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MHE 9 Mark. H,kr^4».eoP. WerteljSHrlich

1 Warf » W Für auSWirtiee Woinknten Mit dem betreffe». len Postausschl», »te einzelne Rum» mer 10 Psg.

M 146.

finnnutr Aninger.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Dienstag den 26. Juni.

SKfertien«-

Preis:

Die lipaltt,« «armondzcile »d, deren Raum

10 W

Die ripalt. fieü»

20 Psg.

Die »tpaltigeZeile

80 W

1877.

Amtliches.

3n Verfolg verschiedener an uns ergangener Anstagen machen wir darauf aufmerksam, daß die seiner Zeit den Schulbehörden kandgegebene Bestimmung der vorhinnigm Administration der KurfürstenthumS Hessen d. d. 16. August 1866, Nr. 3893, wonach der Nachmittagsunterricht während der heißen Sommerto,e in Wrpfcll kommt, wenn das Ther­mometer Morgens 11 Uhr 20° R. im Schatten zeigt, noch in Kraft steht. Wir bemerklu dabei, daß nach diesseitiger Entscheidung da wo der Vormittagsunterricht um 10 Uhr schließt, der Nachmittagsunter­richt erst dann wegsällt, wenn um 10 Uhr Bormittags das Thermo­meter den Stand von 20° R. im Schatten erreicht. Uebrigens kann da, wo eine einheitliche Leistung einer mehr klassigen Schule besteht, nur dem Rektor, bezw. Harptlehrer, das Recht zuerkannt werden, in Ge- mäßheit dieser Norm die Schließung der Schule anzuordnen. Hiernach find die königl. Schulvorstände bezw. Stadtschuldeputationen mit Bescheid zu versehen.

Cassel, den 13. Juni 1877.

Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen.

gez. Mittler.

Bekanntmachung.

Dienstag bett 7. August b. I., von 10 Uhr Vormittags ab, sollen hierselbst ungefähr 100 Gestütpserde, bestehend aus Mutterstuten (meistens bedeckt), 4jährigen Hengsten und Sturm und jüngeren Fohlen, meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werde«.

Sämmtliche vierjvhrig-n und ältere« Pferde find mehr oder we­niger geritten. Die zu verkaufenden Pferde werden am 6. August, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr, auf Wunsch an der Hand gezeigt.

Für Personenbeförderung zu den bezüglichen Zügen vom und zum Bahnhöfe wird am 5., 6. und 7. August gesorgt fein.

Trakehnen, den 27. Mai 1877.

Der LgrchstallmMer (gez.) von Dassel.

Der Kataster'Supernumerar Knape ist für die Zeit vom 1. Juli d. Jr. ab bis auf Weiteres mit der Ausführung der FortfchreihmD- Vermessungen im Bereiche de^ Kataftsramtsbezilkes Hansu I von Königlicher Regierung zu Cassel beauftragt worden.

Die Herrn Ortsvorstände wollen dieses zur Kem-tniß der bethei- ligten OrtSeinwohner bringe«.

Hanau am 19. Juni 1877.

Der Landrath.

Zugelaufen: Eine Schildkröte.

Hanau am 26. Juni 1877.

Kömal. LandratbSamt._____________________

Lage» schau.

Berlin, 21. Juni. Die GeneralversaMmlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung wird am 5, Juli, 10 Uhr, in der alten Börse zu Breslau eröffnet werden. Der Oberbürgermeister von Breslau v. Foickenbkck hat sich bereit erklärt, die Versammlung im Namen der Stadt zu begrüßen, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Lrwald, Rektor und Senat der UuiöeEpiiit haben ihre TheilnahMe ebenfalls zu- gesichert, von den Verbä-rdm m-ö Zweigvereinen ist eine möglichst voll­ständige Vertretung durch Dlputnte zu erwarten, den Vorsitz wird Schulze« Delitzsch führen. Das Programm enthält: 1) Bericht des Zm- Iralausschusses über die Thätigkeit und die Leistungen der Gesellichaft rm bei Possen ?n Jahre. Erstattet durch den Generalsekretär Direktor a.

Julius Lippert.Berlin. 2) R?chnungSleg««g durch den Schatzmeister Dr. Hammachkr-Berlin. 3) Wahl der Rechnungsrevisorm für 1877. 4) Redkk ionkänderunE des Satzes 22 des Statuts. 5) In welcher läßt sich eine den Zweck« derGesillschaft" entsprechende Plan- Wußigkert in dre Thätchk-;t der verschiedeneK Arten von Bildungsver- ein?« bringen? Ref. R,kiyr Dr. Emstädt-BreSla«. 6) Ueber die Ein- bezlchusg der Pflege des Bergnügeus seums der BildANgsversine im ^lnue der BerhandlurgSergMisse der letzten GeneralmrskmmLmg, ein«

geleitet durch den Vorsitzenden Dr. Schulze-Delitzsch. 7) Zweckmäßig­keit und Erfolge der Wänderbibliothtik?«. Ref. Buchhändler L. Prie- baisch-Breslau. 8) Das Bolksmuseum im Dienste der Bestrebungen der Gesellschaft". Ref. Dr. Julius Post-Göttingen (Hierzu Ausstellung einer Abtheilung des BolkSmuseums.) Die Reihenfolge der Gegenstände wird in der am 4. Juli paüptib?nb?n AusschNßfitzung festgestellt. DaS Lokalkomite hat dafür gesorgt, daß den ernsten Verhandlungen nicht minder anregende als genußreiche Erholungen folgen. Geh. Rath Prof. Göppert ist um seine Führung in dem berühmten botanischen Garten angegangen worden. Die Felsenstadt von WeckelSdorf, in welche das Lokalkomite nach gethaner Arbeit seine Gäste zu führen gedenkt, ist die großartigste Partie der gesammten Quadersorwation, in einzelnen Be« ziehurgen die Romantik des benachbarten AderSbach tibertrePent>. c®^w.weri.i

Berlin, 24 Juni. Der lang erwartete Utbergasg der Rvffm über die Donau hat also nunmehr wirklich Statt gesunden, und zwar bet Galatz und Hirsowa, wie das vielfach angenommen war. Es werden dies voraussichtlich nicht die einzigen Punkte bleiben, und der Krieg im Allgemeinen wird fitzt wahrscheinlich einen rascheren Verlauf nehmen. Einige Cmrespondenre« in auswärtigen Blätter» sind noch immer mit Studien der Kämpfe und Verhandlungen der fünfziger Jahre beschäftigt, vergessen aber, wie dieKöl«. Ztg." schreibt, welche tief» greifende Veränderungen die Weltlage seit fiker Zeit erlitten hat und wie die Beziehungen der Staaten zueinander umgepaüet wurden. ES war vmherzusrhen, daß Oesterreichs Stillung, sollte es Vorbereitungen für die Occ«pLtisn türkischen Gebiets treffen, die verschiedenartigsten Deutur-ge« veranlaffeK werde. Lies ist f^os auf die ersten Nachrichten hin gescheht», Wd die Diskussion wird nicht so bald ihr Ende finden. Nur so viel kann man wohl als fichee ansehen, daß Oesterreichs Vor­gehen Rußland nicht behindern wird. Hat Rußland wirklich den ihm oft zugeschrisbtmn Plan, die europäischez? Provinzen der Türkei i« möglichst umfafienber Weise autonom zu gestalten, die Oeffnung her Dardank llen für Kriegs schiffe so wie ein Sebiet in Ästen als Kriegs- entschödiguKg zu «lange«, so fia^t es sich, ob die neutralen Mächte das siegreiche Rußland an der ErreichMg dieser Ziele behindern werden. Die Zeit, wird darüber msktären. Englands jetzt von mehreren Seiten als bevo stehend syßekündigte Crediiforöerung von zwei Millionen Pfund scheint r-och Nicht auf ein Eintreten in eine kriegerische Aktion hinzn- deuten, hat indessen immerhin als Sywptom Interesse. Londvaer Pri- Vatnachrichten sollen mehrfach darauf aufmerksam .gemalt haben, daß eine doppelte Strömung durch das englische Volk gehe, und sich schwer berechnen lasse, welchen Emdruck etwa das Vorrücken der Ruffen gegen Konstantinopel in England her Vorbringen werde. Man glaubte früher, die englische Flotte wsTde alsdann jrdevftlls vor KsnstMtinopel erschei­nen, und die Vervollständigung der englischen Rüstung?» steht damit nicht in Widerspruch. Immerhin hat es den Anschein, daß die Lokali- prung bei Krieges nicht so bald ihr Ende finde« werde.

Briissendungeu re. für S. M. S.Hertha" steh vom 25. b. Mts. ab bis auf Weiteres nach Plymouth zu Nirigireu.

München, 22. Juni. In dem Werd-Prozeß der Kaihol. Bolkspartei, deren Bedeutung für hie inneres Zustände der ultramon- tane» Partei in Bayern schon wAerholt oetoKt wnrde, gibt die heut-ge Nummer von Sigl'r BaterlaNd eine bkm?lkenswrrch» Enthüllung. Da­nach habe Sigl nach der Kundgtbung des Fchr«. Satzenhoftn, daß ihm von Rom aus erklärt wsrden, die Bestrebungen der neuen Partei feien gut, löblich und des päpstlichen Segens würdig, aber um gtwisset Per- sönlichketten im Komste willen könne derselbe nicht ertheilt Werden, an höchst autoritativer Stelle über seinen Austritt aus dem Komite angs- fragt, und darauf die prompte Antwort erhalten: er dürfe nicht zmück- treten und müsse, wenn eine Wahl vorkommm sollte, wieü-rgewählt werde« ; er solle vor feinen Anhängern betonen, daß das audiatur et altera pars auch in Rom Geltung habe und daß darum auch in Rom bte Wahrheit zu ihrem Rechte kommen werde, weßhalb ei« Rücktritt jetzt ei« Vor greifen der zu erwartenden EntschMunq um in keiner Weise zu billWrn wäre; er solle Katholik bltibes, als Kartzolik handeln und beten, wie eS katholischen Christen geziemt, dan« werös der Segen nicht auSbleibe». .

Wien, 24. Juni. (DZnisches Mmtazs-Blatt.) Die Msn-