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er oftmals wieder kehrte ob dann stets nach vollbrachter That einen Zettel hinterließ, worauf stand:der alte Gast war wieder da." Auf den gefährlichsten Wegen drang er in die Pfarrhäuser ei», raffte Alle- zusammen, was zu haben war, und trat dann ins Zimmer des Pfarrers, dessen Geld fordernd. Dieser, meist schon ein älterer Mann, wich der drohenden Gewalt und gab sein Geld her; so erhielt er z. B. von einem Pfarrer dessm gssammtes Geld in einem Sack mit 100 Gulden. Nach diesem Diebstahl endlich eingefangen, entkam er schon «ach 10 Sagen wieder aus der Frohnfeste zu Aschaffenburg trotz scharfer Ueber« wachung, indem er in einer Nacht folgende That ausführte: durch die Decke seiner Zelle arbeitete er sich eine Oeffnung nach dem Bodenraum, dort fand er Ketten zum Schließen der Gefangenen, die er zusammen« fügte und am Dache befestigte. An diesen konnte er sich bis zur Mitte des 3 Stockwerk hohen Gebäudes niederlassen. Hier hirg er nun in freier Luft, unter sich einen von hoher Mauer umgebenen Hof mit 2 großen Fanghunden. Er schte sich nun in eine schwingende Bewegung, so daß er mit einem Fuße den Vorsprung des Fensters erreichte und gab sich von hier einen derartige« Abschsung, daß er über den Hof- Naum und die Mauer hmw-ßflsg und im Nachbargarten unversehrt zu Boden fiel. Von hier aus ging er sofort in ein benachbartes Dorf und unmittelbar in den Pfarrhof, den er schon einmal ausgeraubt hatte, und vollbrachte hier wieder eine Reihe voN Diebstählen. Seiner wei- teren Thätigkeit wurde nun durch den Wahrspruch der Geschworenen und die darauf folgeude Vernrtheilmg zu 8jähriger ZuchthaWstrafe eine Schranke gezogen. (©6». ^i.)

Ueber die gegmwärtig im Gang befindliche umfassende Re- stauration des Straßburger Münsters berichtet das Elf. I.: Die Re- stauration der verdorbenen Theils auf der Nordseite der Kathedrale er­streckt sich von den untern Strebepfeilern bis zum G-'pftl hinauf. Deß­halb erblicke man auch gegenwärtig ein Gerüst, das sich beinahe in der Höhe der vier Schnecke« befindet. In den letzten Regentagen verschwan­den bis Umrisse des GrrüsteS im Nebel, der sich dort wie beim Wit­terungswechsel auf hohes Bergen anfetzt. Auf düser Nordseite sind auch kiele Glasgemälde zu repariren. Das große Portal, au wllcheM zur Einsetzung prachtvoller «ouLmeutaler Thore unsSlässig gearbeitet wird, erhielt neue Stützen weg-n der im Bogen sich zeigkuden Spalten. Ab- Mschru vo« den FreZkogemWen des Chors unÄ Transepts, der« Vol­lendung erst in 4 Jahren erfolgen wird, und dem Bau der Krönung der Kuppel, der «och weit wom Anfänge steht, ist die allgemeins Re- Kaurirnng des Münsters und seiner künstlerischen Zubchördrn nahezu beendigt. So sind die 14 Kaiser- ob König-statuen, welche Chlodwig, Dagobert, Rudolf von Habsburg und Ludwig XIV. Gesellschaft leisten sollen, schon lange in ben Werkstätten des F^anenstiftS, wo sie an gefer­tigt worden, zur Aufstellung bereit. Es sind auf der WestfassaLe an der zweiten Galerie bis Bildsäulen Pipins des KleinsK, Karls des Großen, Otto's des Großen und Heinrichs des Voglers; auf der Süd­seite, gegen den Schloßplatz zu, werden Heinrich III, Heinrich II., Philipp von Schwaben und Friedrich Barbarossa zu stehen kommen; auf der Nordseite gegen den Domplatz erscheinen Ludwig II., Friedrich II., Karl Martell und Lothar II. Alle hiess Bildsäulen sind Reitsr- Panddilder, nur die auf der Ostseite dem Seminar zugekchrtsn, Kar! von Prvvmce (CaroluS junior) und Kaiser Heinrich IV. bleiben zu Fuß.

Wien, 24. Juli. Telegramm derDeutschen Zeitung" aus Bukarest vom heutigen Tage: 2600 bei Nicopolis gefangene Türken sind nach Niedermetzelung ihrer starken Eskorte entkommen und nach Rustschuk maschirt.

' Wien, 25. Juli. Telegramm desFremdenblatt" aus Konstantinopel: Nachrichten aus Philippopel bestätigen, daß nicht nur der Schipkapaß, sondern auch die Debouchöm der Balkanübergänge sich im Besitze der russischen Truppen befinden. 2000 verwundete Türken sind in Philippopel eingetroffen. Hier setzt man seine ganze Hoffnung noch auf einen Sieg der Donauarmee. (* » sws s.

Wien, Mittwoch, 25. Juli, Nachmittags. Telegramm der 'Presse." Aus Tifiis: Zur Verstärkung der Kaukasusarmee trafen in den letzten Tagen zwei Infanterie-Divisionen, zwei Artillsrie-Bri- l 8?den, eine Kavallerie-Division und sechs kaukasische Schützen-Bataillone hier ein. Aus Bukarest: Die russischen Truppen setzten die Ne­tz kognoszirung bis Eski-Dschuma und Osmanbazar fort, ohne auf grö­ßere Abtheilungen türkischer Truppen zu stoßen.

Wir», 25. galt Die Wiener Zeitung meldet: Der Kaiser veruch dem AronpiinzeZ Rudolf das Großkreuz bei StefauSordens, f^nete mittels alluhöchsten Handschreibens vom 24. Juli die Auflösung NstzAigen und EMstellung eines neuen Hofstaats des Kronprinz« Rudoff an. Der Erzieher des Kronprinzen, Feldmarschall-LikutmaKt V. Latour, wurde mittels Handschreibens auf eigene Bitte in den Rahe- flünd versetzt md erhielt das Großkrenz des LeopoldordsnS. Graf Bom- bellsS wurde «utrr,Berleih««g der Geheimrathswürde zum Obersttzof- merster des Kronplwze«, Major Bakalovich und Ritter EsSenbacher zu Mügeladjutanten des KronprmzeK ernannt.

---Petersburg, 24. Juli. Osfizieü wich nach ünem Telegr. derKöln. Ztg." aus Alexachropol vom 22. b. gemeldet: Am 20, d.

griffen die Türken die linke Flanke der Stellung'deS Generals Alchasow an, indem sie von den Kriegsschiffen und von Otschemtschiri aus gleich­zeitig das Feuer eröffneten und ihre Infanterie vorschoben. Durch das Feuer der russischen Infanterie und Artillerie wurden die Türken in« dessen gezwungen, sich schnell wieder zurückzuziehen und ihre Dampfer zurück gehen zu lassen Bon letzteren wurde einer durch das Feuer der russischen Truppen beschädigt. Dank unseren guten Befestigungen waren unsere Verluste nur ganz unbedeutend. AuS Batum kommende Schiffe landen türkische Truppen in OtschemtsHiri und nehmen von dort ab« chasische Familien mit. Die Truppen Mukhtar Pascha'S haben in einer Stärke von vierzig Bataillonen eine befestigte Stellung auf dem nörd­lichen Abhanqe des Adalakaberges, zwischen Wisinkew und Kerenhata, inne. Die Nachrichten aus dem Terekzebiste nehmen wieder ein« be­unruhigenden Charakter an. In einigen Dörfern JtschkerienS wurde auf die russische Miliz geschossen. Sodann wurden zwei Compagnien Rus­sen von den Türken überfallen. Es wurde für nothwendig erachtet, die Daghestan'sche Colonne wieder auf den Andiahöhen zusammen zu ziehen, um den Türken im Terekgebiete besser entgegentreten zu können.

DenDaily News" wird von ihrem Spezial-Korrespondenten im russischen Hauptquartier unterm 18. d. berichtet:

Gestern Abends, als der Kaiser in Czarevitza, wenige Meilen südlich von Sistowa, kampirte, entstand ein plötzlicher Alarm. Ein Kosak ritt mit einer, von einem Telegraphisten an der Brücke über die Donau eilfertig geschriebenen Depesche iusz Lager, welche meldete, daß die Türken von Nikopolis auf Sistowa marschirten, die russische» Verbindungen abzuschneiden, die Brücke zu zerstören und die Sicherheit des Kaisers zu gefährden drohten. Es wurden unverzüglich die nöthi­gen Schritte gethan. Eine Brigade des 11. Corps war in Czarevitza; die andere Brigade desselben Corps wurde vorwärts geschickt. Der Kaiser selber übernahm die Hauptleitung der Angelegenheiten, und er soll sowohl die vollkommenste Kaltblütigkeit wie kompetente militairische Fähigkeit an den Tag gelegt haben. Die ausgesandten Plänkler brach­ten die Nachricht zurück, daß die Gegend in der Richtung von Niko­polis ruhig sei, und bald darauf meldete Baron Krüdener, der kom- mandirende General des IX. Corps, seinen Erfolg bei Nikopolis. Es wurde schließlich ermittelt, daß der Telegraphist durch den Lärm des Geschützfeuers bei Nikopolis und die Sorge um die Sicherheit des Kai­sers verwirrt und beunruhigt worden."

L D k K l 8 K»

HKKKK, 26. Juli 1877.

Dem Vernehme» «ach übernimmt die Bewirttzschaftung der CMralhalle von September d. J. an ein tüchtiger Restaurateur aus Frankfurt Namens Meyer.

BessteigeNAKIs- ««d BerpschtuNgS-KsleKder für Freitag des 27. Juli 1877.

Holzversteigerng in der Oberförstern Bieber; Zusammenkunft Vor­mittags 10 Uhr im Gasthaus zumgrüne« Baum" in Bieber, Zu« Verkauf kommen: 1820 Raumm. Buche««- Birken-, und Nadelholz- Brennholz (s. Nr. 160Ha«. Anz."). Offerten zur Uebernahme der Arbeite« und LiestrungSK zur Herricht«xg einer Wohnung im Altstädter Schloß hier sind bis spätestens Vormittags 11 Uhr im Bureau des Kgl. BMiKspectors Herrn Grau schriftlich aszugebm (s. Nr. 169Ha». Anz.").

Mr hMts.Deutsches HaZs": Erste Zauber-Vorstellung von El. Müraphet; Anfang Mends 8 Uhr.Hanauer Kriegerverein": Abends 9 Uhr Monatsversammlung im kleinen Saals zurKrone."

Die Amtsrichter Koehler in Ziegenhain, Ducke in Fran­kenberg, Fenner in Fronhausen, Calaminus in Frankenberg und von Hagen in Steinau sind zu Oberamtsrichtern ernannt worden.

Nach Bekanntmachung Kgl. Provmzial SchulkollegiumL zu Cassel imAmtZblatt" vom 14. IM d. I. findet die Abhaltung M Prüfung der Lehrer an Mittelschule» am 6. Dezember d. J. und bis Abhaltung der Rektorprüfung am 13. Dezember zu Cassel statt.

Kassel, 24. galt. Am achte«, neunten und zehnten Tage des Msnais August findet basier ein Co^greß deutscher Zitherspieler statt.

<Fr. Heff. 8t6.)

Marburg, 24. Jnli. Nachdem gestern Abend das Turnfest sein programmmäßiges Endr erreicht hat, verdient noch hrrvorgchoben zu werdsK, daß das ®om t6 die Befriedignng haben wird, Zeit und Mühe sei nicht vsegsblich kufgewsudt gMZsW, da das Ganze ein gut gelegenes Fest war, wobei freist^ nun auch nicht hoch genug a«zu- schlagen ist, daß das gewünschte Himmelsblau und bis seit Wochen er* feinten warmen SoZnerWrahlen in recht reicher Fülle gespendet wurden. Die in ihre Heimath wieder zurückgekehrten Tumgäste werden die Ueber­zeugung mitßSRSmmm haben, daß ihre Wahl zur Abhaltung des Festes auf eine Stadt gefallen war, die es versteht, Feste zu feiern. (M. TaM

Die Wchrordnung gewährt Mannschaften der Kavallerie, welch; sich freiwillig zu einer vierjährigen aktiven Dienstzeit verpflichten und die Pflicht ersäßen, die Vergünstigung, nur drei Jahre in der Landwehr