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ALHrliq !» Mark. H-lb,. 4 M. Ä> P.
Vierteljährlich »Wich! 25 W Für auswärtige LboimMev »tt den: betreffen» den Postausschlag Die einzelne Niim- Ulvt 10 Psg.
M 137.
Henaner Iiiröct.
Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Erschein-. täglich mit Ausnahme der Sonn- Und Feiertage, mit befierristtscher Beilage, ' und Samstags mit der Berliner Provinzial Correspondenz.
Freitag den 15. Juni
Snfsrtf»it$- Prtis:
Die tsxaltige Larmondzeile oN. deren Raum
10 W
Die 2!palt. Zeit«
20 Pfg.
Di-SiPaltigeZ-ü»
30 $fg.
1877.
«mtlich-L
Amortisationserklärung.
Der dem Handelsmann Michael Schuster zu Niederrodenbach unter Nr. 3199 pro 1877 ertheilte Legitimations-Gewerbeschein zum Handel mit allen gesetzlich erlaubten Gegenständen ist demselben abhanden gekommen. Indem wir diesen Schein hiermit für ungültig erklären, bemerken wir, daß dem rc. Schuster unterm heutigen Tage eine zweite Ausfertigung ertheilt worden ist.
Cassel am 7. Juni 1877.
Königliche Regierung,
Abtheilung für directe Steuern, Domainen und Forsten. _____________________Schwarz i. V.____________________
Proclam.
Sonnabend den 16. d. M., Morgens 11 Uhr, soll im hiesigen Gerichtsgebäude ein Küchenschrank aufs Meistgebot gegen gleich baare Zahlung verkauft werden.
Hanau den 15. Juni 1877. (4150)
____________________Temme.____________________
TageKscha«.
— (Das Topedowese« der deutschen Kriec smariKe) Der „Schw. Merk.- schredt: Die demsch? .%«dee war in Europa die erste Kriegsflotte, die der Är-'ttemß vor; OffrnfivtMpetws e-n größere AufmrrkfamMt zuwendete. Bereits im Kriegs von 1870—1871" warm den deutichm Sekstreitkräft«« 3 Torpedoboots beigegeben, und schon-in der Denkschrift vom 5 März 1873 wurde bis ferner« Zuthnlang von 28 groß« und kleinsR Offtnsivtwpedobvoten in Aussicht gersomMw, von denen im SrisgKfalls 4 in der Jade, 2 in der Weser, 4 in der Elbe, 4 in Sondelbmk'Dtppel. 6 in der NeMädter Bucht, 2 in den RüWn'-- i6tn Gewässern und 6 in der Danziger Bucht, insgesammt also 10 in der Nordsee und 18 in der Ostsee fiativKirt ftiv sollten. In dem gleichen wichtigen Schriftstück, durch das für die Erweiterung der deutschen Seemacht die Grundzüge festgest-llt fiss, wurde jedoch der damalige Zustand des Torpedowes-ns noch als unfertig hingestellt und einer- feits die Erwerbung eines für den deutschen Küstenschutz ausreichenden Defeusivtorpedomsterials als unerläßlich bezeichnet, andererseits aber die Erwerbung eines geeigkEn OffeLsiviorpedos in AuSficht gestellt. Diese hat vor 2 Jahren ftattgefnnde«, und bis deutsche Kriegsmarine verfügt seitdem über die Bmlchmg des Lupis Whitebead'schen Offmsivtorpzdos, der auch von England, Frankreich, Italien und Oestreich angenommen worden ist. Mit dem torigen Jahre find demnächst unserer Kriegsflotte die ersten beiden neuen Offensitztorpedoboote, der Zielen und der Man hinzugetreten, von denen das erstgenannte Fahrzeug in der neuesten beutschen Flottenliste zu 2350 Pfsrdekraft und 91 Mann Besatzung datz ?»^k zu 800 Pferdekraft angegeben wird. Nach drm Marmeetat für 1876 sollten im vorigen Jahre noch 2 solcher Boote in Bau genommen werden. Nach der vorerwähnten Schifftliste besteht zur Zeit unsere Torpedoboviflottille also aus 3 Torpedobooten (außer den beiden genannten Booten noch bet Rival von 250 Pferd-kraft), 2 Mimnprahmen uns 2 Minenlegern, insgesammt also aus 7 Fahrzeugen. Die englische und öftretchtsche Kriegt flotte besaßen zu dem gleichen Zeitpunkte erst je -7 «t« frafliöftfebe Flotte besitzt noch gar kein Offensivtorpedoboot. Der ital. Knegt flotte sind neuerdings 2 derartige Fahrzeuge hinzugetreten und von der russischen Regierung ist Mitte vorigen JahreS der Lay'jche Offensivlorpedo erworben worden, der jedoch bei den letzten KriegSer-
" ^t?“ Donau noch keine Verwendung gefunden zu haben scheint und für den besonders gebaute Torpedoboote bisher auch wohl
-F^^ dürften. Für die deutsche Kriegsmarine bestehen außsufem fett 1875 ein besonders aus gebildetes Torpedokorps und eine MEpchoversuchs- und Prüfungskommission, welche Vorbereitungsanstal- «.£<£ r k 10 » ^?^ "ur von der englischen Kriegsmarine inS Werk
, 8« diesen Mittheilungen fügt die Tribüne noch folgendes ?;?*“: Die früheren, von derr Amerikanern schon während des Bürger- ^^<^°i ^^1 bis 1865 vielfach mit Erfolg verwendeten Offrnsio- torpedoboote führten nur einen, an der Spitze einer langen ihrem Bug I «'»gefügte« Stange befestigten Kontakt-Torpedo, dessen Explosion erst !
durch unmittelbaren Zusammenstoß m t dem ftmdiicheu Schiffe bewirkt werd n konnte. Dieselbe Konstruktion Einrichtung scheint zunächst auch noch für die deutschen Offensivtorpedoboote M Auge gefaßt und neuerdings noch von bin Russen im Kanal von Matschin in Benutzung gezogen z« sein. Die ungeheure Gefahr, die bei dieser Art der Torpedo- anwendung für die Bemannum der Torpedoboote obwaltet. ist nicht nur durch ein etwaiges Rammen (in den Mund segeln) bedingt, das von - dem feindlichen Schiff gegen seinen Angreifer ins Werk gefegt werden kann, und durch die feindliche Geschütz- unb Kattäfchwükung des ersteren, sondern zugleich auch durch die Rückwirkung der Explosiv«, welche das eigene Boot ebenso wie das «gegriffene feindliche Schiff mit der Vernichtung bedroht. Anders und - erade ratgegengefegt stellt sich die Sache | dagegen mit den neuen Torpedobooten. Der Torp o w rd von. biefeu j Fahrzeugen aus einer an, bez. unter ihrem Bug defij/ol.che« Lancier- > Vorrichtung entsendet, wobei derselbe vermittelst einer besondere« Bewe- - gungsmasttzine unter Wasser fast mit Geschoßgeschwindigkeit noch auf ’ 2—3 Seemeilen Erttfernung sein Ziel aufsucht, worauf dann in dem ? Augenblick der Berührung mit dem letzteren die Explosion erfolgt; bie- ' selbe reicht bei der enormen SprsKyladung dieser unterskrischen Höllenmaschine (beim Ley'jche« To p» s V/s Tonne Dynamit) hin, auch das ; stärkste Panzerschiff sofort in die Tiefe zu verftMn. Dem Boote selber j aber ist durch fein? äußerst starke Dampfmaschine eine so große Fahrgeschwindigkeit verliehen, daß es durch diese, wie durch seine geringe Größe, jeder erfolgreichen Wirkung des feindlichen GeschÜtzstuech so gut wie entzogen ist, während die EntferHMK, in der eS sich zu halten vermag, zugleich auch die Gefahr ausschließt, durch das angr^offene Schiff gerammt zu werden. Welche Gefahr umgehst ewem feindlichen ; Schiffsgeschwader aus einem derartigen Hornissenschwarm erwachsen muß, erhellt aus den vora«geführt-a Umständen von selbst. Ww neuerdings i aus guter Quelle aber berichtet wird, soll in der ^mtfchcn Kttegkmarine die in Aussicht genommene sta k- Torpedos!stille für den K^rgSfüll nicht ■ blos zur B unruhiZung der feinbüchm KriegS- und Handelsflotte durch | weite Kreuzfahrten oder Ausfälle aus den deutschen Kriegshäfen «ad j Küstenpunkten werweudet werden, sondern es soll daneben von der deut« schen Admiralität beabsichtigt sein, diese Boote durch Zatherlung eines Torpedogeschwaders zu der eigentlichen Panzerschlachtenflotte auch fü« den unmittelbaren Kampf zur See mit heranzuziehen. Unstreitig müßte inmitten des betäubenden Donners und undurchdringlichen Pulverdampfes einer Seeschlacht daS Eingreifen dieser Fahrzeuge für einen darauf nicht
; vorbereiteten Feind von doppelt veroerblichrr Wirkung sein.
— Der Königliche Hof fegt vom 13. Juni ab für Ge. Königlich« Hoheit den Großherzog von H ffen und bei Ryttn die Trauer auf : vierzehn Tage an.
— Berlin, 14. Juni. In dem Programm für die Reise Sr. ' Majestät des Kaisers und Königs nach Ems sind folgende Aruderunge» . emgetieten: Die Abfahrt erfolgt mittelst ExttazuM am Freitag, den | 15., Abends 9 Uhr 45 M. von Berlin (Potsdamer Bahn), die Ankunft in Magdeburg Abends 11 Uhr 45 M., die Ankunft in Bö^sfum Sonnabend, 16. Juni, früh 1 Uhr 1 M., m Kreiensen 2 Uhr 1 M., in Kassel 4 Uhr 8 M., in Gießen 6 Uhr 38 M. Bon Gießen erfolg: die Abfahrt Sonnabend, 16. ZLni, Mo^e«- ^ Uhr 10 M., die Ankunft in EmS Vormittags 9 Uhr 10 M. (*.«. ®u«m .
— Berlin, 14. Juni. Der Petersburger Brief der wiener ! Pol. Corr.,.die Richtigkeit des Inhalts vorausgesetzt, bestätigt, nach der „Köln. Ztg." lediglich: erstens, daß die Gortschakow'sche Antwort, : in einer Justructionsdepesche für Schuwalow enthalten, das Schreiben Derby's an Schuwalow wegen der englischen Interessen erwidert und nicht etwa nur eine Antwort auf die frühere englische Dep5sche vom 1. Mai enthält; zweitens, .daß Rußland wegen Konstantinopels und der Dardanellen keinerlei bindende Verpflichtungen eingegangen ist. Der erwähnte Petersburger Brief bezeichnet nur Suez und Aegypten als diejenigen Punkte, welche Rußland respectiren werde. Die Agence Russe nannte auch Indien; doch wird auf solche Wider prüche der russischen offiziösen Stimmen kein besonderes Gewicht zu legen sein.
— Darmstadt, 14. Juni. Das Regierungsblatt enthält die Verkündigung des Regierungsantritts des Großherzogs Ludwigs IV