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Hanauer Inniger.

Zugleich Amtliche- Orga« für Kreis und Stadt Haua«.

8r?chü«L täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Freitag den 31» März

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1878.

Monnement-Emla-ung.

Zu dem am 1. April d. I. beginnenden neuen Abonnement auf den im Verlage des hiesigen Waisenhauses täglich mitUnterhal- lungsblatt" und gediegenem Inhalte erscheinenden

Hanauer Anzeiger erlauben wir uns hiermit ergebenst einzuladen.

Wie seither wird derselbe eine kurze Uebersicht der wichtigsten Tagesereignisse, amtliche und kirchliche Nachrichten enthalten, be­sonders aber den lokalen und provinzielle» Angelegenheiten, Cours­berichten und sonstigem Wissenswerthen seine besondere Aufmerksamkeit widmen.

Anzeigen finden bei der fortwährend im Steigen begriffenen starken Auflage den besten und wirksamsten Erfolg.

Der Abonnementspreis beträgt wie bisher 2 M. 25 Pf. pro Quartal, nur bei den durch die Post bezogenen Exemplaren erhöht sich der Preis um eine kleine Postgebühr. Nicht gekündigte Abonnements werden für stillschweigend erneuert angesehen.

Bestellungen auf denHanauer Anzeiger" nehmen alle Postan­stalten, für hier die Expedition

(Waisenhaus, Hammergasse 9)

entgegen.

Bekanntmachung.

Für die Turnlehrerinnen-Prüfung, welche in Gemäßheit des Reglements vom 21. August v. J. (Centralblatt der Unterrichts Ver­waltung Seite 591) im Frühjahr d. J. in Berlin abzuhalten ist, hat der Herr Minister der geistlichen, Unterrichts und Medicinal-Angelegen­heiten Termin auf Montag den 29. und Dienstag den 30, Mai d. J. festgesetzt.

Meldungen sind spätestens drei Wochen vor dem Prüfungstermin bei dem Herrn Minister einzubringen und zwar bei den im Lehramt stehenden Bewerberinnen durch die Vorgesetzte Dienstbehörde, bei den anderen direkt.

Zur Prüfung werden zugelassen:

a. Bewerberinnen, welche bereits die Befähigung zur Ertheilung von Schulunterricht vorschriftsmäßig nachgewiesen haben,

b. sonstige Bewerberinnen, wenn sie eine gute Schulbildung Nach­weisen und das 18. Lcbensjahi überschritten haben.

Der Meldung sind beizufügen:

1. der Geburtsschein,

2. der Lebenslauf,

3. ein Gesundheitsattest,

4. ein Zeugniß über die von der Bewerberin erworbene Schul- bezw. Lehrerinnenbildung,

5. ein Zeugniß über die erlangte turnerische Ausbildung und bei Lehrerinnen auch über ihre bisherige Wirksamkeit,

6. von den oben unter b. bezeichneten Bewerberinnen ein amtliches Führungszeugniß.

Hanau am 27. März 1876.

Der Landrath.

Den Herrn Ortsvorständen wird hierdurch bekannt gegeben, daß zur Vollendung der im Landwegebau-Etat pro 1876 gemachten Aufga­ben folgende Termine festgesetzt worden sind.

A. Neubauten.

1) Für Neubauten und Vollendung des Erdplanums der 1. Aug.

2) Für die Chaussirung der 1. Oktober.

B. Unterhaltung.

3) Für die Anfuhr des Unterhaltungs-Materials der 1. Juli.

4) das Aufsetzen des Unterhaltungs Materials der 1. August.

5) die Zerkleinerung der 1. Oktober.

6) Für die Einbettung des Material? der 15. Novbr.

7) Graben- und Bankett-Arbeiten der 1. Novbr.

8) Pflasterungen der 1., Septbr.

9) Brücken-Bauten und Durchlässe der 1. Oktbr.

Die hier gegebenen Fristen müssen streng eingehalten werden, anderen Falls Zwangsmittel in Anwendung kommen.

Hanau, am 30. März 1876.

TagesschK».

Berlin, 30. Man. Abgeordnetenhaus. (Fortsetzung.) Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sitzung beleuchtete in der Diskus­sion über den Bericht der Spezialkommission zur Untersuchung des Ei- senbahnkonz-ssionswesens der Äbg. Dr. Laster, nachdem er die Vorwürfe zurückgewiesen, welche der vorangehende Redner, Abg. v. Tempelhoff, gegen die Untersuchungskommission erhoben hatte, die Ergebnisse her Untersuchung und die sachlichen Lehren, welche aus derselben zu ziehen seien, in ihren allgemeinen und großen Zügen. Hieraus ergriff der Handcls-Minister Dr. Achenbach das Wort.

Nachdem noch die Abgg. v. Kardorff, Parisius und Schröder-Lipp- stadt gesprochen hatten, wurde der Antrag der Abgg. Dr. Lasker und V. Köller mit großer Majorität angenommen. '

Schluß 5ffj Uhr. Nächste Sitzung: Freitag 11 Uhr.

(Fortsetzung folgt.) (R. « St.-A.)

Durch Beschluß vom 31. Januar 1874 hat der Bundesrath sich bar ü einverstanden erklärt, daß über die Verhältnisse der in Fa- brcken beschäftigten Frauen und Minderjährigen nach Maßgabe eines durch das Reichskanzler-Amt im Benehmen mit dem Ausschusse für Handel und Verkehr ausgestellten Programmes Erhebungen angestellt würdet.. Die Bundesregierungen wurden ersucht, diese Erhebungen pfle­gen zu lassen und die Resultate in übersichtlicher Zusammenstellung dem Reich: kanzler-Amt mitzutheilen. Nachdem letzteres geschehen ist, hat das Reichskanzler-Amt die Ergebnisse der Erhebungen dem Bundesrath in einer Zusammenstellung zur Beschlußfassung vorgelegt.

Das Reichsgesunvheitsamt wird noch im Laufe des April seine Thätigkeit beginnen. Die zuerst von der Tribüne gebrachte Mel­dung, daß der Sanitätsra'.h Dr. Strud, Hausarzt des Fürsten Bis- mard, an die Spitze des Amte-, treten werde, hat sich bereits bestätigt. Die Ernennung der übrigen Mitglieder ist noch nicht vollzogen. Als eine der ersten Aufgaben, welche der neuen Behörde zufallen sollen, bezeichnet man die Entwürfe eines Epidemie- unb eines Leichenschau- gesetzes, deren Ausarbeitung vom Bundesrathe beschlossen ist.

DerWes.-Z." entnehmen wir folgende Mittheilung:Die Zukunft der katholischen Kirche, vom politischen Standpunkt beleuchtet", lautet der Titel einer Broschüre von Karl von Räumer, welche den Altkatholizismus sympathisch bespricht, aber doch der Ansicht ist, daß die günstigste Zeit für denselben schon vorüber ist, da die Geneigtheit, sich mit der Staatsregierung auszusöhnen, mehr und mehr unter dem Klerus Deutschlands wachse. Geben die Neukatholiken die von den Ultramontanen angezettelte Opposition gegen die Staatsgesetze auf, oder beschränken sie diese Opposition wenigstens auf gesetzlich gerechtfertigte Schritte; verweisen sie die allzuhitzigen Freunde zu Ruhe, und bleiben sie sich bewußt, daß von Deutschen nur deutsche Politik getrieben wer­den darf, dann wird es" so meint der Verfassermit der Aus­breitung des Altkatholizismus große Schwierigkeiten haben. Das un- patriotische Gebühren der Ultramontanen, die in einem unfehlbaren Papste ruhende politische Gefahr, nicht die gefälschten Dogmen der Römlinge dienten dem Allkatholizismus als Hauptstützen; nur wenn das vaterlandslose Treiben der Jesuiten die Patrioten zum Austritt aus der Kirche nöthigen sollte, dürfte ein Massenaustritt erfolgen. Briefe von Geistlichen und frommen neukatholischen Privatleuten, denen das Wohl ihrer Kirche von dem Wohle ihres Vaterlandes unzertrenn­lich ist, sind in unseren Händen und zeigen klar, wie in diesen Kreisen kein Zweifel darüber besteht, daß die jetzige gesetzwidrige Opposition aufgegeben werden muß; nur über dasWre" ist man sich noch nicht klar; Niemand zeigt sich gern als der Schwache." Der Verfasser fügt