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Biertelj-ihrlich 1 Mari 25 «Pf9. Für auswärtige Abonnenten mit dem betreffen» len Bostansschlag. Die einzelne Nummer 10 Psg.
Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
^'nrcrttonS» Preis:
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Die Ls-alt. Zeit«
20 Pfg.
M 196
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinziab Correspondenz.
Die SfPaltigeZril«
so Pfg.
Mittwoch den 23. August
1876
Bekanntmachung, betreffend die Prämienschauen über Pferdezuchtmaterial im Bereiche des Bezirks des landwirthschaftlichen Centralvereins für den Regierungsbezirk Caffel.
Durch dre unterzeichnete Prämiirungskommiision, die sich in j-dem Prämurungsbezirk durch den Hinzutritt von Lokal. Preisrichtern ergänzen wird, werden in diesem Jahre an den nochbezeichneten Tagen und Orten zu den angegefcer.cn Stunden Prämienschauen über Pferdezucht- material abgehalten werden:
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Uhr in Marburg, „ „ Fritzlar, „ „ Knallhütte bei Rengershausen, Kreis Caffel, Uhr in Reichensachsen, „ „ Rinteln.
„ ■ Melsunge», „ auf der Biebersteiner
Fohlenweide, in Ziegenhain. "'rt werden, find in
Falls preisgeeignete Thiere vorgeführt werden, find in folgenden Kategorien Prämien z» ertheilen :
a. an die zwei besten einjährigen Stutfüllen,
d. an die zwei besten zweijährigen Stutfüllen,
c. an die zwei besten dreijährigen Stuten,
d. in der Kategorie der vier- und fünfjährigen Stuten soll die Con- currenz innerhalb der verschiedenen Schläge «intreten, und zwar werden hier Prämien ertheilt:
1) an die beste Zuchtstute des schweren Reit- und Wagenschlages,
2) an die beste Zuchtstute des leichten Ratschlages,
3) an die beste Zuchtstute des Ackerschlages,
4) an die beste Zuchtstute des Lastschlog-s.
Bedingungen für die Zulassung zur Concurrenz bei Bewerbung um die Prämie» find:
I. für die Kategorien a, b und c
a. korrekter Körperbau, guter Gang und gänzliches Freisein von Erbfehlern,
b. Nachweis guter Abkunft, womöglich durch gleichzeitige Ausstellung der Mutter des concurrirenden Thieres. Der Vater ist am einfachsten aus dem betreffendes Deckschei» zu erfahren,
c. rationelle Aufzucht und Nachweis der regelmäßigen Benutzung eines Tummelplatzes bei sonst guter Haltung zu führen durch eine Bescheinigung des Bürgermeisters.
II. für die Kategorie d.
a. unbedingter Zuchtwerth für einen der angeführten Schläge,
b. Nachweis der wirklichen Verwendung zur Zucht, durch Vorzeige» des Deckscheins der Stute und Vorführen des Saugfohlens, wenn ein solches vorhanden.
Auch können Prrvatzuchihengste um.Prämien concurriren, welche letztere durch eine besondere Commission an Ort und Stelle erst zu normiren sind. •
Schließlich wird noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß an den Schauorten nicht etwa nur solche Zuchtthiere, zur Concurrenz zugelassen werden, welche dem Bereiche des betreffenden Kreises angehören, sondern daß eine Betheiligng ans den benachbarte» Kreise» sehr erwünscht ist.
Caffel und Dillenburg, im August 1876.
gez. Wendelstadt, Regierungsrath und Borsitzenver des landwirthschaftlichen Centralvereins. gez. vonderMarwitz, Gestüt-Direktor.
Gefunden: Ein gelber Sonnenschirm. Ein deutsches Lesebuch mit der Inschrift: „Auguste Eichenberg." Ein lutherischer Katechismus.
Ein gelbe Uhr kette. Zwei Fünf-Markscheine. Ein Portemonnaie mit 2 Mark und etlichen Pf. Ein vierräderiqer Handwagen.
Verloren: Ein Portemonnaie mit ca. 7 Mark. Ein braunes Körbchen.
Hanau, am 23. August 1876.
— Der „R.- u. St.-A." enthält: 1) Noth- und Lootsen-Signalordnung für Schiffe auf See und auf den Küstengewäffern, vom 14. ’ August 1876; 2) Verordnung über das Verhalten der Schiffer nach i einem Zusammenstoß von Schiffen auf See, vom 15. August 1876.
— Berlin, 21. August. Der „Nat.-Ztg." zufolge ist Abstand ! genommen worden, ein eigenes Reichtfinanzamt zu schaffen, dagegen ; wurde beschlossen, eine neue Abtheilung des ReichLkanzleramts für die i Finanzen einzurichten und stünde dem Vernehmen nach die Ernennung ■ des OberregierungSrathes Michaelis zum Direktor dieser Abtheilung ; bevor.
— Die beiden deutschen Panzerschiffe Kaiser und Deutschland haben nunmehr Befehl erhalten, aus den türkischen Gewässern zurückzukehren. Die Panzerfregatten Kronprinz und Friedrich Karl nebst dem Aviso Pommerania verbleiben unter Befehl des Kapitäns zur See PrzevisinSky bis auf Weiteres im ägäischen Meere, die Kanonenboote Komet und Meteor in Konstantinopel stationirt. Wenn einerseits mit dieser Reduktion des Geschwaders die Befriedigung der deutschen Regierung über den endlichen Ausgang der Affaire von Salonichi loyal an den Tag gelegt wird, so ist andererseits der Rest der in der Nähe des Bosporus zurückbleibenden deutschen Seestreitkräfte immer noch stattlich genug um im Bedürfnißfalls ein Mitentscheidendes Wort zu sprechen.
— Wie man der Magd. Z. schreibt, ist jetzt das Neichsgesund- j heitsamt als konstituirt anzusehen. Dem Chef des neuen Amtes, Ober- i stabSarzt Dr. Struck, werden als Räthe der Prof. der Medizin Dr. i Finkelnburg (Bonn) und der Prof. Dr. Rohloff (Halle) assistiren. ; Dr. Finkelnburg war dieser Tage in Berlin, um sich dem Staats- ! minister Hosmann und seinen Kollegen im Reichskar zleramt vorzustellen; ? der Ankunft des Dr. Rohloff, dem das Veterinärwesen unterstellt wird, darf demnächst entgegengesehen werden. Beide Räthe treten in ihre neue Stelle vermuthlich schon vor dem 1. Okt. ein.
— Im preuß. landwirthschaftlichen Ministerium wird gegenwärtig, wie man der Rat. Z schreibt, eine Anzahl Gesetzentwürfe ausgearbeitet, von denen insbesondere ein Gesetzentwurf über die wasserrechtlichen Verhältnisse, welcher die Regelung der gesetzlichen Zustände bei der Benutzung der öffentlichen und Privatflüsse zu landwirthschaftiichtn und I technischen Zwecken im Auge haben soll, ferner ein neues Jagdgesetz, : welches an Stelle des Jagdpolizeigesetzes vom 7. März 1850 und ein» * zelner zerstreuter, auf die Jagdverhältnisse bezüglicher Gesetze treten soll, ■ hervorzuheben ist. Ganz besonders beschäftigt sich zur Zeit die gedachte ; Behörde mit der Frage der ländlichen Arbeiterverhältnisse. Gegen- s wärtig wird nach dieser Richtung speziell ein Gesetzentwurf vorbereitet, wodurch Einrichtungen getroffen werden sollen, die eine schnelle vor- ; läufige Regelung der aus den Arbeit^ Verträgen sich c rgebenden Diffe- : renzen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern bezwecken.
i — S. M. S. „Freya" ist behufs Abhaltung von Probefahrten und demnächstige Ueberführung nach Wühelmshaven am 21. August er. in Kiel in Dienst gestellt.
Brieffendungen rc. für S. M. Schiffe „Kaiser" und „Deutschland" sind bis auf Weiteres nach Plymouth zu dirigiren.
— Nach amtlicher Anzeige aus Salonichi hat daselbst gestern, am 21. d. M., die feierliche Publikation des Urtheils gegen die türkischen Offiziere und Beamten, welche wegen ihres Verhaltens bei der Ermordung der Konsuln zur Rechenschaft gezogen worden waren, sodann der öffentliche Akt der Degradation der Offiziere und der Salut für die deutsche und französische Flagge stattgefunden. Zugegen waren der ' deutsche und französische Konsul, Vertreter der in Salonichi anwesenden fremden Kriegsschiffs, der türkische Gouverneur, mehrere fremde Konsuln | und Abtheilungen der türkischen Truppen.