Einzelbild herunterladen
 

X»»xxei«rHt*' SreiS -

Whrlich 9 Wart.

«ierr-IjährNch ( Slots at Vf,. Rät aueraartige «Lonnko«» wlt hau betreffen» »pt Post-ufschla,. Bketnzelne Rum« met 10 fgfo.

NMW Aiytiger

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme her Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

M 231

Mittwoch den 4. Oktober

I»fe«ksr- ¥«U:

Li- Ifraldg« »rmondjetl« n! beten AsE « «I.

SO Pt^

««»waMg-S-iti so Bfg.

1876. '|

GekaNatMachUAZkK W«igl. LaKdrathsaWLA Äahier.

Die 4te Schulstelle zu Seckbach wird mit dem 1. November d. I. vakant. Das Einkommen derselben ist auf 900 Mark neben freier Wohnung und einschließlich 90 Mark für Feuerung normirt worden. Bewerber wollen ihre Meldunssgesuche einreichen.

Hanau am 30. September 1876.

Namens des Schulvorstandes in Seckbach:

Der Landrath: Schrölter.

Nach Erlaß des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal Angelegenheiten vom 21. Ok'ober 1867 ist von 6 zu 6 Mo­naten ein Verzeichniß über die im Bezirk gedruckten Schriften an die Königliche UniversitätS-Deputation zu Marburg einzureichen.

Hanau am 30. September 1876.

Auf der Landstraße unterhalb Langenselbold im s. g. Metzeloh- Wald ist

1) eine wachs lederne Mühlwagendecke mit ledernen Riemen und

2) eine graue wollene Pferdedecke gefunden worden.

Hanau am 3. Oktober 1876.

Zugelaufen: Ein brauner Dachshund mit gelben Abzeichen, m. Geschlechts; Empfangnahme bei Ackermann Stephan Neidhard 3er zu Hüttengesöß.

Verlöre« : Eine goldene Panzer kette mit Schlüssel und Carabiner. Eine Wagendecke am 30. v. MtS. auf der Etraße zwischen Eichen und Bruchköbel.

Gef««deu: Ein Messer mit 3 Klingen. Ein Portemonnaie mit etwas Geld. Ein leeres Portemonnaie. Ein weißes Taschentuch, M. C. 24 gez. Ein Paar defekte Zugstüfel.

Hanau am 4. Oktober 1876.

T s $ e « f $ & «. Auf der Spitze der Entscheid»««.

A. d. Schw. Merk,

Am 30. Sept. sollte, früher erfolgter Zusage gemäß, in Stambul ein außerordentlicher Ministerrath stattfinden, um die Antwort auf die von den 6 Pariser VertragSmächten gemachten Friedensvorschläge end­lich festzustellen. Indessen ist dieser Ministerrath abermals verschoben und auf den folgenden Tag anberaunit worden. Der Aufschub soll daher rühren, daß Sir H. Elliot, dem die von der Pforte zu ertheilende Antwort zuvor vertraulich mitgt theilt wurde, entschieden abgerathen und seinerseits erklärt habe, England könne die Gegenvorschläge der Pforte nicht annehmen. Liefe Angabe klingt durchaus glaubwürdig. Denn was bisher von der Entschließung der Pforte verlautete, deutete zwar auf Nachgiebigkeit, aber noch nicht auf eine solche, wie sie von den Mächten einstimmig verlangt wird. Die Pforte hat zwar ihre ursprüng­lichen unsinnigen Forderungen fallen lassen, aber sie will die von den Mächten für Herzegowina und Bosnien verlangteAutonomie" in Reformen" verwandelt wissen, verspricht diese Reformen nicht speziell für die aufständischen Provinzen, sondern für daS ganze Reich, und be­ruft sich auf den von ihr einzusetzendenNationalrath", der die beste Garantie für die Durchführung der Reformen sein werde. Diese Gegenvorschläge klingen wie Hohn; man begreift, daß der britische Bot- schafter barüter erschrack und nochmalige Ueberlegung verlangte. Würde dre Pforte eine solche Antwort ertheile», so wären zum mindesten wei­tere Verhandlungen erforderlich, weitere Vorschläge und Gegenvorschläge würden sich anreihen, ein Ende wäre nicht abzusehen, und inzwischen wurde der Krieg fortdauern, würden sich die Leidenschaften in Belgrad

^en< der russische Zuzug fortdauern, eS bliebe für Zwi- jchenfalle aller Art die Thüre offen. Kein Wunder, daß unter diesen Umständen den Großmächten die Geduld zu reißen beginnt. Allgemein wird der Umstand, daß der Czar einen eigenhändigen Brief an den Kaiser von Oestreich-Ungarn gerichtet hat, als der Anfang vom Ende

betrachtet. Nachdem das bisherige Verhandeln erfolglos geblieben ist, - soll versucht werden, der Sache einen anderen Stiel zu drehen. Die nächstbetheiligten Mächte sind es müde, den Krieg an der unteren Dona«

; aussichtslos fortglimmen zu sehen. Rußland erbittet sich die Unter- stützung Oesterreichs, um mit vereinten Kräften und mit anderem Nach« f druck als bisher sowohl in Stambul als in Belgrad aufzutreten. So ungefähr wird man den neuesten Schritt des Kaisers von Rußland ' aufzufassen haben. Indessen ist Näheres über den Inhalt des kaiser- i H6 en Schreibens noch nicht bekannt, so zuversichtlich auch die geschäftig ! verbreiteten Nachrichten darüber auf treten und so ausführlich diese mehr ' oder weniger sinnreichen Vermuthungen auch lauten. Bald heißt es, *

Rußland verlange einen Kongreß, bald, es beanspruche vollständige politische Unabhängigkeit für Bosnien, Herzegowina und Bulgarien« Am meisten Aufsehen hat aber die Lesert verbreitet, der Kaiser Alexander habe dim Kaiser Franz Josef vorgestellt, als Garantie zur Einhaltung der Friedensbedingungen durch die Pforte bedürfe es eines Pfandob- jekts, ein solches wäre die militärische Besetzung Bosniens und der Herzegowina durch Oestreich, Bulgariens durch Rußland. Daran knüpfte sich sofort die weitere Kombination: da die Türkei diese mili­tärische Besetzung nicht dulden werde, sei die Kriegserklärung Rußlands oder beider Reiche zusammen gegen die Türkei unmittelbar zu erwarten; - die Ängstlichen sahen bereits die russische Armee durch Rumänien im ; Anzüge. Derlei Vermuthungen und Gerüchten gegenüber ist nur zu ; sagen, daß d>e Dinge möglicherweise so weit kommen können, aber noch ; lange nicht so weit sind. Alle bisherigen Angaben über den Inhalt - des vom General Sumarokoff überbrachten Briefes werden für Erfin­dung erklärt, amtliche Mittheilungen aus Wien versichern wiederholt

! das volle Ernverständniß unter den Mächten, und aus der Thatsache ; des kaiserlichen Briefes läßt sich bis jetzt nur das eine schließen, daß Rußland nach wie vor in Ucbereinstimmung mit seinen Verbündeten, zunächst desjenigen, der mit ihm zunächst betheiligt ist, zu handeln wünscht. Und bis jetzt ist nicht abzusehen, warum dieses Einverständniß nicht auch ferner erhalten bleiben solle, auch wenn in Belgrad und in

Stambul endlich zu drastischeren Mitteln gegriffen werden muß, den Frieden und zugleich einen leidlicheren Zustand der christlichen Völkerung der Türkei zu erzwingen.

Durch Beschluß des Bundesraths vom 6. Januar 1874

UM Be«

war

der Reichskanzler ersucht worden, nach erfolgter Publikation der Stran« dungSordnung eine Vereinbarung mit der Königlich großbritannischen Regierung dahin zu erwirken, daß auf der Insel Helgoland einschließ­lich der Düne Bestimmungen, welche der deutschen Standungsordnung analog sind, zur Anwendung kommen. In Folge der hierüber einge­leiteten Verhandlungen ist am 18. März d. I. eine Ordinance enacting amendments to the strand ordinance of Heligoland erlassen worden, welche in allen wesintlichen Beziehungen das Helgoländer StrandungS« recht mit dem deutschen in Uebereinstimmung gebracht hat.

Das ReichSkanzler-Amt hat die Ergebnisse der Patent-Eriquete dem BundeSrath mit dem Bemerken vorgelegt, daß dieselben im Ganze« und Großen die geeigneten Grundlagen für eine gesetzliche Ordnung deS Gegenstandes bieten. DaS ReichSkanzler-Amt erachtet eS unter diesen Umständen für angezeigt, die Formulirung entspreche!!der Gesetzesbe­stimmungen alsbald in Erwägung zu nehme» und hat sich zu diesem Zweck die Vorlegung des Entwurfs eines Patentgesetzes vorbehalten. Der Bundesrath hat, wie bereits gestern mitgetheilt, in seiner Sitzung am 30. M. hiervon Kenntniß genommen.

S. M. S.Ariadne" ist am 1. Oktober er. in Malta einge­troffen und beabsichtigte am 2. dess. MtS. wieder in See zu gehen S. M. SchiffeElisabeth" undFreya" sind am 1. Oktober er. in Kiel in Dienst, S. M. SchiffeNiobe" undMedusa" an demselben Tage daselbst außer Dienst gestellt.

Die Nordd. A. Z. schrerbt offiziös: Aus den neuen Reichs« landen lassen sich Stimmen vernehmen, welche von der Auffassung auS« gehen, daß die beabsichtigte Reorganisation der Reichrbehörden, vermöge deren die elsaß-lothringische Abtheilung fortan eine geson-