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s Zugleich Amtliches Organ für KreiS und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Pravinzial-Torrespondenz.
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M 168 Samstag den 21. Juli
1877.
Gesunde»: Eine KriegS-D-nk^nze von 1870/71. Eine Brille mit Futteral. Ein Paar graue Kindexhandschuhe. Ein schwarzer Re- geuschikm. Ein StaatSlooS. Ein langer doppelter Leitriemen.
Verloren: Eine Pferdedecke, St. gez. Ein Päckchen mit der Aufschrift „Büchsenmacher Pies in Hatzgu*. g Hasan am 21. Juli 1877. .
tHh r,w ;at KöniqliÄeS LandratbSamt._____________________
BekanntWachung.
Dienstag den 7. August d. J., van 10 Uhr Vormittags ab, sollen hierselbst ungefähr 100 Gsftütpferde, bestehend aus Mutterstuten
(meistens bedeckt), 4jährigen Hengsten und Stuten und jüngeren Fohlen, meistbietend gegm Baarzahlung verkauft werden.
L Sämmtliche vierjährigen und älteren Pferde find mehr oder Weniger geritten. Die zu verkaufenden Pferche werden am 6. August, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr, auf Wunsch an der Hand gezeigt.
Für Personenbeförderung zu den bezüglichen Zügen vom und^zum Bahnhöfe wird am 5., & und 7. Au-ust gesorgt sein. Trakehnen,-den 27> Wai 1877. er Der Landstallmeister
i (aezJ von Dassel.
Edictalladnug.
Die Militairpflichtigen:
1. Ferdinand Joseph Wendt aus Hanau, geb. den 1. Jan. 1854,
2. Johann Christoph Leonhard Rühl aus Bockenheim, geb. den 21. Mai 1854, ' ^ • ■
3- Georg Haber wann aus' Langenselbold, geb. den 46. Nov. 1854,
4. Konrad ÄoFN aus Hanau, geb. den 16. Juli 1855,
5. Wilhelm Berg auS Hanau, geb. den 11. August 1856,
6. Gerhard Blöß auS Bockenheim, geb. den 24. Dezember 1856,
7. Heinrich Melchior Gefchwindner auS Bockenheim, geb. den
14. März 1856,
8. Christian RegeS aus Bockenheim, geb. den 21. März 1856,
9. Peter Konradi aus Langendiebach, geb. den 1. Juli 1856,
10. Jakob Seibert aus Seckbach, geb. am 6. Juni 1856,
11. Friedrich Otto Bergmann aus Großkrotzenburg, geb. den
8. April 1856,
werden zur Hauptverhandlung über die Anklage:
in der Absicht, sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß entweder das Bundesgebiet verlassen zu haben oder nach erreichtem militairpflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebiets aufzubalten, . auf den 20. September d. J., Morgens 9 Uhr, vor Königliches Kreisgericht, Strafkammer, in Hanau unter der Androhung vorgeladen, daß auch im Falle ihres Ausbleibens die Beweisaufnahme und fernere Verhandlung erfolgen wird und die Weiteren Zustellungen lediglich durch Anschlag im Gerichtsaebäude werden bekannt gemacht werden. Hanau den 7. Juli 1877.
Der StaatSanwalt
. -y. ...L_________Svorleder.______________________
iküochenschan.
H. H. C. Der deutsche Kaiser hat sich von Coblenz nach der Insel MaiNau sind nach mehrtägigem Äüfinthalte daselbst nach dem berühmten Alpenbade Gastein begeben. Den bekannten Konflikt innerhalb der evangelische« Landeskirche in Preußen betreffend, vrachte die halbomtl. „Provinzial-Correspondenz* eine» Artikel, welcher betonte, daß die kaiserliche Entscheidung zu Gunsten des orthodoxen Standpunktes «rneswegs einen Abfall von der bisherigen Kirchenpolttik bedeute. Die Session der bayerischen Kammern wurde zu Anfang dieser Woche wie. der geschloffen. Der streitbare und gelehrte Bischof von Mainz, Freiherr von Ketteler, segnete das Zeitliche.------
Die republikanischen Juristenkomite's in Frankreich befinden sich bereits in voller Thätigkeit. Dem Gutachten derselben über das Verbot des StraßenverkaufS der republikanischen Blätter folgte bald ein anderes Gutachten, welches auch die „Schließung der Schenkwirthschaften aus politischen Gründen* für eine« Mißbrauch der Amtsgewalt erklärt, und ein drittes Gut achten, welches nachweist, daß die Berfaffuna verlange, daß die neuzuwählende Kammer schon 3 Monate nach Auflösung der alten zusammentrete. Wie man weiß, hat die Regierung ein den Straßenverkauf der republikan. Blätter betreffendes Gegengutachte« aus« arbeiten lassen wolle«. Sie ist aber davon abgestanden, weil ihr die Meisten der offiziellen Juristen sagten, daß die republikanischen KomitzS im Rechte seien. Die gemaßregelten Schenkwirthe werde« nun auch gerichtlich Klage gegen die Präfekten führen, wie es die ZeitungSver« käufer bereits gethan haben. Die JuristenkomiteS erleichtern diese Klagen nicht nur dadurch, daß sie das gesetzliche Beweismaterial liefern, sondern auch insofern, als sie die gedruckten Klageformulare überall hin gratis liefer«. Angesichts solcher kluger und streng gesetzlicher Agitation werden die mannigfachen Maßnahmen der Regierung vergeblich sein; selbst die Verbreitung deS republikfeindlichen RegierungSorganS in 500 000 SratiSexemplaren, welche in allen Gemeinden angeschlagen werden, wird dem Gouvernement mehr schaden als nützen. Diese« saubere Blättchen ergeht sich namentlich in gemeinster Beschimpfung und Verleumdung der republikau. Deputirten, nannte unter Anderem Gam- betta „den bereicherten Exdiktator", wofür dieser gegen den Minister bei Innern eine Verleumdungsklage angestrengt hat. Wie schlecht eS um die Sache der Antirepublikanrr steht, zeigte eine soeben stattgehabte Generalrathswahl in einem bäuerlichen Kanton des RhonedepartementS. Der von der Regierung unterstützte Kandidat der Bonapartisten, Roya- listen und Klerikalen erhielt nur 784 St., während der republikanische 3815 erhielt. Interessant ist die Eifersucht, welche zwischen den Roya« listen und den Bonapartisten ausgebrochen ist und auch im Ministerium ihre Schatten wirft. Die Leitimisten und Organisten haben sich auS Furcht vor den Imperialisten mit einander vereinigt. Letztere werden nämlich auf Napoleons IV. Befehl überall eigene Kandidaten aufstclle« und verkünden bereits, Mac Mahon nur bis 1880 anerkennen zu können.
Auf dem bulgarischen Kriegsschauplätze hat sich vor Allcm Zweierlei ereignet. Die bulgarische Donaustadt N'copoli wurde von den Russen, nach östündigem Kampfe, mit Sturm genommen, wobei 2 Paschas und 6000 Mann gefangen wmden. Ferner hat die Vorhut der russisches CrutrumSarmee, die bei Simnitza über die Donau ging und über Tur- nowa südöstlich vormarschirte, den Balkan unbeanstandet überschritten und war schon am 16. Juli jenseits dieses Gebirges in I nizagra an- gekommen. Jr zwischen wird das Gros der CentrumSarmee rachgifolgt sein. Abdul Kerim Pascha, der feine Feldarmee bei Schumla zusammengezogen hat, ist sonach angeführt und umgangen worden. Die Pforte konzentrirt nun alle verfügbaren Streitkräfte bei Adrianopel, woselbst diese aber ohne Zweifel von den Ruffen über den Haufen geworfe« werden werden. Der rechte russische Flügel, welcher bet N'copoli über dir Donau geht, wird das Balkangebirge im Westen zu umgehen suche«. Um dieses Vorhaben zu verhindern hat sich die von Montenegro gekommene Armee Suleimann Pascha'- bei Sofia oufgestrllt. Abdul Kerim Pascha wird nach diesen Mißerfolgen wohl abgefetzt werd-n. Der Kriegsminister ist ja bereits bei ihm angtlammen, um Einsicht von seinem berühmten „ausgezeichneten Plönchen* zu nehmen und ihm auf die Finger zu sehen.
Im Kaukasus ist der Ausfiaud roch immer im Anwachsen begriffen, selbst die Osteten haben sich daran betheiligt. In Kleinasien steht'S auch noch immer schlecht um die russische Sache. Mukhtar Pascha entsetzte das von den Russen belagerte Kars, und Letztere mußten sich überall bis an die Grenze zurückziehen. Zwar gelang eS dem Corps des Generals Tergukasiew die dem Verhungern nahe Garnison von Bajasid zu retten, aber «S mußte sich mit dieser ostwärts flüchtr«, da die Türkin rrzwischen Verstärkungen erhalten hatten. DaS russische Centrrm fcS nördlich vo« KarS stehe«. Da der kaukasische »ujsta«d