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Zugleich Amtliches Organ für Kreis mrd Stadt Hanau.
(Urschemt täglich mit Ausnahme der Senn« und Feiert^e, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner ^rc9mya[=$om^mib^
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Die IfealSg« Garmondzeile »X deren Sm.»
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Freitag den 18 Mai
1877.
Amtliches.
Landwirthschastlicher Kreis-Verein.
Nächste Veriammlun^ den 29 Mai, Nachmittags 2^2 Uhr, im Gasthans zum goldenen Löwen, Hana«. Tage^ordKÄNß:
1) Verbesserung der Rindviehzucht im Kreise Hanau, Referent I. Klaus, Ravolzhausen;
2) Berichterstattung über die Fohlenwei^e, Referent die Commission;
3) Besichtigung der von dem Vorstand neu beschafften Ackergeräts schaften;
4) SonKiae Mittheilungen.
Der gegen den Dienstknecht Franz Martin Zöllen aus Wald- mühlbach, zuletzt unter dem 19. Oktober v. I. erneuerte Steckbrief wird wiederholt erneuert.
Hanau, 12. Mai 1877. y
Der Staats-Anwalt
_______________________Schu MMn._____________vt. Michael.
Stedrorief.
Gegen den Taglöhner Wwlaus Schleich von Lichenroth ist wegen Betrugs richterlicher
Es wird um Festnah^ ben in hiesiges Gefängniß/
Hanau, 16. Mai (£87
7.
Mtbefehl erlassen worden.
: des Schleich und Ablieferung dessel sucht.
/ Der Staats-Anwalt
_________________/ Sporl ed er.____________________.
Fischerei-Verpachtung.
Mchsten Mittwoch den 23. d. M.,
/ Nachmittags 3 Uhr,
soll in der keinen Wirthschaft zu Wilhelmsbad dir Fischerei in der Krebsbach au^ die Dauer von zwölf Jahren, unter den im Termin bekannt gegebenen Bedingungen, öffentlich verpachtet werden.
ForsthaMs Neuhof, den 15. Mai 1877.
Der Oberförster
(3451) ______________Mengen._______________________
Proclam.
Halfern gegen Stein.
Cynnabend den 19. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, sollen an GerichtSstelle:
1 Spiegelschrank, 2 Sopha, 1 ovaler Tisch, 1 Kommode, 2 Kleiderschränke, 1 Nähmaschine, 1 Schreibpult, 1 Standuhr, 1 großer Spiegel, 4 Bilder, 6 Rohrstühle, 1 Küchenschrank, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden. .'Hanau, 18. Mai 1877. (3461) Der Auctionscommissar Strohmeyer.
TageSscha«.
— Der „R. u. St.«A." enthält: Gesetz wegen Abänderung des Gesetzes vom 23. Mai 1873, betreffend die Gründung und Verwaltung de,s Reichs-Jnvalidenfonds, und des Gesetzes vom 8. Juli 1873, br- tr effend den nach dem Gesetz vom 8. Juli 1872 einstweilen reservirten ^öheil der französischen Kriegskostenentschädigung. Vom UlstMai 1877.
— Berlin, 17. Mai. Nach einer Mittheilung der N. A. Z. wäre die Reise des russischen Botschafters am englischen Hofe, Grafen Schuwalow, nach Friedrichsruh auf direkte Einladung des Reichskanzlers Fürsten v. BiSmarck erfolgt. „Man legt m unterrichteten Kreisen dieser Reise des Grafen Schuwalow, der bekanntlich ein vertrauter Rathgeber des Kaisers Alexander ist, eine besondere Bedeutung bei, welch letztere noch durch den Umstand Bestätigung finde, daß der Botschafter nach seiner Konferenz mit dem Fürsten Bismarck eine einstün- dige Audienz beim Kaiser gehabt hast" imi«. 8tg.]
— Der General-Feldmarschall Graf von Moltke, Chef deS Gene« ralstabes der Armee, hat sich mit Allerhöchster Genehmigung nach Crei- sau in Schlesien begeben.
— Noch einer Privatdepesche der „Nordd. Allg. Ztg" aus Rom hätten die dort anwesenden deutschen Bischöfe sich mit dem Vatican über mehrere zu verschiedenen Zeiten gemachte Vorschläge, betreffend die Regelung ihrer Beziehungen zu der deutschen Regierung und der Diöcesanverwal ung, geeinigt. Der Papst und die päpstliche Congre- gation haben ihr Verhalten gebilligt. Hinsichtlich der erledigten Diöcesen | sei noch keine Entschließung gefußt worden.
Die Nachricht in dieser Form scheint uns — wie auch der „Nordd. Allg. Ztg." — des erläuternden Commentars noch sehr bedürftig. Und selbst wenn dieser ncchfolgen sollte, wäre eine „Einigung" zwischen Papst und Bischöfen an sich noch durchaus ke n Ereigniß von politischer Tragweite. crE.)
— GermerSheim, 15. Mai. Nach glücklicher Vollendung der prächtigen Rheinbrücke ist heute die Bahnlinie Germerheim-Bruchsal in feierlicher Weise eröffnet worden. Die b iden Städte Bruchsal und GermerSheim haben sich bei dieser Gelegenheit Besuche abgestattet und ein Band der Freundschaft geknüpft, das den Verkehr zwischen Baden und der Pfalz in jeder Beziehung heben wird. Der Empfang der ba- dischk« Gäste in Germersheim war großartig; die Häuser der Stadt waren auf das Schönste geschmückt und nur der Regen beeinträchtigte einigermaßen die Festfreude, die trotzdem hohe Wellen schlug.
— Bern, 13. Mai. (Allg. -Ztg.) Vorgestern Abend gegen 8 Uhr ist in Vivis der „Große Quai" von dem sogenannten „Rond Point" an, ohne daß man Anzeichen der eintretenden Kat-fftrophe ! wahrgenommen Hütte, auf einer Strecke von etwa 50 Meter plötzlich in den See versunken. Den neuesten Berichten zufolge ist Vivis von dieser Katastrophe schmerzlicher berührt worden, als man bei der ersten Kunde von ihr annehmen konnte. Der in den Genfer See versunkene i Theil des „Neuen Quais", der erst kürzlich mit Reihen prächtiger Bäume bepflanzt worden war, umfaßt nämlich zwei ganze Drittheile desselben, und dazu ist leider der angerichtete Schaden gar nicht wieder gut zu machen, denn während vor der Aufführung des Quai der See an der eingesunkenen Stelle nur 3—4 Fuß tief war, beträgt seine Tiefe jetzt nach der Katastrophe dort 12—15 mit einem Abfall deS Seebodens bis auf 40 Fuß, was den Wiederaufbau des Quais unmöglich macht, dann aber auch für die an ihm entlang erbauten Häuser, deren Mauern die Wellm des Sees seit dem Einstürze bespülen, höchst verhängnißvoll werden dürfte, oder vielmehr schon ist. Die am meisten bedrohten sind in Folge dessen von ihren Bewohnern auch bereits geräumt worden.
— Wien, 17. Mai. Telegramm der „Presse" aus Bukarest vom 16.; Während des heute wieder anfgenommenen Bombardements zwischen Oltenitza und Turtukai wurde von Oltenitza aus der AuSbruch einer FeuerSbrunst in Turtukai beobachtet. Ein von türkischen Truppen gemachter Landungsversuch wurde zurückgewiesen. — Großfürst Nikolaus hat gestern eine Deputation von Bulgaren empfangen. — Ein weiteres Telegramm der „Presst" aus Bukarest bestätigt den Uebergang russischer Truppen über die Donau bei Ghiacit unter heftigem Kampfe bei Pod- baschi in der Dobrudscha. — Ein LandungSversuch der türkischen Truppen bei der Insel Mokau unweit Giurgewo wurde zurückgesch agen.
—^Paris, 13. Mai. Die Arbeiten an der großen Ringeisen- bah« um PariS werden mit großem Eifer betrieben. Die Sektion dieser strategischen Bahn, welche nach der „K. Z." von Champigny nach Nogent sur Marne führt, ist der Ostbahngesell,chaft in Auftrag gegeben und beinahe fertig. Die kleine Station Plant-Champigny ist neulich vollendet worden. In den ersten Tagen deS Juni werden auf dieser Strecke die Schienen gelegt sein. Dre Sektion in der Richtung auf Pantin wird von der Nordgesrllschaft gebaut und ist nicht ganz so weit fortgeschritten. Die Sektion zwischen Villeneuve« Samt-George und der Ostbah» ist von der PariS-Lyon-Mittelmrergesellschaft unternommen und der Vollendung nahe. Dir Bahn von OrlcanS und Paris-Lyon-Mittelmeerbahn sind bereits seit las ge durch die Linie Billtneuve-Draveil«