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8 Wert 25 Pf». Büt au-wärtige atonnenten mit dem betreffe» des Postaustchlog »« einzelne Ru»> mer 10 Pjg.

Hanauer Anzeiger.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage/ und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

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Die ispaMge Varmondzeile ob. deren Raum

10 $fa.

Die rjpalt. Seite

20 P,g.

Di-SipaltigeLei!« 30 P>,.

M 139.

Montag den 18. Juni

1877.

Amtlicher.

Bekanntmachung.

Den Bau der Brücke am Obumtzinthor betr.

Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 10. April d. I. wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in Folge der durch das Frühjahrs-Hockwasier verzögerten Vorarbeiten, folgende Ab« Änderung bezüglich der Montirung der Lehrgerüste am Brückenbau er« forderlich geworden ist:

Zuerst wird der 2. Bogen nächst dem rechten Ufer und der erste Bogen neben dem link n Ufer eingerüstet werden und während der Dauer dieser Arbeit der 1. und 3. Bösen für die Schifffahrt gänzlich frei bleiben. Nach Vollendung dieser Arbeit werden alsdann die Lehr­gerüste für den 1. und 4. Bogen vom rechten Ufer aus aufgestellt und bleiben während der A'beitSdauer der 2. und 3. Bogen neben dem rech« ten Ufer für den Sckiff«verkehr offen. Schließlich wird während der Einrüstung des 3. Bogens der 1. und 2 Soweit neben dem rechten Ufer für den SchifffahrtS-Belkehr offen bleiben.

Frankfurt a. M., den 28. Mai 1877.

Der Polizei-Präsident

Hergen Hahn.

Wird veröffentlicht.

Hanau am 14. Juni 1877.

Der Landrath.

Gefunden: Ein Zehn-Markstück. Ein gehäckelter weißer Kinder­schuh mit blauer Verzierung. Ei« Portemonnaie mit Geld.

Hanau am 18. Ju«i 1877.

Königliches LandrathSamt.

Der gkg'N d-n Kellner Franz Jvf ph Lutz von Joxtfeld unter dem 14. April 1875 erü sstne Et-ckbrief wird als erledigt zurückgezogen.

Hanau am 14. Juni 1877.

Der StaatS-Anwalt Spor leder.

Proklam.

Althanau. Auf den Antrag eines Pfandgläubigers ist der Zwangsverkauf des dem Gastwirth Julius Spang zu Althanau zu­stehenden Grundvermögens:

Die ideelle Hälfte von

Brandverfich. Nr. 1 der Frohnhofsgaffe:

E. 79. 6,6 Rth. Wohnhaus, Stall und Höschen in der Frohnhofsgasse, erkannt und zum Vollzug erster Termin aus den 2. August d. I., eventuell zweiter Termin aus den 30. August d. I.,

Höchsteventuell dritter Termin auf den 27. September d. I, jedes Vormittags 910 Uhr, vor Gerichtsstelle bestimmt worden.

ES werden etwaige sonstige Hypothekargläubiger aufgefordert, W Ansprüche im ersten der obigen Termine beim Rechtsnachtheil der Ausschließung anzumelden und zu begründen.

Hanau den 6. Juni 1877. (4155)

Königliches Amtsgericht II.

Kulenkamp. vt. Winkler.

Bekanntmachung.

_ ®er Schlosser (früher Heizer) Justus Schneider dahier, jetzt zu Betzdorf, hat der Königlicher KreisgerrcktS. Commission zu Kirchen am 28. Mal l. I. angezeigt und eidlich bekräftigt, daß ihm die alS Ergenthum zustehenden, auf den Inhaber lautenden Leihbank-Obliga« tionen, alS:

vom 25. Januar 1875 Lit. G. Nr. 60 über 300 M. 12. Juni 1875 330 300 M. 19. , 1876 1550 300 M. gegen feinen Willen abhanden gekommen feien.

Unter Bezug auf die kurhessische Verordnung vom 10. Dezem­ber 1823 werden daher etwaige Inhaber genannter Obligationen hier­durch aufgefordert, sich unter deren Vorlage vor dem 1. September 1879 bei der unterzeichneten Behörde zu melden, andernfalles dem Eigenthümer Schneider Duplikatscheine ertheilt oder nach Umständen Kapital nebst Zinsen ausgezahlt werden.

Hanau am 1. Juni 1877. (4068)

Die Direktion der Leihbank.

Schrötter.

Gemäß einer Bestimmung der Stiftung des weiland Louis Blachiöre sen. hierselbst zu Gunsten der Armen der Stadt wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach der abgehörten Verwaltungs­rechnung vom Jahre 1875 am Schlüsse desselben das Kapital-Vermö­gen der Stiftung 22,607 Mark 65 Pfennig betragen hat, wobei die Rechnung jedoch mit einer Ueberzahlung von 88 Pf. abschließt.

Hanau am 15. Juni 1877. (4196)

Der Oberbürgermeister Saffian.

Tageolma«. Die französische Krisis.

A. d. Schw. Merk.

Am Samstag den 16. Juni beten dir französischen Kammern wieder zusammen. Die St mme der Landes wird sich wieder vernehm­bar mache», nachdem sie einen Monat lang stumm gemacht worden ist. Der nächste Verlauf der Dinge, Konflikt in der Kammer, Auflösung, Neuwahlen, läßt sich unschwer vorauss hm; um so mehr ist die fernere Zukunft in Dunkel gehüllt. Je Deutsch and hat man allen Srynb, den weiteren Gang der Dinge aufmerksam zu verfolgen. Der Staatsstreich des 16. Mai ist zwar ohne Frage zunächst eine Angelegenheit der in­neren französischen Politik, in deren Wandlungen das Ausland nicht« darein zu reden hat. Die monarchischen Parteien haben mit kecker Hand der Befestigung der Republik einen Riegel vorgeschoben; sie bearbeiten jetzt das Land in ihrem Sinne und halten den Platz frei für irgend einen Roy oder Smpereur. So weit wäre Las lediglich Sache der F anzose». DaS Unglück ist nur, daß alle inneren Krisen in Frankreich sofort für das Verhält» ß des Landes zum Ausland verhängn'ßsoll zu werden pflegen. DaS ist eine regelmäßige Erfahrung, und in diesem Falle kommt nun »och dazu, daß eine Partei sich durch U-berfall deS EiaatSruderS bemächtigt hat, deren Grundsätzen der Haß gegen das neue Deutschland und daS neue Italien gehört. Die jetzigen Macht­haber b-fehde» sich unter einander heftig, sobald von der Vertheilung der Beute die Rede ist; aber in Einem sind sie einig, @n Band Holt sie zusammen: die Unterwürfigkeit gegen den Batikas. In demselben Augerblick, da aller Orten bte Agitation der I suiten in neuen Schwung gerieth, päpstliche Nuntien bereits von dem nächstens bevorstehenden Kriege zur Wiedereinsetzung deS Papstes in seine weltliche Herrschaft redete», gelang es in Frankreich den weltlichen Arm zu finoen, nach dem die Kirche bis dahin so sehnsüchtig verlangte. Man wird den gegenwärtigen Ministern Mac MahonS nicht zutrauen dürfen, daß sie es auf einen Krieg mit Deutschland und Italien abgesehen haben aber sie selbst können nicht wiffe» wohin sie von Einflüssen gedrängt werden, deren Werkzeuge sie sind. Die Republikaner würden nicht mit solchem Eifer betonen, daß sie den Frieden wolln, wenn sie den Frieden nickt durch das neue Regiment bedroht glaubten. Ein angesehener Sckweirer schreibt in einem Privatbrief: »Die Machthaber Frankreichs^ für den Frieden der Welt da» Schlimmste zu planen. Ihre Emissäre und Anhänger verkünden ohne Scheu: Eine Armee durch die Sckwe . geführt, Eine bu ch Belgien und die dritte bei Toul und Berd?» als Schach gegen M.tz und Straßburg, - und Deuffchland tst ^ ®°$ d'tziere wird "un zwar keine Eile haben, aber da» Programm ist vorhanden. Und bte Hoffnung ist gering, daß das französische Volk