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Xleexewüte« »teil:

Jährlich 9 Mari. H-Ibj.« M-SS P. «iertrljährlich

, Wart 25 Psg. Für auswärtige Abonnenten mit dem betreffen­den Postausschlag ive einzelne Num­mer 10 Psg.

hmnner Ait?cigcr.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

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»ie ispaltig, »armondzeil« **. deren Raum

10 Ps g.

Die 2,p-lt. P-L« 20 Psg.

DieSspaltigeLe«,

80 Psg,

M 149.

Freitag den 29. Juni.

1877.

Abonnements Einladung.

Auf das am 1. Juli d« I. beginnende neue Abonnement auf den

Hanauer Anzeiger", welcher im Verlage des hiesigen Waisenhauses täglich mitUnter» Haltungsblatt," Samstags mit derProvinzial-Correspondenz" er­scheint, erlauben wir uns hiermit ergebenst einzuladen. Auch in diesem Quartal werden wir unser Hauptaugenmerk darauf richten, unsere Leser stets mit den neuesten und wichtigsten politischen, lokalen und pro­vinziellen Tagesereignissen bekannt zu machen, ebenso wie früher amtliche und kirchliche Nachrichten, Court berichte und sonstiges Wissens« werthe, nebst interessanten und spannenden Erzählungen im Unterhal- tungSblatt bringen.

Die tägliche wachsende Benutzung unseres Blattes zur Verbrei­tung von Anzeigen aller Art ist der beste Beweis, daß dieselbe von wirksamstem Erfolg ist.

Das Abonnement beträgt M. 2.25 pro Quartal, für auswärts kommt noch eine geringe Portogebühr hinzu.

Nicht gekündigte Abonnements gelten für^stillschweigend erneuert. Neu hinzutretende Abonnenten erhalten die Karte vom russisch-türkischen Kriegsschauplatz gratis als Beilage.

Bestellungen auf denHanauer Anzeiger" werden von allen Postanstalten, für hier von der

Expedition

(Waisenhaus, Hammergaffe 9, im Borderbau) entgegengenommen.

Gefusden: Auf dem Wochenmarkt Samstag den 23. dS. Mts. stehen geblieben 1 schwarzer Sonnenschirm mir h-lldlauem Futter und weißen Beschlag-?. Ein gelber H-mdenknopf. Ein Vi-Liter-Gemäß. Gin kleines Täfchchen mit blauer Seide gefüttert, enthaltend Häckel« nadel rc. E>n Paar Kinderschuhe. Eine von Taft geflochtene Cigarren- lasche, enth. 1 Cigarre. Ein goldener Ohrring mit blauem Strinchen. Eine gelbe Uhr kette.

Hanau am 29. Jani 1877.

ÄönwltÄeS Landrathsamt.

Dem in Folge stetiger Zunahme des telegraphischen Verkehrs zwischen Berlin und Frankfurt am Main einerseits und Paris ande­rerseits vor einiger Zeit bemerkbar gewordenen Bedürfnisse einer Ver­mehrung der auf jenen Linien vorhandenen telegraphischen Betriebs­mittel ist neuerdings durch Herstellung von zwei weiteren Leitungen zwischen Berlin und PariS bz. Frankfurt am Main und Paris Rech­nung getragen worden.

Bei der Französischen Telegraphenverwaltung hatten die bezüg­lichen Vorschläge der Deutschen Telegraphenverwaltung von vornherein günstige Aufnahme gefundeu und ist eS dem bereitwilligen Entgegen­kommen dieser Verwaltung zu verdanken, daß die Verbindung der neuen Leitungen an der deutsch-französischen Grenze bei.Avricourt schon vor einigen Tagen hat bewirk werden können.

Es darf mit Zuversicht erwartet werden, daß nicht allein die deutsch'französische, sondern auch die von anderen Staaten durch Ver­mittelung deutscher Linien mit Frankreich auSgewechselte telegraphische Korrespondenz für die Folge eine nicht unerhebliche Beschleunigung er­fahren wird. M

Berlin W., den 26 Juni 1877.

Bekanntmachung.

Bei dem Postamte in «unterstellen wird am 1. Juli d. JS. eine Telegraphen an stakt in Wirksamkeit treten.

Gaffel, Den 25 Juni 1877.

Der Kaiserliche Ober-Postairektor.

Berlin, 25. Juni. Einen iraurigkn Beweis, welchen Werth völkerrechtliche Abmachungen im Kriegsfall haben, liefert neuerdings das Schicksal der internationalen Donaukommssion. Art. 21 der am 2, Nov. 1865 zwischen Preußen, Oestreich, Frankreich, Großbritanniens Italien, Rußland und der Türkei abgeschlossenen Schifffchrisakte für die Donaumündnnaen lautet:Die von der Emop. Kommission oder von der an ihre St-ll- tretenden Behörde in Ausführung des Art. 16 des Pariser Vertrages suSgeführten oder später etwa noch auszuführen- den Werke und Etablissements jeder Art, namentlich auch die Gchiff- fahrtSkasse von Sulina, sollen der in Art. 11 des gedachten Vertrags verabredeten Neutralität theilhaftig sein und im Kriegsfall von allen Kriegführenden gleichmäßig geschont waben. Die Wvhlihst dieser Neu­tralität soll sich mit den daraus rntspringsudm VkrpflrchtAng« anch aus die GkueralschifffshrtSinsptltivn, auf die Hafenverwaltung von Sulira, auf das Personal der Echifffahrtskasse und das Mannehvspital und endlich auf das mit der Bsanssicht'gung der Arbeiten besustrazte tech­nische Personal erstrecken." Was hat der DonüvkoANÜision dieser Rr- tikel geuiitzi? Dieselbe hat nicht allein ihre im Gangs b fiM'chen ^ besten unterbrechen müssen, ohne auch nur das bisher Bollekdrte vorher gehörig sichern zu können, fcnbmä sie hat auch ihren Sitz in Tultscha verlassen müss-n. Wie in ZeitungSkorrespondenzen erzählt wird, wurde sie bald nach Ausbruch des Krieges von den türkischen Behörden auf» gefordert, ihre eigene Flagge durch die türkische z^ ersetzen. Dem gexen- über erklärten die in J-lmael stehenden Rossen, doß sie die türkische Flagge nirgends, auch nicht auf d-n GebärrheK und SMiffen her inter­nationalen Kommission, schonen würde». Darauf soll den« die Kom­mission Tultscha ganz verlassen haben. Ob sich die Sache genas so verhält, sind wir außer Stande zu beurteilen'; immerhin dürste sich die Thatsache, daß der erwähnte Artikel der Konveution vom 2. Nov. 1865 thatsächlich außer Kraft gesetzt ist, schwerlich bezweifeln lassen. Wir können nicht annehmen, daß es die neutralen Mächte an entspre­chenden Reklamationen haben fehlen lassen; aber «aiürltch wird Niemand einer von ihnen ansinnen, sich um die es GlAndes willen aktiv in bett Krieg einzumischen. Und so bleibt denn als einziges Resultat wohl nur die aufs Neue ein geschärfte Lehre, was man von derartigen Neu- tralitätSgarantien zu halten hat. <sqw. M«r.r

Die Kriegsminister von Preußen und von Bayern haben dem Bundesrath über die Ergebnisse des HeereSergänzungsgeschäftS im Reichsgebiete für das Jahr 1876 Bericht erstattet. In den alphabeti­schen und Restantenlisten der 15 deutschen Armeekorps wurden geführt 437,253 20jährige, 309,474 21jährige, 248,485 22jährige und 59,876 Aeltere. In Snmma wurden die Namen von 1,055,088 Mann geführt. Davon waren 34,192 als nnermittelt in den RepanteuliftLN auf geführt, 106 175 ohne Entschuldigung ausgeblieben, 198,150 anderwärts gestel­lungspflichtig geworden, 358,363 zurückgestellt, 832 ausgeschlossen, 86,775 auSgemustert, 59 655 der Ersatzreserve I , 61,142 der Ersatz­reserve II., 344 der Seewehr II. überwissen, 116 833 ausgehoben, 17,906 überzählig geblieben und 14,721 freiwillig eingetreten. Von den 116 833 Aufgehobenen wurden für da« Heer zum Dienst mit bes Waffe 111,256 und zum Dienst ohne Waffe 3326 auSgehoben. Fürr die Flotte wurden aus der Landbevölkerung 819, aus der seemännische Bevölkerung 1418 auSgehoben. Wegen unerlaubter Auswanderung wurden von der Landbevölkerung 13,842 und- von der feemärnische» Bevölkerung 828 verurtheilt; noch in Untersuchung befinden sich von der Landbevölkerung 13,685 und von der sremäunischen Bevölkerung 601 Mann. I« den alphabetischen und Restantenlisten der zwei baye­rischen Armeekorps wurden 54,112 20jährige, 21,9^5 2 Ijätzrias, 15 149 22jährige und 2748 Aeltere, zusammen 93,954 Namen geführt. Da­von waren 1073 als unermiltelt in den Restantenlisten aufaeführ^ 3781 ohne Entschuldigung ausgebliebe«, 18,654 anderwärts gest^ pflichtig geworden, 23476 zurückgeftellt, 131 ausgeschloffen, 14,034 auSgemustert, der Ersatzreserve I. 4286, der Ersatzreserve II. 6896 und 3l03^wa«n^üb.r't«8?"" ?^"^^en. 17 278 wurden auSgehoben,

3103 waren überzählig geblieben und 1242 freiwillig eingetreten. Bon