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Jährlich 9 Mark. Helbj. 4M.S0P. «ierteljährlich

, Mark 25 Pfs- gut auswärtige Abonnenten mit dem betreffe», den Postausschlag. Vie einzelne Num­mer 10 Psg.

M 47.

fmÄr An^igtr.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage/ und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Samstag den 24. Februar.

SnstrtirnO- PreiS:

Die 1 faltige

ermonbjcitt ob.

deren Raum

10 W

Die blpall. Ae«, 20 Ps,.

Dte»IPalti^S>a« 30 W

1877.

Amtliches.

Gesuude«: Ein wiißes Taschentuch. Ein braune- Kinder- Rädchen.

Hanau, am 24. Februar 1877.

Kör izlicheS LandrathSamt.

Bekanntmachung.

Postanweisung^Verkehr mit Großbritannien und Irland.

Die Absender von Postanweisungen nach Großbritannien und Irland werden wiederholt auf die Nothwendigkeit aufmerksam gemacht, bei Einlieferung der Postanweisungen den Empfängern gleichzeitig ein BenachrichtigungSschreiben über die erfolgte Einzahlung des Geldes zu übersenden. Derartige BenachrichtigungSschreiben sind aus dem Grunde erforderlich, weil die Postanweisungen selbst nicht in die Hände der Empfänger gelangen, die Beträge vielmehr von der Britischen Postver­waltung in anderer Form zur Zahlung angewiesen werden, und die Empfänger die Postanweisunz-Sbeträge nur dann ohne Beanstandung abheben können, wenn sie ihre EmpfangSberechtigung durch Angabe des Namens und Wohnorts des Absenders Nachweisen.

Berlin W., den 19. Februar 1877.

Kaiserliches Generm-Postamt.

Holzverkauf.

Nächsten Dienstag den 27. d. Mts-, Bormittags 9 Uhr, soll in der Lehning'schen Gastwirthschaftzum goldenen Faß" in Hanau das nachstehende, in den Distrikten Scheuer, Abth. b und Peterstein, Abth. a4, lagernde Gehölze, öffentlich meistbietend verkauft we den:

1 Erchen-Abschnitt IV. Kl, 15 desgl. V. Kl., 103 Hain- tz uchen-Abschnitte V. Kl, 1 Rmtr. desgl. Nutzholz I. Kl., 15,5 Rmtr. deSgl. Scheit, 2 Rmtr. desgl. Astknüppel, 17,3 Hdrt. desgl. Reis III. Kl., 60,5 Rmtr. desgl. Stockholz I. Kl., 6,4 Hdrt. Eichen-Reis III. Kl., 14 Rmtr. desgl. Stockholz I. Kl., 8 Rmtr. Aspen-Scheit, 3 Rmtr. desgl. Astknüppel, 0,9 Hdrt. desgl. Reis III. Kl., 3 Rmtr. desgl. Stockholz I. Kl., 0,2 Hdrt. Weichholz-Reis IV. Kl.

Forsthaus Neuhof den 11. Febr. 1877. (1214)

Der Oberförster

_______________________________Menger.______________________________

Die Seitens der Stadt für dieses Jahr zur Ausführung vorge­sehenen Pflaster- und Chaussir-Arbeiten sollen veraccordirt werden und sind die Bedingungen dafür auf dem Stadthause ausgelegt. Anerbie­ten für die Uebernahme sind verschlossen abzugeben und werden der­gleichen bis zum 9. März entgegengenommen.

Hanau den 20. Februar 1877. (1255)

Der Stadtrath.

___Cassian._______________________

Behufs Einrichtung und Unterhalmng von Schülerbibliotheken in der Knaben- und der Mädchenbürgerschule I. wird, mit Genehmigung Königlicher Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen, zu Cassel, von Ostern ab für jedes in die bezeichneten beiden Schulen aufgenommene Kind ein Eintrittsgeld von 50 Pf. zur Stadtkasse er­hoben werden, was hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird.

Hanau den 22. Februar 1877.

Der Oberbürgermeister (1298) _____________Cassian._______________________

Zur baldigen Entscheidung, ob die der untersten Elementar­klasse der

Realschule zuzuführenden Kinder in einen Klassencotus vereinigt werden können oder nicht, ist es dringend nöthig, daß die noch etwa beabsichtigten Anmeldungen, welche der Unterzeichnete täglich von 1112 Uhr im Geschäftszimmer der Realschule entgegen zu nehmen bereit ist, so bald als möglich bewirkt werden.

Für Meldungen, welche erst nach dem 10. März eingehen sollten, kann Berücksichtigung nicht zugesagt werden.

Anmeldungen für die übrigen Klassen werden bis zum 7. April erbeten.

Der Vorschrift gemäß muß bei jeder Anmeldung das Geburts­und Jmpfattest des Aufzunehmenden vorgelegt werden.

Hanau am 20. Februar 1877. (1216)

Der Realschul-Director Becker.

Wochenschau.

H. H. C. Die erste Session des neugewählten Reichstags hat nunmehr begonnen. Am 22. Febr. wurde Letzterer durch den Kaiser eröffnet. Das preuß. Abgeordnetenhaus verwies die Regierungsvorlage , betr. Uebernahme der Zinszarantie sür die Berlin-Dresdener Eisenbahn- ' gesellschaft an die Budgetkommission, accptirte unter Anderem in erster s und zweiter Lesung den Gesetzentwurf betreffs Theilung der Provinz Preußen in 2 Provinzen, die sich, nach des Ministers des Innern Be­merkung, nöthig mache, weil die Westpreußen mit den Ostpreußen nicht mehr zusamme^gehen wollen. Daß sich dem wirklich so verhält, zeigte sich daran, daß die westpreuß. Abgeordneten für, die ostpreuß. gegen die Theilung sprachen. Bei der Fortsetzung der Etatsüerathung bean­tragte Duncker (Fortschritt), die Regierung aufzufordern, angesichts des industriellen Nothstandes alle beschlossenen Bauten und sonstigen öffent­lichen Arbeiten ohne Verzug vornehmen zu lassen. Dieser Antrag wurde nahezu einstimmig genehmigt, ebenso derjenige des Abg. Sckumacher i betreffs Aufhebung des Domstifts Brandenburg. Letztgenannter Antrag- | steller, ein Geistlicher, xad bei dieser Gelegenheit ein interessantes Bild von deneminenten" Leistungen der Domherren für die evangelische Kirche, wofür Jeder derselben alljährlich auS dem Kirchenvermögen ; mindestens 16,000 Mk. bezieht. Wie von Seiten des Regierungskom- ; misimS versichert wurde, wäre auf diesem Gebiete durch die Regierung bisher aus dem Grunde noch nichts geschehen, weil sich die Minister : des Kultus und des Jrnern noch nicht darüber hätten einigen können. : Der deutsche Reichstag und das preuß. Abg.-Haus haben vor einigen Tagen eines ihrer vielgenanntesten Mitglieder durch den Tod verloren, nämlich den hochbetagten, ultrakonservativen Herrn von Gerlach, fiühc- ren RundschauerS derKreuzztz." und seit iinigen Jahren evangelischen Hospitanten bei der Centrum spartei. Wie dieNationalztg." be­richtet, wäre vor einigen Tagen in Cöln nun doch noch eine Allianz zwischen Schutzzöllnern und Agrariern zu Stande gekommen und hätten die beiderseitigen Führer in Düsseldorf ein gemeinsames Programm vereinbart. Das nächste Ziel dieser Koalition soll die Verdrängung des Preuß. Finanzministers Camphausen sein. Man erzählt sich bereits, daß in Berlin wegen des wirthschaftl. No-hstandis versammelt gewesene Industrielle eine Depulation an den Reichskanzler gesandt hätten mit der Bitte, Camphausen zu entlosstn, daß sie jedoch unverrichteter Sache wieder habe atziehen müssen, weil sie BiSmarck's Frage nicht habe be- ' antworten können: Wen er an Cawphausen's Stelle setzen solle.

Oesterreich und Ungarn verhandeln noch immer über die Bank- frage, die ungar. Minister haben aus's Neue die Erklärung abgegeben, daß sie keine Konzession weiter zu machen im Stande seien. Sie wer­den sonach binnen Kurzem ihr EntlassungSgesuch wiederholen, wenn ihnen nicht bald die Gleichstellung Ungarns mit Oesterreich im General- rathe der Bank zugestanden wird. Das Wiener Abg.-HauS scheint jetzt freilich auch mehr denn je gesonnen, auf seinem antimagyarischen Stand­punkte zu verharren und einen entsprechenden energischen Druck auf daS Wiener Ministerium auszuüben. Nicht nur Ungarn, sondern auch Deutsch-Oesterreich wird sich offiziell an der Pariser Weltausstellung ? beiheiligen. Das Wiener Abg.-Haus hat zu diesem Zwecke soeben 600,000 fl. bewilligt.

Der vorige Woche verstorbene, alte, eitle Orleanist und Senator General Changarnier wurde feierlichst usb auf Staatskosten beerdigt. Der radikaleRappel" fragt deßhalb an, warum man nicht auch den