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ZrrFleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial- Lorrespondenz.
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Montag den 7» Mai
1877.
Amtliches.
Im Westdeutsche« Verband« ist zu den Tansen vom 1. September 1872 und vom 1. Oktober 1872 der 61. b?zw. 73 Nachtrag, betreffend Frachtermäßigung für gebrauchte leere Fässer, herausgegeben. Näheres ist bei den bete. Güter» xveditionen zu erfahren.
Frankfurt a. M, den 2 Mai 1877.
________________Königliche Eisenbahn-Direktion.__________(3184)
Submission.
Die Arbeiten und Lieferungen zu Bauherstellungen im Kreis« gerichts-Gebäude hier sollen in öffentlicher Submission vergeben werden.
Untern hmer wollen ihre Offerten portofrei und versiegelt bis zum 16. Mai er., Vormittags 11 Uhr, mit der Aufschrift: „Herstellungen im Kreisgericht Hanau" an den Unterzeichneten einreichen, zu welcher Stunde die Eröffnung der Submission im Amtslokale, Neue Anlage 5ä, stattfindet.
Auch liegen daselbst bis zur genannten Zeit Kostenanschlag und Bedingungen zur Einsicht offen.
Hanau, 30. April 1877. (3053)
Der Königliche Bau-Juspector.
Grau.
Für die Lieferung von Schul-Juventarstücken, sowie für Aus- führung von Weißbinderarbeite« in Submission sind Bedingungen und Zeichnungen auf dem Stadthaus ausgelegt.
Die Uebernahms-Anerbieten sind verschlossen abzugebenmnd werden bis zum 12.*) l. M. incl. angenommen.
Hanau am 4. Mai 1877. (3141)
Der Oberbürgermeister
Cassian.
*) In Nr. 105 stand irrthümlich bis zum 22. statt 12. d. M.
Bekanntmachung.
Eltern und Vormündern der Akademieschüler, sowie den Akademieschülern selbst zur Nachricht, daß den 9., 12. und 13. d. M. der Betrag für den Unterricht im 2. Quartal cr. in den gewöhnlichen Unterrichtsstunden erhoben wird.
Hanau den 2. Mai 1876. (3055)
Königliche Akademie-Kasse.
______________________W. Gottschalck.______________________
Proclam.
Böt-m gegen Justin.
Dienstag den 8. Mai, Nachmittags 3 Uhr, sollen im hiesigen Gerichtsgebäude: 1 Pfeile-coMmode und 3 Strohstühle aufs Meistgebot gegen gleich baare Zahlm-g verkauft werden.
Strauß gegen Justin.
Um dieselbe Zeit eine Wanduhr an Ort und Stelle wie oben.
Hanau, den 7. Mai 1877.
T e m m e, Exekutor (3189)
Dienstag den 15. Mai 1877, Morgens 10 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Erbstadt die Lieferung von
ca. 50 Malter schwarzem Kalk,
ca. 500 laufenden Fuß Mauerdeckplatten,
2 steinernen Thorpfosten,
einem eisernen Thor mit zwei Flügeln, öffentlich an den Mindestfordernden veraccordirt werden.
Erbstadt am 3. Mai 1877. (3167)
_________________Der Bürgermeister Schäfer.
Holzversteigerung.
Freitag den 11. Mai, Morgens 10 Uhr, sollen im Bruch- köbler Gemeindewald, Distrikt Stellweg, Schwarzenborn und Kohlrain: 241 Mtr. verschiedenes Holz, sowie
3000 Stück Wellen, gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden verkauft werden.
Zusammenkunft, am Schießsaalsee.
Die Herren Bürgermeister werden gebeten Vorstehendes in ihren Gemeinden bekannt zu machen.
Bruchköbel den 5. Mai 1877. (3165)
Der Bürgermeister
Glaub.
Taßesschau.
— Berlin, 5 Mai Se. Majestät der Kaiser haben 3000 Mk. zur Verteilung m hülfsbedö-fftige Straßburger und andere reiche Geschenke an wohlthätige Anstalten gespendet.
Heute früh SV» Uhr sind Se. Majestät der Kaiser und König von Straßburß abgereift. Vor der Abfahrt hatten S. Majestät Ihre vollkommene Zufriedenheit mit Ihrem Aufenthalte und bet Aufnahme in Straßburg gegen die Civil- und Militärbehörden ausgesprochen.
Die Ankunft in Hagenau erfolgte um 10 Uhr. Auf bm festlich geschmückten Bahnhöfe waren die Spitzen Dr Behörden zum Empfange des Kaisers anwesend. Außerdem hatte sich ein zahlreiches Pull kum, darunter auch viele Damen, aus dem Bahnhofs und in den zn denselben führenden Straßen emgefundkn, welches Ge. Majestät mit lebhaften Zurufen begrüßte. Nach der Autor st begann Sich Se. Stapften zu Wagen nach dem Garnison--Exerzierplatze, woselbst die Befichtiguvg des Lauenburger JägerbataillonS Nr. 9 und des Schlefischen Dragoner-Regiments Nr. 15 stattfand. Nach derselben nahmen Ge. MajrstaL im Militärkasino ein Dejeuner ein. Die Weiterreise nach Bitsch sollte um IVAi Uhr erfolgen. (K n st.«»»,
— Ber lin, 5. Mai. Das heutige Telegramm der VgeuceRusse bestätigt die Meldung, daß^für eine Berständizuns wegen des deutsHen Schutzes russischer Unterthanen in der Türkei Aussichten vorhanden, und bezeichnet sogar diese Berständigung als schon erzielt. Ist das richtig, so ist nicht zu bezweifeln, Haß dies sich sowohl auf den Schutz der russischen Unterthanen als des Grurdbesitzes Rußlands in der Türkei beziehen wird, welch letzteren Schutz die Pforte zuerst abgelegt haben sollte- (»Mm Btg.)
— Nach telegraphisch in Berlin eMgegangener«. amtlichen Meldun« gen hat die türkffchez Regierung das ganze russische Küstengebiet deS Schwarzen Meeres vom 5. -Mai ab in Blokadezustand erklärt. Den Schiffen, welche sich nach^inem der Häfen der blokirte« Küste zu bcge« ben beabsichtigen, wird eine Frist von drei. Tagen, denjenigen, welche jene Häfen verlassen, eine solche von fünf Tagen gewährt. Schiffe, welche in der Fahrt begriffen sind und von der verfügten Blokade keine Kenntniß haben, sollen davon bei ihrer Ankunft in den blokirte« Gewässern durch die türkische Flotte benachrichtigt und als feiMjche behandelt werden, falls sie trotzdem ihre Fahrt m denselben fortfetzm.
— Metz, 2. Mai. Der Beschluß des hiesigen ®emeü;berath, keinerlei Mittel zu den Empfangsfeierlichkeiten beim Besuche des Kaisers zu bewilligen, hat nicht blos die eingewanderten Deutschen, sondern auch dir gemäßigten Kreise der einheimischen Bevölkerung verstimmt. Angehörige der letzteren sind in ziemlicher Anzahl in den von einem altdeutschen Komite letzte« Samstag und gestern Abend einberufenen Versammlungen erschienen und hake-, auch die Subskriptionslisten ansehnliche Zeichnungen von Einheimischen aufzuwelsen. Die Betheiligung an der gegen den gemeiuderäihlich?« Beschluß sich bemerklich machenden Gegenströmung wäre ohne Zweifel noch eine lebhaftere gewesen, wenn der eine oder andere Atmetzer in das leitende Komite aufgenom« en worden wäre. Auch anderweitig fehlt es nicht an Anzeichen, daß die eingeborene Bevölkerung lebhaften Antheil an dem Kaiserbesuch nimmt I« sömmilichm Ortschaften, welche der Kaiser bei seinen Ansstiiaen berührt, namentlich da, wo die Persönlichkeit des Monarchen aus oen Schlachttagen um Metz noch in Erinnerung ist, werden außer der Schuljugend auch die Gememdebehörden und verschiedene Deputationen sich bei dem Empfange oetheilDen. In hiesiger Stadt ist alle Vorsorge getroff-n, um den Empfang zu elftem möglichst glänzenden zu gestalten.
™ k (Echw. Merk.)
R»n-» L ® » ®~ Privatdepesche meldet einen großen 5™^™ ?! e^s ^’- ^e Türken leugnen denselben. An die Zernirung von Kars wird jedoch geglaubt.