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Als Wahl-Scrutatoren sungirten die Herren J.W. Thyriot und I. A. Elsaß.

Zum Schluß theilt der Direktor Hr. Herold noch mit, daß die Dividende vom 17. d. Mts. ab in den Geschäftsstunden von 9—12 und 2—5 ausbezahlt wird.

— Im Hörsoale der Wetterauischen Gesellschaft hielt gestern Abend der Afrikareisende Herr Eduard Mohr einen hochinteressanten Vor- trag über seine Erlebnisse in Afrika. Redner schilderte, nachdem er vorher die Seereise von England nach Madeira besprochen, welch ge­waltigen Eindruck auf den Nordländer bet plötzliche Anblick der Tro- - penwelt mache, schilderte die Reise nach der Kapstadt und Handel und Wandel in derselben, wies nach, daß das Leben in Afrika dem Physi­schen Zustande des Nordländers noch lange nicht so gefährlich sei als man allgemein glaube und daß es große Distrikte daselbst gäbe, die sehr gut der Natur des Nordländers, andere wieder wegMihrer örtlichen Lage derselben gar nicht entsprächen. Nach einer eingehenden Schilde­rung von Port Natal und der herrlichen, an Naturschönheiten, beson­ders an Wasserfallen reichen Umgebung, beschrieb Redner eine Land­reise in Afrika auf dem sog. Ochsenwagen — das einzige verläßliche, solid hergestellte, verhältnißmäßig auch recht bequeme Fuhrwerk — in dem man sich, wenn daran gewöhnt, sicher und wohl suhle; nur eine Eigenschaft müsse man zu erringen suchen: viU Geduld, weil das Fuhr­werk höchstens 4 deutsche Meilen am Tage zurückzulegen im Stande sei und überdies in jeder Woche 2—3 Tage Aufenthalt, hervorgerufen durch Befriedigung der ökonomischen Bedürfnisse, erfordere. Nachdem Redner noch die herrlichen Weide- und Jagdgründe, Bodenverhältnisse, Pflanzen- und Thierwelt im Allgemeinen und sonstige Naturschönheiten, auch ein Nachtlager im Freien, bei dem die Gefahr vor wilden Thieren, wenn die nöthigen Vorsichtsmaßregeln getroffen, noch lange nicht so groß sei, aufs Anziehendste geschildert, erörterte er auch das Gefähr­liche der oft vorkommenden Heuschreckenschwärme, die auf ihrem Zuge kein grünes Hä.mchen stehen ließen rc. — Zu größerem Verständnisse der ganzen Reffeschilderung trug eine von dem Vortragenden selbst ent­worfene gute Karte bei. Die Zuhörer folgten mit der gespanntesten Aufmerksamkeit dem interessanten Vortrage bis zum Schlüsse und ernd- tete Herr Mohr für denselben den reichsten Beifall.

— Das Barometer zeigte lange nicht einen so anhaltend tiefen Stand wie in letzter Zeit und dürfte wohl der Stand des letzten Sonn­tag (unter Srmm) seit Jahren der niedrigste gewesen sein. Seit eini-

gen Tagen geht das Quecksilber langsam in die Höhe und zeigt heute ^ Morgen „veränderlich", so daß Hoffnung auf eine Wendung der Wit­terung zum besseren vorhanden ist.

V^rsteigerungs- & Verpachtungs-Kaiender.

Morgen Vorm'ttaa Ö1^ Uhr werden in der Frank'schep Wixtb-

Pappelbitume-Versteigerung

Montag den 20. März d. I.,

Bekanntmachung.

Vom 15. März d. J. ab dürfen diejenigen Eisenbahn- Telegraphenstationen, welche zur Be­förderung solcher Telegramme ermächtigt sind, die nicht den Eisenbahndienst betreffen, Tele­

gramme annehmen:

a. wenn keine Reichs-Telegraphenanstalt in demselben Orte befindlich ist: von Jeder­mann,

b. wenn eine Reichs-Telegraphenanstalt an demselben Orte befindlich ist: nur von solchen Personen, die mit den Zügen an­kommen, abreisen oder durchreisen.

Berlin W., den 13. März 1876.

: _______Der General-Postmeister._________

Die für die Töchterschule erforderliche Neu- Anschaffung von Subsellien- Schränken, Stüh­len rc. soll im Submissionswege vergeben werden.

Die Musterzeichnungen u. Lieferungsbedingun­gen sind bei Hrn. StadtbaumeisterTHY riotein- zusehen, die Uebernahmsanerbieten bis zum 25. I. M. auf dem Stadthause versiegelt einzu- reichen.

Hanau am 16. März 1876.

Der Oberbürgermeister _Cassian.

Frisch eingetroffen: Valencia-, gewöhnliche und Blut-Orangen.

(1576) C/h ,/. LtOSSOW. Kinzigdrücke D. 10 eine Wohnung. (1555)

Vormittags 10 Uhr, sollen drei im Garten der Herren C. Colin Söhne liegende Pappelbäume nebst Oberholz an den Meistbietenden an Ort und Stelle ver­kauft werden. Eingang vom Bangert.

(1570) W. Seiffert, Taxator.

Zu vermiethen:

mehrere Böden und Lagerräume.

(1571) W. Seiffert, Taxator.

v. Liebig's Fleischextract in ^2 Pfd. Töpfen ä Mk. 4. 80.

in ^ „

in Vs „

Condensirte Milch

ff

2. 60.

1. 50.

pr. Büchse

M. —. 80

?)

Chocoladehnit

Kaffee

Milch

))

„ ohne MÜch pjl.„ bereitet von der

1.40

1.75

Anglo-Swiss Condensed Milk Cham, Schweiz, sowie

Co.

Nestle’s Kindermehl, pr. Büchse M. 1. 60.

(1577) bei

Cli. F Lossow.

Ein gebrauchter kleiner

wird zu kaufen gesucht.

(1574)

schaft zum Forsthaus verschiedene Partieen Eichen-, Buchen-, Büken-, Weichholz- und Kiefern-Brennholz (im Distrikt Scheuer- Abthl. a la­gernd) öffentlich verkauft (s, Nr. 62 „Hau. Anz".). — Um 10 Uhr kommen im PhilippSruher Schloßgarten verschiedene entwurzelte Pap • Pel-, Akazien-, Roßkastanien- und Lärchen-Stämme an den Meistbie­

f r .

tenden zur Versteigerung (s. Nr. 62 „Han. Anz.").

— Für heute. Kunstindustrie-Verein: Abends 7Vt Uhr Vortrag des Herrn Prof. Dr. Gottfr. Kinkel aus Zürich über „das deutsche Theater im Mittelalter und im Jahrhundert der Reformation", im Saale des Gasthofs zum Riesen. — Hanauer Kriegerverein: Abends 9 Uhr „Generalversammlung".

— Kassel, 14. März. Die Nachricht von der beabsichtigten Erwerbung d-r ehemaligen Hessischen Nordbahn, jetzt der Bergisch- Märkischen Eisenbahngesellschaft gehörig, ist nach dem „Hess. Beob." durchaus nicht neu; vielmehr liegt ein derartiges Geschäft' bereits seit der definitiven Feststellung der Trace der Berlin-Coblenzer Bahn in der Absicht der Regierung. Anzukaufen sind nur die etwa l?1^ Mei­

len langen Strecken Gerstungen-Guntershausen, Cassel-Hessische Landes- grenze und Hümme-Carlshafen, da die Restlinien Guntershausen-Cassel und Hessische Landesgrenze-Warburg der Main-Weserbahn, bezw. der Westfälischen Bahn gehören, also Eigenthum des Staates sind. Kommt der Ankauf zu Stande, so würden damit, von den kleineren Theilen der Oberhessischen, Hannover-Altenbekener und Hessischen Ludwigsbahn, so­wie der Wernshausen-Schmalkaldener Stadtbahn abgesehen, alle Bahn­linien im ehemaligen Curstaate zu preußischen Staatsbahnen werden.

— Forstkandidaten, welche an dem nächsten forstlichen Staats­examen Theil zu nehmen wünschen, haben ihre Meldungen bis spätestens Ende März bei der königlichen Forst-Ober-Exammations-Kommission in Berlin einzureichen.

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- Der „Franks. Anzeiger" schreibt unterm 15. März aus Frankfurt am Mam: Heute Morgen zwischen 3 und 4 Uhr tobte wieder ein arger Sturm. An der Station Forsthaus wurden viele Bäume zusammengerissen. — Einem Manne wurde- gestern durch einen herabfallenden Schieferstein nicht allein eine Wunde am Kopf beige« bracht, sondern ihm auch noch das Nasenbein kleingeschlagen.

— Stand des Mainpegels 16. März, Vormittags 10 Uhr: 4,30 Meter = 13' 9" (seit gestern Vorm. 10 Uhr 5 Zoll gefallen.)

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Tt^' *1

15. März: Höchster Stand des TherrmmeterL + T1^6, Abends 7 Uhr + 7°; 16. März WoraeuL 7 Uhr + 3V»" BormittaV 0 -W 4- 5°.

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