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Hnnmer Anzeiger

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

^Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage,? und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

M 28

Freitag den 2. Februar

Amtliches.

Befunde«: Am 29. v. Mts. auf der Straße von Rückingen nach Langenselbold eine lederne Pferdedecke; der Eigenthümer kann dieselbe beim Ortsvorstand zu Rückingen in Empfang nehmen.

Zugelaufen: Ein kleiner weißer Hund m. Geschlecht. Ein grauer Raupinfcher mit geschnittenen Ohren.

Verloren: Eine goldene Broche.

Hanau am 2. Februar 1877.

Könial LandratbSamt.

42

10

104

11

1200

3

F. Belauf Oberrodeubach:

Eichen-Stämme,

Erlen-

Kiefern-

Eichen-Stangen, Kiefern-Stangen I. bis VI. Kl. und Rmir. Kiefern-Nutzscheite I Kl.

1877

Der g gen den Korbmacher Johannes Schmidt von Langen- selbold unter dem 27. Januar d. J. erlassene Steckbrief wird als er­ledigt zurückgezogenen.

Hanau, 31. Januar 1877.

Wolfgang den 28. Januar 1877, Richter, Oberförster.

(751)

Der Staats-Anwalt Sporleder.

vt. Michael.

Die Steuerpflichtigen werden nochmals darauf aufmerksam ge­macht, daß die directen Staats-Steuern für die Monate Januar, Fe­bruar und März 1877 auf Grund der Steuerzettel pro 1876 jetzt zu entrichten sind, während die neuen Steuerz-ttel erst vom 1. April 1877 an ausgefertigt und Ende April cr. behändigt werden.

Die Brandsteuer pro 1877 von 30 Mark Versicherungskapital wiederum 4 Pfenn'ge betragend ist im Laufe des 1. Quartals 1877 im vollen Jahresbetrage einzuzahlen. (72)

Hanau am 2. Januar 1877.

Königliche Steuerkasse I. De ichmann.

Submission.

Die durch den Umbau des Leinpfades durch die Hainstädter In­sel, Gemarkung Großkrotzenburg, auf 1600 M. veranschlagten Arbei­ten und Lieferungen sollen auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden.

Kostenanschlag und Bedingnngen liegen im Büreau des Unter­zeichneten vom 1. bis 9. Februar cr. zur Einsichtnahme auf.

Unternehmer wollen ihre Offerten bis

zum 10. Februar cr, Vormittags 11 Uhr, portofrei und versiegelt an den Unterzeichneten mit der Aufschrift: Herstellungsarbeiten am Leinpfad" einreichen, zu welcher Stunde die Eröffnung der Submission im Beisein erschienener Submittenten im Amtslokale der Königl. Bau°Jnspektiün, Neue Anlage 5d, stattfindet.

Holzversteigerung

in der Königlichen Oberförsterei Wolfgaug.

Freitag den 16. Februar er., von Vormittags 9 Uhr ab, sollen beim Wirth Amrhein zu Neuwirthshaus .folgende Bau- und Nutzhölzer öffentl ch verkauft werden:

A. Belauf Großkrotzenburg:

80 Eichen-Stämme.

Hanau den 30. Januar 1877.

Der Königliche Bau-Inspektor Grau

(697)

20 Buchen- und Hainbuchen-Stämme,

3 Erlen-Stämme,

11 Rmtr. Buch N- und Eichen Nutzscheite;

District Krotzenburgerkopf, Abth. c;

218

30

10

3

21

10

100

200

800

50

Kiefern-Stämme:

C. Belauf Neuwirthshaus:

Eichen-Stämme,

Derbholzstangen, Buchen-Stangen II. Kl., Erlen-Stämme, Rmtr. Erlen-Nutzholz, Kiefern-Stämme,

Derbholzstangen,

schwache Stangen, Rmtr. Kiefern-Weinpfahlholz;

». Belans Riederrodenbach I., Ost: 80 Eichen-Siämme, 40 - -

Derbholzstangen,

Erlen-Stämme,

Nadelholz

Buchen-Derbholzstangen,

Nadelholz-

E. Belauf Riederrodenbach II», West:

307 Eichen-Stämme,

4 Eschen-

9 Birken-

34

40

27

13

21 Erlen>

n

w

n

134 Kiefern« Eichen-Derbholzstangen,

150 Kiefern-Stangen,

15 Rmtr. Kiefern-Weinpfahlholz;

Tagesschau.

Eine diplomatische Pause.

A. b. Schw. Merk,

Die orientalische Frage scheint vertagt. Rußland zeigt keine Lust, allein die Exekution gegen die Pforte zu übernehmen, deren Trotz eine Beleidigung nicht blos für das Zarenreich sondern für sämmtliche Mächte gewesen ist. Diese aber sind nicht blos entschlossen an einer gemeinsamen Aktion sich nicht zu betheiligen, sie halten auch den halb schon aufgehobenen Arm Rußlands zurück. Man wünscht den Frieden. Auf der ganzen Linie wird abgewiegelt. Rußland selbst ermächtigt die Fürsten von Serbien und Montenegro Frieden mit der Pforte zu schließen. Die Pforte ihrerseits entfernt sorgsam jeden Vorwand ge­waltsamen Einschreitens. Sie zeigt sich vom besten Eifer beseelt, ihre Reformen ernstlich zur Ausführung zu bringen. Die Warnung hat gefruchtet. Mit dem ganzen Regierungssystem soll gründlich aufgeräumt werden. Am 1. März tritt das Parlament zusammen, schon ist eine große Zahl der Abgeordneten gewählt, darunter auch viele Christen, und da die Kandidatin offiziell von den Behörden bezeichnet werden, so werden die Gewählten an Reformeifer nicht hinter ihrem Herrn und Meister Midhat zurückstehen. Inzwischen vergeht fast kein Tag, an i dem die Pforte nicht einen neuen Beweis ihres guten Willens gibt. Gestern ein Jrade, der auch die Kinder der nichtmufelmännischen Be­völkerung zur Kriegsschule zuläßt. Heute ein Befehl, der, um die Be- wohner der Provinz zu beruhigen, das Recht des Waffentragens den Civilpersonen entzieht und ausschließlich auf Soldaten, Polizeibedienstete und besonders privilegirte Personen beschränkt. Selbst die Einsetzung christlicher Gouverneure soll in den nächsten Tagen zu erwarten sein. Die Pforte bewilligt also, was sie den Mächten verweigerte, aus freien Stücken. Es scheint nur billig, daß man bei so löblichem Eifer der - Pforte eine Probezeit vergönnt. Was will ein Aufschub von Jahren | besagen bei einem Problem, das sich durch die Jahrhunderte wälzt? Dennoch will sich das Vertrauen auf einen friedlichen Lauf nicht ein­stellen. Dem allem zum Trotz, wäre es verfrüht mit Zuversicht auf die Abwendung deS Kriegs zu rechnen. Erst an dem Tag wird dies erlaubt sein, wo zu lesen steht, daß die russischen Armeekorps in Bes- sarabien wieder demobilisirt und auf dem Heimwege begriffen sind. Bis jetzt verlautet noch immer das Gegentheil; nämlich daß die Rüstungen fortgesetzt werden, und zwar mit gleichem Eifer auf Seite der Russen wie auf Seite der Türken. Da diese Rüstungen aber viel Geld erfor-