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hat mit der türkischen Regierung einen Vertrag wegen Transportes von Kanonenröhren innerhalb dreier Tage abgeschlossen. (* « ®t^>aa^)

St. Petersburg, 8. Januar. Auch die letzte Konferenz in Konstantinopel hat keine positive Entscheidung gebracht. Doch zeigt sich immer mehr, daß die Pforte nach Promulzation det Verfassung in dieser eine Abwehr gegen die vereinten Anforderungen aller europäischen Mächte zu finden sucht. Diesseits ist die Grenze der Konzessionen er« reicht. Ebenso habest die anderen auf der Konferenz vertretenen Mächte ihr Festhalten an dem vereinbarten Programm erklärt. Die Pforte ist in keiner Weise gedrängt worden und wird eS auch gegenwärtig nicht, aber an den in die mäßigste Form gebrachten, von den europäischen Großmächten gestellten Forderungen wird pure festgehalten.

Konstantinopel, 8. Jan. In der heutigen Sitzung der Konferenz widerlegte der italienische Delegirte Corti die von Sofort Pascha in der DonnerstagSsitzung gegen die Borschläge der Mächte vor« gebrachten Gründe. Der Marquis v. Salisbury gab den AuSfüh. rangen Corti'S «och weiteren Nachdruck. Die türkischen Delegirten hielten indeß ihre Ablehnung der bekannten Punkte aufrecht. Dir wei­tere Berathung wurde auf kommenden Mittwoch verschoben. 9, Jan. Uw:r den Verlauf der gestrigen Sitzung der Konferenz verlautet weiter, die Delegirten der Pforte hätten die Einsetzung einer internationalen Kommission und die bezüglich einer andrrwritra Einthrilung Bulgariens gemachten Vorschläge absolut abgelehnt. Anderweitigen Meldungen zu­wider hätten dieselben indeß eine ebenso absolut ablehnende Haltung be­züglich deS die Ernennung der Gouverneure betreffenden und mt Bor« behält der Zustimmung der Mähte moaiftjitten Vorschlages nicht ein- geuommsn. Bon den Delegirten der europäischen Mächte sei keinerlei Ultimatum überreicht, eS sei aber auch keinerlei Entscheidung erzielt worden. Die Konterenz werde voraussichtlich in dieser Wo He ihre Thätigkeit schließen. (« « ®t««.

New-Aork, 9. Januar. Gestern haben in Richmona, in Washington und in einigen anderen Städten der nördlichen Staaten größere demokratische Meetings stattgefunden. Es wurden mehrere Re- solutwaen angenommen, in denen ausgriproHeu wird, daß die Berist« kation der Präsidentenwahl den beiden Kammer« des Kongress!- zrstchr und daß der Präsident deS Smats ohne alle Befugniß sei, in dieser Frag; eine Entscheidung abzugeb m. Die Redner sprachen sich, wenn auch m t Entschiedenheit, doch im Ganzen mit Mäßigung über die Sachlage aus. c«. u. et>Kn».)

Charte st on, 8. Januar. Heute ist ein russischer K iezs« schiff hier eingetroffen, drei andere, auf deren einem sich auch der Großfürst AlexiS befindet, sollen ihm folgen. Zur Begrüßung des letzteren ist der russische Sesau'te aus Washington hier ««gekommen.

Lokales.

Hana«, 10. Januar 1877

Mit dem Schlage 10 Uhr entwickelte sich heute Mo geu reges Leben auf den Straßen; eS scheint diesmal, im Gegensatz zu früheren Jahron, der weitaus größte Tgeil der Wähler von seinem Rechte Ge­brauch zu machen. An den Straßenecken ist auf drei der ausgestell­ten Cindidaten, Hnrnvr. Wrigel, Herrn Richard Re ut er und Herrn Carl Frohme durch Plakatanschläge aufmerksam gemacht und an den Wahllokalen sind Stimmzettel fast aller Parteien zu haben, so daß sich ein jeder Wähler ganz nach Belieben versehen kann. Wir hoffen und wünschen schließlich, daß nach Bekanntwerden des Wahlresultates die aufgeregten Gemüther sich wieder beruhigen und wettere Consequenzen nicht entstehen möchten.

Bersteiger»«-»« und BerpachtungS-Kalemder für Donnerstag den 11. Januar 1877.

Borm. 9 Uhr kommen im Berna'schen Park zu BüdeSheim fol­gende Holzsorten zum Verkauf: Stämme: 85 Eschen-, 6 Rüster«, 1 Pappel- und 1 Kirschiaum; Brennholz: 244 Raum«. Eschen-Scheit«, Prügel-, Stock« und Reisholz (s. Nr. 3Hau. Anz.-), Vormittags 10 Uhr kommen im hiesigen GerichtSgebäude verschiedene Stuben-Möbel, sowie ein Küchenschrank und Nachmittags 2 Uhr bei Herrn Pflasterer H. Grähling ein Kleiderschrank, Kommode, Küchenschrank und Wand­uhr zur Versteigerung qeqeu Baarzahlung.

Für heute. Reichstags«Abgeordneten«Wahl: Bon Vorm.

10 Uhr ahne Unterbrechung bis Abends 6 Uhr. Abends 7 Uhr: Gottesdienst in der Marienkirche, gehalten von Herrn Pfarrer Reuber. Hanauer Stadttheater: Zum Benefice des Herrn A. Berthold:Bajazzo und feine Familie-, Drama in 5 Akten, frei nach dem Französische« von A. Marr. Spar« «ab Spielkasse zur Karthrune-: Generalsammlung. Hruauer Eentral-Kranken« und BeerdizunzSkasfe: Abends 8 Uhr Generalversammlung in derCentral« Halle."

In Beziehung auf Artikel 427 des Handelsgesetzbuchs, wonach im Falle einer böSlichrn Handlungsweise der Eisenbahnorrwaltung oder ihrer Leutt die Beschränkung der Haftpflicht auf den Normalsatz oder den angegebenen Werth des Guts nicht geltend gemacht werde« kann, hat das RrichS-Oberhandrisgrricht 2. Senat, in einem Erkenntniß vom

11. Noo. s. I. ausgesprochen, daß nach dieser Bestimmung die bösliche Handlungsweise nicht für sich allein, sondern nur dann die Beschränkung der Haft aushebt, wenn zugleich auf sie der Verlust zurückzuführen ist.

Kassel, 6. Januar. Ueber den Stand der Bauacbelten aus der Berlin-Coslenzer Bahn wird neuerdings berichtet» daß dieselben jetzt auf der Strecke NorShausrn-Wchiac, für welche die königliche Direktion der Frankfurt-Vebraer Bahn in Frankfurt a. Main als bau« leitende Behörde bestellt ist, Mit Eifer betrieben werden. Binnen Kurzem soll mit den Erdarbeiten zwischen Dingelstidt und Eschwege begonnen werden, zu welchem Zwecke bereits die Submission in zehn Soaseit der Abtheilungen Källst-dt und Eschwege mit fast 2,000,000 Kubikmetern Erdmassen ausgeschrieben worden ist. (Fr.--«. ,8t«.)

Au die Logg. v. Bennizsen, M.quel und Lasier ist von den Bürgern der Stadt Rodenberg in der Grafschaft Schaumburg eine Adresse gerichtet worden, in welcher den Vorkämpfer« der national- liberalen Partei und der Partei üoerhrupt der Dank für dir aufopfe­rungsvolle« Bemühungen um das Zustandekommen der Justizgesetze ausgesprochen wird. (M. wh.)

DerFrankfurter Anzeiger- schreibt unterm 9. Januar aus Frankfurt am Main: Das Stehlen durch schulpflichtige Kinder nimmt in der letzten Zeit in Schrecken erregender Weise übergru). Me-st thun sich die Bürschhen zu einer Gesellschaft zur Ausbeutung zusammen. Während der eine stiehlt, lenken die anderen dir Aufmerk­samkeit auf sty; wird der klein: Spitzb ibe verfolgt, so vertreten - die anderen, wie dies einem Mtzger geschchm, dem Bwfolger den Weg. Luder haben alle diese Bube« schon mit dem Strafrichter, oder soweit sie noch nicht 12 Jahre alt waren, mit dem Stock oeS Lehrers Be«> kanntschaft gemacht, ohne sie von dem schlechten Wege abzubringen. Da diese Kinder, wie eS scheint, an ihren Eltern keine sittliche Stütze haben, so soll eine Anzahl derselben in Berbesserungsanstalten verbracht werden.

Thermometerstand

9 Januar: Höchster Stand + ISW, Abends 7 Uhr + 10°.

10 Jaiuar r Mariens 7 Uhr + 5°, Vormittag» 10 Ubr + 6".

Inserate.

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Reinigungs-Salz.

Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säure­bildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungs- schwäche und andere Magenbeschwerden in 1/i, V», 1 /a Original-Packeten mit Gebrauchs- Anweisung a Vi, ^2 u. Va Mark zu haben, bei

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Bestellungen auf

gemäss. Laberdan für diese Woche wolle man recht frühzeitig machen, bei ^^^^ 4 (270)

Carl Hebbel.

Feuerversrcheruugsbauk für

Deutschland M Gotha.

Zufolge der Ml theilung der F ueroersiche-. rungsbank für Deutschland zu Gotha wird die- selve nach vorläüfiger Berechnung ihren Theil« nehmern für 1876

ea. 80 Proeent ihrer Prämieneinlagen als Ersparniß zurück­geben.

Die genaue Berechnung des Antheils für jeden Theilnehmer der Bank, sowie der voll­ständige Rechnungsabschluß derselben für 1876 wird zu Anfang des Monats Mai d. I. er­folgen.

Zur Annahme von Versicherungen für die FeuerveistcherungSbank bin ich jederzeit bereit. Hanau den 6. Januar 1877. (267)

Georg HeitxeL,

Agent der Feuelversicherungsbank f. D.

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Den geehrten Bewohnern HanauS hiermit zur Nachricht, daß ich die von meinen verstorbenen Manne

Friedrich Hoffmann seither geführte Spezerei-Handlung in glei­cher Weise und unter derselben Firma fortbe- treibe. Indem ich noch um geneigten Zuspruch bitte, empfehle ich mich bestens.

Friedrich Hoffmann Wwe., (116) Sandgasse Nr. 5._______________ Sothringergasse 15 eine yeizvare Mansarden- stube, mit oder ohne Bett, und Schlaf­stellen. (179)