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stätigend sagt die „Kölnische Zütung": „Professor Wauer, welcher hier den Fauit nun Bereits acht Mal vorgetrage», wird ihn «m Freitag noch einmal wiederholen. Es ist über diese Meisterleifinng bereits so viel geschrieben, daß wir unS jeder ferneren Empfehlung enthalten können."
— Zwei über drei Meter hohe Boliereren die jedem LuxuSgarten zur Zierde gereichen würden, sind hier zur Ansicht ausgestellt, die eine bei Herrn Spenglermeister Bierbrauer, die andere in dem Draht« flechterei-Geschäfte deS Herrn W. Schaack. Beide Polieren sind höchst elegant gearbeitet und mit Springbrunnen versehen; die Spmglerarbei« ten wurden von Herrn Bierbrauer, die Flechtereien von Herrn W. Schaack hergestellt, in welch letzter?« guteingerichteten Geschäfts über« Haupt außer allen Drahtflechterarbeiten die feinsten Drahtgewebe her- gestellt werd«.
— Unsere Badeanstaltsbesitzer sind eifrig bestrebt ihre Etablisse- mentS so zu vervollkommnen, daß sie wenig zu wünschen übrig lassen. Schon in vorigem Jahre hatte Herr Daniel Dechert jun. seine Touche- einrichtungen äußerst praktisch hergestellt, und wie wir hören w-rden die Herren Gebr. Adam, durch Aufstellung einer selbstwirkenden Pumpwerks, zur Füllung der Douchen, dieses Iah? ebenfalls die Badelustigen dieser immerhin unangenehmen Arbeit entheben.
— Gestern wurde im Mittelbucher Wald die Leiche eines Erhängten aufgefunden.
— Von dem gestern in Offrubach abgehsltensn 32. Turntag des MittelrhcinkreifeS sind folgende Beschlüsse zu erwähnen: ES wurde eine Commission von 12 Mitgliedern, eine Person auS jedem Gau zur Statutenrevision gewählt; ferner wurde dem seitherigen Kcrikvrrtrrter, R e ute r auS Darmstadt, dieses Amt auf weitere 4 Jahre übertragen; die Wahl der Abgeordneten zum deutschen Turntag jedem einzelnen Gau überlassen und weiter bestimmt, daß daS mittelrheinische Turnfest, der ««günstigen Zeitverhältnisse halber, in dies-m Jahre nicht abgehalten werden soll. — Sämmtliche Turntage, welche nicht gelegentlich eines Festes stattfinden, werden von jetzt ab in Mainz abgehalten.
BersteigernugS- und Verpachtungs-Kalender.
für Dienstag den 24. April 1877,
Holzversteigerungen: Vormittags 9 Uhr im Gasthof „zum Löwen" zu Salmünster, aus der dortig« Oberförsterei: Eichen: 2000 Raumm. Scheith., 250 do. Ast« und Stammknüppel; Buchen: 500 Raumm Scheith. Ir El,, 400 do. Anbruch 60 do. Stamm- und Astknüppel, 150 hundert Eichen» und Buchen-W'll«; Birken und Aspen: 100 Raumm. Scheith. und Knüppel, 500 Wellen; Kiefern: 450 Raumm. Scheith., 800 do. Stammknüppel, 600 do. Reiserknüppel (f. Nr. 84 „Han. Anz."). — Himbacher Gemeindewald: Vorm. 9 Uhr in den Distrikten Forstrahl, Heegstück und Unterwald: Buchen: 100 Meter Scheith, 80 do. Knüppel, 78 do. Stöcke, 2543 Stamm« und 2580 Astwellen; Eichen: 25 Mtr. Scheith., 69 do. Knüppel, 76 do. Stöcke, 1432 Ast- und330 Stammwellen; Birken: 13 Mtr. Scheith., 2 do Knüppel, 85 do. Stöcke, 1689 Wellen; A Spen: 6 Mtr. Knüppel, 1530 Stammwellen; Kiefern: 13 Mtr. Scheith., 113 Kiefern- «nd 57 Frstm. Wellen (die Versteigerung des nicht verkauften Holzes wird Mittwoch den 25. April fortgesetzt) (s. Nr. 90 „Han Anz.").
Nach«. 2 Uhr wird durch Herrn Taxator W. Seiffert mit der Versteigerung des Nachlasses der verstorbenen Frau Wittwe Hochreuther im Hause Nürnbergerstraße Nr. 13 fortgefahren.
— Dem außerordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der Universität Marburg, Dr. E. Kleinschrod, ist die erbetene Entlassung aus dem Königl. Staatsdienste vom 1. April d. I. ab ertheilt worden. — AmtSgerichtSbote Barthel zu Homberg ist in gleicher Eigenschaft an das Amtsgericht in Bergen versetzt.
— Für Fälle künftiger Mobilmachungen ist jetzt eine wichtige Anordnung getroffen worden, wodurch bei unserer Armee eint noch größere Beschleunigung der Mobilisirunz erzielt werden soll. ES sollen nämlich, entgegen der bisherigen Praxis, die einzuberufenden Mannschaften, soweit die Gleichartigkeit der resp. Truppengattungen dies gestatten wird, unmittelbar zu den in ihrer Nähe gelegenen Garnisonstadt stehenden Truppenkörpern eingestellt werden. Beispielsweise also werden im MobilmachungSfall die hier wohnhaften Reservisten nicht mehr wie früher nach derj-nia-n Städten biriairt, wo die Rraim-nter, bei denen
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(TSa die für gestern nach Klein-Steinheim arrangirte Landpartie wegen ungünstiger Witterung nicht staitfinden konnte, so ist dieselbe für nächsten Sonntag vorgesehen.
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Eine Frau sucht Monatsdrenft. (2648)
sie früher gedient haben, garniso üren, sondern sie werden sofort bei den zunächst garntfottkenben Regimentern eingestellt werden.
— Raffel, 22. April. Die WitterungSnachrichten der deutschen Seewärts erweck« die erfreuliche Nachricht, daß das rauhe Wetter bald sein Ende erreichen wird. Denn in Haparanda, das man hier als maßgebend zu betrachten pflegt, ist vom 15. auf den 16. April der Wind auS Norden nach Südwesten herumgegangen und das Thermometer von 12 auf l1/* Grad R. intet Null gestiegen.
— Ober-Asphe. Ein sonderbarer Racheakt. In der benachbarten, ehemals kurhessischen Dorfschaft Wollmar hat dieser Tage ein unter Curatel stehender dortiger Einwohner insofern an seinem Todfeind Rache genommen, als er sich vor dess« Schwelle — seinen eigenen Hals abschnitt. Seiner Verwundung soll er infolge starker Verblutung alsbald erlegen sein.
— Der „Frankfurter Anzeiger" schreibt unterm 21. April aus Frankfurt am Main: Gestern begingen die hiesigen Urschützen bei Gelegenheit ihres Kranzschießen» ein seltenes Fest, nämlich die Feier der 80. Geburtstages izreS Schützen Meisters, Hrn. Hasselhorst. Derselbe erfreut sich noch einer großen LrbenSfrische und schoß auS freier Hand wie einer der Besten. Daß eS dem Greis bei der Gr«üthlichkeit, die bei den Urschützen herrscht, nicht an Ovationen fehlte, ist ganz selbstverständlich. — Dieser Tage zwischen 2 und 3 Uhr Nachmittags fpiel- ren auf einem oberhalb der alten Brücke, vor dem Boothause des Ruderklubs liegenden Floß, drei Knaben im Alter von 5, 7 und 9 Jahren, wobei daS jüngste von ihnen in« Wasser fiel. Die beiden älteren Buben versuchten dasselbe heraus zu ziehen, stürzten aber dabei selbst in den Fluß und brachten sich nur mit Müh; außer Gefahr. Der fünfjährige Junge war inzwischen durch mehrmaliges Unterstufen bewußtlos geworden und kam nicht mehr empor, war aber unter der Wasseroberfläche in ziemlicher Nahe des UferS noch sichtbar. Ein unbeteiligter 13jähr. Bube, der in der Nähr gespielt und den Vorgang mit angesehen hatte, sprang herbei und holte kühn und geschickter als die anderen Jungen dich ertrunkene Kind auS dem Wasser hervor. Er und ein Kamerad von ihm, ebenfalls 13 Jahre alt, machten nun Rettungsversuche, stellten daS bewußtlose Kind auf den Kopf und wirthschafteten mit demselben so lange umher, bis dasselbe in der That wieder zum Leben kam, wo- nächst eS von einer hinzuzekommenen Frau seinen Eltern überbracht wurde.
— Offenbach, 20 April. In gestriger, sehr zahlreich besuchten Versammlung der hiesigen deutschkatholischen Gemeinde wurde Herr Karl Voigt in Eisfeld zu deren Prediger, und zwar mit Stimmeneinhellig« krit, erwählt. Bevor er jedoch in sein neues Amt eingeführt wird, ist noch die Bestätigung durch die StaatSregierung abzuwarten, an welcher indeß nicht zu zweifeln ist.
Thermometerstand.
21. April: Höchster Stand + 9°, Abends 7 Uhr + 8’; 22. April: Morgens 7 Uhr + 2l/s«, Vormittags 10 Uhr + 3'/t«, höchster Stand + 6°, Abends 7 Uhr + 6a; 23. April: Morgens 7 Uhr + 6«, Vormittags 10 Uhr + 10°.
Litterarisches.
Die Kgl. Regierung, Abtheil, des Innern zu Caffel, macht in Nr. 27 der „Amtsblätter" folgendes bekannt: „Im Verlage von Th. Ehr. Fr. EnSlin in Berlin ist ein Schriftch-n in Plakat-Format erschienen unter dem Titel: „Die Behandlung Verunglückter bis zur An- sanft des Arzte».' Im amtlichen Auftrage entworfen von Dr. E. H. Müller, weil. «eh. Mediz.°Rath, neu bearbeitet von Prof. Dr. C. Skrzeczka, Geh. Medizinal« und Reg.-Rath. Die Schrift verdient sowohl wegen des Inhalt» al» durch die Form, nach welcher sie dazu bestimmt ist, in Polizei« Büreau'S, Wachtlokalen, Schulen, öffentlichen Badeanstalten, Bahnhöfen und an sonstigen einem größeren Publikum zugänglichen Orten zu Jedermann» Einsicht und Belehrung angebracht zu werden, Empfehlung und Verbreitung. Wir machen deßhalb die Polizei-, Schul- und andere Behörden mit dem Bemerken darauf auf. merkjam, daß sie zum Preise von 50 Pf. und bei Bezug von mehr als 50 Stück zu 40 Pf. pro Exemplar aus jeder Buchhandlung bezogen w-rden kann.
Für Confirmanden!
Arbeit auf der Nähmaschine wird angenommen im Kleidermachen und Weißnähen, in und außer dem Hause, reelle und billige Bedienung. Näheres in der Expedition. (2789)
Eine geübte Büglerin findet dauernde und lohnend- Beschäftigung in der Färberei von (2780)
_____________________«. W. Almeroth. Zwei Stuben, Küche und Zubehör. (2718)