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BiottnementS« jPreiâ':

Jährlich .» Thlr.

Halbj. Thlr. 1.15 Bierteljährlich 22 Sgr. 6 Pf.

IFür auswärtige AboUnenten mit dem betreffen­den Postausschlag. Die einzelne Num­mer 1 Sgr.

Haimm An; cui, er

Zugleich Amtliches Orga« für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Corresyondenz.

M 239

Mittwoch den 14. Oktober

Julertious- Preis.

s Die Ispaltige^ Sarmondzetle od deren Raum l.Sgr.

Die Sspalt. Zeile 2 Sgr.

DieäspaltigeZeile 3 Sgr.

1874

Bekanntmachungen Köngl. Landrathsamts dahier.

Verloren: Ein Stück Leinen. Ein goldener Ring.

Gefunden: Ein Kinderhandschuh. Ein Stock. Eine Knaben­mütze. Ein goldnes Medaillon. Eine goldne Broche. Ein großes Springseil. Ein Geldbeutel, enthaltend 4 kr. und 2 Schlüssel. Eine schwarze Orleans-Schürze.

Hanau, am 14. October 1874.

T 8. g e s s ch a 8.

Berlin, 9. Oktbr. Das Reichskanzleramt ist seither in Be- z.-g auf seine Beamtenzahl in stetem Wachsen begriffen gewesen. Auch jetzt werden wiederum neue Kräfte für dasselbe herangezogen, und für das neue Jahr dürfte das Personal folgende Zahlen aufweisen: außer dem Reichskanzler und dem Präsidenten des Reichskanzleramts, 3 Direk­toren, 14 vortragende Räthe, 13 ständige Hülfsarbeiter, 1 Bureauvor­steher, 29 expedirende Sekretäre, Kalkulatoren und Registratoren, 1 Kanzleivorsteher, 7 Sekretariats- und Registratur-Assistenten, 24 Kanzlei- Sekretäre, 1 Botenmeister, 1 Kastellan, 21 Boten, 1 Portier, 2 Haus­diener und außerdem noch 8 Diätarien und 4 Hülfsschreiber in der Geheimen Kanzlei. 10. Ost. Man versichert, daß der Gesundheits­zustand des Grafen Arnim ein derartiger ist, daß derselbe eine Aende­rung des Verfahrens gegen ihn schon in allernächster Zeit nothwendig machen dürfte. Der Graf leidet nämlich au der Zuckerruhr und es dürfte deßhalb nothwendig werden, entweder ihn in eine Krankenanstalt überzusiedeln, oder aber auf freien Fnß zu setzen. Inzwischen nimmt die gerichtliche Untersuchung ihren ruhigen Fortlauf und es sind bereits zahlreiche Zeugen von dem Untersuchungsrichter, Stadtrichter Pesca- tore, vernommen worden, von denen die Mehrzahl dem Auswärtigen Amte angehört. Man will die Angelegenheit möglichst beschleunigen, um so der Aufregung, welche die Angelegenheit in den mannigfachsten Kreisen hervorgerufen, bald ein Ende zu machen. (Sqw. Merk.)

Zu Bevollmächtigten zum Bundesrathe sind ernannt worden, und zwar: von Sr. Majestät dem Deutschen Kaiser, Könige von Preu­ßen : der Staats-Minister und Minister für Handel, Gewerbe und öf­fentliche Arbeiten Dr. Achenbach an Stelle des Ober-Bau-Direktors und Ministerial-Direktors Weißhaupt und der Präsident des Reichs-Eisen- bahnamts Maybach an Stelle des aus dem Reichsdienste geschiedenen Präsidenten des Reichs-Eisenbahnamtes Scheele; von Sr. Majestät dem Könige von Sachsen: der Major Edler von der Planitz an Stelle des General-Lieutenants von Brandenstein; von Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzoge von Oldenburg: der Geheime Staatsrath und Vorstand des Departements der Justiz und der Kirchen und Schulen im Groß- herzoglrchen Staats-Ministerium Mutzenbecher an Stelle des verstor- n Ministers von Rössing; von Sr. Durchlaucht dem Für- ältere Linie: Der Geheime Regierungs-Rath Kunze an RegierungsPräsidenten Meusel. Zu stellvertretenden Be- ^ostmachtigten zum Bundesrathe sind ernannt worden: von Sr. Maje­stät dem Könige von Bayern : der Ministerial-Rath im Staats-Mini­sterium der Justiz Loë ; von Sr. Majestät dem Könige von Württem­berg: der Ober-Regierungs-Rath Bätzner. <R. u. St. A.)

e Dampfkorvette Hertha, Kommandant Korvettenkapitän Lknorr, ist zu einer zweijährigen Uebungsreise nach Japan von Danzig aufhalten ' ^ e,n^aufeiL èie wird sich ungefähr zehn Tage daselbst

. r ~ D°s dem Maschinenfabrikanten F. H. Wilke zrk' Chemnitz un- 81 sra^'^r1873 ert^eiIte Patent auf eine Vorrichtung an mechanischen Webstuhlen mit mehrzelligen Schützenkasten zum Aufheben uberhangenden ^mschußfäden der ruhenden Schützen ist aufgehoben. ~ Patent-Ertheilung. g Rlttergutspächter Richard Hantzsch zu Clementinenhof bei mb Ä kt £»«6tr 1874 auf rir durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesene Hederich-Mähmaschine aus drei Jahre, für den Umfang des preußischen Staats.

M® Abnahme der Strecke Bochum-Dortmund- ErR^uuschen Eisenbahn wird am 5. November cr. stattfinden.

München, 13. Ost. Das freisprechende Erkenntniß des

Nürnberger Appellationsgerichts in der Anklagesache gegen die Mitglie­der der Nürnberger socialdemokratischen Partei wegen Kontravention gegen das Vereinsgesetz ist vom hiesigen Ober-Appellationsgericht in dessen heutiger öffentlicher Sitzung kassirt worden.

Füssen, 12. Oft, 11 Uhr 30 Min. Soeben legte, nach einer telegraphischen Nachricht derN. A. Ztg.", J. Maj. die Köni­gin-Mutter in der Pfarrkirche von Waltenhofen das katholische Glau­bensbekenntnis ab. Bischof v. Haneberg triffte heute Abend in Kemp­ten ein.

Nürnberg, 11. Okt. Die Theuerung der Lebensmittel hat in der jüngsten Sitzung den Magistrat, nach demSchw. Merk.", wie­der beschäftigt. Wenn auch durch die Reichsgewerbeordnung den Poli­zeibehörden die Hände gebunden sind, so glaubt doch das Kollegium, daß keine Schritte unterlassen werden dürfen, welche den Käufer vor der Uebervortheilung schützen können. Es wurde deßhalb eine magistra­tische Kommission gebildet, welche die Frage berathen soll, ob nicht Maßregeln getroffen werden sollen, damit in Zukunft der Verkauf von Kartoffeln und Hülsenfrüchten nach dem Gewichte, statt wie bisher nach dem Maße geschehe. Recht Vortheilhaft hat sich eine Maßregel des Magistrates bezüglich der Fleischpreise erwiesen. Der Magistrat ver­öffentlicht nämlich jetzt am Beginne eines jeden Monats im Amtsblatte die von den einzelnen Metzgern deklarirten Preise mit Namensangaben der betreffenden Metzger.

Zürich, 8. Oft. Der Beschluß des Solothurner Völkchens, betreffend die Aufhebung des Klosters Maciastein und der beiden Stifte in Solothurn und Schönenwerd macht die Ultramontanen wüthend, um so mehr, als Bern jüngst den früher gefaßten Beschluß der Aufhebung des Ursulinerinnenklosters in Pruntrut vollzogen hat, und Aargau im Begriff steht, auch seine übrig gebliebenen 3 Frauenklöster zu sekulari- siren, nachdem das Stift in Rheinfelden vor Kurzem das Zeitliche ge­segnet hat, und im Kanton St. Gallen die Aufhebung der dortigen Klöster in der Berfaffungsrevisionskommisston sehr stark erörtert wird. Vom kulturgeschichtlichen Standpunkt aus ist die Existenzberechtigung der Klöster in heutiger Zeit gerichtet, allein es muß hier im einzelnen Fall mit den Verhältnissen gerechnet und jedem Kanton überlassen wer­den, das ihm erforderlich Scheinende vorzukehren. Die Bundesverfas­sung bestimmt über die Aufhebung der Klöster bekanntlich nichts, und es ist in der Bundesversammlung nicht einmal ein Antrag auf radikale Aufhebung derselben gestellt worden.

Von der französischen Grenze, 8. Okt., schreibt man der ,,Nat.-Ztg." : Ueber die Meuterei im Karlistenlager sind nur wenig Details bekannt. Die karlistischen Journale schweigen vollkommen über die Affaire; da sie es nicht wagen, dieselbe zu widerrufen, so ist wohl anzunehmen, daß die Sache ihre Richtigkeit hat. Nach einigen Nach­richten aus guter Quelle hat Mendiri dem Oberbefehlshaber Dorrega­ray in Gegenwart Don Karlos schwere Vorwürfe in Betreff der Nie­derlagen gegen Moriones bei der Verproviantirung Pampelonas ge­macht. Don Karlos, welcher Dorregaray noch vor einigen Wochen ge­gen die Anhänger Cabreras gehalten hat, muß in der Zeit wohl ein- gesehen haben, daß Dorregaray's Talente den Verlust vieler angesehener Führer nicht aufwiegen. Da ihm Mendiri außerdem darlegte, daß Dorregaray allein die Schuld der letzten Niederlagen gegen Moriones trägt, so entsetzte er Dorregaray seiner Stellung als Oberbefehlshaber und übertrug dieselbe auf Mendiri. Einige Dorregaray treu ergebene Bataillone widersetzten sich diesem Befehl und machten von ihren Waf­fen Gebrauch, als man sie zur Anerkennung Mendiri's als Oberbe­fehlshaber zwingen wollte. Don Karlos hoffte, sie durch feine Anwe­senheit zu beruhigen, dabei soll er selbst durch eine Kugel schwer ver­wundet worden sein. Wir hoffen bald zu erfahren, ob Don Karlos ffr der That verwundet ist. Alle Nachrichten und Anzeichen sprechen dafür.

Paris, 11. Oktober. Die Zahl der Einjährig-Freiwilligen, welche dieses Jahr das Examen bestanden haben, ist 11,450 (3000 mehr als im vorigen Jahr); 2178 fielen durch.

Paris, 12. Oct. Es ist nunmehr das Resultat von 80 Stichwahlen bei den Generalrathswahlen bekannt, es wurden 40 Kon-