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Freitag den 10. März.
1876.
Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts dahier.
In der Sitzung des Kreistags für den Kreis Hanau vom 29. v. M. sind in Gemäßheit des §. 63 des Gesetzes vom 25. Juni 1875, betreffend die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, für den hiesigen Kreis folgende Personen gewählt worden, welche für die Dauer des Jahres 1876 zu dem Amte eines Schiedmanns bei Schätzung der auf polizeiliche Anordnung getödteten Thiere, für welche nach den Bestimmungen des angeführten Gesetzes Entschädigung beansprucht werden kann, zugezogen werden können.
1. Bockenheim: August Will, Johann Bechtold, von Gosen;
2. Bergen: Friedrich Wagner, Jakob Becker, Peter Günther;
3. Bischofsheim: Andreas Krebs, Andreas Keller, Johannes Reul III.;
4. Berkersheim: Georg Nikolaus Falk, Fried. Wilhelm Steinmetz, Adam Pulver;
5. Bruchköbel: i m m ,
6 Neuhof' l Christian Viehmann, Philipp Baumann, Pach- 7* Kinzigheimerhof: J tfr Roßmann zu Bruchköbel;
8. Dörnigheim: Peter^Seng 4., Läpp, früh. Bürgermeister,"sPeter Heck III.;
9. Eckenheim: Heinrich Müller, Heinrich Michler, Adam Pfeiffer; 10. Eschersheim: Georg Rühl, Fabrikant Müller, Metzger Schönig; 11. Eichen: Heinrich Baumann, Johannes Adam, Philipp Euler;
12. Erbstadt: Gutspachter Enes, Georg Rausch, Johannes Hamel;
13. Fechenheim: Theodor Weil, Georg Puth, Friedrich Fix;
14. Großauheim: Philipp Seikel, Simon Hain, Jean Trapp;
15. Großkrotzenburg: A. Breidenbach, Heinrich Krämer, Florian Bergmann;
16. Gronau:
17. Gronauerhof: Georg Kalbhenn, Friedrich Wenzel II., zu 18. Dottenfelderhof: Gronau;
19. Ginnheim: Friedrich Lenz, Hartmann Pflug, Adam Heinz;
20. Hanau: Rentier H. Koch zu Keffelstadt, Rentier Jung, Rentier Gunkel;
21. Hochstadt: Philipp Lind, Georg Rauch, Peter Stein;
22. Hültengesäß: i Jakob Koch, Georg Neidhardt IV., Philipp 23. Neuwiedermuß: J Ruhl;
24. Kesselstadt: 1 Heinrich Diehl, Wilhelm Eberhardt,
25. Philippruhe u. Fasanerie:/ Johannes Schäfer zu Kffselstadt;
26. Kilianstädten: Müller W. Thylmann, Gastwirth Zeh sen., Andreas Johs. Köppel II.;
27. Langenselbold: Konrad Mohn VI., Peter Döll III., Wilhelm Köhler;
28. Langendiebach: Kaspar Roß, Wilhelm Dückhard, Johannes Bernges III;
29. Mittelbuchen: Peter Heck, Peter Krieger, Christoph Weis;
, 60. Markobel: 1 Jakob Stein, Peter Schneider III. zu Mar-
31. Beyersröderhof: / köbel;
32. Niederdorfelden: Hofmann, früher Bürgermeister, Wilhelm Sommer lade, Georg Müller;
33. Niederrodenbach: | Jakob Strutt, Peter Lehr, Heinrich Lukas VI., 34. Wolfgang: J zu Niederrodenbach;
35. Niederissigheim: Fabrikant Müller, Heinrich Kümmel, Johannes Schröder;
36. Onerdorfelden: Christoph Schuch, Kohlhepp, früher Bürgermeister, Peter Lehr;
37. Oberissigheim. Peter Dauth, Gastwirth Heck, He nrich Schäfer; 38. Oberrodenbach: Martin Peter, Heinrich Adam, Simon Börner;
39. Ostheim: Georg Kösier, Georg Brod VII., Wilhelm Stein;
40. Praunheim: Petermann jun., Jakob Schütz, Heinrich Hofmann;
41. Preungesheim: Gastwirth Steinmetz, Philipp Reitz, Ludwig Schaak; 42. Ravolzhausen: Johannes Claus II., Kaspar Lind, Daniel Kromm;
43. Rückingen: Heinrich Dich II., Karl Lach, Peter Kolb;
44. Roßdorf : Konrad Lehr III., Konrad Bach, Johannes Lehrling;
4». Rüd gh im: 1 Heinrich Würz, Johannes Köhler zu Rüdig- -
4b. Rüd'gheimerhof: / heim;
47. Leckbach: Georg Bornschier, Johannes Kappes, Christoph Zeis;, I 48. Windecken: Andreas Ströbel, Jakob Hochstadt, Peter Menger; / !
49. Wachenbuchen:
Puth, früh. Bürgermeister, Ludwig Stein,
50. Wilhelmsbad: ^ v, . „„ , , ,
51. Wilhelmsbaderhof:/ Wer Grein zu Wachenbuchen.
Hanau am 4. März 1876.
T a g e s s ch a u
— Berlin, 9. März. Abgeordnetenhaus. (Fortsetzung.) In der gestrigen Sitzung des Hauses der Abgeordneten berichtete der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten Dr. Falk in der Diskussion über den Gesetzentwurf, betreffend die Aufsichtsrechte des Staats bei der Vermögensverwaltung in den katholischen Diöcesen, die unrichtigen Mittheilungen des Abg. Dauzenberg über die Rentenbank zu Münster.
Im weiteren Verlaufe der Sitzung folgte die Fortsetzung der zweiten Berathung des StaatshauShalts-Etats für das Jahr 1876, und zwar zunächst des Etats für Berg-, Hütten- und Salinenwesen. Der Abg. Dr. Hammacher beantragte, die Uebersicht über die Verwaltung der fiskalischen Bergwerke, Hütten und Salinen im Jahre 1874 der Budgetkommission zu überweisen. Das Haus beschloß demgemäß.
Der Abg. Dr. Hammacher bezeichnete zu Kap. 14 Tit. 1 (Einnahmen aus den Bergwerken 68,089,576 Mk.) die diesjährige Etats- aufstellung der fiskalischen Steinkohlenbergwerke als den Verhältnissen entsprechend.
Der Regierungskommissar, Wirklicher Geheimer Rath und Ober- Berghauptmann Krug v. Nidda, erwähnte, daß Nortyken in Samland der Versuch gemacht sei, Bernstein auf dem Wege des Bergbaus zu gewinnen, daß Bohrungen gemacht seien, welche zu der Hoffnung eines Erfolges berechtigten, obwohl nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden könne, ob die Bruttoeinnahme werde erzielt werden, welche vorläufig in den Etat eingesetzt sei. Der Abg. Schmidt (Stettin) wies darauf hin, daß der Engrospreis für Bernstein um die Hälfte gesunken sei. Der Grund hierfür liege in der stärkeren Gewinnung von Bernstein im Sam- lande. Trotz des Preisrückgangs empfahl Redner die Bewilligung der Position. Der Abg. Laueustein richtete an das Handels-Ministerium die Anfiage, welche Resultate die Bohrungen bei Stade ergeben hätten, und ob die Vorarbeiten sortgesetzt werden würden. Der Wirkliche Geheime Rath und Ober-Berghauptmann Krug von Nidda erwiderte, daß man bei Stade Formationen wie in Holstein gefunden habe, daß auch die Bohrungen den Privatbtrieb einer Saline dort hervorgerufen hätten, deren Rentabilität jedoch noch nicht erwiesen sei.
Tit. 1 und 2 wurden genehmigt.
Zu Tit. 3 und 4 (Hüttenwerke 22,650,709 Mk.) beantragten Abg. Dr. Hammacher und Genossen: „Die Regierung aufzufordern, mit allen ihr zuständigen Mitteln dahin zu wirken, daß die der Magdeburg-Hal- berstädter Eisenbahngesellschaft konzessionirte Eisenbahn von Langelsheim nach Clausthal endlich fertig gestellt werde." Nachdem der Antragsteller seinen Antrag motivirt hatte, erklärte der Handels-Minister Dr. Achenbach, daß er mit dem Anträge Hammacher einverstanden sei. Von Seiten der Regierung sei jede mögliche Pression zur Beschleunigung geübt worden, und er habe von der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn- gesellschaft die Zusicherung erhalten, daß dieses Unternehmen das erste sein werde, welches sie von ihren Projekten zu Ende führen werde, und daß sie dazu in nächster Zeit im Stande zu sein hoffe. Auf einige Bemerkungen der Abgg. Berger und Schröder (Lippstadt) entgegnete der Handels-Minister Dr. Achenbach, daß die preußische Regierung nichts verabsäumt habe, um die Fertigstellung der Bahn zu beschleunigen,^ daß aber die nöthige bruunschwelgische Konzession erst im Jahre 1875 ertheilt sei; der Minister kündigte zugleich an, daß die Vorlage, betreffend den Ankauf der Halle-Casseler Bahn, dem Hause möglichst bald vorgelegt werden würde. Der Antrag Hammacher und mit demselben Titel 3 und 4 wurden genehmigt.
Zu Tit. 5 und 6 (Salzwerke 5.164,890 Mk.) ertheilte der Han- dels-Minister Dr. Achenbach dem Abg. Berger die erbetene Auskunft über die Seitens der Sraatsregierung bei der Ucberschwemmung der Salme Schönebeck ergriffenen Hülfsmaßregeln.
Titel 5 bis 18 wurden bewilligt.
Im Ordinarium wurden Kap. 14 Tit. 18 der Einnahmen und Kap. 20 Tit. 1 bis 10 der Ausgaben, im Extraordinanum Kap. 1 Titel 4 (bergtechnische Lehranstalten) an die ÄuSgetkvmmrjstvn verwiesen.