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fjnnautr Anzeign.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage/, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

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Donnerstag den 22» Februar

1877,

Amtliches.

Nach einer Benachrichiigvn r des Königl. Gestüt-Direktors treffen die Beschäler am 27. d. M. auf Station Wilhelmsbad ein.

Die Herren Bürgermeister wollen dieses publizier, und den Züch­tern besonders noch bekannt machen lassen.

Hanau, am 20 Februar 1877.

Der Landrath.

- ............... .......................

Bekanntmachung.

Inhaltsangaben zu den Packetsendungen nach Dänemark.

Auf Verlangen der Königlich Dänischen Regierung müssen den Post-Packetsendungen nach Dänemark bis auf Weiteres Inhaltsangaben in einfacher Ausfertigung beigegeben werden.

Berlin W. den 12. Februar 1877.

Kaiserliches General-Postamt.

Bekanntmachung.

Telegrammbeförderung nach China und Japan.

Die über Sibirien nach Japan führende Telegraphenlinie, welche in Folge besonderer örtlicher Verhältnisse im verflossenen Sommer mehrfach gestört war, befindet sich seit einiger Zeit wieder in gutem Zustande. In Folge dessen findet nicht allein die telegraphische Korrespondenz aus Deutschland nach Japan auf diesem kürzesten und billigsten Wege ihre Beförderung, sondern es bietet sich in jener Linie außer der Linie über Indien auch wieder, wie früher, ein zweiter Be­förderungsweg für hie Telegramme aus Deutschland nach China dar. Die Beförserungsgebühren für die Telegramme nach China sind auf den beiden Wegen: via Indien und via Sibirien (Wladiwostock) gleich, und bleibt die Wahl des einen oder des anderen dieser Wege den Telegramm-Aufgebern anheimgestellt. -

Berlin W. den 18. Februar 1877.

_________________Kaiserliches General-Telegraphenamt._________________

Submission.

Die Arbeiten und Lieferungen zur Herrichtung 3er Zimmer im Saale des Finanzkammergebäudes zu Hanau, auf ca. 2000 M. ver­anschlagt, sollen auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden.

Kostenanschlag, Bedingungen und Zeichnung liegen im Bureau des Unterzeichneten vöm 19. Februar bis 2. März er. zur Einsicht auf. Unternehmer wollen ihre Offerten bis zum 3. März cr., Vor­mittags 11 Uhr, portofrei und versiegelt an den Unterzeichneten mit der Aufschrift:Herstellungsarbeiten im Finanzkammergebäude" ein­reichen, zu welcher Stunde die Eröffnung der Submission im Beisein erschienener Submittenten im Amtslokale der Königlichen Bau-Inspek­tion, Neue Anlage, stattfindet. (1089)

Hanau den 14. Februar 1877.

Der Königliche Bau-Inspektor.

__Grau.________________

Die Seitens der Stadt für dieses Jahr zur Au-sührung vorge­sehenen Pflaster- und Chaussir-Arbeiten sollen veraccordirt werden und sind die Bedingungen dafür auf dem Stadthause ausgelegt. Anerbie­ten für die Uebernahme sind verschlossen abzugeben und werden der­gleichen bis zum 9. März entgegengenommen.

Hanau den 20. Februar 1877. (1255)

Der Stadtrath.

___________Cassian.___________________

. . Höhere Töchterschule.

Dreienigen Schülerinnen, w-lche zu Ostern d. I. in die höhere Töchterschule eintreten sollen, können von heute an, Vormittags von 11 bis 12 Uhr, in dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten (Stein- heimerstraße Nr. 37) unter Vorlage der Geburts- und Impfscheine angemeldet werden, und es wird gebeten, die Anmeldungen möglichst , bald erfolgen zu lassen. I

Für die Aufnahme in die Elementarklaffe sind Vorkenntnisse ! nicht erforderlich. (1256)

Hanau den 21. Februar 1877.

Der Schulinspektor Jung henn.

Tagesschau.

Die Möglichkeit einer friedliche« Lösung.

A. d. Schw. Merk.

Rußland kann seinen Entschluß nicht länger verschieben: es muß vorwärts oder rückwärts. Je näher aber die entscheidende Stunde ; rückt, um so lebhafter scheint noch der Widerstreit der Meinungen zu sein, der das Bussprechen deS letzten Worts verhindert. Nach einem ; Petersburger Brief der Polit. Korr. ist der Czar mehr als je dem : Kriege abgeneigt. Je näher die Entscheidung, desto mehr empört sich i sein Gefühl dagegen und trotz aller Anstrengungen der Kriegspartei, die i Dinge zu weit vorgerückt darzustellen, um mit Ehren den Rückzug an- = zertretest, hat er keineswegs die Hoffnung aufgegeben, es noch thun zu können. Er zäht dabei auf die Mächte, daß sie ihn zu ihrem eigenen ! und Eurvpa'S Bestem unterstützen werden. Neuerdings hat nun der Sturz Midhats, dieses neue Symptom für den unheilbaren Verfall der Türkei, der Friedenspartei neue Nahrung geben müssen, und wenn eS i sich bestätigt, daß die erbliche Krankheit im Hause OsmanS auch bei ! Hamid jetzt zum Ausbruch kommt, so ist das ein abermalige- starkes ; Argument für die Zurückhaltung des aufgehobenen Schwertes. Selbst i der Golos, der sonst eifrig dem Einschreiten mit den Waffen das Wort redete, erklärt jetzt, der Krieg wäre in diesem Augenblick ein schwerer i Fehler von Seite Rußlands, man müsse vielmehr die Türkei selbst ihrem Auflösungsprozeß überlassen. Bon dieser Seite erblickt man in Mid- 5 hats Sturz mit einem Wort den Anfang vom Ende; man sieht eine ; Reihe heft'ger innerer Störungen voraus, endigend in einem allgemeinen - Zusammenbruch oder in einer so schrecklichen Gesetzlosigkeit, daß Europa nicht umhin wird können, so wenig es auch dazu geneigt sein mag, Ge- i waltSmittel zu gebrauchen. Dagegen wäre ein volksthümlicher Krieg gegen Rußland im Stande, die angefangene Zersetzung aufzuhalten und den Staatskörper zu einer mächtigen Anstrengung zu galvanisiren. Sich selbst überlassen, wird die Türkei sich erschöpfen. Diese Anschauung hat, wie der Wiener Times-Korrespondent schreibt, eine mächtige Stütze von einer Seite gefunden, von der man es am wenigsten erwartet hätte,

d. i. von General Jjnatieff. Seine Ansicht muß vom größten Gewicht ! sein. Aber wenn sie auch durchdringt, so bleibt für Rußland die | Schwierigkeit, den Verwesungsprozeß der Türkei entweder mit gewaltigen Heeren auf den Beinen zum eigenen großen Schaden abzuwarten, oder aber diese Heere unverrichteter Dinge heimzuschicken. Daraus ergibt sich die Aufgabe, für die bisher gemachten Anstrengungen Rußlands eine Entschädigung, eine Genugthuung zu finden und diejenigen, welche die Aufgabe gerne lösen möchten, glauben, Die Großmächte könnten Ruß­land diese moralische Genugthuung i» der Antwort auf die russische Note geben, die sie jetzt berathen. Eine öffentliche europäische Aner­kennung der von Rußland in der Sache der orientalischen Christen und für den europäischen Frieden gebrachten Opfer wäre eine solche mora­lische Genugthuung. Würden die Mächte sie geben, so glaubt die Frie- denspartei in Petersburg, daß dadurch die Anstrengungen jener sehr erleichtert würden, die einen ehrenvollen RückzugSweg suchen. Rußland könnte sein Heer heimschicken und warten, dem Rath der Mächte gemäß, bis es an den Tag kommt, daß die letzte Anstrengung der Türkei, sich aufzuraffen, so nichtssagend ist, wie es alle früheren gewesen sind.

Berlin, 21. Februar. Abgeordneten-Haus. (Fortsetzung.) Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sitzung wurde die Berathung deS Gesetzentwurfs, betreffend die Theilung der Provinz Preußen fortgesetzt und mit den von den Abg. Seydel und Miguel dazu gestellten Anträ­gen genehmigt.

Hierauf wurde die Berathung deS Etats des Ministeriums der geistliche» rc Angelegenheiten fortgesetzt. Bei der PositionBiSthum Posen und Gassen" erbob sich eine Debatte darüber, ob nachdem Ge-