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KkonnementL- Preis itncL Stemoel)

ILdrliâ 3 Tvlr. , Halbj. Tblr.1.15.

Kierreljührlich 22 Sgr. 6 Pf. j Mr auswärtige

Abonnenten «tt dem betreffen= den Bostaufscklag. Die einzelne Num­

mer 1 Sgr.

MMWMtzer

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

K125

Montag den 4 Juni

Insertion Preis:

Die ispaltige Garmondzeile vl deren Raum

1 Sgr.

Die 2spalt. Zeil« 2 Sgr.

Die3fpalttgesZeil«

3 Sgr.

1874

H oiii 1. Juli d. J. an wird durch Wegfall der Stempelsteuer den Leitungen eine Erleichterung ge­schaffen und wollen wir nicht ver­fehlen den dadurch entstehenden Nutzen unsern Abonnenten zum aller­grössten Theil abzutreten.

Von dem genannten Tage an wer­den wir daher denHanauer Anzei­ger, der sich einer immerwährend bedeutend steigernden Verbreitung zu erfreuen hat, zu dem seitherigen Preise in grösserem Formate erscheinen lassen.

Den Lesern bieten wir damit mehr Stoff und dem inserirenden Publi­kum durch breitere Spalten bei un­verändertem Insertionspreis eben- wohl einen bedeutenden Vortheil.

Wir empfehlen hiermit denHa­nauer Anzeiger auch in seiner neuen Gestalt dem Wohlwollen des ver- ehrlichen Publikums.

Redaction & Expedition des Hanauer Anseiger.

Tagesschau.

Dem Herrn Pedro de Landazuri ist Namens des Deut­schen Reichs das Exequatur als Konsul der vereinigten Staaten von Mexiko mit dem Sitz in Hamburg ertheilt worden.

Es bestätigt sich, daß die Regierung in weiterer Re­gelung des Verhältnisses des Staates zur Kirche dem nächsten Landtage Gesetze über die Verwaltung des Vermögens der ka­tholischen Kirchengemeinden und über das Ordenswesen zu machen gedenkt. Wir haben, so schreibt dieTrib.", diese Nachricht schon vor Monaten gebracht, als die ersten Vorarbeiten zu sta­tistischen Erhebungen über die Zahl und die Mitglieder der männlichen und weiblichen Orden angeordnet wurden. Das Er­gebniß der letzteren Ermittelungen wird wahrscheinlich in einer besonderen Schrift unabhängig von der zu erwartenden Vorlage veröffentlicht werden. Der Entwurf über die Vermögensver­waltung hat insofern noch mit Schwierigkeiten zu kämpfen, als es sich darum handelt, die verschiedenen provinziellen Rechte zu berücksichtigen.

Der zwischen Deutschland und Brasilien am 30. Sep- tember 18/3 abgeschlossene Postvertrag ist ratifizirt worden, und hat die Auswechselung der Ratifikations-Urkunden stattge­funden.

Bonn, 29. Mai. Gestern Abend fand eine gesellige

Zusammenkunft der zur altkatholischen Synode abgeordneten De- legirten und zahlreicher Gesinnungsgenossen derselben statt. Pro­fessor Reusche brachte einen Toast auf Professor v. Döllinger aus, an welchen auch ein telegraphischer Gruß abgesendet wurde. Heute Vormittag ertheilte Bischof Reinkens einem jungen Kan­didaten der Theologie die vier niederen Weihen und die Sub­diakonatsweihe. Nachdem noch die Wahl der Synodal-Reprä- sentanz und Synodal-Examinatoren vorgenommen worden war, erfolgte der Schluß der Synode. Für den im Herbst d. J. zu- fammentretenden altkatholischen Kongreß wurde Freiburg im Breisgau als Versammlungsort ausersehen.

Darm stad t, 30. Mai. Die Ankunft der Kaiserin von Rußland in Jugenheim ist nach den bisher getroffenen Dispo­sitionen auf den 14. Juni festgesetzt.

München, 28. Mai. Die bayerische Hypothek- und Wechselbank hat heute den Diskonto für Wechsel von 4^2 Proz. auf 4 Proz. ermäßigt; für Lombard mit 5 Proz. ist derselbe gleich geblieben.

Bern, 30. Mai. Der Regierungsrath des Cantons Bern hat die in Folge der Amtsentsetzung der renitenten juras­sischen Geistlichen noch unbesetzten 28 katholischen Pfarrämter des Jura behufs ihrer Wiederbesetzung öffentlich zur Bewerbung ausgeschrieben.

Bern, 27. Mai. Der Regierungsrath hat das Kloster der Soeurs de la charité in St. Ursanne aufgehoben und zur finanziellen Liquidation den Ordensschwestern einen Termin von 3 Monaten eingeräumt. Die Soeurs de la charité sind näm­lich ein fremder (französischer) Orden und dürfen nach der Ver­fassung auf berruschem Gebiet nicht geduldet werden.

Wie zu erwarten stand, ist die Pariser Presse durch die Straßburger Petitionsadresse in eine kaum bezähmbare Wuth versetzt worden. Eine Reihe der leidenschaftlichsten Hetzartikel wird gegen die Unterzeichner jenes Schriftstücks gerichtet und hat in der That auch bereits vier derselben dermaßen einge­schüchtert, daß sie ihre Unterschrift nachträglich zurückgenommen haben. Es ist eine geradezu frivole Anmaßung, mit welcher man in Paris die inneren Angelegenheiten des Elsasses bevormunden will, nicht um den Interessen des Landes zu nützen, sondern lediglich, um die Flammen des Nationalhaffes zu schüren. Die wachsende Besonnenheit der Reichslande aber wird dies frevent­liche Spiel zerstören und angesehene Organe der dortigen Presse verlangen schon heute in entschiedenem Tone, daß man die Ord­nung ihrer Angelegenheiten dem eignen Gutdünken der Elsässer überlassen möge. Was die Bittschrift selbst anbelangt, so scheint sie günstige Aussichten auf Erfolg zu haben. Sie ist vom Reichs­kanzler sofort an den Decernenten für Elsaß-Lothringen beför­dert und von diesem beim Kaiser zum Vortrag gebracht wor­den. Trib.

Der Gesundheitszustand des Papstes gibt wieder zu Be­sorgnissen Anlaß; der heilige Vater war drei Tage lang ernst­lich unwohl, so daß er nicht einmal die üblichen Audienzen er­theilen konnte. Ein Fieber soll Pius IX. an das Bett gefeffeli haben, allein bei der Geheimnißkrämerei, welche der Klerus mii dem Gesundheitszustände des hl. Varers treibt, fehlt es an nähe-

; B^F- Fortsetzung der Tagesschau aus der Seite 604.