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heim und nicht von Somborn, wie gestern in diesem Blatte ge­meldet wurde, was hiermit berichtigt wird.

— Heute Abend 7 Uhr beginnend hält der Bezirksverein für hessische Geschichte und Landeskunde seine Monatsversamm­lung im „Hotel zum Carlsberg" ab, bei welcher Gelegenheit ein Vortrag des Herrn Gymnasiallehrers Dr. Wolff stattfindet; für den ganzen Chor des Oratorienvereins ist ebenfalls auf heute Abend eine Probe anberaumt; auf morgen Abend 81/2 Uhr hat der Vorstand des Kriegervereins seine ordentlichen und außer­ordentlichen Mitglieder behufs Besprechung über den nächsten Sonn­tag mittelst Extrazugs zu bewerkstelligenden Ausflug nach Aschaf­fenburg in das Vereinslokal eingeladen, und ebenfalls morgen Abend 8V2 Uhr präcis findet eine Außerordentliche Ver- fammlung des Central-Ausschusses für das 8. Mainthalsän- gerfest in der Centralhalle statt.

+ Mit besonderer Freude wurde die Einrichtung des neuen Wilhelmsbader Wirthes ausgenommen, seinen Gästen eine gute Flasche Bier zugänglich zu machen. Findet man doch in allen Sommerlocalen, mit Ausnahme einer Hanau sehr nahe liegenden Wirthschaft, Bier jeden Tag. Wie kam es nun, daß Herr Schreyer am Sonntag nicht besser vorgesehen war und schon gegen 5 Uhr das Bier ausging oder vielleicht nicht mehr abge­füllt war? Wir wollen hoffen, daß dies nicht öfter vorkommt, es läßt sich ja für diesmal entschuldigen.

— Wasserstand des Main-Pegels heute früh 7 Uhr 0,40 Meter.

— Der Königliche Eisenbahn-Maschinenmeister Fischer ist von der Saarbrücker zur Frankfurt-Bebraer Eisenbahn mit dem Wohnsitze in Fulda versetzt worden.

— Kassel, 26. April. Die schon lange projectirte Pferde- eisenbahn nach Wilhelmshöhe wird, nachdem vor wenigen Tagen von Seiten des Handelsministers die Genehmigung bezüglich des Bahnüberganges bei Station Wilhelmshöhe erfolgt ist, fchon in nächster Zeit zur Ausführung gelangen, so daß die Bahn vor­aussichtlich noch im Lauf des Sommers dem Verkehr übergeben werden kann. (Hess. Mgztg.)

— Fulda, 26. April. Wie der „K. Z." aus Posen ge­meldet wird, ist der wegen Unterzeichnung der Staats-Katholiken­adresse vom Grafen Ledochowski mit der großen Excommunica- tion bedrohte Hülfsgeistliche Schröter zum Direktor des hiesigen königlichen Lehrerseminars ernannt worden.

Sä Mel Atiier.

Fremd en-Liste vom 28. April 1874.

Die Herren: 1) Aldenhoven, Holzhändler aus Coblenz. 2) Hümme, Holzhändler aus Kronach. 3) Kröner, Holzhändler aus Vallendar. 4) Rö­mer, Kaufmann aus Remscheid. 5) van Knapp, Kaufmann aus Cöln. 6) Nanß, Kaufmann aus Cassel. 7) Schneider, Kaufmann aus Moskau. 8) Harke, Kammerrath aus Birstein. 9) Lippmann, Kaufmann aus Elberfeld.

10) Linz, Kaufmann aus Frankfurt. 11) Binstadt, Kaufmann aus Berlin.

Personal-Chronik aus Nr. 16 des Amtsblattes.

Auf städtischerseits erfolgte Wahl und Präsentation sind der Lehrer Dr. Völkel zu Straßburg zum Rector der Stadt­schulen zu Gelnhausen, sowie der Lehrer Dreikorn zu Etten­heim im Großherzogthum Baden und der 2. Pfarrer Weide­mann zu Bockenheim, feither Lehrer in Hanau, zu wissenschaft­lichen Lehrern an der Bürgerschule zu Bockenheim ernannt worden.

Weiter sind definitiv ernannt worden: Stippich zu Gassen,. Kr. Gelnhausen, zum Lehrer an der evangel. Schule das., Schleucher zu Rüdigheim, Kr. Hanau, zum Lehrer an der ev. Schule das., Wenderoth zu Bockenheim zum Lehrer an der Schule das.

Provisorisch ernannt wurden: der provisorische Lehrer Rückel zu Bockenheim zum Hülfslehrer an der Volksschule das., der frühere israel. Religionslehrer Rosenthal zu Fischborn zum israel. Religionslehrer zu Lohrhaupten, Kr. Gelnhausen.

Versetzt wurden: die Lehrer Salzmann zu Waldkappel, Kr. Eschwege, als 2. Lehrer an die ev. Schule zu Kilianstädten, Kr. Hanau, Ruth zu Oberissigheim, Kr. Hanau, als 3. Lehrer un die ev. Schule zu Langendiebach, dess. Kr.

Zu Lehrergehülfen wurden ernannt: die Schulamtscandi­

daten Ba ist zu Schlüchtern, Frischkorn zu Äeidenroth, Zahn zu Salmünster, Hohmann zu Roßbach, Kurz zu Eckenheim.

Pensionirt wurde: der Lehrer Sauer zu Seckbach, Kr. Hanau.

Gestorben: der Förster Schmidt zu Bieber, Oberförsterei Bieber.

Verzeichnis

der bei dem ver. evangel. Waisenhause dahier vom 2. Februar bis 20. April 1874 eingegangenen Liebesgaben.

1874. A. An Geld.

fl. kr. hlr.

Febr. 2. Von Frau Weidert hier bei Miethung

einer Wohnung......— 30 —

„ 5. „ Herrn T. Fuchy bei Vermiethung

einer Wohnung......— 30 —

„ 11. „ Herrn C. Kappes hier bei Ver­

miethung einer Etage seines Hauses 1-- „ 26. „ einem Ungenannten aus Steinau — 6 — März 2. „ einer Ungenannten.....— 18 —

„ 4. „ J. Sch. bei Er^ und Vermie­

thung einer Wohnung . . . — 35 —

„ 9. „ Gebr. D. bei Vermiethung einer

Wohnung .......— 12 —

„ 14. „ einem Ungenannten bei Kauf ei­nes Pferdes.......— 30 —

„ 24. „ den Realschülern der Tertia den Rest eines Fastnachtsvergnügens mit..........— 18 —

April 8. „ Andreas Weißenstein hier . . 8 45 —

„ 18. Bei heutiger Ausleerung der Opferstöcke rc. im Waisenhause fand sich vor:

1. in einem Papierchen mit der In­schrift : Man bittet das Lied. „Be­fiehl du deine Wege rc." singen zu lassen........— 6 —•

2. in einem desgl. mit der Aufschrift: „E. A. S. M. Z. d. 1./3. 74" 1 45 —

3. in einem desgl. mit der Inschrift: „den 13./3 bei Vermiethung einer Wohnung" .......— 6 —

4. in einem desgl. mit der Inschrift resp. Aufschrift: „12 kr. Drauf­geld beim Kaufe eines Secretärs, mit der Bitte das Lied: „Wie

groß ist des Allmächt'gen Güte rc." singen zu lassen" .....— 12 —

5. bloß gelegen.......11 40 —

20. In einem Papierchen milder Aufschrift: „Deines für eingeschmolzene Münzen" — 28 —

Summa 27 1 — oder 15 Thlr. 13 Sgr. 3 Pf.

1874. » An Lebensmitteln und Anderem.

Febr. 17. Von Herrn Theater-Director Frey hier 25 Theater- Billets für die Kinder.

März 10. „ einem ungenannten Freunde der Waisen hier fl. 25 um den Kindern ein Vergnügen zu be­reiten.

April 2. „ Fräulein Lindenbauer hier 10 Stück große ge­backene Haasen und 50 Stück gefärbte Eier.

„ 3. „ verschiedenen Damen 110 Stück gefärbte Eier. „ 3. „ Herrn Metzgermeister Marx hier 12 Pfd. Kalbsbraten.

Ferner wurden dem Waisenhause im Jahre 1873 folgende Legate vermacht und eingezahlt:

1873. fl. fr. hlr.

Febr. 1. Von Margaretha Klein, ledig, aus Kes­selstadt .........4--