berechnungen nicht mit der Idee ton Englands Friedensliebe um jeden Preis zu begrün­den." Rußland zittert ohne Zweifel! Rußland macht sich übrigen-