im
ausschuß gelangen ließ. Der Gemeindeausschuß resp. einige tonangebende Mitglieder waren ursprünglich der Ansicht, daß nur die Gewerbesteuer aus den Staatssteuerlisten gestrichen werden sollte, und erst auf entschieden erfolgten Widerstand von Seiten der Grund- und Häuserbesitzer entschloß man sich, auch diese Rubriken fallen zu lassen. Dieses der beste Beweis von dem Durchdrungensein der Herren von der Doppelbesteuerung.
3) es ist klar, daß wenn
42,000 Thlr. Einkommen- und classificirte Einkommensteuer und 21,000 Thlr. Gewerbe-, Grund- und Gebäudesteuer
8a. 63,000 Thlr.
erhoben werden, und die Rubrik von 21,000 Thaler für Gewerbesteuer rc. wegfällt; daß damit die Communal-Steuerpflichtigen ein Drittel mehr aufzubringen haben. — Um die Sache recht klar zu machen: Derjenige, welcher seither 2 Thlr. bezahlt hat, soll jetzt 3 Thaler bezahlen,
4) steht es fest, daß genug Leute sich finden werden, welche in unsere benachbarten Orte der billigeren Wohnungen wegen ziehen werden und hier ein Comptoir eröffnen und hier am Ort an den Staat Gewerbesteuer zahlen werden, aber zu den Kosten der Stadt auch nicht einen rothen Pfennig beitragen, weil diese Leute ihr Einkommen vielleicht in Groß-Auheim oder Windecken rc. versteuern werden.*) Dieses zur Aufklärung. Der Artikel in Nr. 250 der „Han. Ztg." Verläugnet so sehr den Stempel der objectiven Auffassung, daß er gar keiner Erwiderung bedarf.
*) Einsender befindet sich hier in einem entschiedenen Irrthum, da Alle, welche auch ohne im Stadtbezirk zu wohnen, daselbst Grundbesitz haben oder ein stehendes Gewerbe betreiben, nach §. 3 des Statuts zur Zahlung der Gemeinde-Umlagen ver- flichtet sind. (Anm. der Red.)
— Von heute an kostet bei den hiesigen Metzgern das Pfund Ochsenfleisch 21 kr.
— Vorgestern Abend wurde in einem Gartenhäuschen vor dem Steinheimerthor eingebrochen und aus demselben eine Partie Kleidungsstücke entwendet.
— Gelnhausen, 23. Okt. Das hiesige „Anzeige-Blatt" schreibt: So wären denn die Festtage der Weinlese vorüber und es herrschte während derselben in unserer Bevölkerung eine recht vergnügte Stimmung. Wenn die diesjährige Crescenz auch nur eine gute halbe Ernte hat, so sind unsere Weinbergbesitzer nach vierjährigem Mißwuchs mit dem Resultat um so zufriedener, als in Folge der bösen FrühjahrS- fröste wieder ein schlimmes Jahr in Aussicht stand. Das schöne Wetter im September und Oktober hat die Trauben zu einer seltenen Güte heranreifen lassen und für die Weintrinker kommen endlich bessere Zeiten. — Die Mostwage zeigt denselben Gehalt wie 1868 an und Viele sind der Ansicht, daß der SReue jenen Jahrgang übertrifft. Es werden auch gute Preise bezahlt, fast durchschnittlich fl. 40 per Ohm auS den guten Lagen, während geringerer billiger abgegeben werden mußte. Der Ertrag wird im Ganzen auf circa 1600 Ohm toxirt und in Berücksichtigung, daß circa 400 Acker Weinberge im Betrieb stehen, mag die Schätzung richtig sein.
— Dem ordentlichen Lehrer Dr. Heußner am Gymnasium zu Cassel ist das Prädikat: „Oberlehrer" beigelegt worden.
Thermometerstand.
27. Oktober: Höchster Stand des Thermometers + 101/*0, Abends 7 Uhr + 6°; 28. Oktober: Morgens 6 Uhr + s/*°, Vormittags 10 Uhr + 41 /Z
Zufolge Verfügung vom 26. Oktober 1874 ist auf Anzeige von dem yämlichen Tage die Firma
Schweinsberger & Henrich
zu Hanau, und als deren Inhaber die Fabrikanten August Schweinsberger und Gustav Henrich hierselbst, heute in das Handelsregister eingetragen.
Hanau den 26. Oktober 1874. (5229)
Königliches Kreisgericht, Erste Abtheilung. Müller.
____________________vt. Frankenberg.
2000 Gulden
sind gegen sicheres Unterpfand auszuleihen.
Näheres in der Expedition.___________(5216)
^ beringeliieiiner
Tranbenmoft
pr. Schoppen 12 kr., bei (5215)
____________Faulstich» Vorstadt.
Gerauer Kraut
trifft bis Donnerstag hier ein und werden Aufträge darauf Sleinheimerstraße Nr. 6 ent- gegengenommen.____________ (5221)
Marinirte Häringe
(5009) bei_______Georg Reitzel.
' Mein Lager
in Pfeifen aller Qualitäten und Größen, echten Meerfchaumfpitzen (neue Sendung) in reich- ster Auswahl Brieftaschen, Cigärren-Etuis und Porte-Monnairs in Juchten sowie ge- ringeren Sorten rc., empfehle bei möglichst billigen Preisen bestens
Auguste Zeh, vorm. Chr. Glaser,
(4916)________Römerstraße 22.
ISOtaJÄT
bester Qualität, bei (5010)
____________tjscorg Reitzel.
Zu vermiethen:
eine neue Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Keller, Kammer, in der Altgasse, bei <5226) T. Fuchy.
Hessische Ludwigs- K^Ä Eisenbahn-Gesellschaft.
iÄKISltzL
Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß für die An- und Abfuhr der Güter nach und von unserem Bahnhof in Hanau mit dem 1. November d. J. ein neuer Tarif, welcher auf der Güter-Expedition daselbst eingesehen werden kann, in Kraft tritt.
Mainz den 23. Oktober 1874. (5171)
Der Verwaltungsrath.
Damenpaletots, Jaquets u. Regenmäntel, sowie eine Partie schöne Unterröcke, empfiehlt (5130)
_______________________Elise Jacobi«
QfTXegen unzureichendem Gebot wird der früher Breuning'fche Garten vor der Kinzig brücke dahier
Mittwoch, den 11. November er., Mittags 3 Uhr, im „Goldenen Löwen" in der Buch h old'schen Wirthschaft nochmals öffentlich durch den Unterzeichneten verkauft, was Kaufliebhabern mit dem Bemerken zur Nachricht dient, daß fragl. Grundstück in vier Bauparzellen getrennt wird.
Hanau a. M. den 22. Oktober 1874. (5122) Der Agent
___________Kobert Fauerbach, Reichskrone.
NMk" Hierdurch bringe mein woylassorirrts Lager in
Silber- und Goldwaaren
in empfehlende Erinnerung und bitte Einzel-Bestellungen auf Weihnachten baldmöglichst aufgeben zu wollen. —
Meine Vorräthe an Porzellan-, Glas- und Blechwaaren verkaufe ich zu ermäßig, ten Preisen. (4218)
J. O. Hessler«
Ausverkauf.
Meinen verehrlichen Kunden mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß in circa 14 Tagen mein Geschäft geschloffen wird. (4750)
Hanau den 24. Oktober 1874.
Jacob Hamburger, Eck der Rosen- und EangStrasse.
Steinheimerftr. Nr. 15 eine Stube mit Küche. ______________________________________(5086)
Zu vermiethen:
eine große Parterre-Räumlichkeit, während der Hanauer Messe.
Näheres in der Expedition d. Bl. (5175)
2 über einander liegende große Boden zu La" gerräumen geeignet.
Näheres in der Expedition.___________(5178)
Hsèhilippsruher Allee Nr. 4 eine Mansarden- Wohnung nebst allen Bequemlichkeiten, sogleich. (4733)