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herige Brulange --- Brülinge», Destey ---- Destrich und Baisse --- Sülzen.
— Bern, 13. Juli. Die Regierungen der Kantone und die Direktionen der Eifenbahngesellschaften, welche bei der Gotthardbahn- Verbindung durch Beitragsleistungen betheiligt sind, werden zur Be- fchickung der in Bern zu haltenden Konferenz für Entgegennahme und Behandlung der finternatisnalen Konferenz in Luzern betr. die Wieder« Herstellung und neue Finanzirung her Unternehmung auf den 27. b. Lingeladen. Der BundeSrath wird sich dabei durch die HH. Bundes- Präsident Dr. Heer, Vizepräsident Schenk und BundeSrath Welti vertreten lassen. . . i
— Wien, 16. Juli. Telegramme des „N. W. Tageblattes." AuS Ras grad: Der Bahnverkehr zwischenRustschuk und Rasgrad ist am Freitag durch^russische Avantgarden, die sich dem Bahnkörp-r bei Wetovv näherten, unterbrochen worden. Die Kosaken streifen bis A°liz- koi, die Türken haben eine feste Stellung bei Lsilakoi bezogen. — Aus Semlin: Salih Pascha hat die serbische Drinagrenze mit 20 Bataillonen besetzt. — Telegramm der „Presse" aus S i st o w a vom 15. d.: Kaiser Alexander fuhr heute nach Tirnowa und wurde auf der Fahrt dahin von der bulgarischen Bevölkerung sehr enthusiastisch begrüßt. Es geht das Gerücht von der demnächst bevorstehenden Ankunft der Kaiserin von Rußland in Bukarest. Am Freitag beschossen die Türken Ol« tenitza, ohne jedoch Schaden zu thun; die Russen erwiderten das Feuer nur schwach. — Telegramm der „Deutschen Zeitung" aus Simnitza von gestern: Das Hauptquartier des Kaisers Alexander geht morgen nach Czarwica, südöstlich von Sistowa. Bei Simnitza ist eine zweite Brücke über die Donau errichtet. — Bei Radare! in der Nähe vou Gabrowa soll ein ernster Zusammenstoß stattgefunden haben; etwa 15,000 Rvssm sollen auf 6000 Türken, welche die Avantgarde eine» zur Vertheidigung der Straße von Gabrowa nach Kasanlik bestimmten Corps von 25,000 Mann Hilden, gestoßen sein und die Türken zurück« geworfen haben. — Von Tirnowa werden fortwährend viele Verwundete nach Simnitza und weiter transportirt, der Nachschub russischer Truppen dauert unaufhörlich fort. — Telegramme der „N. Fr. Presse". Aus Bukarest vom 14, cr.: Das V. russische Corps, welches vor einigen Tagen im Lager vo» Basesso anZekowmen war, marschirt sofort nach Sistowa. Die Russen haben etwa 2 Kilometer von Sistowa entfernt in der Richtung nach Turnmagurelli hin eine zweite Brücke über die Donau geschlagen. — AuS Schumla vom 14 cr.: Der internationale Telsgrophendienst in Rustschuk ist seit mehreren Tagen eingestellt. Die Endstation der Eisenbahn Rustschuk Varna ist von Tscher« nawoda nach RaSgrad verlegt. (R.«. et-a.)
— Ueber den Umfang der von der Coalitions. Regierung vorge« Kommenen Veränderungen im höher» VerwaltungSpersonal gewinnt man aus folgenden Zahlen einen Begriff. Frankreich (ohne Algerien) hat 275 Unter-Präfekten; von diesen wurden 225 seit sechs Wochen abge« setzt, zur Vsrfügung^grstellt oder zu andern Funktionen berufen; nur 50 blieben im Amt. Von den 87 Präfekten behielten nur 13 ihren Postes, den sie vor dem 16. Mai inne hatten; 74 wurden abgesetzt, zur Verfügung gestellt oder mit anderen Funktionen betraut. crr«e.)
— Dem Constitutionnel wird aus London geschrieben: „Herr Rouher wird einige Tage in Chislehurst bleiben. Viele einflußreiche Persönlichkeiten und fremde Journalisten haben dort Audienzen nachge« sucht. Man kündigt als bevorstehe»d eine Proklamation deS kaiserlichen Prinzen an, in welcher dieser erklärt, daß er sich im Jahre 1880 einer PlebiSciiprobe unterwerfen werde!!
avas meldet aus
— Paris, 13. Juli. Die Legung des neuen unterseeischen Ka- belS von Marseille nach Bona (Algerien) hat gestern begonnen. Man hofft, diese neue Linie in fünf bis sechs Tagen benutze» zu können.
— Paris, 15. Juli. Die Correspondenz H einer ihr zuverlässig scheinende» Quelle, zu offiziellen Kandidaten für dir Wahlen seien 250 Bonapartisten, 176 Legitimisten und 117 Or- leanisten ausersehen.
— Petersburg, 16. Juli, Nachm. Ein offizieller Telegramm aus Tirnowa vom 15. d. meldet: Der Vortrab der russischen Armee hat am Abend der 13. Juli, ein halb 6 Uhr, den Balkan ohne Schuß passirt. Am 14., Nachmittags 2 Uhr, besetzte General Gurko Kavykly, «• südwestlich von OSmanbazar; 300 dort überraschte NizamS flüchtetm. Die Türken zogen st^J gegen das Dorf Kunsry zurück. Unser Verlust beträgt einen Todten und fünf Verwundete. (Kiln. Sat.)
— Odessa, 14. Juli. Russische Truppen besetzte» daS an der Donaumündung belegene Echubriary. Eine Marine-Abtheilunz ist dorthin beordert. Türkische Schiffe kreuzen unausgesetzt vor dem Hiesi- gen Hafen.
. —-5°^?°?tinopel, 15. Juli. Ein' auS Jrek datirteS Tele- «ramm Ismail Paschas vom 13. cr. meldet: Die große Anzahl der vor Bajazrd emgetroffmen Russen griff die türkischen Truppen an; letz« tere mußte» nach lebhaftem Widerstand der Ueberzahl weichen und sich zurückzishen. TürktjcherseitS wurde nach dem Eintreffen von Verstärkungen der Kampf wieder ausgenommen und ginge» daraus die Russen
mit einem Verlust von 600 Mann an Todten nach Karaboulak, 3 Stunden von Bajazid, zurück. <«.«. st-s^.
— New-Iork, 14. Juli. Der Dampfer deS norddeutschen Lloyd „Weser" ist hier eingetroffen.
Z o Z s l e I.
Harr««. 17. Juli 1877.
— Wir empfehlen unseren verehelichen Mitbürgern sowie den resp. Eltern auch an dieser Stelle im Interesse der Allgemeinheit die Be- Herzigung des Inhalts der Bekanntmachung Kaiserlichen Postamts vom 13. Juli d. I., abgedruckt in unserem heutige» Blatte.
— (Impfung.) Morgen (18) Nachmittags 3Uhr erster Jmpf- termin für die Zöglinge (Mädchen) auf dem Neustädter Rathhause.
Versteigerung-- und Verpachtung»-Kale«der für Mittwoch den 18. Juli 1877
Offerten zur Lieferung von 200 C r. Coaks bester Qualität für hiesiges Königl. Gymnasium sind bis spätestens 12 Uhr Mittags an Kgl. GymZasialverwaitungS-Commissio» einzureichen (s. Rr. 160 „Han. Anz." — Rachm. 6 Uhr wird an Ort und Stelle die diesjährige Obst« erndte auf den beiden alten Todtenhöfe» dahisr öffentlich versteigert (s. Nr. 162 „Han. Anz.").
— Für heute» Turngemeinde: Abends V, 8 Uhr Generalversammlung auf dem Turnplatz. — Freiwillige' Feuerwehr: Abends 9 Uhr Generalversammlung in der „Centralhalle."
— Kaffel, 16. Juli. Vom 1. August an wird, der „Fr. Hrff. Ztg." zufolge, in Kaffel wöchentlich einmal eine stenographische Zeitschrift nnter dem Titel: „Die Post" erscheine«. Der Herausgeber ist der rühmlichst bekannte Stenograph Otto Autenrieth, welcher in dem unS vorliegenden Prospekt den Zwrck des Blattes ausführlich klarlegt und als Inhalt die Wissenswerthen politischen und anderen Ereignisse in objektiver Darstellung, sowie belehrende Schriftstücke von nur guten Autoren, worunter Auszüge aus Werken über Sprache und Schrift, bezeichnet. Man hofft, auf diese Weise für die Babelsberger Stenographie in unserer Stadt ein recht lebhaftes Interesse zu erwecken, und wollen wir bei der großen Bedeutung jener Kunst für unser öffentliches Leben dem Unternehmen den besten Erfols wünschen. Die Buchhandlung von Ernst Hühn fordert, um die Auflage bestimmen zu könne«, auf, die Bestellungen auf das erste Vierteljahr spätestens bis zum 20. Juli ein« zusenden.
Der „Frankfurter Anzeifler" schreibt unterm 16. Juli auS Frankfurt am Main: Am Samstag Abend glitt beim Aufsteigen in den' Wagen der Trambahn ein Man» auS, fiel und gerieth mit den Beinen unter dir Räder. Leider sind die entstandenen Verletzungen lebensge« fährlich. — In der Herz'schen Schuhfabrik wurde einem Arbeiter, der sich an der im Gange befindlichen Transmission zu schaffen machte, der Arm durch den Treibriemen erfaßt und total zersetzt. Gestern mußte derselbe amputirt werden. — Kommenden Sonntag findet im Volksbad ein großes Wettschwimmen mit auSgefttzten namhaften Geldpreise« statt.
Briefkasten der Redaktion.
G. Es befremdet Sie „einigermaßen", daß die beiden eingesandten Gedich- chea nicht im „Hanauer Anzeiger" erschienen sind? Uns befremdet, daß Sie einem Lokalblatte zumuthen sich „oh n e allen Grund" und dazu in einer Sache, die schon so viel Staub, aufgewirbelt hat, Gegner zu schaffen.
17.
Thermometerstand.
16. Juli: Höchster Stand + 18°, Abends 7 Uhr + 16V,'; Juli: Morgens 7 U§r+ 16°, Vormittags 10 Uhr 4- 15V,°.
— MaiuwasierwärmeMormiitagS 9 Uhr: 17 Grad.
Literarisches.
Dem „Hess. Wochenblatt" Nr. 36 entnehmen wir Folgendes: . „I. Rullmann. Urkundliche Geschichte des Klosters S ch l ü ch t e r n. Kassel 1877." Der Verein für hessische Geschichte und Landeskunde ließ soeben zugleich mit dem 4. Heft seines VI. Bandes N. F. eine Sammlung der Arbeiten der Herrn Pfarrer I. Rullmann zu Kesselstadt bei Hanau über daS Kloster Schlächtern unter dem Titel „Urkundliche Geschichte deS Klosters Schlüchtern" erscheinen. Er ist ehr schätze»swerth, daß die Geschichte dieser alten interessante» BildungS- tätte — denn die Stiftung der Besedictineabtei Schlächtern ist wahr- cheinlich schon zu karolingischer Zeit erfolgt — nun in einer Gesammt« »»-gäbe uns vorliegt, die er leichter ermöglicht ihre Geschicke zu verfolgen, als dies seither in den zerstreut erschienenen Abhandlungen der Fall war. Der verdiente Verssffer, auch sonst als langjähriger Vorsitzender des Hanauer GiWchtsvereinS und Ausschußmitglied des Kasseler Hanptvrreins im Hessenlande bekannt, hat zum ersten Male daS reiche urkundliche Material, das sich über jenen Gegenstand besonders im Archiv des nun eingegangenen evangelischen Consistoriums in Hanau befand, benutzt und größtentheilS publicirt, während frühere Darsteller der