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stand zu Stande zu bringen, der durch verschiedene Garantien gesichert wäre. Bestimmte Vorschläge über den Zusammentritt eines Kongresses sollen bis jetzt noch nicht gemacht sein.

Konstantinopel, 5. Oktbr. - Die formelle Mittheilung der Antwort der Pforte auf die Friedensvorschläge der Mächte an die hie­sigen Botschaf en wird gutem Vernehmen nach heute erfolgen.

Konstantinopel, 5. Oktober. Der Sultan hat der letzten Entscheidung des außerordentlichen Rathe« seine Sanktion ertheilt; die offizielle Mittheilung der Entscheidung an die Botschafter erfolgt noch heute.Levant Herald" will wissen, daß an St lle des zuerst beab. sichtigt gewesenen Nationalraths ein gesetzgebender Körper von 150 ge­wählten Mitgliedern, sowie ein Senat vo» 50 durch die Regierung er­nannten Mitgliedern gebildet werden soll. Die Kontrole der Provin- zialverwaltung würde durch gemischte Räthe auSgeübt werden, welche auS Beamten und Delegirten der verschiedenen Gemeinden bestehen sollen. Dieses System, über welches den Mächten Mittheilungen gemacht sei, würde für das ganze Reich zur Anwendung gelangen. i«. ». st .-A.)

Don Carlos will, nach demBerl. Tgbl." eineallgemeine katholische Partei" gründen, an deren Spitze er schließlich doch den Ein­zug in Madrid zu erleben hofft. Die Partei der AktionSkarlisten soll verschwinden, denn angeblich beabsichtigt der Prätendent voll Großmuth darauf zu verzichten, einen neuen Bürgerkrieg zu entzünden. Indessen glaubt Niemand an diese Großmuth. Am 15. Oktober soll derKöln. Zeitung" zufolge in PariS ^ie erste große Karlistenversammlung zu diesem Zwicke stattfinden. Ein Abgesandter ist deshalb schon nach Bi- arritz gereist, um die dort wohnenden Karlisten dafür zu gewinnen. Don Carlos hat sich in Philadelphia mit seinem Bruder Alfonso ausgesöhnt, der mit seiner Frau dorthin gekommen war; man hält indessen die Aussöhnung nicht für dauerhaft und aufrichtig. Ein Fuchs traut dem Andern nicht über den Weg.

Washington, 4. Oktober. Der Staatssekretär des Aus­wärtigen erklärt, daß ihm von dem (durch dieNeue freie Presse" ge­meldeten) Verträge zwischen Rußland und Nordamerika, wonach letzterer Staat gegen Abtretung eines russischen Hafens in Kamtschatka eine Anzahl von Kriegsschiffen an Rußland überlasse, absolut nichts bekannt fei.

New - Iork, 4. Oktbr. Der Hamburger PostdampferWie- land" ist gestern Abend 9 Uhr hier eingetroffen.

Lokales von hier und Umgegend, sowie Provinzielles.

Hanau, 6. Oktober 1876.

Dem Herrn Oberlehrer Schäfer von der städtischen Mäd­chenbürgerschule II dahier ist auS Anlaß seiner Pensioatrung von Sr. Majestät dem Kaiser der Königliche Kronen Orden vierter Klaffe ü -r- liehen worden.

Für heute. Hanauer Stadttheater: Zum ersten MaleHisto­rischer Lustspielabend." In historischer Treue nach der Einrichtung des Wiener Stadttheaters von H. Laube; Anfang Abends 7 Uhr.

Gestern waren die landgräflichen Herrschaften (ein vierspänniger und zwei zweispännige Wagen) im Philippsruher Schloss: anwesend, um von den Bauten Einsicht zu nehmen In ihrem Gefolge befanden sich der Kronprinz von Dänemark, die Großherzogin von Mecklenburg- Strelitz und andere hohen Herrschaften.

Vorgestern Morgen zwischen 10 und 11 Uhr ist der andert­halbjährige Knabe des Ackermanns Philipp Spindler 3c zu Langen- selbold in die auf dem Hofe befindliche Mistkaute gestürzt und weil sich in letzterer durch das andauernde Regenwetter eine größere Waffermasse angesammelt hatte, ertrunken.

Kassel, 3 Oktober. Das königliche Consistorium für den Regierungsbezirk Kassel hat nach derFr. Hess. Ztg." denrenitenten" Kaufmann Paulus zu Volkmarsen ordnungsmäßig auffordern lassen, entweder schriftlich oder vor dem blutigen Presbyterium mündlich, die bestimmte Erklärung abzugeben, daß er seine Zugehörigkeit zu der evangelischen Kirchengemeinschaft jenes Bezirks, sowie den RechtSbestand und die Ordnungen derselben, spezi-ll der evangelischen Kirchengemeinde zu Volkmarsen, anerk nne. ®ibt er diese Erklärung ab, sagt nach den Hks. Bl." das Consistorium, so siebt seiner Zulassung zum Pathen-

EicM»W

Dienstag den 10. Oktober d. I,

Nachmittags 2 Uhr, ioU in der Behausung des Hrn. Adam Pfeil, Philippsruher Alle Nr. 4, wegen Geschäftsauf­gabe:

eine große Partie eichene Bohlen von

I /- und 2",in Parzellen, gegen gleich baare Zahlung an den Meistbieten­den versteigert werden.

(6468) ______ W. Seiffert, Taxator.

Hirschgasse Nr. 9 die oberste Wohnung. (6429)

Geschäfts-Eröffnung.

Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich ein Colomalwaarcn-Geschäst in meinem Hause, Nürubergerstraße Nr. 27, gegenüber der Weltkugel, übernommen habe, ich verspreche beste und billigste Bedienung und (6364) zeichne hochachtend

J. Stremmel.

Aahrgasse 2, am Neust. P >rkt, eine freund« O liche Wohnung von 4 Zimmern, Küche u. allem sonstigen Zubehör. (6079)

amte nichts entgegen. Verweigert er dieselbe entweder ganz, oder gibt er eine ungenügende Erklärung ab, so kann er zu dem fraglichen Ehren- amte so lange nicht zugelassen werden, als er der an ihn gerichteten Aufforderung in genügender Weise nicht Nachkomme.

Sv'ben ist im Verlage von F. Schneider und Comp. in Ber­lin dieGeschichte des 2. hessischen Infanterie-Regiments Nr. 82, in Verbindung mit der Geschichte des kurhessischen StammregimentS von seiner Errichtung bis zu seiner Einverleibung in die preußische Armee", erschienen. Verfasser dieser Schrift ist der Oberstlieutenant z. D. W. Sunkel, früher Offizier im 2. kurhessischen Infanterie-Regiment und als solcher bis zum Jahre 1856. in welchem das Regiment nach Hanau verlegt wurde, längere Zeit in Fulda in Garnison.

Die Kartoffelernte ist nrt Eintritt der freundlichen Witterung allenthalben in Angriff genommen worden. Im Thal und auf den Bergen, überall regen sich geschäftige Hände, um die unsere unentbehr- lichste Frucht dem Acker abzuringen. Glücklicherweise ist die Befürchtung einer Mißernte, die nach der langanhaltenden Trockenheit während der Sommermonate all? Landwirthe ergriffen, beseitigt, denn es stellte sich heraus, daß die nasse Witterung von Ende August an das Wachsthum der Kartoffeln außerordentlich gefördert hat, so daß man sagen kann, wir haben sowohl nach Quantität als Qualität eine recht gute Mittel­ernte. Ueberall hört man sazen:Es ist besser, als wir erwartet hüben." (Hess. Beob.)

DerFrankfurter Anzeiger" schreibt unterm 5. Oktober aus Frankfurt am Main: Im Monat Juli, August und September d. J. sind dahier 289 Offiziere in Gasthöfen und dem Offizierzimmer der Gutleutstraße Nr. 30 untergebracht worden. Ferner 8637 Mann in den beiden Q mrtierhäusern und 402 Pferde in städtischen und er» miethrt n Stallungen einquartirt gewesen. Heute versammelte sich dahirr im Frankfurter Hose die sogenannte Linienkommission des Deut­schen Reiches, bestehend aus circa 50 Genieoffizieren und Eisenbahn- ingenieuren, deren Aufgabe es ist, die Verhältnisse der Truppentrans­porte auf den deutschen Eisenbahnen zu regeln. Eine solche Versamm­lung fu.b.t jedes Jahr statt. Aus den landwirthschaftlichen Kreisen vernimmt man, daß die A-beiternoth vorüber ist. Viele Arbeiter, welche seither in der Industrie Beschäftigung gefunden hatten, sind wieder zum Feldbau zurückgekchtt und steht sonach die Wiederkehr früherer normaler Verhältnisse in Aussicht. Die Anzahl der leer stehenden Wohnungen nimmt auch in Bockenheim von Tag zu Tag zu und sind am 1. d. M. wieder sehr viele frei geworden. Bercits fangen die Bernnether an zu sehr reduzirten Preisen zu vermiethen. In einer Wohnungsofferte ist zu lesen: Wohnungenum nicht länger leer stehen zu haben" billigst zu vermiethen.

Thermometerstand,

5 Oktbr.: Höchster Stand + 173/4°, Abends 7 Uhr 4- 151/*0;

6 Okt.: Morgens 7 Uhr 4- IP/s0, Vormittags 10 Uhr + 14°.

Auszüge aus dem Oeffentlichen Anzeiger zum Amtsblatt der Königl. Regierung zn Caffel.

Mittelbuchen und Kilianstädten. Auf Betreiben eines Pfand­gläubigers ist der Zwangsverkauf des auf den Namen des Philipp Schmidt 4r (Andreas Sohn) und dessen Ehefrau, Anna Maria, geb. Mohr, zu Mittelbuchen katastrirten Grundvermögens, in dasiger und Kilianstädter Gemarkung gelegen, erkannt und zum Vollzug erster Ter­min auf den 10. November d. I., eventuell zweiter auf den 8. Dezem­ber d. I. und dritter auf den 5. Januar k. I., jedesmal Vormittags 9 bis 10 Uhr, an Königl. Amtsg richt II, Bangert 2, zu Hanau an» beräumt.

Bergen. Nachdem Gastwirth Jean Heßler dahier und dessen Ehefrau Amalie, geb. Albrecht, ihre Ueberschuldung angezeigt, ist Termin zur summarischen Liquidation der Forderungen, sowie zum Güteversuch, behufs Abwendung des förmlichen Concurses, auf den 9. Oktober l. I., Vormittags 10 Uhr (Contumacirzeit), an Königl. Amts­gericht zu Bergen anberaumt würden.

«ein Kochofen u. ein neuer Kinderwagen# lig zu verkaufen, Sterngasse 36. (6462)

QJor dem Steinheimerthor 7a die mittlere Wohnung, sowie zwei Wohnungen in 5g, mit allen Bequemlichkeiten, sogleich. (6452) Laingasse 32, nahe bei der Vorstadt, eine Wohnung von 3 Zim. nebst Zubeh. (6456) isLine Wohnung zu vermiethen, bei

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Näheres in der Expedition.________(6459)

Glockengüsse 25 eine Wohnung. (6392)