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Z«g!eich Amtlicher Orga« für Kreis nud Stadt Haus«.
Grschriut täglich mit Ausnahme der Ton«- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
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M 79. Montag den 3. April.
1876.
Bekauutmachuugen Königl. Landrathsamts dahier.
In der Gemeinde Nied-rrodenbach herrscht die Male; nkrankheit» Jn Folge dessen treten die Bestimmungen der polizeilichen Vorschrift vom 11. Januar 1873 (Amtsblatt Seite 10) welche in Nr. 28 des „Hanauer Anzeiger" publicirt worden sind, auch für genannte Gemeinde in Kraft.
Hanau, am 31. März 1876.
Tagesschau,
— Berlin, 1. April. Se. Majestät der Kaiser und König sowie Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz beehrten den Reichskanzler Fürsten Bismarck heute Nachmittag mit Gratulations- besuchen.
— Berlin, 1. April. Abgeordnetenhaus. (Fortsetzung.) Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sitzung nahm in der Diskussion über den Gesetzentwurf, betreffend die Uebernahme einer Zinsgarantie für die Priontäts-Obligationen der Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn rc., der Handels-Minister Dr. Achenbach das Wort.
Hierauf sprachen die Abgg. v. Wedell-Malchow und Dr. Laskec aus finanziellen und ethischen Gründen gegen die Vorlage. Demnächst beleuchtete der Finanz-Minister Champhausen die finanzielle Seite der Frage.
Beide Vorlagen wurden an die Budgetkommission verwiesen. Schluß 3 Uhr. Nächste Sitzung Montag 11 Uhr.
(Fortsetzung folgt.) (®- “• St.-A.)
— Berlin, 31. März. Der „Reichsanzeiger" berichtigt die Meldung der „Agence Havas" von der Kündigung des deutsch-chinesischen Handelsvertrages dahin, daß die Kündigung schon im Laufe des Juni 1872 erfolgt und von Seiten China's angenommen worden sei, der deutsche Gesandte aber jüngst den Auftrag erhielt, die Eröffnung der durch äußere Rücksichten bisher verzögerten Revisionsverhandlungen zu beantragen. Da das Resultat der Revision die Interessen aller Bertragsmächte berühre, so that die deutsche Regierung geeignete Schritte, um dem deutschen Unterhändler die erwünschte Unterstützung der übrigen Vertreter des Auslandes zu verschaffen, so daß auch hierbei der chinesischen Regierung gegenüber die Solidarität der Vertragsmächte zum Ausdruck gelangen wird.
— Im vergangenen Sommer wurde bekanntlich im Reichskanzler- amt durch eine Spezial- Commission eine Heeresordnung und Landwehrordnung festgestellt. Die Veröffentlichung beider ist einige Zeit später erfolgt, und in den nächsten Wochen werden beide neue Reglements bei dem AushebungS-Geschäft zum ersten Male zur Anwendung kommen. Von sämmtlichen Regierungen ist eine umfassende Berichterstattung darüber angeordnet worden, um zu bemessen, ob und wie weit die Neuerungen dem Bedürfniß entsprechen und sich praktisch bewähren. (Trir.)
— Die am 30. v. M. in der Württembergischen Ständekammer stattgehabten Verhandlungen über die Reichseisenbahnfrage werden heut bereits in mehreren Blättern besprochen. Wir heben aus denselben zunächst die „N. C." hervor, welche aus jenen Verhandlungen konstatirt, daß die Art, wie das Reichseisenbahnprojekt, noch ehe dasselbe irgend wie Inhalt und Form gewonnen hatte, von sächsischer und bayerischer Seite angegriffen worden sei, auf die öffentliche Meinung keineswegs zu Gunsten der Mittelstaaten gewirkt habe. „Beweis dafür", schreibt die genannte Korrespondenz, „ist die ungleich ruhigere, gemäßigtere und entgegenkommendere Art, wie man in Württemberg an die Angelegenheit herangetreten ist. Dort ist es gerade die Regierungspartei, welche sich in der Kammer zur Vorkämpferin einer ersprießlichen gesetzlichen Regelung der Reichsaufsicht über das Eisenbahnwesen, also gerade desjenigen Standpunktes aufgeworfen hat, welchen Regierung und Land- tagsmojontät in Sachsen entschieden zurückwiesen. Ein Theil der deutschen Partei in der Württembergischen Kammer aber nimmt bereits eine Position ein, die) ihrer praktischen Bedeutung nach beurtheilt, als eine direkte Gutheißung des soeben in Preußen formulirten Planes einer Uebertragung des gesummten preußischen Staatsbahnbesitzes an das Reich aufzufassen ist". Einen weiteren Beweis für jene Wirkung findet die ,,N. C." in der Haltung, welche mehr und mehr die hervorragenderen Organe der Presse gegenüber der Frage annehmen. Soviel sei wenigstens jetzt erreicht, daß man die Vortheile und Nachtheile des Planes i
mit möglichster Objektivität gegen einander abwägt. In letzterer Beziehung macht dies Blatt auch auf den Aufsatz der in Leipzig erscheinenden Zeitschrift „Im neuen Reich" aufmersam, der sich zwar noch nicht endgültig über die Frage ausspreche, aber mit großer Unbefangenheit das Für und Wider betrachte. Die erwähnte Zeitschrift hegt die Zuversicht, daß die nationale Strömung mächtig genug sei, um einen rein partikularistischen Widerstand zu brechen. „Es wäre ein Zurück- fallen in die Versumpfung uns rer kläglichsten Zerrissenheit", sagt sie, „wenn lediglich partikulare Sonderinteressen die Richtschnur geben sollten für die Behandlung der gemeinsamsten Angelegenheiten der deutschen Nation."
— München, 29. März. Aus der gestrigen Sitzung des Finanzausschusses vernimmt man nach d m „Nürnb. Korresp.", daß der Abgeordnete v. Schlör als Referent über die Staatseisenbahnen die Verwaltung derselben in allen Theilen einer sehr einschneidenden Kritik unterwarf. Schlör's Referat wird in Druck gelegt werden; auf die weiteren desfallsigen Ausschußverhandlungen ist man sehr gespannt.
— Der katholische Volksverein in Kitz in gen, dessen bekannte Resolutionen Anlaß zu strafrechtlicher Untersuchung gaben, ist polizeilich geschloffen worden.
— München, 1. April. Se. Maj. der König hat dem Reichskanzler Fürsten Bismarck zu seinem heutigen Geburtsfeste freundliche Glückwünsche zugesandt.
— Stockholm, 1. April. Frankreich hat den schwedisch-norwegischen Handelsvertrag auf 25. März 1877 gekündigt und die Eröffnung neuer Unterhandlungen auf der Basis der Geltung des bestehenden Vertrages bis ein neuer abgeschlossen, vorgeschlagen. Mit dem Handelsvertrag erlischt gleichzeitig der Schifffah-tsvertrag.
— London, 1. April. In der Sitzung des Unterhauses zeigte der Kanzler der Schatzkammer an, der Khedive habe in einem bei dem auswärtigen Amte eingegangenen Telegramme den Wunsch ausgedrückt, daß der Bericht Cave's veröffentlicht werde. — Die diesjährigen Finanzeinnahmen des Staatsschatzes belaufen sich auf 77,131,693 Pfd. Sterl., also 2,209,820 Pfd. Sterl. höher, als im Vorjahre, wo dieselben nur 74,921,873 Pfd. Sterl. betrugen.
— Petersburg, 31. März. Der „Regierungs-Anzeiger" publicirt den zwischen Rußland und Japan über den Umtausch der Kurilen gegen Sachalien abgeschlossenen Vertrag.
Lokales von hier und Umgegend, sowie Provinzielles.
Ha«a«. 3 April 1876.
Oeffentliche Sitzung des Gemeinde-Ausschusses am 30. v. Mts.
Anwesend die Herren Jung (Stellvertreter des Vorsitzenden), Brenner, Dörr, Elsaß, Frieds, Gioth, Herold, Pfarrer Dr. Heuser, Hengsberger, Hoffmann, Kalb, Kehl, Koch, Körner, Kreuter, Dr Roll, Spatz, Una und Wirth.
1) Die Nachtwächter der Altstadt petitioniren um Umrechnung des Gehaltes für Anstoßung der Stunden von 1 fl. in 2 Mark. Wird genehmigt. Ref. Herr Koch.
2) Die Vorlage der Stellvertretunzskosten für den beurlaubten Realschuldirektor Herrn Dr. Herwig (vergl. die Berichte über die vorige Sitzung) ist dem G.-A. wiederum zugegangen mit einem Begleitschreiben des Herrn Oberlehrer Becker, in welchem ur.hr Berufung auf W-ese s Verordnungen dargelegt wird, daß den betr. Lehrern die Nachgesuchten Remunerationen nicht versa t werden könnten, da die betr. Unterrichtsstunden denselben nicht im Vikariat, sondern gleichsam als Kommissorium übertragen worden seien. Der Referent, Herr Kehl, führt dagegen zwei Gutachten an. Das erste von Herrn Gymnasialdirektor Dr. Fürstenau geht dahin, daß solange eine Gehaltsersparniß nicht erntrete, keine Vergütung für die Vertretung stattfinde; das zweite von Herrn Provinzialjchulrath Kumpel führt an, daß künftighin die Maximalzahl der Stunden, welche ein Lehrer zu ertheilen verpflichtet ist, als Nor-- malzahl angesehen werden soll. Der Referent schlägt vor mit Rücksicht auf den von Herrn Oberlehrer Becker dargelegten Sachverhalt und auf die längere Dauer der St llvertretung der Vorlage zuzustimmen, dagegen d-m Realschulkuratorium zu empfehlen, sich künftighin in dieser Sache die gleiche Anschauung wie die bei den Staatsanstalten übliche