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Gesetzes soeben als erste Lieferung ausgegebenen II. Theil in eingehen­der Weise. Die angehängten, mit Sorgfalt ausgearbeiteten Tabellen ergeben die für die verschiedenen Geschäfte je nach der Höhe der Ob­jekte zu erhebenden Pauschsätze und ein Nachtrag bringt die während des Drucks und bis auf den heutigen Tag in B-zug auf den vorlie­genden Gegenstand noch ergangenen Bestimmungen.

Cassel den 10. November 1875.

Königliche General-Commission.

Wilhelm Y.

Indem die vorstehende Bekanntmachung wiederholt publizirt wird, richte ich an die Herren Bürgermeister das Ersuchen, durch geeignete Belehrung unter den Bewohnern Ihrer Orte auf ein richtiges Ver­ständniß der gegebenen gesetzlichen Bestimmungen hinzuwirken, damit die hin und wieder noch bestehenden irrigen Ansichten über die Höhe der Regulirungskosten geklärt werden.

Hanau, 29. November 1876.

Der Landrath Schrötter.

Am 12. ds. Mts. kam zu Frankfurt a. Mai« abhanden: ein weißer, braungefl ckter Hühnerhund (Hündin), auf den Namen „3uno" hörend.

Gefunden: Ein Boapelz. Ein lederner Geldtäschchen mit einigen Pfennigen und der Aufschrift „3um Andenken".

Zugelaufen: Ein jungrr gelber Doggenhund, w. Geschlechts.

Entlaufen: Ein dunkelgelber f. g. Bernhardiner.

Verloren: Ein brauner Schleier.

Hanau am 29. Dezember 1876.

Königliches Landraibsamt.

Edictalen,

Großanheim. Auf Antrag des Ackermanns Wendelin Zahn und dessen Ehefrau Anna Maria, geb. Funk, von Großanheim, welche dahier vorgestellt haben, daß das nach Schuld- und Pfandverschreibung vom 17. März 1832 durch Andreas Funk und dessen Ehefrau Anna Maria, geb. Uth, zu Großauheim, von Johann Heinrich Wunder« l y zu Hanau erborgte Darlehn von 625 fl., wegen dessen ihr in Großauhermer Gemarkung gelegenes Grundvermögen verpfändet ist, abgetragen, die Originalschuldurkunde aber verloren gegangen sei, wer­den Alle, welche aus dieser Urkunde Rechte herleiten zu können glau­ben, aufgefordert, solche binnen 8 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Urkunde für kraftlos erklärt wird.

Hanau den 24. November 1876. (8649)

Königliches Kreisgericht.

__Müller._________________vt. Nikolaus.

Edictalen.

Oberrodenbach. Auf Antrag des Bauern Heinrich Wegstein von Oberrodenbach, welcher dahier glaubhaft vorgestellt hat, daß das Original der von ihm und seiner Ehefrau Margaretha, geb. Hain, am 1./2. 1847 zu Gunsten des Rentmeisters Leopold Rohde zu Hanau über ein inzwischen wieder abgetragenes Capital von 77 Thlr. 4 Sgr. 3 Hlr. ausgestellten Schuld- und Pfandverschreibung verloren gegangen sei, werden Alle, welche aus dieser Urkunde Rechte herleiten zu können glauben, aufgefordert, dieselben binnen 8 Wochen dahier gel­tend zu machen, widrigenfalls die Urkunde für kraftlos erklärt wird.

Hanau den 2. Dezember 1876. (8648)

Königliches Kreisgericht.

Müller. vt. Nikolaus.

Hanau. Zum öffentlichen freiw!lligen Verkauf des der Wittwe des Buchhändlers Johann Philipp Klein und den Kindern des Mar­tin Lorenz Klein zustehenden Grundstückes:

K. 135. 1 Ar 58 sj-M. Wohnhaus mit Gallerte, Seitenbau links und Höschen an d r Ecke der Lang- und Hammer- gasse, zum wilden Mann genannt, Stadtgemeinde Hanau, wird erster Termin auf den

5. Januar 1877, eventuell zweiter auf den

12. Januar 1877, eventuell dritter auf den

19. Januar 1877, jedesmal Vormittags 10 Uhr, mit dem Bemerken anher anberaumt, daß bei annehmbarem G-bote bereits im ersten oder zweiten Termine der Zuschlag erfolgen wird und daß die Kaufbedingungen bei dem Kaufmann E. Spatz dahier eingefehen werden können. (8650) Hanau am 23. Dez mber 1876.

Königliches Amtsgericht III. ____________________ Hahn._________________

Bekanntmachung

Die Erbauung eines Geschutzschuppens und Chronographenhause»

auf dem Terrain der hiesigen Pulverfabrik soll an den Mindestfordern­den vergeben werden.

Bedingungen und Pläne liegen während der Dienststunden im Büreau der Unterzeichneten Direktion zur Einsichtnahme auf, woselbst auch Kostenanschlagsformulare entnommen werden können.

Als Offerten sind die mit Einheits- und Gesammtpreisen auSge- füllten Kostenanschläge, postmäßig verschlossen, bis zu dem am

8. Jaxuar 1877, Vormittags 10 Uhr, in dem vorbezeichneten Lokale stattfindenden Submissionstermine ein- zureichen.

Hanau den 18. Dezember 1876. (8632)

Königliche Direktion der Pulverfabrik.

TkßEÄschÄ».

— (Siebzig Jabre preußischer Armeegeschichte.) Die Trib. schreibt: Am 1. Jan. 1877 sind eS 70 Jahre, daß Kaiser Wilhelm der preußischen Armee angehört: am 22. März kommenden Jahres wird der Monarch seix 80. Lebensjahr zurückgelegt haben. Das erste Fest hat wohl nie einen Vorläufer gefunden, daS andere steht für die Herr­scher der größeren europäischen Staaten seit Jahrhunderten nicht minder vereinzelt da, und namentlich hat bisher noch kein Herrscher von Bran­denburg und Preußen, kein Glied der Hohenzollern, kein deutscher Kai­ser diese Lrbensstufe erreicht. Jenes erste Fest fällt zugleich aber mit den ersten Anfängen der neuen vaterländischen HeereSbildung zusammen und ein Rückblick auf die Entwicklungsbahn dieser letzteren darf im Anschluß an dasselbe wohl am Platze erscheinen. In dem UnglückS« kriege deS Jahres 1806 war die altpreußische Armee, deren RuhmeS- thaten den altpreußischen Staat aufgerichtet hatten, bis auf geringfügige Reste und Trümmer vernichtet worden. Von den 60 Infanterie- und 37 Kavallerieregimentern derselben standen zu Eingang deS Jahres 1807 nur noch 8 Infanterie- und 7 Kavallerieregimenter als geschlossene Truppenkö?prr dem Feinde gegenüber. Noch in demselben Jahre jedoch, nach dem Frieden von Tilsit, wurde die Reorganisation b?r neuen preußischen Armee in Ausführung genommen und im folgenden Jahre beendet, wobei der Bestand derselben zu 12 Infanterie- Regimentern, einschließlich eines Garderegiments zu Fuß und 19 Kavallerie-Regimen­tern, davon ebenfalls ein Garderegiment, normirt wurde. Die erste umfassende Vermehrung erwuchs dieser neuen Armee mit Eröffnung deS Krieges von 1813. Dieselbe bestand in einem neuen Lint--nregrment (Nr. 12) und 12 Reserve Jnfanterie-Regimkntern (jetzt Nr. 13 bis 24). Daran schloß sich durch Kabinetsordre vom 17. März desselben Jahres die Errichtung kr preußischen Landwehr mit 37 Infanterie und 29 Kavallerie-Regimentern, wie die mehrerer Freikorps und anderer Kri >3 formatisnen. Im Waffenstillstand von 1813 trat ferner hinzu das zweite Garde-Infanterieregiment. Mit dem Friedensschluß von 1814 wurden dann die beiden Garde-Genadierregimenter Kaiser Alexander und Kaiser Franz aus den 6 Vorhandenen einzelnen Grenadterbaraillonen kufammengestellt, und auS den vorhandenen Krieg? formatwnm die In« fanterier.'gimenter Nr. 25 bis 32 errichtet. An Kavallerie traten hinzu 3 Regimenter Garde (1. Garde-Dragoner-, Garde-Husaren- und ein Ulanen- (jetzt Kürassier-) Regiment), wie außirdem noch 1 Klassier-, 2 Dragoner-, 6 Husaren- und 4 Ulanen-Regimenter. Fern re Nen- formationen schloffen sich dcm nach dem zweiten Pariser Friedensschluß von 1815 bis 1826 an, und von da ab bestand bis 1859 resp 1861 die preußische A'mee ant 2 Garde-Infanterie-, 2 Grenamer Regimen­tern, 1 Garde-Reserve- (jetzt Garde-Füsilier-) Regiment. 32 Lmsen« und 36 Landruhr-Jnfanterie-Regiment-rv, 8 R serve-Infanterie-Regi­mentern (Nr. 33 blS 40) mit ebensoviel Landwehr-Reseivebataillonen, 6 Garde-Kavallerie, 32 Linien- und 34 Landwehr-Kavallerieregimentern. Jm Ausfluß an die Mobilmachung von 1859 erfolgte dann 1861 nahezu eine Verdoppelung der preußischen Armee, und zwar wuchsen ihr damals zu: die Ga de-Jnsanterie-R-gimenter Nr. 3 und 4. die Garde-Grenadier-Regimenter E isab-th und Ammsta, ine Linien I tfan» terie- Regimenter Nr. 41 bis 72 2 Ger)e- Kavallerie-Regimenter (2. Gard?«Dragoner- und 3 Garde U anen-R gim ni), 4 Dragoner« und 4 Ulanm-Regimenter., Nach Abschluß deS Krieges von 1866 erfolgte eine abermalige Vermchrung der preuß. Armee um 16 Infanterie-Regimenter (Nr. 73 biS 88) und 16 Kavallerie-Regimenter (Dragoner 9 bis 16, Husaren 13 bis 16, Ulanen ebenfalls 13 bis 16). Zugleich erweiterte sich die bis dahin auSschließ ich pre>.ß'iche Armee aber noch um die Truppen des Norddeutschen Bundes, und zwar insgesammt um die Jafanterir-R gimenter Nc. 89 b s 96 und die k. sächsffchen Infanterie- Regimenter Nr. 100 bis 108, die Dra oner-Rrgimerster Nr. 17 big 19, das Husaren-Regiment Nr. 17 und 6 sächsücte Kavallerie-Regi­menter. Endlich ist mit dem Friedensschlüsse von 1871 sie pieußrsch« norddeutsche Armee zur gesamm -deutschen Armee angewachsen, innerhalb welcher auch die badische und großh. Hessische P'v sion der preußischen Armee einverleibt sind, die k. sächsischen und würtrembergrschen Truppen hingegen als intrgnrende Theile der deutschen Armee deren 12. und 13. Armeekorps bilden, und nur die bay-i'sche Armee selbst ständig neben der deutschen besteht. Da» grsammtdeutsche Heer aber besitzt gegen-