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MchEi«t täglich mit Ausnahme der Gönn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Kamstags mit der Berliner Provinzial-Correspoudenz.
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M 91. Mittwoch den 19. April. 1876.
BeTKNntmachnnge« Kanigl. LaudrathskE dahier.
Gefunden: Ein Heimathschein, auf den Namen Mathias Lin- denbaum aus Eckardroth lautend. Ein Post-Einlieferungsschein über 419 Mark. Ein Cigarren-Etui. Ein goldener Ring. Ein graueS Herren-Halstuch mit weißen Streifen. Ein Paar Strümpfe, 0. W. gez., und ein weißer Taschentuch nebst zwei Eiern. Eine weiße Damen- Manschette Ein defektes Mannshemd.
Verlöre«: Ein Portemonnaie mit 5 Thaler. Eine goldene Broche.
Hanau am 19. April 1876.
Tages sch»A
— Berlin, 14. April. Aus guter Quelle verlautet, der Reichskanzler werde eine geringe Mehrheit deS BundeSraths für die Reichsbahnen schwerlich acceptiren, sondern in diesem Fall die Angelegenheit nicht vor den Reichstag bringen, dafür aber selbstständig in Preußen vorgehen. Daraus entstand die irrthümliche Nachricht, Bis« marck werde sich überhaupt keimr geringen Mehrheit des Bundesraths anSsetzen, und, falls die Mittelstaaten auf ihrer Opposition beharren, die Sache gar nicht vor den Bundesrath bringen. Dies wird entschieden bestritten.
— Berlin, 17. April. Die Türkei signalisirte den Regierungen das kriegerische Gebühre« Serbiens und den unausgesetzten Zuzug, den die Insurrektion von außen erhält. — Uebereinstimmende unterrichtete Nachrichten stellen gegenüber von pessimistischen Gerüchten das gegenwärtige gute Einvernehmen Oestreichs und Rußlands, bezüglich des Orients, fest. — Der in Bern erfolgende Abschluß des Riederlas« fungSvertrags zwischen Deutschland und der Schweiz steht bald bevor.
— Im Spätherbste v. I. verunglückten zwei deutsche Schiffe, der Scheoner „Helene" aus FlenSburg und die Bark „Vorwärts" aus Rostock, an der jütischen Küste unweit Saby. Einwohner aus Saby unter Leitung des StrandvogtS Panlsen und Bewohner der benachbarten Ortschaft Ly«gsaa unter Führung des Strandvogts Möller waren schnell bereit mit der nöthigen Hülfe zur Hand gewesen. Unter schwierigen Umständen erfolgte glücklich die Rettung der auf den Wracks mit Untergang bedrohten Schiffsbrüchigen. In Anerkennung dieser wirksamen Hülfe ist den bei dem Rettungswerke betheiligten Personen von ReichSwegen ein entsprechendes Geldgeschenk bewilligt worden.
— Weitere Nachrichten über den Zusammenstoß deS italienischen Dampfers „Agrigento" mit dem britischen Dampfer „Hylton-Castle" ergeben, daß sich an Bord des untergegangenen italienischen Schiffs weder unter den Passagieren, noch unter der Mannschaft deutsche ReichS- angehörige befunden haben. AuS den jetzt veröffentlichten Listen ergibt sich, daß von 27 Passagieren deS „Agrigento" 7 Personen, von der Schiffsbesatzung 23 ihr Leben gerettet haben.
— Weimar, Dienstag, 18. April, Nachmittags. Se. Majestät der Kaiser ist um 11*/* Uhr hier eingetroffen und am Bahnhöfe von dem Großherzog und den Mitgliedern der Großherzoglichen Familie empfangen wordem Der Großherzog begleitete Se. Majestät nach Eisenach, woselbst die Ankunft um l1/* Uhr erfolgen soll. In Eisenach wird Se. Majestät das Frühstück einnehmen und um 2 Uhr die Reise nach Coburg fortsetzen. (& n. st^sni»)
— München, 16. April. Am Palmsonntag hat, wie der Deutsche Merkur berichtet, in dem benachbarten Marktflecken Dachau der erste altkacholische Gottesdienst stattgefunden. In einem passenden, hübsch geschmückten Lokal begleitete ein Harmonium den Gesang der Versammelten und nach einer gediegenen Predigt deL Pfarrer Gatzen- maier von hier empfingen mehr als 20 Personen das hl. Abendmahl nach deutschem Ritus.
— München. Die seit einigen Tagen hier kolportirten Gerüchte über angeblich bevorstehende Veränderungen im Ministerium sind gutem Vernehmen nach unbegründet.
— Kitzingen, 15. April. Die k. Regierung von Unterfranken und Aschaffenburg hat mittelst hoher Entschließung vom 12. April die bom „Präsidenten des Gesammtvereins" gegen den Magistratsbeschluß Dom 6. ds. Mis. eingelegte Beschwerde wegen Schließung „des Skt.
Josephs-VereinS" dahier verworfen. Der „St. Josephs-Verein zur Förderung ächter Volksbildung" bleibt geschloffe-.
— Wien, 15. April. Die Meldung des hiesigen „Vaterland" von einem bevorstehenden Personenwechsel in der Leitung des Kriegs« Ministeriums wird von gut unterrichteter Seite für völlig unbegründet erklärt.
— Innsbruck, 14. April. Was der „Tiroler Landbote" über die Vorgänge auf dem Tiroler Landtage und in Oesterreich überhaupt zu berichten weiß, klingt nicht nach einer friedlichen Stimmung. Nach diesem Blatt steht es nämlich fest, daß vom Vatikan aus eine geheime Encyklika erlassen ist, mit der Weisung an den Klerus, Alles aufzubie- ten, um die Beschickung deS Wiener Reichsrathes zu ermöglichen und eine allgemeine klerikale Aktion in Oesterreich ins Werk zu fitzen.
— Paris, 15. April. Im Amtsblatt liest man heute den Bericht des Handelsministers Teisserenc de Bort, auf Grund dessen Mac Mahon die Weltausstellung von 1878 ve fügt hat. Derselbe hebt an mit den Worten: „Im Augenblick, da Frankreich durch die Konsti- tuirung einer regelmäßigen Regierung über sein Schicksal beruhigt ist und seine ganze Thätigkeit und seine Hoffnungen auf die Arbeit richtet, haben Sie, Herr Präsident, in Gemeinschaft mit Ihrer Regierung eS für zeitgemäß gehalten, einen Wunsch zu erfüllen, der in der öff. Meinung rege zu werden begann, und alle Völker zu einer neuen internationalen Ausstellung einzuladen." Der Minister stellt dann einige vorläufige Benachtungen über die Wahl eines AusstellungSplatzes und über den Kostenpunkt an und schließt, wie folgt: „Indem Frankreich der Welt diese neue Ausstellung ankündigt, bethätigt es sein Zutrauen in die Einrichtungen, welche es sich gegeben hat; es erk.äri seinen Willen, in den Ideen der Mäßigung und Besonnenheit zu verharren, welche seine Politik seit 5 Jahren beeinflußt haben. Es verkündigt, daß es den Frieden will, welcher allein die menschliche Thätigkeit wahrhaft fruchtbringend machen kann, indem er ihr die Sicherheit gibt. Wir hegen das Vertrauen, daß sein Aufruf allenthalben sympathische Aufnahme finden und daß das Jahr 1878 in den Annalen der Arbeitsfeste eine neue für die Zivilisation und für unser Land ruhmreiche Seite eintragen wird."
— Paris, 15. April. Das Journal officiel bringt eine Auseinandersetzung der Motive, welche zu dem Entschluß der Veranstaltung einer allgemeinen Weltausstellung in Paris führten, und bemerkt dazu: „Frankreich bekundet hierdurch, daß es Vertrauen in seine Institutionen setzt, es erklärt seinen Willen, bei den Ideen weiser Mäßigung zu beharren, durch welche seine in den letzten fünf Jahren verfolgte Politik beeinflußt war, Frankreich spricht endlich hierdurch öffentlich aus, daß eS den Frieden will."
— Paris, 16. April. Unter den Bonapartisten herrscht seit einigen Tagen große Aufregung, weil ihr Hauptverleger in das Aus- land gegangen und alle Schriftstücke, die ihm dieselben seit Jahr und Tag eingehändigt hatten, mit sich genommen hat und sie zu veröffentlichen droht, wenn man sich nicht mit ihm abfinde und die ihm zur Fortsetzung seines Geschäftes nothwendigen Gelder liefere. — Die Royalisten und Klerikalen wollen sich, wie die „K. Z." erfährt, neu organisiren und einen besonderen außerparlamentarischen Klub bilden, in den alle hervorragende Mitglieder der Partei eintreten sollen.
— Paris, 18. April. Gestern Abend fand auf der deutschen Botschaft zu Ehren des Prinzen Leopold und der Prinzessin Gisela von Bayern ein größeres Diner statt, welchem außer dem gesammten Personal der deutschen und österreichischen Botschaft auch der Flügeladjutant des Marschall-Präsidenten, Marquis d'Abzac, und der Herzog und die Herzogin von Decazes beiwohnten.
— Athen, 13. April. Die früheren Minister Nikolopulus und Valassopulos sind zur Verbüßung der ihnen zuerkannten Strafen alsbald in das Gefängniß abgeführt worden.
— London, 13. April. Das Jewish Chronicle meldet, das Parlaments-Mitglied Hamond habe unter Zustimmung hervorragender Juden der Pforte eines Vorschlag eines Austausches türkifcher Schatz- scheine gegen Landbesitz in Syrien und Palästina unterbreitet; der Großvezrr habe telegraphisch Erwägung des Vorschlages zugesagt.