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Wmft Anreißer.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

^Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage/ und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Ins er«»»«. Preis, Die iwa« «armondi-üe * deren Sem

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Samstag ben 16. Dezember.

1876.

Amtliches.

Edictalen.

Auf den Antrag des Cigarrenarbeiters Johann Philipp Gräf, Nikolaus Sohn, von Großauheim, welcher dahier vorgestellt bat, daß daS nach Schuld- und Pfandverschresbung vom 8. März 1852 durch den Maurer Peter Knödel und dessen Ehefrau, Katharina, geb. Rehn, zu Großauheim von der Liiette Deibel zu Hanau erborgte Darlehn von 157 Thlr. 4 Sgr. 2 Hlr., wegen dessen daS von dem Antragsteller und dessen Ehefrau jetzt besessene Wohnhaus Brandver- sicherungS-Nr. 264 mit Garten zu Großauheim zum Pfand eingesetzt ist, abgetragen, die Original-Schuld- und Psandurkunde aber verloren gegangen sei, werden Alle, welche aus dieser Urkunde Rechte herleiten zu können glauben, aufgefordert, dieselben binnen 8 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Urkunde für kraftlos erklärt wird.

Hanau am 27. November 1876.

Königliches Kreisgericht, erste Abtheilung.

Müller.

(8382)yt. Nikolaus.

Proclam.

Hanau. Auf Antrag eines Pfandgläubigers ist der Zwangsver­kauf nachstehend beschriebener, der Wkttwe des Maurermeisters JohS. Adam Lückhard, Henriette, geb. Schlatter, dahier und deren Kindern Anstehenden Immobilien, zu Neuhanau belegen, nämlich:

Brandvers. Nr. 28 der Grimmstraße:

M. 233 b. Ar. 1,2 Rttz.1 Wohnhaus mit Treppenhaus,

234 V* 1,0 J Remise, Stallgebäude, 1 Hofraum, ---erkarmt^und^ zum Vollzug erster Termin auf

den 2. Februar k. I., eventuell zweiter auf

den 2. März !. I., drit er auf

den 3. April k. I.,

jedesmal Vormittags 910 Uhr, vor unterzeichnete Gerichtsstelle anberaumt.

Etwaige sonstige Hypothekar Gläubiger werden aufgefordert, im ersten der obigen Termine beim RechtSnachtheil der Ausschließung ihre Forderungen anzumelden und zu begründen.

Hanau am 8. Dezember 1876.

Königliches Amtsgericht II.

(8319)Cöfter. vt. Winkler.

Proclam.

Hanau. Auf Antrag eines Pfandgläubigers ist der Zwangsver- kauf nachstehend beschriebener, auf den Namen des Schlossermeisters Ju­lius Machenheimer und dessen Ehefrau, Marie, geb. Rehfeld, zu Neuhanau katastrirter, daselbst belegmer Immobilien:

Brandversich. Nr. 83 b. der Langgasse:

J. Y. 137 d. Va Acker 26 Rth. Werkstätten, Comptoirgebäude und Hofraum,

Brandversich. Nr. 85 der Lan g gasse: (bisher Nr. 43 im I. Quartier)

J. Y. 139 5,4 Rth. Wohnhaus in der Langgasse, erkannt und zum Vollzug erster Termin auf den 3 0. Januar k. I., eventuell zweiter auf den 2 7. Februar k. J.

und dritter auf

den 2 7. März k. I.,

jedesmal Vormittags 1011 Uhr, vor unterzeichnete Gerichtsstill bestimmt.

Etwaige weitere Hypothekar-Gläubiger haben ihre Ansprüche im 1ten der obigen Termine beim Rechtsnachtheil der Ausschließung anzu­melden und zu begründen.

Hanau am 5. Dezember 1876.

Königliches Amtsgericht II.

(8320) C öfter. vt. Winkler

I Bekanntmachung.

Termin zur Publikation des dahier am 10. vorigen Monats von dem verstorbenen Oberlehrer a. D. Joh. Georg Eisenbach von Hanau hinterlegten Testommts ist auf

den 3. Januar k. I., Morgens 11 Uhr, anher unbestimmt, wovon den Betheiligten hierdurch Nachricht gegeben wird.

Bergen am 14. Dezember 1876.

Königs. Amtsgericht.

Halb erstadt.

(8397)_______________________________________________________vt. Rabe.

Bekanntmachung.

Mittwoch den 20. d. Mts., von Vormittags 9x/2 Uhr ab, sollen nochverzeichnete dürr gewordene Bäume (auf dem Stamm) an den um Hanau liegenden Alleen wie folgt öffentlich meistbietend verkauft werden, als:

2 Kastanien vor dem Nürnb-rgerthor,

1 Linde an der Kesselstäder Allee,

1 Nußbaum in der Nußallee,

3 Hainbuchen an der Bruchkäblerstraße,

1 Linde an der Frankfurterstraße und

1 Linde an der Wilhelmsbader Allee.

Der Anfang ist am Nürnbergerthor.

Hanau, den 15. Dezbr. 1876.

Schröder, (8383) Königlicher Schloßgärtner.

Die durch die Bekanntmachung vom 6. D. armezeigte Auslegung der Wählerlisten für die bevorstehende Reichstagswahl finbet

Mittwoch den 20. l. M., Abends,

ihren Schluß.

Hanau am 15. Dezember 1876.

Der Oberbürgermeister

! (8350)______________________Saffian.__________________________

Dr« Lieferung der Oelv.dorfS hiesiger Stadt für das 1ste Halb­jahr 1877 soll an den Wenigstfordernden vergeben werden. Ueber« nehmungslustige wollen ihre Forderungen bis zum 23. d. MtS. ver- ; schloffen an mich einsenden.

Hanau am 15. Dezember 1876.

Der Oberbürgermeister

(8399) Saffian.

Wochenschau.

i . H. H. C. Nach neuesten B-reLnungen wird der deutsche Reichs- ; tag seine Session kaum vor dem Weihnacht? feste schließen können. Die am 4. Dezember zur Debatte gelangte Interpellation des Abg. Eugen ; Richter wegen des bekannten russischen Zollukas hat viel Staub aufge­wirbelt, Wimper wegen der diese Angelegenheit direkt behandelnden Ant­wort deS Reichskanzlers, fonbetn wegen dessin Abschweifung auf das Gebiet der oriental. Fiage, wobei Deutschlands Stellung zu Letzterer endlich in klares Licht gesetzt wurde. Heute noch behandeln die großen Preßorgane der emop. Völker die Versicherung»n des Fürsten Bismarck, daß Deutschland Rußlands Freund bleiben wolle, daß es dessen Orient- Politik da der Czar ja nicht zu erobern beabsichtige gutheiße und moralisch unterstütze, daß Rußland andere Hülfe von Deutschland nicht verlange, daß Temschlaud, wenn es zum russisch-türk. Krieg komme, neutral bleiben und b-müht sein w:rde, den Krieg zu lokalisiren. Dunkel bleibt freilich der Schluß der reichskanzlerischen Rede, wo sie sagt: Wenn die Lokalisümig nicht gelingt, so tritt eine neue Lage ein, von der er jetzt noch nicht sagen könne, wie sie das deutsche Reich enga- Streit werde. Auf so tschuttlicher Seite trat nicht wenig Verstimmung ein, in Folge der Behauptung des Kanzlers, daß diese Interpellation das deutsche Interesse bei den bereits eingkleiteten Zollverhandlungen mit Rußland schädige und da Fürst Bismarck erklärte, daß er ein an-