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Zugleich Amtlicher Organ für Rreiä und Stadt Haua«.

ErscheiKt^tüglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Gamstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Dienstag den 22. Februar.

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Die libaliise «armondzeile ak deren Raum

10 Pfz.

Sie »spart, geil, 20 Pfg.

SHeäfbaltigeßttU

80 Psg.

1876.

Bekanntmachungen Königl. LandrathSamtS dahier.

Peter Hamburger aus Niederrodenbach ist als Wasenmeister für die dasige Gemeinde vereidigt worden.

Hanau am 17. Februar 1876.

Die Herren Bürgermeister werden daraus aufmerksam gemocht, daß über die den Gemeinsekassen überwies-nen Schulversäumnißstrafen im 1. Monat jeden Jahres dem Herrn LokalschulinspcUor ein summa­rischer Nachweis oder eine Negativ Anzeige eingeliefert werden muß, da die B stmimung über die Verwendung dieser Strafen zu Schulzwecken lediglich dem betreffenden Lokalschulmfpektvr zusteht.

Hanau am 18. Februar 1876.

Unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung vom 16. b. M., die Blattern Epidemie betr., wird hierdurch zur Kenntniß des Publikums gebracht, daß Erwachsene und Kinder von hier und auswärts bit auf Weiteres an jedem Dienstag und Samstag von 11 bis 12 Uhr Mittags in dem oberen Saale des Ncustädter Rathhauses von dem j Königlichen Kreisphysikus Herrn Dr. von Möller unentgeltlich geimpft werden sollen.

Ich kann hierbei nur den Wunsch aussprechen, daß das Publikum davon rechten Gebrauch machen möge, um den gehofften Erfolg in Be­kämpfung der Blattern-Epidemie zu erreichen.

Hanau am 21. Februar 1876.

__________Der Landroth.__________________________

L a g e s s ch a u^

Berlin, 19. Februar. In der heutigen (10.) Sitzung des ; Hauses der Abgeordneten theilte der Präsident mit, daß von der Re­gierung eine Vorlage, betreffend die Vertheilung der öffentlichen Lei­stungen bei Grundstückstheilungen und bei der Gründung neuer Ansie­delungen in den Provinzen Brandenburg, Posen, Preußen, Pommern und Schlesien, eingegangen sei. Die Berathung des Etats der Gestüts­verwaltung passirte ohne Debatte. Die Berathung des Etats der Ju­stizverwaltung führte, wie alljährlich, zu Tit. 5 eine eingehendere De­batte über die Behandlung und Beschäftigung der Gefangenen herbei, an welcher sich die Abgg. Dr. Eberly, Götting, Werner betheiligten.

Die Abgg. Götting und Genossen beantragten:

Die Königliche Staatsregierung aufzufordern, die gesammte Strafvollstreckung und die Bearbeitung der Angelegenheiten der - sämmtlichen Straf- und Besserungsanstalten sowie der Gefängnisse, im Rffsort des Königlichen Justiz-Ministeriums zu vereinigen."

Der Abg. Windthorst (Mappen) wünschte, daß man vom Minister­tische aus zu diesem Anträge Stellung nehme, da auch er die Vereini­gung der Gefängnißverwaltung in der Hand des Justiz-Ministers wünschte, wenngleich er von der unmittelbaren Oberaufsicht der Staats­anwaltschaft sich nicht viel Gutes verspreche. Der Justiz Minister Dr. Leonhmdt entgegnete, daß is noch nicht möglich gewesen fei, einen Be­schluß des Staats Ministeriums über den vorliegenden Antrag zu ex- trahiren, er also keine Stellung zu demselben nehmen könne; im Ue- s brigen halte er nach seinen bisherigen Erfahrungen in den Piovinzen Hannover und Schleswig-Holstein die Staatsanwaltschaft für vollkom­men geeignet zur Oberaufsicht über die Gefängnisse. Der Abg. Windt­horst (Meppen) konstatirte, daß er nur den Staaisanwälten allein nicht die Aussicht über die Gefängnisse anvertrauen wolle, eine Konkurrenz derselben halte er für zuträglich. Damit wurde die Diskussion über Titel 5 geschlossen und der Antrag Werner angenommen.

Zu Kap. 72 Tit. 1Gehalt des Justiz Ministers" führte der Abg. Freiherr von Schorlemer-Alst Beispiele ungleichmäßiger Behand­lung von Konfiskationen liberaler und ultramontaner resp, polnischer Blätter an. Der Justiz Minister Dr. Leonhardt erklärte, die einzelnen Fälle nicht vertreten zu können, wenn er nicht vorher über dieselben benachrichtigt worden sei; eine generelle Anweisung zu dem charakteri- sirten Verfahren habe er nicht gegeben. Nach einigen kurzen Bemer­kungen des Frhrn. v. Schorlemer-Alst, auf welche der Jupiz-Minister replizirte, wurde die Posilion angenommen.

Zu Kap. 73 Titel 4 (Gehalt der Sekretäre beim Ober-Tribunal) bat Namens der Budget-Kommission Aog. Siatz, den peiittonir.nDen I Sekretären das ihnen gesetzlich gebührende Gehalt zu gewähren, während i

der Regierungskommissar Geheimer Ober-Justiz-Rath Rindfleisch das Vorhandensein einer solchen Gese^bestimmung iu Abrede stellte. Nach kurzen Bemerkungen der Abgg. Schröder (Lippstadt), Statz, v. Kardorff und Windthorst (Bielefeld) wurde der Antrag der Budgetkommission, die Petition der Staatsregierung zur Abhülfe zu überweisen, angenom­men. Die Position wurde bewilligt.

Im weiteren Verlaufe der Sitzung des Hauses der Abgeord­neten am 19. d. M. wurde die Spezialbsrathung des Etats der Justiz­verwaltung fortgesetzt und sämmtliche Positionen genehmigt.

Hiermit vertagte sich das Haus um 3s/a Uhr bis Dienstag 11 Uhr. (81. u. St.-A)

Die von einer Anzahl deutscher Blätter gebrachte Nachricht, die ägyptische Regierung suche deutsche Offiziere in ihre Dienste zu ziehen und habe zu diesem Behufe Agenten ausgesandt, entbehrt nach zuver­lässiger Erkundigung jeder Begründung.

Berlin, 21. Februar. Ueber Hochwasser sind heute dem R.- u. St.-A." folgende weitere telegraphische Meldungen zugegangen:

Dresden, 20. Februar, Vormittags. Der Wasserstand der Eibe ist seit gestern Abend von 7 bis auf S1^ Ellen über Null gestie­gen. 'Nach den neuesten Meldungen wird ein weiteres Steigen des Wassers bis auf 9 Ellen über Null erwartet. Gestern Abend hat die Hochfluth die Rrsaer Eisenbahnbrücke zerstört.

21. Februar. Der Wasserstand der Elbe hat in der vergan­genen Nacht eine Höhe von 484 Zentimeter über Null erreicht, beträgt aber jetzt nur noch 468 Zentimeter. Auch von der Oberelbe wird ein langsames Fallen des Wassers gemeldet. In der Stadt stehen nur die Zwingeranlagen noch theilweise unter Wasser, die Niederungen der Um­gebung sind stark überschwemmt. Der Zustand der Eisenbahnbrücke in Riesa ist unverändert. Von der aus drei Theilen bestehenden Brücke ist der linksseitige Strompfeiler eingestürzt, welcher die Fahrbahn für Fuhrweik und den Weg für Fußgänger enthielt, die Bahngeleise stehen noch. Der Einsturz erfolgte wenige Minuten, nachdem der Berliner Zug die Brücke passirt hatte. Es wird ein Nachsturz der Bahngeleise befürchtet.

Wien, 19. Februar, Nachmittags. Der Jnundationsdamm des Hauptstroms in Freudenau ist heute Vormittag durch die anstürmenden Wassermassen auf drei Seiten durchbrochen worden. Im Donaukanal hat sich am Erdberg, dem meistbedrohten Punkte, eine 400 Meter lange Eisrinne gebildet, durch welche die Gefahr vermindert wird. Bis jetzt sind 240 obdachlose Personen untergebracht. Der Kaiser und der Kronprinz besichtigten im Laufe des Vormittags das überschwemmte Terrarn.

19. Februar, Abends. Das Wasser ist hier im Fallen be­griffen. Aus den Gegenden der oberen Donau wird ebenfalls ein Sin­ken des Wassers signalisirt. Der hiesige Donaukanal ist eisfrei.

19. Februar, Nachts. Der Wasserstand ist jetzt günstiger und die Gefahr geringer geworden. Von den meisten Nebenflüssen der Donau wird ein schnelles Fallen der Waffermasfen gemeldet. Hainburg ist noch überschwemmt. Um 10 Uhr Abends setzten sich die Eismassen bei der «stadelauer Brücke in Bewegung.

Nach einem Tel. der Germ, aus Frankfurt a. M. wurde Bischof v. Ketteler zu Mainz vor den Untersuchungsrichter geladen wegen Beleidigung des Oberpräs. v. Kühlwetter zu Münster. Die Be­leidigung soll in der Erklärung enthalten sein, welche der Bischof un­längst gegen v. Kühlwetter gerichtet. Die Erklärung betraf den Erlaß des Oberpräsidenten an den Magistrat von Münster, der wegen einer Adresse an den Bischof in Geldstrafe genommen wurde.

Wien. Wie schon früher mitgetheilt, wird mit der Verthei­lung der Uchatiut-Kanonen nicht so lange gewartet werden, bis sämmt­liche 2000 Geschützrohre sammt den hiezu gehörigen neuartigen Lasteten vollendet sein werden. Man beabsichtigt vielmehr, schon in der nächsten Zeit zur Vertheilung der bereits fertiggest-llten 220 Stück Ucyatius- Rohre zu schreiten, zu welchem Behufe die altartigen Laffeten angemes­sen verstärkt werden sollen. Es werden demnächst einige Batterien der in Wien garnoonirenben zwei Artillerie-Regimenter, dann einige Bat­terien des im G.ozer Generalkommando bisiccuten Regimentes damit betheilt werden. Ferner sollen mit Anfang April aus jedem Arnllerie- Regimente ein Stabsoffizier, ein Hauptmann und wahrscheinlich ein