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Aio»ne«e«tr> Preis:

Jährlich 9 Mari. Halbj. 4 M- 50 P.

Vierteljährlich 2 Mari 25 Pfg. Für auswärtige

Abonnenten mit dem betreffen- . den Postausschlag Die einzelne Num­mer 10 Pfg.

Hanam Meiaer.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Jusertions- Preis:

Die lspaltige

Garmondzeile od.

deren Raum

10 Psg.

Die Lspalt. Zeile

20 Psg.

Die SspaltigeZeile 80 Pfg.

M 123. Dienstag den 29. Mai» 1877.

Amtliches.

Den Herrn Ortsvorständen deS Kreises wird nachstehend eine Tabelle über die berichtigten Steuersätze der Klassensteuer für das Veran« lagung?jahr 1877/78 zum dienstlichen Gebrauchs mit der Weisung bekannt gegeben, danach die Klass-nstmrc.Za- und Abgänge pro 1877/78 zu berechnen. Hanau am 25. Mai. 1877. Der Landrath.

Über die in Folge der Bekanntmachung deS Herrn Finanz-Ministers vom 28. März 1877 (Gesi S. S. 96) berichtigten jährlichen und monat lieben St-uersAtze her 12 Stufen her Kloss-nst-uer für daS Neranloann^rsabr vom 1. Avr'l 1877 bis Ende'» 1878.

Der Zu- oder Abgang beträgt für die Zeit vom

5

Jahres-

monatlicher

L. Avro

1877

1. Mai 1877

1. Jan

1877

1. Jul!

1877

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1877

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1877

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1877

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1877

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1877

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1878

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1878

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bis Ende März 1878

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WefuKve«: Ems feine Sqeere. Zwei Porlemonnmes mit etwas Geld. Ein gehäckelter Kinde; tragen, weiß und roth durchzogen. Eine weiße Tasche, enth. Schächtelchen und verschiedenes Zuckerwerk. Eine schwarze Schürze mit grüner Litzenverzierung.

Hanau am 29. Mai 1877.

Königs. L^ndraihSomt.

Proclam.

Mittwoch den 30. Mai, Nachmittags 4 Uhr, werden in hiesigem Gerichte lokal 20 Sonnenschirme, 1 Regenschirm, 8 Schirmgestelle, 14 kurze Pfeifen, 9 lange Pfeifen, 8 Pfeifenköpse, 5 Cigarrenspitzen meistbietend gegen baare Zahlung verkauft.

Hanau am 29. Mai 1877.

(3735)

Käm pfer, Exekutor.

montags den 4 k. M. werden die Stadtgräben behufs deren Reinigung für mindestens 2 Tage abgclassen, und wird diese Arbeit je am ersten Montag der folgenden Monate, bis zum Spätherbst, wiederholt werden.

Hanau am 28. Mai 1877.

(3739)

Der Oberbürgermeister Castian.

Tagesschau. Der Krieg.

A. d. Schw. Merk.

Die Türken scheinen nach der Stimmung zu schließen, die in ihrer Hauptstadt herrscht, vom bisherigen Gang der KriegSereignisse wenig erbaut. Die Verbrennung von Suchum Kaleh und selbst die Versuche, den Lusstand im KankasuS zu schären, fallen wenig inS Gewicht gegen daS sichere Fortschritten der russischen Waffen auf den zwei hauptsäch­lichsten Kriegstheatern. In Asien zumal gewinnen die Russen rasch an Boden. Das Gebiet, das in russische Verwaltung genommen wird, er­weitert sich. Der Fall von Ardatzan am 17. Mai hat dem vordrw- genden Heere bett Weg nach Kars eröffnet. Schon am 22. Mai kann ten die russischen Batterien daS Feuer auf zwei Bußenwerke von Kars rechten und am folgenden Tag haben sie sogar, wenn man einer Depesche auS Erzerum trauen darf, Kars selber zu beschieß!» begonnen. Der folgenreiche Fall von Ardahan war eS denn auch, der in Konstantinopel eine Panik und drohende AuSbrüche des Unwillens erzeugte. Die auf­geregte Stimmung richtet sich nicht blos gegen den Kommandanten des

ü tioseuen Platzes, junoern auch gegen Mukcar, bin Overfetoyerrn in Asien, gegen die Minister unb greift möglicherwtils noch höher hinauf. Es kam zu Zasammenroitungen der Svfms, zu tuwultuarischen Aüf- tritte» im Parlament, und die Folge war die Berhängung des Bela­gerungszustandes über Konstantinopel, mit wahrhaft drakonischen ^> stimmanKen, welche u. A. der Behörde erlauben, Verdächtige ohne Ur­theil in bte Verbannung zu schicken. Ja eine Depesche läßt bereits den Sultan, anstatt daß er endlich zur Armee abginge, aus Furcht vor dem Andrang d-r SofiaS nach Asien entweichcm. Das sind Sorge nie, die nicht für große Zuversicht in die eigene Sache sprechen. Und das ist erst im Anfang, während der Einleitung des Krigs. Man kann vor- auKsehen, daß wenn erst entscheidendere Nachrichten aus Asien und von der Donau kommen, die Wirkung eine noch tiefere fein wird, wie um­gekehrt die Verwirrung und Kopflosigkeit in der Hauptstadt wieder vom ungünstigsten Enfluß auf die Kriegführung sein muß. Schon tauchen allcrtzand Projekte auf, wie wenn die Hauptsache bereits entschieden wäre. So schmeichelt man sich in Wien bereits mit dem Gedanken einer östreichischen Sekundogenitur auf der Bolkanhalbinsil, welche die Rivalität zwischen den Häusern Habsburg und Hohenzollern, nachdem sie in Deutschland glücklich erloschen ist, nach der unteren Donau tragen würde. Es würde sich, schreibt die Presse, um eine Vereinigung von Bosnien mit bir Herzegowina und Serbien handeln und der Erzherzog Friedrich (Sohn des verstorbenen Erzherzogs Karl Ferdinand, Erkel de§ Erzherzogs Karl und Erbe des Erzherzogs Albrecht) at f den neu zu errichtenden Thron gesetzt werden. Vorläufig wird man ein Fra^e- zeichen zu so schönen Plane» machen dürfen.

Berlin, 27. Mai. In Folge der neuern Erklärung Ruß­lands, daß es den Halbmond als Eymbo! der türkischen Ambulanzen anerkennen werde, wird eine Konferenz in der Sache, wie man glaubt, unterbleiben. Frankreichs Eikläruug war übrigens im Ganzen im Sinne der früheren russischen gehalten und hatte nur gegen den Schluß auf eine Konferenz hingewiesen, die nunmehr, w e bemerkt, unterbleiben wird. Rußlands neueste E klärung zergt übrigens, daß mehrere Regie­rungen, die den türkischen Vorschlag nach bim Vorgangs Rußlands mehr mer weniger abgelehnt hatten, sich diesmal von der russischen Humaar« tätS-Schwenkung überholen ließen.

Brirssekdungen für S. M. S.Victoria" sind von heute ab bis auf Weiteres nach Sny-na, diejen'gen für S. M. Z.Preußen" nach Wilhelmshaven zu dirlgiren.