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M 56.
Hannuer Anzeigtr.
Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
^Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage^ und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
Mittwoch den 7. März
Amtliches.
Bekanntmachung.
In Gemätzheit des §. 61 der Ersotz-Orvrung Dom 28. September 1875 wird nachstehend der Gefcheftiplan für das diesjährige Ersatz- Geschäft bekannt a-wocht:
Montag den 19. März er.
Musterung der Milrtaüpflrchtiam der Jahrgänge 1855 und 1856 und der älteren, welche eine d-finitive Entscheidung noch nicht erhalten haben,
von Stadt
H«na».
Musterung Hanau.
der
Musterung
der
Dienstag den 20. März er.
Müüaupflrü tigen des Jahrgangs 1857 von Stadt
Mittwoch den 21. März er.
SWtbtasrt stetigen von Stadt Bockenheim.
Donnerstag den 22. März er.
Mit-! an Pflichtigen auS den G-memden Bergen, B schofs- heim, Bruchköbel, St-rterebeim und Mutsbezvk VeierSröderhof.
Freitag den 23. März er.
Musterung der MlMmrpflichiig>n auS den Gemeinden Dörnigheim, Erbstadt, Eichen, Sckenheiw, EscherSheim, Fechenheim, Gisuheim, Grorau und den ®nf6foihfett Gror-o»"r> und Dottenfelder-Hof.
Sonnabend den 24. März er.
Musterung der Militmrpflichri en aus den Gemeinden
Musterung
der
Groß Krvtz-nbnrg. Hütk-nßefäß, Hochstadt, Keffelstadt, und dem Gutsbezüt K!n?4i hsimer.Hvf
Groß-Anheim, Kilianstädten
Montag den 26. März er.
Musterung der Mriri an Pflichtigen ans den Äemrmden Langendiebach, Langknsiibold. Marköbel, Mittelbuchen, Neuwiedermuß, Niederdorselben und Niedenssigheim.
Langendiebach,
Dienstag den 27. März er. f
Musterung der MilitanpfliGttgen aus den Gemeinden Niederrodenbach, j Oberdokfelden, Oberrodenbach, Oberissigheim, Ostheim, Praunheim, ; Preungerheim, Ravolzhaufen, Roßdorf, Rüdigheim, den Gutsbezirken ' Philrpprruhe mit Fosan-rie U«h Rddioheim-'r- Hof. F
Mittwoch den 28. März er.
Musterung der Milua,ri chtigen aus den Eemeindsn Rückingen, Geck- ' bach, Wachenbuchen, der Stadt Wmdecken und den Gutsbezirken Wolfgang, Wilhelmsba^er. Ho? und WlhxlmSbgv.
Donnerstag den 29. März er.
Ä lasst? i kati on.
Sonnabend den 31. März er.
L o o s« n 0.
Das Ersatz-Geschäft wird im Gasthause zur Mainlnfl effelstadt abgehalten und beginnt jeden Tag Morgens
in Kesselstadt abgehalten und vegtnnt jeden Tag Morgens 9 Uhr. Die Militairpflichtigen haben jedoch behufs Verleseus und Rangirens präcis S1^ Uhr zn erscheinen.
Gestellungspflichtig sind:
cüe bis jentgen Miluaiipflichtiaen, welche im Jahre 1857 geboren sind und im hiesigkn Kreise ihren Wohnort haben oder als HauS- oder Wirthschaftsbeamte, HandlungSdiener und Lehrlinge, Fabrikarbeiter und Dienstboten im Kreise sich aufhalten, sofern sie nicht vererts in den Militairdienst eingetreten oder mit einem Ausstand versehen sind;
“^J” ^"^e 1855 und 1856 geborenen Mannschaften, welche ^^°^'^ bei ernem Truppentheil eingestellt oder mit einem t^rtatz- R serve« resp. Ausmusterungsscheine von der Ober-Ersatz- Tomm.snon verseyen sind;
^‘ ä^.'" 3ah-gänze, welche eine definitive Entscheidung
noch nicht erhalten haben.
1.
2.
3.
Die Lcoun^sckeine sind mitzubringen und abzuliefern.
Wenn MklitüUPflichtige, welche nach §. 24 der Ersatz» Ordnung
Swftrtisn#- Prei,,.-
Die Ispaltig« Vnrmondzeile * bereu Ran»
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1877.
hier gestellunsspflichtig sind, sich noch nicht zur Stammrolle gemeldet haben, so werden sie hierdurch aufgefordert, dies sofort bei dem betr. Ortsvorstande zu thun. Die Ortsvorstände haben sogleich Anzeige hierher zu erstatten.
Ansprüche auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militair^ienste müssen spätestens im Musterungs-Termine erhoben und begründet werden. Arbeitsunfähige Eltern resp. Geschwister von Militairpflichtigen haben im Fall von Reklamationen im Musterungs-Term'ne persönlich zu erscheinen.
Zur vorläufigen Prüfung derartiger Ansprüche sind folgende Termine festgesetzt:
1. Donnerstag den 15. März er. für die Stadt Hanau und Bcckevh-im;
2. Freitag den 16 März er. für die Landgemeinden des KreiseS und zwar jedesmal Morgens von 8 Uhr ab im landräthlichen Büreau.
MrlitaiiPflichtige, welche an Epilepsie zu leiden behaupteten, haken auf eigene Kosten drei glaubhafte Zeugen hierfür zu stellen.
An der am 31, März er. stattfindenden Loosung Theil zu nehmen bleibt den Militairpflichtigen überlassen.
Die Klassifikation der Reserve- und Landwehrmannschaften, sowie der Ersatz Reserve I. Klasse und derjenigen Mannschaften, welche bei den Ersetz-Geschäften rcklamirt hatten, jedoch aus einem anderen Grunde zur Ersatz-Reserve designirt sind, findet Donnerstag den 29. März er. statt. Hierzu haben sich diejenigen einzufinden, welche für deu Fall der Einberufung auf Berücksichtigung Ansprüche erheben. Die desfall- sigen Gesuche sind vor d m Ersatz-Geschäft bei den Ortsvorständen an- zubringen; Letztere haben Sie Reklamationen an den zu deren vorläufigen Prüfung festgesetzten Tag»n hierher abzuliefern.
Borstchenb-s haben die Herrn OrtS Vorstände in ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt machen zu lassen, auch die Vorladung der Militairpflichtigen prompt zu bewirken und für rechtzeitige Gestellung derselben vor die Ersatz Commission Sorge zu tragen, sowie sich im Musterungstermme selbst persönlich einzufinden.
Die Militant flichtigen sind anzuweisen mit vollständig reinem Körper und in sauberem Hemde zu erscheinen.
Zwecks Ladung der Militairpflichtigen wollen die Herrn Orts- vorstäude die Rekrutirungs-Stammrollen alsbald hier abholen oder durch zuverlässig^ Boten abholen lassen.
Hanau am 28. Februar 1877.
Der Laudrach Schrötter.
T a g e s s ch a u. Fortdauernde Ungewißheit.
A. d. Schw. Merk. -
Die Pforte hat die Absicht, ein Rundschreiben an die Mächte zu richten, worin dieselben aufgefordert werden, von Rußland die Abrüstung zu verlangen, weil eS sonst unmöglich sei, die von der Pforte beabsichtigten Verwaltungs- und Finanzreformen in Ausführung zu bringen. Das sieht wie ein recht praktisches Mittel aus, der drückenden Ungewißheit ein Ende zu machen, scheint aber bei den Mächten gleichwohl geringen Beifall zu finden. England soll bereits der Pforte von einem derartigen Schritte abgerathen haben, weil er die schwebenden diplomatischen Verhandlungen durchkreuzen und eine friedliche Lösung erschweren könnte, und Oesterreich und Frankreich stimmen angeblich dieser englischen Ansicht bei. Der Grund, warum diese Absicht der Pforte den Mächten unerwünscht ist, mag in der That die Wahrnehmung sein, daß die Friedensaussichten zur Zeit günstig sind und durch eine rücksichtslose Anfrage bei Rußland nur gestört werden könnten. Die Nachrichten aus St. Petersburg stimmen darin überein, daß die friedliche Richtung entschieden die Oberhand hat. Die Reise des Generals Jgnatieff, der in London den Augenarzt Liebreich zu Rathe zieht, aber daneben, wie Jedermann annimmt, politische Geschäfte besorgt, bringt zum mindesten einen neuen Zeitgewinn, und wenn der Wiener