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Bi-rteljihrüch C M«rl 25 Pfg. gür auswärtige Agonneuten mit dem betreffe», den Pestaufschlag. Me einzelue Nummer 10 Ps^
am er Anzeiger.
Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
^Erscheint täglich mit Ausnahme der Gönn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage/ und Samstags mit der Berliner Provinzial- Lorrespondenz.
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Mittwoch den 17. Januar.
1877.
rechtfertige die allgemeine Lage und das Ergebniß der seinem Ressort unterstehenden Verwaltungen obige Erwartung. Der Minister ging dann auf die Verhältnisse der Eisenbahnverwaltung ein; er legte dir Vorgänge bei der Negoziirung der für die Zwecke derselben in der Mitte deS verflossenen JahreS aufgenommenen Anleihe bar, und wies auf die der Regierung durch frühere Gesetze für diese Zwecke zu Gebote stehen- den noch realisirbaren Kredite hin. Sodann ging der Minister zur Charakterifirung des EtatSentwurfeS für das Jahr 1877/78 über, dessen Gesammtergebniß er durch ein Eingehen auf die Verhältnisse der ein- , zelnen Ressorts darlegte. Bei den extraordinären Ausgaben werde es ' sich weniger darum handeln, neue StaatSunternehmungen in Angriff zu nehmen, cis vielmehr die begonnenen mit Energie weiter resp, durchzu- führen. Der Minister gab darauf eine statistische Uebersicht über das Verhältniß der b-willigten zu den verwendeten außerordentlichen Ausgaben seit dem Jahre 1870 und schloß mit dem Wunsche, daß die zu beschaffenden Geldmittel zum Wohle des Vaterlandes zur Verwendung; kommen mögen. Sodann übergab der Finanz-Minister auf G und Allerhöchster Ermächtigung dem Hause den Entwurf des Staatshalts- haltS-Etats für daS Jahr 1877/78. Auf den Vorschlag deS Präsidenten beschloß daS Haus hierauf, sämmtliche in der vorigen Session gewählten Fachkommissioren in derselben Anzahl vor der nächsten Plenarsitzung wiederzuwählen. Für Anträge der Mitglieder und für Petitionen wird der Mittwoch jeder Woche Vorbehalten. Schluß 12^2 Uhr. Nächste Sitzung Freitag 11 Uhr.
— Die Resultate der Wahlen in den 15 Wahlkreisen des Reichs- landes sind nun sämmtlich bekannt. ES wurden nach der „Strßb. Z." gewählt: I. Unter-@ifa§. 1) Straßburg-Stadt G. Bergmann, 2) Straßburg'Land North. 3) Molsheim-Erstein Rack. 4) Hagenau- Weißenburg Nessel. 5) Echkettstadt Heckmann-Stintzy. 6) Zabern At Schneegans. II. Ober. Elsaß. 7) Colmar Grad. 8) Mülhausen I. DollfuS. 9) Altkirch-Thann Winterer. 10) Rappoltsweiler Simonis. 11) Gebweiler Gürber. III. Lothringen. 12) Metz Bezanson. 13) Saargewünd-Forbach Jaunez. 14) Saarburg-Chattau-SalmS Germain. 15) Diedenhofsn Bolchen Abel. In den 4 Kreisen von Lothringer, und in den 5 Kreisen des Ober-ElsasseS, wo nur je 1 Protest-Kandi^t auftrat, hat ein Kampf nicht fiattgefunben und nicht stattfinden können, und kann daher auch von einem Siege der 9 in diesen Kreisen gewählten oder vielmehr von den Wählern genehmigten Kandidaten keineswegs die Rede sein; denn zu Kampf und Sieg gehören Gegner und diese waren dort nicht vorhanden. Ganz anders verhält es sich im Unter« Elsaß: da hat man wirkliche Kämpfe, Niederlagen und Siege zu verzeichnen. In den 6 Wahlkreisen wurde die Protestpartei mit ihren klerikalen Bundesgenossen geschlagen und an manchen Orten hat die elsässische Partei glänzend gesiegt. Was nun insbesondere die Straß- bürger Wahlresultate betrifft, so ist zur Illustration derselben noch z« bemerken, daß im I. 1874 Lauth 5906 St. erhalten hatte, während ee 1877 nur 3886 zusammenbrachte. Sein damaliger Gegner erhielt 1874 nur 2926 St., während diesmal G. Bergmann 4356 auf sich vereinigt» Ein ähnlicher Umschwung hat sich im Landkreise bemerkbar gemacht; 1874 erhielt v Schouenburg 7766 St.; sein Konkurrent 6145 St. 1877 erhielt Norih 7227 und v. Schauenburg nur 6354 St. — AuS Zabern wird geschrieben: Das Resultat aus 126 Gemeinden ist nurr amtlich festgestellt. A. SchneeganS erhielt 9400 Stimmen; Mayer: 5565. Nur aus 8.kleinen Gemeinden ist daS Resultat noch unbekannt.
— In den deutschen Münzstätten sind bis zum 6. Januar: 1877 geprägt worden an Goldmünzen: 1,097.685,200 Mark Doppel- kronen, 337,504,330 Mark Kronen; hiervon auf Privatrechnungr 171,345,164 Mk.; an Silbermünzen: 71,653,095 Mark b-Markstücke^ 75 895,542 Mk. 2-Markstücke, 143,512,165 Mk. 1-Markstücke, 49,432,879 Mark 50 Pf. 50-Pfennig stücke, 35,645,486 Mark 80 Pf. 20-Pfemng-> stücke; an Nickelmünzen: 23,502,530 Mark 70 Pf. 10-Pfennigstücke, 11,657,813 Mk. 75 Pf. 5-Pfennigstücke; an Kupfermünzen : 6,015,461 Mark 34 Pf. 2-Pfennigstücke, 3,377,119 Mark 13 Pfennig 1-Pfennig- stücke. Gesammtausprägung: an Goldmünzen: 1,435,189,530 Mark; an Silbermünzen: 376,139,168 Mark 30 Pf.; an Nickelmünzenr
Amtliches.
Hanau. Dritter Termin zum öffentlichen freiwilligen Verkauf des der Wittwe des Buchhändlers Johann Philipp Klein und den Kindern des Martin Lorenz Klein dahier gehörigen Grundstückes: K. 135. 1 Ar 58 sj-Mtr. Wohnhaus mit Gallerte. Seitenbau links und Höschen, an der Ecke der Lang- und Hammergasse, ^ zum wilden Mann ge* nanntMMM^.
steht basier]
den 19. d. Mts, Vormittags 10 Uhr,- wovon Kaufliebhaber mit dem Bemerk. N in Kenntniß gesetzt werden, daß im zweiten Verkaufstermine ein das Höchstgebot des ersten Ver« kaufStermins von 43300 Mark übersteigendes Gebot nicht abgegeben ist.
Hanau am 12. Januar 1877. (411)
Königliches Amtsgericht III.
Hahn.
Tagesschau.
— Der „R. u. St.-A." enthält: Bekanntmachung, betreffend die Vorschriften über die von den Notenbanken in der Jahresbilanz gesondert nachzuweisenden Aktiva und Passiva.
— B erlin, 16. Januar. Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sitzung des Hauses der Abgeordneten schritt das Haus zur Wahl des Präsidenten. Es wurden bei derselben 384 Stimmzettel abgegeben, darunter 18 ungültige Bon den 366 gültigen Stimmen beträgt die absolute Majorität 184. Der Abgeordnete von Bennigsen erhielt 351 Stimme«, die übrigen zersplitterten sich.
Der Alters-Präsident von Bonin richtete an den Abg. von Bennigsen die Frage, ob er die Wahl annehme, worauf sich derselbe mit dankenden Worten dazu bereit erklärte. Auf den Vorschlag des Präsidenten von Bennigsen erhob sich das Haus zur Anerkennung der Leistungen deS Alter Spräsidenteu von Bonin.
Bei der Wahl deS Erst n V>ze-Präsidevten wurden 383 Stimmen abgegeben; davon waren 17 ungültig. Die absolute Majorität von 366 beträgt 184. Es erhielten die Abgg. Klotz (Berlin) 211, Reichen- i sperger 84, Graf Bethusy-Huc 66. Die Übrigen Stimmen zersplitterten j sich. Der Präsident von Bennigsen richtete an dm Abg. Klotz die i Frage, ob er die Wahl annehme, worauf derselbe sich dazu bereit er- ' klärte. Bei der Wahl des Zweiten Vice-PräsiSenten wurden 334 Stim- men abgegeben. Dason waren 27 ungültig. Von 307 Stimmen be- j trägt die absolute Majorität 154. Es hatten erhalten die Abgg. Graf Bethusy Huc 223, Dr. Haenel 64. Die anderen Stimmen waren zersplittert. Der Abg. Graf Bethusy-Huc erklärte gleichfalls, daß er die Wahl dankend annehme. Die Wahl der Schriftführer wurde auf den Vorschlag des Abg. Windthorst (Meppen) durch Akklamation vollzogen, und wurden gewählt die Abgg DeliuS, Beiffert, Sachse, Haucke, Dr. Frhr. v. d. Goltz, Grütering, Graf Schmiesimg-Kerssenbrock und Lutte- roth. Schluß 5'/» Uhr.
In der heutigen (3.) Sitzung des Hauses der Abgeordneten theilte j der Präsident ein Schreiben des Abg. Gadow mit, worin derselbe an- s frägt, ob sein Mandat durch seine Ernennung zum Kreisgerichts Rath . erloschen sei. Das Schreiben wurde der GeschäftSordnungSkommission i überwiesen. Vom Minister des Innern ist ein Gesetzentwurf, betreffend ; die Verpflichtung zum Halten der Gesetz-Sammlung und des Amts- = blattS im Herzogthum Lauenburg eingegangen. Zu Quästoren des i Hauses sind ernannt die Abgg. Haebler und Clauswitz. Nachdem der ] Präsident dies mi^x'keilt hatte, ergriff der Finanz Mmister Camphau- J sen das Wort, um die allgemeine Finanzlage zu erörtern. Derselbe wieS auf die elementaren Verheerungen durch Stürme undUeberschwem- mungen im vorigen Jahre, auf den Druck, welcher noch immer auf der Geschäftswelt laste, auf die mittelmäßige Ernte der Landwirthschaft hin, die eS erklärlich machten, daß das Ergebniß der Finanzvermaltung für das verflossene Jahr ein glänzendes nicht sein könne; man müsse zufrieden sein, daß dasselbe ohne Defizit schließe. Ein ziffermäßiges Ergeb- s niß für die übrigen Ressorts könne noch nicht angegeben werden, doch {