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Haimuer Ammer.
Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
^Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage,) und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
JAsertid^Z- Preis:
Die tjpnlttge v-rinondz-Uc ob. deren Raum
10 Pfg.
Die Sspalt. JA
20 Pj^
DieSkPaMg-LrK« 80 M.
> 48.
Montag den 26. Februar.
1877.
Amtliches.
Am 21. ds. Mt§. kündete im Main bei Griesheim ein 3,40 Meter langer und 3 Meter breiter Badhausträger. Meldung bei Königlichem Amt zu Höchst.
Zugelaufen: Ein grauer Pinscher, m. Geschl. Ein weißer Spitz mit gelben Flecken.
Verlöre«: Ein Paar goldene Ohrringe, in einem runden Schäch- telchen verpackt.
Hanau am 26. Februar 1877.
KönialicheS 8andraih?amt.
Proclam.
Böhm argen Landre.
Dienstag den 27. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, soll im hiesigen Gerichtsgebäude: 1 Sopha, 1 Kommode, 1 GlaSschrank, 1 Spiegel, 2 Bilder, 1 Nähtisch, 1 Pfeilerschrank, aus's Meistgebot gegen gleich baare Zahlung verkauft werden.
Hanau, am 26, Februar 1877.
men fielen auf die Abgg. Fürst Hobenlohe-Langenburg 178 Dr. Hänek 31, Hafer clever 1 Stimme. Der Freiherr Schenk von Gtauffenberg und der Fürst von Hohenlohe-Laogenburg nahmen die Wahl mit dankenden Worten an.
Auf Antrag des Abgeordneten Windthorst (Meppen) wurden hie- rauf durch Akklamation die Abgg. Berrrards, Herz, Graf Kleist, Thilo, von Soden, von Wahl, Weigel und Wölfel zu Schriftführern gewählt» Zu Quästoren wurden die Abgg Kochann und von Puttkammer (Frau- stadt) ernannt. Der Präsident schlug dem Hause vor, in den nächsten Tagen folgende Kommissionen zu wählen: Die Geschäftsordnungs- und Wahlprüfungskommissior? (je 14 Mitglieder) die Budgetkommission (21 Mitglieder) und die PetitionskomMission (28 Mitglieder).
Schluß 5 Uhr. Nächste Sitzung Dienstag 2 Uhr.
(Fortsetzung folgt.)
— Berlin, 24. Februar. Abgeordneten-Haus. (Fortsetzung.) In der gestrigen Abendsitzung wurde folgender Antrag der Budget?!'««
!R. u. ®L=».)
T e m m e, Exrkutor.
(1342)
Proclam.
Bildhäuier gegen Landre.
Dienstag den 27. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, soll im hiesigen GerichtSgebäude: 1 Sopha, 1 ovaler Tisch, gegen gleich baare Zahlung verkauft werden.
Hanau, am 26. Februar 1877.
T e m m e, Txekutor.
(1343)
Tagesscha«.
— Berlin, 24. Februar. Reichstag. (Fortsetzung). In der gestrigen (2.) Sitzung theilte der Alterspräsident von Bonin mit, daß dem Hause Seitens des Reichskanzlers ein Gesetzentwurf betreffend die Landesgesetzgebung in Elsaß Lothringen, und ein Gesetzentwurf, betr. die Untersuchung von Seeunfällen, sowie dreizehn Anlagen zum Reichs - Haushalts-Etat für das Jahr 1877/78 zugegangen seien. Der Haopt- etat und der noch fehlende Etat des Reichsheeres würden in Kurzem folgen. Die Abtheilungen deS Hauses haben sich wie folgt konstt« tuirt:
I. Albrecht (Osterode) (Vorsitzender), Dickert (Stellv.), Frühauf und Senestrey (Schriftführer). II. Dr. von Schwarze, Frhr. von Are- tin (Jngolstadt), Dr Wachs und Vieler. III, Dr Bamberger, von Kardorff, Eysoldt und Dr. Klügmann. IV. Graf Moltke, Thilo, von Bunsen 'Und Dr. von Cuny. V. Dr, Löwe, Hoffmann, Dr. Blum und Dr. Franz. VI. von Bernuth, von Bockum-Dolffs, Grütering und SchneeganS. VII. Hauck, von Schöning, Koch und Richter (Meißen).
Das HauS schritt, der Tagesordnung gemäß, zur Wahl des ersten Präsidenten. Von den abgegebenen 296 Stimmen fiele» 249 auf den Abg. von Forckenbeck und je eine auf die Abgg. von Franckenstein, von Bennigsen, von Kleist-Retzow und Valentin. Die übrigen 43 Stimmzettel waren unbeschrieben. Gewählt ist somit der Abg. von Forckenbeck. Derselbe nahm den Platz auf dem Präsidentenstuhl ein und erklärte, er nehme mit dem lebhafteste» Dankgefühl die Wahl an und verspreche nach wie vor alle seine Kräfte für eine gerechte, unparteiische und prompte Handhabung der Geschäfte aufzubieten; er verbinde aber mit diesem Versprechen auch die Bitte, ihn in der Leitung seines schwierigen und verantwortlichen Amtes auf allen Seiten des Hauses wohlwollend zu unterstützen. Nachdem das HauS fich auf die Auffodrerung deS ersten Präsidenten erhoben hatte, um dem Alterspräsidenten für seine Geschäftsleitung Dank auSzusprechen, ging dasselbe zur Wahl des ersten Bize-Prästdenten über.
Bei der Wahl wurden 297 Stimmen abgegeben; davon erhielte» die Abgg. Freiherr Schenk von Stauffenberg 210, von Frankenstein 84, von Unruh (Magdeburg), Fürst zu Hohenlohe-Langenburg und Wulfs- hein je 1 Stimme.
Bei der Wahl des zweiten Vize-Präsidenten wurden 277 Stimmen abgegeben. Davon waren 67 ungültig. Von den 210 gültigen Stim-
Mission angenommen:
Die Staatsregierung aufzufordern, dem Landtage einen Gesetzent- entwurf vo zulegen, durch welchen der Wilster Marsch zur Herstellung von St?om- und Uferschutzanlagen am Elbdeiche eine angrmsfsme Stoatsbeihülse gewährt wird.
Diesen Antrag befürworteten der Referent Abg. Dr. Hammacher und die Abgg. Schläger und Hansen, ferner der Staats-Minister Dr. Friedenthal; dagegen erklärte sich der Abg. Rauthe.
Darauf wurde die Etatsberathung fortgesetzt und zwar mit der Diskussion des Etats des M nisteriums der geistlichen rc. Angelegenheiten.
Zu Kap. 123 Tit. 6 (Zuschuß zur Universität Göttingen 268,170 Mk.) beantragte der Abg. Dr. Birchow:
Die Erwartung auSzusprechen, daß die Staatsregierung die Zusage, welche sie schon im vorigen Jahre dem Hause ertheilt hat, eine Denkschrift über die rechtliche Stellung des Hannoverischen Klosterfonds vorzulegen, in der nächsten Session erfüllen und daß sie ohne Mitwirkung des Landtages ? ine definitiven Beifügungen über die
Art der Rechnungslegung und Verwendung treffen werde.
Gegen den letzten Theil des AntrazeS von den Worten: „und daß sie rc." an sprachen der Ministerial-Direktor Greiff und die Abgg. Dr» Brüel und Lauenstein. Nachdem der Antragsteller diesen Passus zurückgezogen hatte, wurde der Antrag angenommen. Zu Tit. 9 (Akademie in Münster) erwiderte auf die Anfrage deS Abg. Frhr. von Heeremann der Regierungskommissar Geheimer Regierungs Rath Dr. Göppert, daß eS die Absicht der Regierung sei, den Studienfonds ungeschmälert z« erhalten. Der Regierungs kommissar trat auch der Behauptung des genannten Abgeordneten entschieden entgegen, daß durch die Schuld der Regierung die Fr-quenz der Akademie in Münster abgenommen habe. Der Geheime Regierungs-Rath Dr. Staudner wies, indem er auf einzelne Fälle einging, die Angriffe des Abg. Kantak gegen die Schulmänner der Provinz Posen zurück. Die Regierung beklage die gegenwärtige Lage des Religionsunterrichts in der Provinz Posen, dieselbe sei jedoch durch den Widerstand des ehemaligen Erzbischofs und des Klerus geschaffen. Der Geh. Regierungs Rath Boffe erkannte dem Abg. Dr. Z mmermann gegenüber die Opferwilli^keit der Berliner Kommu- nalbeyörden in Bezug auf höhere Lehranstalten an, bestritt aber die Behauptung deS Vorredners, daß die Regierung ihrerseits nicht ebenfalls ihre Schuldigkeit thue. Der Abg. v. JadzewSki beklagte sich über die mangelhaften Lokalitäten des Gymnasiums zu Krotoschin. Der Geh. ReaierunüS-Rath Boffe erwiderte, die Projekte zum Umbau befände»
RegierungS-Rath Bosse erwiderte, die Projekte zum Umbau besä sich zur Prüfung bei der technischen Behörde, vorher könne die Ui„„ richt» Verwaltung keine Entscheidung treffen. Die Titel wurden bewilligt. Darauf vertagte sich das Haus um 11V» Uhr.
(Fortsetzung folgt.) (s. «. st-ana.)
— Berlin, 24. Februar. Im Reichstage haben sich heute die Abtheilungen lebhaft mit Wahlprüsungen beschäftigt. Die Zahl der bis jetzt eingelaufenen Wahlproteste beläuft sich auf etwa zwanzig. Die Wahl des Abg. Hajenclever im 6. Berliner Wahlbezirk ist bereits der
nter-