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. ASHrlich 8 Mark.

s-rrj. * M- so P. Bierteljährlich

. E Mark 25 $fg.

I gür au«wärtige Abvnneirten

' rsrit dem betreffen­de» Postaufschlag. Me einzelne Rum»

mer 10 Pf».

ÄnÄ Inniger.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erschein» täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

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Mittwoch den 24. Januar.

1877.

Amtliches.

Im künftigen Frühjahre werdl-n wieder Baumvärterlehrlinge in - das Königliche pcmologisch« Institut in Cassel ßuhenommen und? Obstbärme aller Art aus dem Garten desftlbm abgegeben, werden.

Der Cw s>rs für die Baumwärterlehrlings beginnt im Monat | März. Dieselben erhalten einen Lohn von 90 Pfg. pro Tag, das { Kostgeld beträgt pro Monat 39 bis 42 Mark.

Die Herrn Büroermeister wollen das hiernach Erfordekichz zur Kenntniß in ihren ®;m inden bringen und dahin wirken, daß mu Hülfe \ des pomologischen Inst tuts größere Pflrnzungen zu Stande fonm?n ' und geeignete junge Leute Behufs deren Ausbildung zu Baumwärern und Torfgärtnern abgeschickt werden.

Hanau am 19. Januar 1877.

Der Lanhxath.

Nutz- und Brennholz-Versteigerung.

Aus der Oberförsterei Altengronau (Station Jossa bezw. Stei- nau der Elm-Gemündener bezw. Frankfurt-Pebraer Eisenbahn) sollen aus den nachbezeichneten Waldorten:

Schutzbezirk Altengronau III. (Förster Müller) Panzerasen, Seif- zig, Hellgraben a, Frauenberg a;

Schutzbezirk Joffa (Först-r Schütrumpf) Kohlgrund a, Pfannbuch b c, Kleine Goldkaute a b, Unterer Madenrück, Lerchenacker c d, Mühlberg a1 c1 c2, Wolfsrain c;

Schutzbezirk Altengronau I. (Förster Löffert) Grauberg x/y, Eich­wald a b1 b2, Lichtefeld, Buchwald a3 b/y;

Schutzbezirk Marjoß II., Nord (Förster Schüler) Krügschlag b, Langethal d, Kahleberg b c/x d, Wäldchen;

Schutzbezirk Rohrbacherhof (Förster Kranz) Eulerskopf a, Zünders­wald a b, Wlldengräben b c, Zirkel b d;

Schutzbezirk Marjoß I., Süd (Forstaufseher Will) Weiershang, östenilich meistbietend verkauft werden:

I. am Dienstag den 6. Februar 1877, von Bormittags 9 Uhr ab, in dem Bäringer'schen Gasthose zu Altengronau das Nutzholz aus den drei erstgenannten Waldorten mit:

612 Eichen Stämmen = 610 F stmeter,

157,50 Rmtr. Eichen-Nutzholz, in starken Spalten, 1 und 1,75 Me­ter lang,

54 Buchen- und Hainbuchen-Stämmen --- 37 Festmeter,

68 Raummeter Buchen-Nutzholz, in starken Spalten, 1 Meter lang, 284 Kiefern-Stämmen ---- 101 Festmeter,

176 Kiefern-Stangen I. Klasse,

14 Birken-Abschnitten = 10 Festmeter.

H. am Mittwoch den 7. Februar 1877, von Vormittags 9 Uhr ab, i« der Domainen-Wirthschast zu Marjoß das Nutzholz aus den übrige» drei Schutzbezirken mit:

279 Eichen-Stämmen 267 Festmeter, 39,« Raummeter Eichen-Nutzholz, in starken.Spalten, 1 und 1,75 Meter lang,

79 Stück Eichen-Stangen I. bis III. Klasse,

15 Buchen-Stämmen = 16 Festmeter,

15 Raummeter Buchen- und Hainbuchen-Nutzholz, in starken Spalten, 1 und 2 Meter lang,

173 Kiefern-Stämmen ---- 53 Festmeter,

223 Kiefern-Stangen I. und III. Klasse.

III. am Donnerstag den 15. Februar 1877, von Vormittags 9 Uhr ab, i» dem Däringer^schen Gasthofe zu Altengro­nau das Brennholz aus den drei zuerst genannte» Schutz­bezirken mit:

400 Raummeter Eichen-Scheit- und Prügelholz,

82 Reiser I. Klasse,

1070 Buchen-Scheit,

153 Stamm- und Astprügel,

460 Reiser I Klasse,

21 Erdstöcke,

26 Birken-Scheit-, Prügel- u. Reiserholz I. Klasse,

1050 Raummeter Kiefern-Scheit- und Prügelholz, 870 Reiser I. Klasse,

2000 Reiser II. Klasse, StammreiS.

IV. am Freitag den 16. Februar 1877, von Vormittags 9

Uhr ab, in der Domaineu-Wirthschaft zu Marjoß das Brennholz aus de» übrigen drei Schutzbezirken mit:

740 Raummeter Eichen-Scheit-, Anbruch- und Prügelholz,

1200 Buchen-Scheit,

260 Stamm- und Astprügel,

25 Birken-Scheit- und Prügel,

710 Kiefern-Scheit- und Prügel.

Der unterzeichnete Oberförster ertheilt auf portofreie Anfragen jede gewünschte Auskunft.

Die vorbenannten Forstschutzbeamten werden das Holz Kauf­lustigen auf Verlangen vorzugen.

Altengronau am 22. Januar 1877.

Der Königliche Oberförster

(5^8)________________________Nickel._____________________________

Der gegen den Taglöhner Johann Heinrich Nikolaus Brod von Hanar unterm 12. November v. I. erlassene Steckbrief, wird hiermit als erlegt zurückgenommen.

Harau, 17. Januar 1877.

_____________Der Polizei-Anwalt Scholling.________________

Osieutliche Sitzung des Gemeinde-Ausschuffes

Donn-rstag den 25. Januar 1877, Nachmittags 4 Uhr.

Berathungs gegen stände:

1. Verpachtung von Grundstücken.

2. Uebernahue der Bleichstraße.

3. Verpachtung des Theaters.

4. Nachverwilligmgen auf Tit. XXII. 4 a. und IX. 3 a. vo« M. 180 resp. M. 260.

5. Grund-Etat für 1877.

T^gesscha«.

Vor hundert Jahre».

A.d. Schw. Merk.

Am 23. Jan. sind es Hubert Jahre, daß in Ulm vor dem Gast­hof zum Baumstark in graulicher Frühe der Schlitten klimperte, welcher den Verfasser der deutschen Klonik,Christian Schubart, nach Blaubeuren in die Hand seines FündeS entführte. Man ist gewöhnlich geneigt, in Schubart, auch was seine patriotisch-prblizistische Thätigkeit betrifft, nur den Stürmer und Dränger zu sehen, md wenn er seinen Zorn über den Herkules am Spinnrocken, wie er seine Deutschen wegen ihrer Nachäffung des französischen Putztischs eirmal nennt, Luft machen muß, so kommt es ihm allerdings nicht darauf «, das Entsetzen der Riesen Theseus und Romulus, Cäsar, Brutus, Hermun, Siegmar zu beschwö ­ren,wenn sie uns ausxeartetes Geschmeiß um die Schenkel sumse» hörten", oder auch das Faustrecht:was würdr der alte Götz sagen, wenn er aus'm Grab erwachte, mit Schild, Schort und Koller ange­than, mit'm eisernen Heim aus'm Haupt und drm wehenden Feder- busche!" Allein, obwohl von Natur und als ®o^u seiner Zeit eine kraftgenialische Persönlichkeit, unterscheidet er sich von der domals herr­schenden Richtung nun doch wesentlich dadurch, daß er nicht nur ganz im Allgemeinen sein Mißbehagen über die bestehenden staatlichen und gesellschaftlichen Zustände auSsprach, daß er nichts weniger als Kosmo­polit,der herzlose All- und Nichtsumspanner", sein sollte. Schubart war vor allem Deutscher. Der ArtikelDeutschland", verkündete er im ersten Blatt seiner Chronik,soll immer der erste sein, den wir mit dem wärmsten Herzen behandeln werden." Was uns Deutschen fehlt? Er antwortet: die Liebe zum Vaterland.Wo ist der lebendige Geist, der uns allgewaltig und zu Einem Endzweck ergreifen, der uns an Einer Kette halten sollte, wie Jupiter die Schicksale hält?" Aber, fährt er fort,mein Vaterland, tu schläfst zwar, aber du wirst erwachen, wie der Riese Hurluk in der Edda, und wie Erdstaub Städte und feste Schlösser von dir schütteln." Diese Zuversicht, daß Deutschland die erste Nation der Welt wieder zu werden bestimmt sei, steigert sich bei