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bahn und der Marstall des bissigen Schlosses zur Btlfügung gestellt. Da eine große Anzahl von Fabrikanten die Ausstellung beschickt, wird dieselbe sehr reichhaltig sein, und soll der Eintritt; preis so gering anae» setzt werden, daß der Besuch derselben allgemein zu empfehlen sein dürfte. Auch die Uebungen, welche voraussichtlich im Schloßhose stattfinden, werden für Jedermann, der sich für das Feuerlöschwesen intensfirt, sehenSwerth sein.
In Anbetracht des gemeinnützigen Zwecks der Feuerwehren ist zu erwarten, k^ß es dem WohnungSauSschuß nicht schwer wird, die nöthigen Quartiere für die Abgeordnete« der auLwärttgln Feuerwehren zu beschaffen.
— Der „Main- u Kinzigbotr" schreibt: Vorigen Montag stießen die Arbeiter, welche an dem Bau des Kanals beschäftigt sind, der von der Bebraer Bahnhofstraße in den Stadtgraben gezogen wird, in der Nähe des Hauses deS Herrn Stadtbaumeifiers Thyriot im Trottoir der genannten Straße in einer Tiefe von etwa 1 M<ter auf ein germani» sches Grab. Der Fund, der leider nicht vollständig erhalten ist, gelangte durch die Freundlichkeit des Herrn T^y tot in den Besitz deS GesÄichtsoereins. Es scheint, den Schmuckgegrnfiändsn nach zu schließen, ein Frauengrab gewesen zu sein. Die gefundenen Metallsüchrn bestehen, abgesehen von einem kleinen Biätichen Gold, auS stark patinirtem (mit Grünspan überzogenem) Kupfer. Von eimm großen ornamentüte« HalSrinze fand sich nur die Hälfte vor, außerdem eine Haarnadel, Stücke von Armspangen und Armringen (sog. Spiralen), eine Anzahl wahr« scheinlich früher zu einer Halskette gehöriger Ringe und Kapseln u. s. W. Bon der zu dem Grabe gehörigen Urne waren nur noch we« nige Stücke vorhanden, deren Form aber nebst den Bronzegegenstände« auf vorrömische Zeit schließen läßt. wie auch die zugleich gefundenen Knochenüberreste beweisen, daß die Grabstätte noch der Zeit der Leichen- Bestattung, nicht des Leichenbrandes, angehört. Unseres WissruS ist nach dieser Seite der Stobt hin bisher roch kein derartiges Grab aus der Bronzezeit gefunden worden.
Eingesandt.
So viel wir aus zuverlässig!r Quelle in Erfahrung bringen konnten, erbauen die Gebrüder Adam. welche schon seit Jahren Besitzer einer Herrnbadkavstalt sind, in diestm Jahre auch eine Damen-Badeanstalt mit 13 abgeschloss neu und gedeckten Bädern Dieselbe wird so eingerichtet, daß eirtretendeL Hochwosser keine Unterbrechung verursacht. Diese Notiz wird jedenfalls von unserer Damenwelt gerne ent« gegengenommen wer den. — lh.
— Die in dem vorgestrigen Anzeiger an dieser Stelle auSgc^p ochene Behauptung, baß der Mann, welcher am 16. Mai gebadet, keine Colle- gen bekomme» würde, scheint sich nicht zu erfüll:», da bereits am 17. Mai die Anstalt des Herrn Kaiser von sieben Personen benutzt wurde.
Versteigernugs« und Verpachtungs-KaleRder.
für Dienstag den 22. Mai 1877
Holzversteigerung in der Oberförsterei WeningS, Zus^nmenkunft S8otmittags 8 Uhr bei bem Eisse,'schen Wirthshaus« zu Meikenfritz: Buchen: 28 Meter Scheith., 600 do. Prügelh, 42 do. Stockholz, 2200 Wellen (s. Nr. 113 „Han. Anz")
— Markt gut bcfahren; Preise wie folgt: Butter 1,40 bis 150 Mk-, Eier zwei Stück 10-11 Pf., Käse 5 und 6 Pf., K-pssalat 5 bis 7 Pf. das Haupt Spargeln 25 Stück 1 Mk bis 1,10 MI., Spinat die Mahne 25—40 Pf, Erbsen, Linien und Bohnen 35—40 Pf., Kartoffeln 15 Pf. d-s Dopp Qitsr, Geib-rübsn da? Bündchen 20 bis 25 Pf., junge Tauben 1 bis 1,20 Mk., ein Huhn 1,50 bis 1,75 Mk., eine Ente 2 80 bis 3 Mk., Fische: gewöhnliche Sorte 40 Pf., Barben 60 Pf., Hecht 1,10 und Aal 1,20 Mk. das Pfund, Stroh das Gebund 60-80 Pf.
Wohin gehen wir während der Pfingstfeiertage?
Der Vergnü^ungSanzeiger ist für die Feiertage so reichhaltig, daß wir deS beschränkten Raumes halber für diesmal auf den Inseraten« theil verweisen müssen.
— Sehenswürdigkeiten. „Museum der Wetterauischen Gesellschaft" (im Altstädter schloß): Geöffnet Sonntags von Vormittags 11 bis Nach«. 1 Uhr.
— (Impfung) Den 22. Mai, Vo mittags 9 Uhr, Revision in BischofSheim; den 23. Mai, Vormittags 10 Uhr, Impfung in Groß- auheim.
— Der bisherige Baumeister Karl Stoll zu Casiel ist, unter Be- laflung in seinem gegenwärtigen Dienst Verhältniß als technischer HülfS« arbeitet bei der Königlichen Regierung daselbst, zum Königlichen Land- baumeister ernannt worden.
— Kassel, 17. Mai. Aus zuverlässiger Quelle kann die „Hess. Mztg." mitrhelle», daß nach dem Projekte des t^I. Justizministeriums die Stadt Kassel zwar ein OberlandeLgericht bekommen soll, aber das kleinste ber xavztn Monarchie, daß namentlich von dem Bezirke des jetzigen AppellaiionsgertchtS noch der Kreis Rinteln, der Kreis Schmal- kalden und Bockenheim ab getrennt werden sollen, während F anksmt a. M. ein sehr großes Oberlandesgericht erhält.
Braila und Matschin überschritten und beherrscht mit ihren Geschützpositionen den Donauarm von Matschin. Ein fli gendes KorpS unter« w'mmt seit einigen Tagen RekoguoSzirungen in der Dobrutscha.
__ Wien, 18. Mai. Telegramm der „Neuen freien Presse" auS Bukarest 17. c.: DaS russische Hauptquartier wird am Sonn« abend hier eintresien. Die russischen Truppen haben die Aluta über' schritten. Bei Vidra, auf der Straße nach Giurgewo, wird ein großes russisches Lager aufgeschlagen. Die Türken haben gegenüber von Turn Magurelli und Siwnitza eine neue Batterie erbaut. (*■ «• st-an».
— Paris, 18. Mai, Morgens. Gutem Vernehmen nach wird der Kammer heute eine Botschaft des Ma schall-Präsidenten und ein Dekret zugehen, wodurch die Kammer vrrtagt wird. Das „Journal officiel", welches heute verspätet zur Ausgabe gelangte, veröffentlicht die bereits gemeldete Ministerliste, die Verwaltung des Justiz Ministeriums ist wieder mit der des KultuS-MinisteriumS vereinigt, der Krieas-Mi nister, General Berthaut, hat interimistisch auch das Marine Ministerium übernommen.
— PariS, 18. Mai. Das Journal Officiel bringt nach der „Köln. Ztg." die amtlichen Ernennungen der neuen Minister. Die Verwaltung des Justiz-Ministeriums ist wieder mit der d^s Kultus- Ministeriums vereinigt. Berthaut behält interimistisch das Portes-uille des Krieges und der Marine. Gutem Vrrnehw.'N nach wird der Kammer heute eine Botschaft des Marschall-Präsidenten und ein Dekret zugehen, durch welches die Kammer vertagt wird. Das Amtsblatt ver« öffenrlicht ferner ein Schreiben Mac Mshou's an D cazes, worin es heißt: „Die Verhältnisse gestatten nicht daZ letzte Kabimt an der Gewalt zu lassen, von welchem Sie einen Theil bildeten. Ich will jedoch, daß es wohl begriffen werde, daß ich beabsichtige, mit den auswärtigen Mächten die freundschaftlichen, vertrauenerweckende« Beziehungen aufrecht zu erhalten, die Sie mit denselben zu unter halten verstandtN. Kein Angriff tarf auf diese gemacht, nichts darf in der auswärtigen Politik verändert werden, die Sie so geschickt und so würdig vertreten. Ich erhebe Berufung an Ihren Patriotismus, daß Sie auf Ihrem Posten bleiben, den Sie nicht ohne Schädigung der öffentlichen Sache verlassen könnten."
— London, 18. Mai. Aus Batum wird vom 16. d. gemeldet: Der Ticherkesskn-Aufstand wächst und bedroht die Bahnverbindung Poti« Tiflis. Nach Berichten aus Erznum bombardirtin die Russen Ostern KarS aus vier schweren Geschützen; das Ergebniß war vorerst Null.
(«äln. gt8.)
— Rom, 17. Mai. Der Papst empfing heute eine Anzahl deutscher Pilger. Der frühere Erzbischof von Köln und der Baron v. £i6 verlasen zwei lateinische Adressen, wo auf der Papst in statt« enischer Sprache erwiderte, er fordere angesichts der Lage der katholischen Kirche die Deutschen auf, zu Gott zu beten für das Heil der Kirche und für den Papst, damit Friede und Ruhr unter die Völker zurück« kehre. Der Pkpst ertheilte schließlich den Anwesenden seinen apostoli« schen Seg n. Min. ata.)
— St. Petersburg, 18. Mai Ein Telegramm des Ober« Korrwandirenden meldet aus Tiflis vom 17. d.: Der General-Major Komarow führte am 16. eine Rekogvoszirung gegen KarS aus, er führte mit sich 4 Bataillone Infanterie, 2 Batterien Artillerie und 3 Sotnien irregulärer Kavallene und der Karpakschen Miliz. Die letzteren, welche an der Tete des linken Flügels marschirten, wurden von 1000 türkischen Dragonern, 8 Bataillonen Infanterie und 1 Batterie stark attakirt. Den Unseren wurden 6 Sotnien Dagestanreiter zu Hülfe gesandt, und es entspann sich ein heftiger Kampf mit der blanken Waffe. Die Türken verloren außer den Verwundeten 64 Todte und 2 Gefangene, außerdem viele Waffen und Pferde. Der Verlust auf unserer Seite beträgt: 1 Offizier und 20 Reiter todt, 5 Osfiziere und 54 Reiter verwundet; unter den letzteren befindet sich der Commandeur der Brigade Dagestan, General-Major Tschelokajeff. Unsere regulären Truppen hatten keinen Verl st. w. a. st.*.)
— Konstantinopel, 17. Mai. Ein von der Regierung veröffentlichtes Telegramm, welches die Einnahme von Suchum Kaleh und die erfolgte Erhebung der tscherkessischen Landerbewohner bestätigt, berichtet ferner, daß die Garnison von Suchum Kaleh niedergemacht und die Stadt niebergebrannt worden sei.
Lokale».
Harun» 19. Mai 1877.
MB** Seit heute Morgen ist in hiesiger WaisenhauSbuchdruckerei eine zwnpferdigc geräuschlos arbeitende Gaskraftmaschine (die erste in hresiger Gegend) in Betrieb g s tzt und sind Snttpffenten zu deren Besichtigung freundlichst eingeladen; dir Maschine stammt aus der Deutzer Gasmotorensabik.
Eingesandt.
„ ®m 1 u. 2 Juli d. I. wird dahör der erste Feuerwehrtag deS Versass für ^n Regierungsbezirk Ccssrl abgehelten, verbunden mit nner Uebung der Hanauer Feuerwehr sowie einer Ausstellung von j Feuerlösch- und AusrüftungSgeräthschüfteK. Zu Letzterer sind die Reit-