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versität Straßburg den NamenKaifer-Wilh-lmS-Universität Straß­burg" erhalten und führt als Siegel das ihr durch die StiftungSurkunde verliehene Siegel mit der hinzugefügten Umschrift Kaiser- WilhelmS- Universität Straßburg."

Dem Generalfeldmarschsll)Grafen v. Moltke ist als Chef bei Rjazansche» Regiments Nr. 69 im Auftrage bei Kaisers Alexander von Rußland folgendes Telegramm zugegangen:Plojestt, 24. Juni 1877, 11 Uhr 15 Mio. Barm. Auf Allerhöchsten Befehl meines Kaisers und Herrn habe ich die Ehre, Ew. Excellenz zu melden, daß ei dero Rja- zanschem Infanterieregiment zu Theil wurde, vorgestern am 22 Juni bei Galatz die Donau zu überschreiten, als erster Trupp?ntheil der kai- serlich russischen Armee auf den feindlichen Boden zu treten anb nach einem glorreichen Kampfe die erste Bertheilung bei St. GeorgS-Ordm» sowohl für Offiziere als für die Mannschaft zu verdienen. Graf Ad- lerberg, General-Adjutant Gr. Maj. des Kaiser» von Raßland."

I» Beziehung auf den durch die Strafgefetznovelle in daS Strafgesetzbuch eingefügten §. 223 a (leichte p ^Verletzung mittelst einer Waffe rc.) hat daS Ooer-Tribu«al nach demR.- u. St.-Aoz." in einem Erkenntniß vom 30. Mai 1877 folgenden Satz ausgesprochen: Wiewohl die Verfolgung l-tcht-r Körpervrrlrtzungen gesetzlich (§, 232 b. Str. W. B.) nur auf Antrag eintritt, so bedarf doch die leichte Körperverletzung mittelst einer W«ffr oder eines oberen gefährlichen Werkzeuge» zur strafgerichtlichen Verfolg««^ femei Strafantrage». des Verletzten.

Nach einer Bekanntmachung der Direktion der Odeffaer Eisen­bahn vom 19. d. M. findet von dem gedachten Tage ab ein direkter Güterverkehr zwischen allen Stationen dieser Bahn und Königsberg über Shmerinka statt.

Wie aus Malta gemeldet wird, ist das deutsche Geschwader am 26. Juni Mittags von hier nach Port Said abgegangen.

EmS, 27. Juni. Der französische Botschafter in Berlin, Marquis v. Gontaut-Birou, ist hier eingetroffen.

1 Darmstadt, 26. J»ni. DieGlvßh. Schloßwache" führt »unmehr den NamenSchloßwache" und fungirt lediglich als Haupt­wache. Tausch kommen die seither für dieselbe alsEhrenwache" gel­tenden Bestimmungen in Wegfall und wird sie nunmehr auch durch bett Offizier du jour visitirt. Die Doppelposten sind auf einfache reducirt, der Posten am Hoftheatergarten ist eingegangen.

Metz, 24. Juni. Die in dem benachbarten Diedenhofe« au»- gebrochene Trichinose hat bis jetzt gegen 100 Personen, vorherrschend Soldaten der dortigen Garnison ergriffen. Davon sind bereits 6 ge» storben. Einige weitere Todesfälle werden voraussichtlich noch nach­folgen. In Folge des Auftretens der bisher bei uns noch nicht beo­bachteten Krankheit sind auch hier entsprechende Vorsichtsmaßregel» an« geordnet worden.

Paris, 26. Juni. Die heute hier verbreiteten Gerüchte von einem Ministerwechsel oder einer Modifikation in der Zusammensetzung des gegenwärtigen Kabinett werden von derAgence Havas" auf da» Formellste für unbegründet erklä t. <». *. st,».)

Paris, 26. Juni. Der FranyaiS zeigt an, die Regierung habe den Urheber der Correspondenzen abgefaßt, welche den fremden Zeitungen zugeschickt werden undden Charakter der Vorgänge in Frankreich auf die gehässigste Weise entstellen." Derselbe soll ein Fran­zose in Brüssel sein, der mit Gambetta in Beziehungen steht. Mag sein, daß ein solcher Mann existirt, aber wenn der FraneriS auch nur einen Menschen weis macht, daß derselbe die Correspondenzen der Times, der Kölnischen Zeitung, der National-Zeitung, der wiener, Petersburger und italienischen Blätter salarirt, dann gratuliren wir ihm zu seinen Lesern! Er stellt an ihren Köhlerglauben wirklich unerschwing­liche Anforderungen.

London, 27. Juni. DerStandard" tritt den M ldungen anderer Blätter, betreffs einer Extrakrrsitfsrberung der Regierung, ent­gegen und behauptet, die Regierung sehr noch keine Nothwendigkeit, eine» solchen Extrakredit zu beanspruchen.

Rom, 26. Juni. Nach einer Meldung beiOss-rvatore Romano" ist Msgr. Aloist Mastlla zum Nuutiu» am bay-riichen Hofe ernannt worden und hat sich auf seinen Posten nach Manchen b-geven.

Rom, 26. Juni. Dir Pforte hat den hiesig'U Vertreter» der auswärtigen Mächte eine Note zuzehen lassen, in welcher sie den­selben mittherlt, daß in der Susa-Bai (streb) Torpedos gelegt worden feie» und deshalb allen Schiffen die Einfahrt tu den dortigen Hafen sährend der Nacht untersagt sei.

Stockholm, 23. Ju»i. Die Schifffrhrt ist jcht im vollen ^a«g^ nachdem die Einfahrt nach Haparanda auch eröffnet worden ist. itx s besonder» im Vottntschen Mee buie«, ist jedoch für Sr» gelschiffe noch etwa» lästig, uno beiFinngründet", wo da» Ei» sich festgesetzt hat, konnte man die Auslegung bei F-«ersch>ff:S noch nicht

Konstantinopel, 26. Juni. Der Minister bei «uSwär- i < unterm 21, "" bre osmamschea Vertretungen im AuSlande ein Telegramm gerichtet, tn welchem er auf Grund der vom Kaukasus

ein gegangenen Nachrichten von om bitt dir Rass m g»g?n die CWlbe- Völkerung verübten Grausamkeiten Kenntniß gibt, dieselben eindringlich schildert und am Schlüsse sagt:Wir unterbreiten dem Unwillen und der Berurtheilung des gesammten Europas diese Verbrechen, welche mit kaltem Blut und überlegt von den Agenten einer Regierung befohlen sind, die sich für die Vertheidigerin der Grundsätze der Civilisation auS- gibt und noch bei Gelegenheit der in der Bulgarei gegen den kaiser- lichen Willen von einer verzweifelten Bevölkerung verübten Repressalien die öffentliche Meinung gegen unS im Lichte von Barbaren erscheinen zu fassen suchte. Niemals werden die kaiserliche Regierung und unsere loyale Armee sich mit solchen Verbrechen beschmutzen; eben so werden unsere Bevölkerungen die Grundsätze der Humanität und die Gesetze der Krieges, die in so kühner Weise von dem Feinde unseres Landes ver­letzt worden, streng beobachten." Min. ste-i

Konstantinopel, 26. Juni. Die Session der Kammer» wird nach neueren Bestimmungen vorläufig noch nicht geschlossen wer­den. Wie die Zeitung Bassiret meldet, würde einer der Oberfehlshaber der beiden in Montenegro operirenden ArmeecorpS zum Gouverneur von Montenegro ernannt werden. Prinz Hassan von Aegypten ist nach Varna abgereist. Der Sultan will sich dem Vernehmen nach zu Ende dieser Woche nach Adrianopel begeben, um die dortigen Forti- ficationen zu besichtigen. Die Session der Kammern ist auf 14 Tage verlängert worden. Zwischen Kalafat und Widdin hat gestern ei« Geschützkampf Statt gefunden. Hier eingegangenen Nachrichten zu­folge wäre der Einmarsch der Türken in Cettinje unmittelbar bevor­stehend Von Mukhtar Pascha liegen seit dem Bericht über das am Donnerstag bei Delibaba Statt gehabte Gefecht neuere Meldungen nicht vor. («ein. gtg.)

L o k k l 8 K.

Ha»«« 28 Juni 1877.

BersteigerxngK- und Verpachtung!». Kalender für Freitag den 29. Juni 1877.

Vorm. von 910 Uhr findet bei Kgl. Amtsgericht II erster Ter­min zum Verkauf des Oeconom Joh. Adam Geitz'schen Hauses, Grand­vers. Nr. 9 der Wolfsgasst zu Althanau, statt (s. Nr. 110Hau. Anz.") Vo mittags 10 Uhr kommt auf dem Rathhaus zu Rückin- gen die der dortigen Gemeinde gehörige, au» einem Flächengehälte von 1272 Acker Wald und Feld bestehende Jagd auf sechs Jahre zu öffent­licher Verpachtung (s. Nr. 147Han. Anz.").

Für hentk. Hanauer Kriegerverein: Abend» 9 UhrMonatS- verfammlung.

(Impfung.) Den 30. Juni, Vormittags 10 Uhr, Impfung der 1876 geb. Kinder, der Restanten und Zöglikge in Niederissigheim. Hanau: Nachm. 3 Uhr Impfung der 1876 geb. Kinder und bei Restanten, auf dem Neustädter Rathhause.

In demselben Steinbruch der Gemarkung Dietesheim, in welchem am 25. d. MtS. ein Aufseher umkam, fiel Tags darauf eir Arbeiter und brach dm Arm.

Der odentliche Prvf-ssor in der philosophischen Fakultät bet Universität Marburg, Dr. Nfsm, ist in gleicher Eigenschaft vom 1 Oktober l. I ab an die Universität Göttingen versetzt worden.

Kaffel, 24. Juni. Der ständische BerwaltungsauSschuß WL am 18 d. zu seiner 6. diesjährigen Session zusammengetreten und Ho am 18. urd 19., sodann am 21., 22. und 23. d. M. Sitzungen g< halten. Uuter anderem wurden nach derHess. Morgztg." folgend Sachen entschieden: Für verschiedene Beamte der Pfand- und Leihar staken in Kass-l, Hanau und Fulda wurden neue genauere Dienstar Weisungen erteilt. Eine längere Erörterung führte die durch Schreibe bei königl. Ob-rpäsidiumS nochmals angeregte Frage herbei, ob de Kommunalverband schuldig sei, den vom Kommunallandtage nach Gest vom 2. Mai 1874 gewählten Mitgliedern der Ober-Ersatzkommissione aus ständischen Mitteln Dmten und Reisekosten zu zahlen. Der Kon munallandtag hat diese Frage im Prinzip verneint und für vor kommene Fälle den BerwaltungSauSschuß ermächtigt, Entscheidung zu treffr. Das Rnchsmilitärgesetz vom 2. Mai 1874 überläßt eS den einzelm BundeSstaaten, zu bestimmen, von wem Kosten der hier fraglichen A zu tragen seien, und der BerwaltungSauSschuß ist der Meinung, dz Der einzelne Bundesstaat nur auf dem Wege der Ges-tzzebung anordm könne, wer mit der fraglichen Ausgabe zu belasten sei. Da nun» Preußen ein Gesetz nicht ertheilt worden ist, waS diesen GegenstÄ regelt, so konnte der BerwaltungSauSschuß die Ueberzeugung nicht (< winnen, daß er berechtigt sei, Diäten und Reisekosten für die, Weser« lich im allgemeinen Staate Interesse funzirenden EcsatzkommissionSmv glieder aus den Mitteln des Kommunalverbande» entnehme» zu lasse, ES wurde demnach beschlossen, die verlangte Auszahlung von derartige Diät-n und Reisekosten, und zwar auch eine blo» vorläufige mit Recht» Verwahrung begleitete Zahlung, unter Darlegung der Gründe und «i der Bitte abzulehne«, die endliche Regelung dieser Angelegenheit aus , gesetzlichem Wege herbeizuführen.

^4- Auf Die 4proze»tige DeutscheWeichS-Anleihr war bis vor«