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Sboiuiente» mit bem betreffe*, bm Postousichia» Mk einzeln Nummer 10 $fg.
Hanauer Anzeiger.
Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
fErscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- imb Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspoudenz.
M 30.
Montag den 5. Februar
1877.
Amtliches.
Submission.
Die durch den Umbau deS Leinpfades durch die Hainstädter Insel, Gemarkung Großkrotzenburg, auf 1600 M. veranschlagten Arbeiten und Lieferungen sollen auf dem, Wege der öffentlichen Submission vergeben werden.
Kostenanschlag und Bedingnngen liegen im Büreau des Unterzeichneten vom 1. bis 9. Februar cr. zur Einsichtnahme auf.
Unternehmer wollen ihre Offerten bis
zum 10. Februar cr, Bormittags 11 Uhr, portofrei und versiegelt an den Unterzeichneten mit der Aufschrift: „Herstellungsarbeiten am Leinpfad" einreichen, zu welcher Stunde die Eröffnung der Submission im Beisein erschienener Submittenten im Amtslokale der Königl. Bau-Jnspektiün, Neue Anlage 5d, stattfindet.
Hanau den 30. Januar 1877.
Der Königliche Bau-Inspektor
______________________________Grau.__________________ (697) |
Beim Bau der Königlichen Pulver-Fabrik bei Hanau wirb ein ' in Abrechnungsarbeiten erfahrener Techniker zum sofortigen Eintritt gesucht.
Meldungen mit Zeugnissen sind an den Unterzeichneten ein« zus-Mden.
Hanau den 3. Februar 1877. (822) ;
Der Königliche Bau-Inspektor ________ Grau.________________________
Hirsch gegen Brauu.
Dienstag den 6. Februar er., Nachmittags 2 Uhr, sollen im hiesigen Gerichtslokal: 1 Kommode u 1 Kleiderschrank öffentlich gegen gleich baare Zahlung verkauft werden.
Hanau am 3. Februar 1877. (824) i _______________________Sturm.________________________ *
Morgen Bormittag 10 Uhr sollen auf dem Kraus'scheu 1 Zimmerplatz 2 Stoßkarren verkauft werden.
Bauer, Gerichtsbote.
Tagesschau. |
— Berlin, 2. Februar. Adgeordneten-Haus. (Fortsetzung.)
An die Budgetkommission wurden verwiesen: Kap. 104 Tu. 17 (Beihülfe zur Errichtung und Unterhaltung von landwirtdichaftlichen Mittelschulen 220.000 Mark) mit einem Anträge des Abg. Dr. Frhrn. von der Goltz, welcher bezweckt: „an „Beihülfen zur Errichtung und Unterhaltung von landwirthschaftlichen Mittelschulen" unter Erhöhung der bezüglichen Ausgabeposition von 220 000 Mark um 15 000 Mark, den Betrag von 235 000 Mmk zu bewilligen", und zu Kap. 108 Tit. 11 (Zur Remuneration der technischen Deputation für das Veterinärwesen 7200 Mark) folgende vom Atg DonatieL beantragte Resolution:
Angesichts der neuesten Erfahrungen in Betreff der AuSbruchS der Rinderpest und in Aneikennung der Gefahren, denen die an ; , Rußland grenzenden Kreise und somit auch die Binnenkreise unseres । StaateS fonwähi end durch Uebertragung von Thierkrankheiten, die in Rußland heimisch sind, ausgesetzt fiüb, erklärt das HauS der Ab-J geordneten:
I. Die Bestrebungen des Herrn Ministers der landwirthschast- ‘ li$en Angelegenheiten, die veterinärpolizeUiche Ueberwachung der s G«,nzkreise besser zu organisiren, sind vollständig gerechtfertigt.
Ji- Die Vorschläge deS qu. Ministers- die derselbe bet tech- ; tiiimm Deputation für das Velerinärwestn zur Begutachtung vorge« ; legt, und wie folgt gefaßt sind: „Eine Lösung würde vielleicht darin ; 3U sinden sein, daß man 1) zwar die Kreisthierarzfftellen in den be« s treffenden Grenzkreisen mit Prir-atproxiS bestehen ließe, aber gleich zeitig 2) die direkte Einnahme bet- Greuz'hiei ä zte ohne PrivatpraxiS höher stellte und ihnen gleichzeitig für einen g'wssen B-zuk des Hinterlandes (einige Kreise) die Funktionen von Oberveterinärs in der
Stellung der BezirkSthierärzte zuwiese, um sie in praktischer Thätigkeit zu erhalten, und ihnen eine Einwirkung auf die Verhältnisse, beziehungsweise die sich hieraus ergebende Konformation zu sichern" — sind vollkommen zweckmäßig und korrekt.
III. Das Königliche Staats-Ministerium wird aufgefordert, die so geplante Organisation so schnell als zulässig zur Ausführung zu bringen;
mit dem dazu vom Abg. v. Ludwig gestellten Unterantrag:
im ersten Absätze der Resolution statt der Worte: „die in Rußland heimisch sind" zu setzen: die in Rußland und Oesterreich heimisch sind.
An der Debatte über die Resolution betheiligte sich außer dem Antragsteller und dem Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten, Dr. Friedenthal, der Abg. Dr. Löwe. Die übrigen dauernden Ausgaben deS Etats wurden sämmtlich genehmigt. Schluß 41/* Uhr. Nächste Sitzung Sonnabend 10 Uhr.
(Fortsetzung folgt.) es- -- St.-«.)
— Berlin, 2. Febr. Der Reich! Haushaltsetat für 1877/78 bringt in seiner äußeren Anordnung diesmal eine neue Erscheinung. Zum ersten Mal wird ein Etat der Reichs Justizverwaltung vorgelegt und damit das Vorhandensein eines besondern Justizrefforts tonftatirt. Es setzt sich zusammen aus dem Reichs-Justizamt und dem Reichs« OberhaNdelsgericht, dessen Etat bislang gesondert aufgestellt wutde. Die Einnahmen fließen aus den Gerichtskosten, Wohnungsmiethen rc. vom Reichs Oberhandelsgericht; sie betragen 47,445 Mark gegen 39,000 Mark im vorigen Jahr, also um 7545 mehr. Die Ausgaben betragen bei dem Reichs Jastizamt 374 092 Mark; die im vorigen Jahre bestandene Just'zabttzeilung des Reichskanzler-Amts erforderte eine Ausgabe von 251,330 Mark, somit entsteht durch die Begründung des Reichs-JustizamtS eine MthraüSgcbe von 122 762 Mark. Das 8k amtenperoral besteht aus einem Staatssekretär, einem Direktor, vier Vortragenden Räthen, zwei ständigen HülfSarbeitern, vier expedirenden Sekretären, Kapzleisekcetären, vier Boten. Der Besoldungsetat beläuft sich auf 124,050 Mark. Für einen Dispositionsfonds zur Annahme von Hülfsarbeitern rc. so wie zu Remunerationen an Sachverständige und gesetzgeberische Vorarbeiten sind auSgesetzt 40,000 Mark, und zwar mit Rücksicht darauf, daß nach der erweiterten Zweckbestimmung des Fonds daraus fortan auch solche Sachverständige zu honoriren sein werden, welche, wie z. B. mit der Bearbeitung einzelner GefetzgebungS- fragen zu brauftragende Gelehrte, nicht zu den HülfSarbeitern gerechnet werden können. Für die Commission zur Ausarbeitung' eines bürgerlichen Gesetzbuchs sind aufgeworfen 150 000 Ma k. U-brrgens muß, da die Räume des DienstgebäudeS des Reichskanzler AmtS für drs jetzt darin untergebrachten B-Hö den nicht mehr aus teilen, auf miethweise Beschaffung eines Lokals für das Reichs-Justizamt Bedacht genommen werden. Für das Just-zamt ist die Begründung einer eigenen Bibliothek in Angriff genommen und dafür zur ersten Ausstattung die Summe von 6000 Mmk an gesetzt. Der Ausgabeurtat des ReichS OberhandelS- aelichis belauft sich auf 394,062 Mark, im vorig n Jahre waren er- forderlich 353 370 Mark, im laufenden mehr 40,692 Mark. Das Beamtenpersonal ist um drei neue RathSstellen erweitert, so daß jetzt 24 Räthe an dem Gerichtshöfe arbeiten. Auch die Subalternbeamten- stellen mußten vermehrt werden. Der BesolaungSetat liegt vor; derselbe entspricht jedoch ganz seinem letzten Vorgänger. — Für die Be-« ratbuna des Cultus etats im Abgeordnetenhause bereiten sich manche recht belangreiche Anträge vor. So beabsichtigt der Abg. Vuchow zu beantragen den viele Hunderttausende betragenden Hannoverscheu Klosterfonds dem Cultus-Ministerium zu überweisen und damit der Controls des Landtages zu unterstellen, während bis jetzt die Klost^rkammer den Fonds verwaltete. Die hannoverschen Abgeordneten wollen dagegen höchstens den hannoverschm Provinzial-Landtag mit der Verwaltung betrauen, dagegen den Fonds der ursprünglichen Bestimmung gemäß nur für Zwecke der Provinz Hannover verwaltet sehen. Der Provinzial- Landtag hat sich üb-r die Angelegenheit in gleicher Weise bereits geäußert. Auch das Thema der protestantischen Domstifter wird zu leb-