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Dienstag den 3. Oktober
Die SspaltiAeZeiL 8» Bs»
Fohlen- und Pserde-MarKt M Darmstadt am 17. Oktober 1876 auf dem städtische» Viehmarktplatz nächst den Bahnhöfen.
Zu dem von Großherzoglich! m Ministerium des Innern genehmigten, am obengenannten Tage stattfindenden, Fohlen- und Pferdemarkt ladet das unterzeichnete Comit« die geehrten Herrn Züchter, Verkäufer und Käufer freundlichst ein.
In den Gegenden des Rieds, der Bergstraße und des vorderen Odenwalds hat sich die Pferdezucht in den letzten Jahren in erfreulichster Weise gehoben und ist deßhalb das Bedürfniß eines Markts in dem Mittelpunkt dieser Gegend, als welcher Darmstadt betrachtet werden kann, dringend heroorgetreten. Es läßt sich bei den uns gewordenen Zusagen von Züchtern und Händlern eine zahlreiche Zufuhr und ein reger Verkehr erwarten.
Für ausreichende Stallung wird durch einen entsprechenden Neubau auf dem Marktplatz gesorgt werden.
Die Musterung und Prämiirung der schönsten zu Markt gebrachten Exemplare von Fohlen, Pferde und Mutterstuten findet von Vormittags 9 Uhr ob auf dem Marktplätze statt, worauf um 12 Uhrdre Prämienvertheilung erfolgt und sind hierzu außer verschiedenen Ehrenpreisen von dem Comitö
circa 1000 Mark vorgesehen.
Die prämiirten Thiere werden vor der PreiSvertheilung im Zuge durch die Stadt in das Prämiiruugs Lokal — Blumenthal'sche Maschinen- Fabrik — geführt, wo den Besitzern die Ehrenpreise, Geldpreise und Diplome von dem Präsidenten des Central ComitäK überreicht werden.
Mit dem Markt findet Statt eine reichhaltige
Berloofung von Fohlen, Pferdegeschirren, Fahr- und Reit-Requi- siten rc. im Gesammtwerrh von
14,400 Mark.
Die Gewinne werden am Markttage in der Maschinenhalle des Herrn Commerzienraths Blumenthal zur Ansicht aufgestellt.
Die Verloosung findet am Tage des Pferdemarkts
17. Oktober 1876, Nachmittags 3 Uhr, unter obrigkeitlicher Controls statt.
Weiteres über die Verloosung besagen die Plakate.
Bei der zu erwartenden starken Zufuhr von Pferden erscheint eS drinaend nöthig, Anmeldungen topfit Abgabe von Stallplätzen bis zum 5. Oktober d. J. bei dem Auskunftsbüreau der Markt-Com- Mission, Blumenthal'sche Fabrik, einzmelchen, woselbst auch Abdrücke der Prämitrungs-, Markt- und Stall-Ordnung abgegeben werden.
Als Preisrichter werde» fungiren die Herren: von Alvensleben, Major — Darmstadt. Ceßner, Gutsbesitzer
— Heisterbacher Hof bei Erbach. Engeroff, Posthalter — Groß- Gerau. Heil, Rittmeister — Morms. Herpel, Bürgermeister — Groß-Zimmern. Mischt ich, Bürgermeister — Nauheim bei Groß- Gerau. Namendorf, Stallmeister'— Darmstadt. Rothermel, Kreisveterinärarzt — Groß-Gerau. Zimmer, Oberstabsveterinärarzt — Darmstadt. Dr. Weidenhammer, Generalsekretär — Darmstadt.
Zu weiterer Auskunft ist der mitunterzeichnete Vorsitzende des Exekutiv-Comites bereit.
Darmstadt am 13. September 1876.
Das Exekutiv- Comit6:
H""^> Polizeirath. Vr. Schäfer, Kreisveterinärarzt. C. Gaulä.
Vorsitzender. Schriftführer. Cassier. 6 von Alvensleben, Major. Anschütz, Oberst. Appfel, Beigeordneter. H. Blumenthal, Commerzienrath. Deiß, Hauptmann, v. Gagern, Ministerialstkretär. C. Gerschlauer. Hunrath, i Rentner. Langsdorff, Rittmeister. Lautenschläger, Beige- ! ordneter. ßxnbed, Finanzrath. Dr. Müller, Stabeveterinärarzt. gamenborf, Stallmeister. Rüti, Oberstlieutenant, v. Sanders, ' Oversttteutenant. D. Schuchard, Commerzienrath. Wendelstadt, |
; G b. Corrmerzicnrath. von Westeraller, Oberst, v. Willich, f Hofstallmeister. Zimmer, Oberstabsveterinärarzt. Sämmtlich von ; Darmstadt.
T K z § ß s ch M «.
— Berlin, 28. S Ptember. Das Gesetz über die Natural- • leifiungen für die bewoffnete Macht im Frieden ist bei den abgelaufenen i Manövern zum ersten Mal in vollem Umfang praktisch zur Anwendung ; gekommen. Die Kriepsd Partements in allen Bundesstaaten haben fitzt von den Troppenkommandos darüber Bericht erfordert, ob und in wie i weit sich die Aussühmnosbestimmungen zu diesem Gesetze bewahrt haben, beziehungsweise welche Vorschläge zur Abänderung erforderlich erscheinen möchten. — Für die Frage, wie sich zur Zeit der Fürst Bismarch zu den Deutsch-Konservativen stelle, bietet eine zuverlässige verbürgte Thatsache einen g'wffs N Anhalt. Varzin gehört zum hinterpommerschen Wahlkreise Rumm>lsburg-SLlowa, in welchem vor 3 Jahr.n gegen die Alikonservat vm unter Führung des zur Disposition gestellten Land« raths und fiüberm Abgeordneten die Freckanservativen G-af Königsdorf und Ludendorf von den vereinigten Freckonservativen und Liberalen gewählt wurden. Beide Abgeordnete, die übrigens zu den liberalsten Mitgliedern ihrer Partei gehörten, nehmen ein Mandat wieder an, werden aber durch Agrarier und Konservative eifrig bekämpft. Es ist leicht eikiärllck, daß man hier des Varzin'schen Grundherrn Ansicht zu ermitteln sucht. Dieser hat sich für Wiederwahl der bisherigen Abgeordneten und zugleich gegen die Agrarier und Deutsch-Konservativen ausgesprochen. — _ Nachrichten aus Varzin melden, daß der Gesundheitszustand des Reichskanzlers ein ausgezeichneter ist. Ende Oktl kehrt Fürst Bismarck mit seiner Familie nach Berlin zurück. Seine neue Wohnung im ehemaligen Palais Radziwill dürfte vor Ostern nächsten Jah-es kaum hergerichtet scin^ (®r. slj
—^Berlin, 2. Oktober. Der Bundesrath hielt am Sonnabend den 30. September, unter Vorsitz des Staatsministers, Präsidenten des Reichskanzler-Amts Hofmann, eine Plenarsitzung. Es kamen darin folgende Gegenstände zur Verhandlung:
Das Reichskanzler-Amt hat die Protokolle über die kürzlich wegen des Patentwesens veranstaltete Enquete dem Bundesrath vorgelegt und sich zugleich einen Antrag wegen reichsgesetzlicher Regelung dieser Materie vorbehalten. Die Versammlung nahm hiervon Kenntniß.
Den betreffenden Ausschüssen wird überwiesen: a. ein Antrag von Sachsen- Meiningen, Sachsen-Coburg-Gotha und Reuß ä. L. wegen Forterhebung des Brausteuerzuschlags in den genannten Staaten, b. ein Antrag vom Großherzogthum Sachsen, betreffend Aufhebung des §. 4 des Gesetzes wegen Beseitigung der Doppelbesteuerung.
Hierauf wurde die Wahl der Mitglieder der Verwaltung des Reichs-Jnfalidenfonds vorgenommen. Die Herren Ministerialrath v. Landgraf, bevollmächtigter Minister von Nostiz-Wallwitz und Ministerial- Rath Heß wurden wiedergewählt.
Demnächst wurde der in der vorigen Sitzung ausgesetzte Beschluß gefaßt in Betreff der Besteuerung der bei den Kaiserlichen Zollbehörden in den Hansestädten angestellten Beamten. Der Bundesrath ging dabei in Uebereinstimmung mit der von den Hansestädten vertretenen Auffassung, von der Ansicht aus, daß diese Beamten ihr Gehalt nicht aus Landeskassen, sondern aus der Reichskasse erhalten.
Ausschußberichte wurden erstattet über: a. den in Folge einer Anregung der schwedisch-norwegischen Regierung und nach einem Vorgänge der großbritanischen Gesetzgebung vorgelegten Gesetzentwurf betreffend die Schonzeit für den Fang der Robben; b. den am 9. März d. Js. unterzeichneten Auslieferungsvertrag mit Luxemburg. Die Vorlagen unter a und b erhielten, nach Maßgabe der Ausschußanträge, die Zustimmung der Versammlung.
— S. M. Schiffe „Kaiser" nnd „Deutschland" sind am 28. v. M. in Wilhelmshaven außer Dienst gestellt? — S. M. S. „Ariadne" ist am 27. v. M. von Port Saiv. nach England in See gegangen.
— In den deutschen Münzfltutm sind ws zum 23 ep-ember 1876 geprägt: an Goldmünzen: '.1,089,684,440 Mark Doppel-