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I Wart 25 $f|. Für aneteürttge Abonnenten Kit dem Betreffe» IM Psftausschia,. Sie »inzelneRnm« wer 10 $fg.

Zugleich Amtliche- Orgax für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

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Mittwoch den 15. März

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1876

Bekanntmachung.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das gesammte Staats­papiergeld der deutschen BundeSstaaten zux Einlösung aufgerufen ist, und in bereits festgesetzten oder demnächst zu bestimmenden Terminen seine Gültigkeit verliert. Das Publikum wird daher gut thun, sich dieser Papiergeldzeichen schleunigst zu entledigen.

Hierbei wird auf die tabellarische Uebersicht der Verordnungen, betreffend die Außerkurssetzung des deutschen Staatspapiergeldes, in der Ersten Beilage zu Nr. 170 des deutschen Reichsanzeigers vom 22ten Juli d. Js. Bezug genommen, welche jedoch keinen amtlichen Charakter hat.

Cassel den 10. August 1875.

Königliche Regierung gez. Har denb erg.

Bekanntmachung.

Die diesjährigen Frühjahrs-Controll-Versammlungen im Kreise Hanau finden an nachstehenden Orten und Tagen statt:

4 . Bezirks-Kompagnie.

am 27. März cr., früh 10 Uhr in Mittelbuchen,

28. 10 Hanau (Kasernenhof),

29. 10 Hanau

30. 10 Langenselbold.

5 Bezirks-Kompagnie.

am 27. März cr., früh 9 Uhr, in Bockenheim,

28. 9 Bockenheim,

29. 10 Bergen,

30. 10 Windecken.

Dies wiid mit denU Bemerken veröffentlicht, daß die zum Er­scheinen verpflichteten Leute sämmtliche Militairpapiere mit zur Stelle zu bringen haben.

Dispensationen können^nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche bis spätestens 22. März cr. an die betr-ffende Bezirks-Compagnie gerichtet werden.

Gleichzeitig werden sämmtliche Mannschaften, welche etwaige Wohnungs-Veränderung bei dem Bezirks-Feldwebel noch nicht gemel­det haben, aufgefordert, diese Meldung unverzüglich zu bewirken.

Frankfurt a. M. den 28. Februar 1876.

Königliches Landwehr-Bezirks-Kommando.

Das Sommer-Semester am Königlichen pomologischen Institute zu Proskau in Schlesien beginnt den 1. April.

Der Unterricht umfaßt während des zweijährigen Cursus aus dem theoretischen und praktischen Gebiete:

Mathematik, Physik, Chemie, Mineralogie, Botanik (Anatomie, Morphologie, Physiologie, Geographie, Krankheiten der Pflanzen, mi­kroskopische Uebungen rc.), Zoologie, Allgemeinen Pflanzenbau, Obst­kultur, insbesondere Obstbaumzucht, die Lehre vom Baumschnitt, Obst­kenntniß (Pomologie), Obstbenutzung, Weinbau, Gemüsebau, Treiberei, Blumenzucht, Gehölzzucht, Handelsgewächsbau, Landschaftsgärtnerei, Plan- und Früchtezeichnen, Feldmessen und Nivelliren, Buchführung, Bienenzucht und Seidenbau mit Demonstrationen.

Anmeldungen zur Aufnahme haben unter Beibringung der Zeug­nisse schriftlich oder mündlich bei dem unterzeichneten Director zu er­folgen, der auch bereit ist, .auf portofreie Anfragen weitere Auskunft zu ertheilen.

Proskau, im Februar 1876.

^.Der Direktor des Königlichen pomologischen Instituts.

S t o l l.

e L ,Bekallutmachuugen Kömgü Landrathsamts dahier.

Im Verlag von Emil Strauß zu Bonn ist ein im Auftrage des deutschen Vereins der Rheinprovinz von dem als Jugendschriftstel-

katei

ler rühmlichst bekannten Gymnasialdirektor Jäger in Cöln verfaßtes Schristchen:

Der deutsch-französische Krieg im Jahre 18701871, Festgabe zum 79. Geburtstage Seiner Majestät des deutschen Kaisers", erschienen. Dasselbe eignet sich bei seinem, die patriotische Gesinnung unter der Jugend anregenden und fördernden Inhalte besonders zur Vertheilung als Schulprämie.

Die Anschaffung der Buchs zu Schulprämien da wo hierzu ver- fügliche Mittel vorhanden sind, wird empfohlen. Auch wird bemerkt, daß der Preis eines einzelnen Exemplars auf 50 Pf. gestellt ist, bei Partiebezügen aber 100 Exemplare zu 40 Mark und 1Ö00 Exemplare zu 350 Mark von dem Verleger abgegeben werden.

Hanau am 12. März 1876.

Tagesschau.

Berlin, 14. März. Abgeordnetenhaus. (Fortsetzung.) Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sitzung des Hauses der Abgeord­neten wurde die Diskussion des Etats fortgesetzt. An der Debatte be- theiligten sich ferner die Abgg. Lange, Dauzenberg, Franz, Ostendorf, Frhr. v. Heereman, Schmidt (Stettin), Hüffer, Kallenbach, Franffen, Dr. Wehrenpfennig, Kantak, Dr. Eberty, Dr. Perger und Miguel.

Der Regierungskommissar Geh. Ober-Regierungs-Rath Dahren- städt erklärte auf eine Anfrage, daß alle Vorbereitungen getroffen seien, um mit dem Bau eines neuen Gymnasiums in Ratibor schleunigst vor- zugehen.

Der Regierungskommissar Geh. Regierungs-Rath Stauder stellte die Behauptung eines Abgeordneten, daß ein höherer Schulbeamter jun­gen Philologen Gewissensfragen über ihre Stellung zu den Maigesetzen vorgelegt habe, in Abrede. Der Regierungs-Kommissar Geh Ober- Regierungs-Rath Dahrenstädt erwiderte auf eine Anfrage, daß sich be­stimmte Grundsätze über die Subventionen für die Gymnasien nicht auf­stellen ließen, sondern daß die thatsächlichen Bedürfnisse maßgebend seien. Eine besondere Vorliebe für bestimmte Anstalten existire nicht, und Straßburg sei nur deshalb so niedrig dotirt, weil in Ermangelung eines Gymnasialgebäudes an die Kompletirung der Bibliothek noch nicht gedacht werden könne. Die übrigen Wünsche würde das Unterrichts­gesetz regeln.

Derselbe Regierungskommissar erklärte mit Bezug auf den zur Sprache gebrachten Erlaß des Kultus-Ministers, nach welchem die Stun­denzahl für die Lehrer an den höheren Lehranstalten erhöht werden soll: Seit dem Jahre 1852 sei die Regierung fortdauernd bemüht gewesen, die Aufbesserung der Lehrergehälter an den höheren Lehranstalten in Angriff zu nehmen und den Normaletat trotz der entgegenstehenden Schwierigkeiten überall auch an den unter städtischen Patronat stehen­den Schulen durchzuführen. Bei diesem Bestreben konnte die von an­derer Seite gestellte Forderung, in der Entlastung der Lehrer nicht all­zuweit zu gehen, nicht zurückgewiesen werden. In dem Dilemma, die Zahl der Pflichtstunden auf das gegenwärtige Maß festzustellen oder den Lehrern die Genehmigung zur Ertheilung von Privalstunden gegen Entgelt zu entziehen, haben die Lehrer selbst sich für die erstere Alter­native entschieden. Uebrigens glaube er, daß die Zahl von 22 wöchent­lichen Unterrichtsstunden für Oberlehrer und von 24 Stunden für ordentliche Lehrer nicht übermäßig hoch gegriffen ist.

Sämmtliche Positionen wurden bewilligt. Eine Reihe von Peti­tionen, welche auf das Kapitel (Gymnasien und Realschulen) Bezug ha­ben und über die Abgg. Dr. Wehrenpfennig im Austrage der Budget­kommission referirte, wurde den Anträgen derselben entsprechend theils der Regierung zur Erwägung überwiesen, theils durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt; unter den letzteren befand sich auch eine Peti­tion wegen Gleichstellung der ordentlichen Lehrer mit den Oberlehrern in Bezug auf Servis und Wohnungsgeld bereits für das Jahr 1876.

Um 4^4 Uhr vertagte das Haus die Fortsetzung der Debatte.

In der heutigen (26.) Sitzung des Abgeordnetenhauses theilte der Präsident mit, daß vom Minister des Innern dem Hauw ein Ge­setzentwurf, betreffend die Bildung der Provinz Berlin, und vom Fi- nanz-Minister ein Gesetzentwurf betreffend die Erhöhung der Gebühren