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Frankfurt a. M.: (Der eiserne Steg.) In der „Deutschen Bau­zeitung", Organ der deutschen Architekten, ist bei einer Be­sprechung der in der Wiener Ausstellung ausgestellten Modelle und Zeichnungen unseres eisernen Steges mit folgenden Worten gedacht: „Von Hängebrücken ist nur eine einzige zu verzeichnen, nämlich der Kettensteg zu Frankfurt a. M. von P. Schmick. Die deutsche Technik hat aber einigen Grund, auf diese Leistung stolz zu sein, da sie die erste wirklich versteifte Hängebrücke ist, die ausgeführt wurde rc." — Am 28. v. M. wurde im Stadt­walde, nahe der zweiten Tribüne, ein etwa 60 Jahre alter Ar­beiter aus Lauterbach bei Grüneberg erhängt aufgefunden.

Lokales und Provinzielles.

Hanau, 3. März 1874.

△ Im Kunstindustrie- und im kaufmännischen Verein sprach gestern Karl Scholl von Nürnberg vor einer überaus zahl­reichen Zuhörerschaft zu deren ganz besonderer Befriedigung. Der Kampf des Staufers Friedrich II. mit den Päpsten Gregor IX. und Jnnocenz IV. ist schon an sich und durch seinen so bedeutsamen Bezug auf die großen Aufgaben unserer Zeit vom packendsten Interesse, — ein guter Theil aber des Erfolgs, den ein Redner gewinnt, liegt in ihm selbst. Was hier auf Alle so wohlthuend wirkte, war neben der Klarheit der Darlegung und bei aller Wärme die schlichte Gemessenheit, die objektive Art der Behandlung, in welcher der Vortrag sowohl die einzelnen Phasen des gewaltigen Dramas nach Motiv und geschichtlichem Verlauf, nach Ursprung und Ergebniß vorführte, als das Schluß- sacit des tragischen Ausgangs dahin zog, — daß der in eiserner Konsequenz geschlossenen Hierarchie gegenüber auch ein Heldenge­schlecht wie das der Hohenstaufen, unterliegen mußte, weil es in dem unseligen Kaisertraum befangen war, neben der deutschen auch die italische Krone tragen zu müssen und vor Allem, weil es im Schwert und nicht in der von reformatorischen Ideen be­wegten Kraft des Bürgerthums die Hülfe für den großen Kampf suchte, den Rom von vornherein der Oberherrschaft, — nicht des Glaubens wegen führte.

R—. Die von Groß und Klein so gerne gesehenen Früh­lingsboten sind gestern eingetroffen und haben, nachdem sie ihre früheren Residenzen auf dem Leihhause rc. einer gehörigen Musterung unterzogen, dieselben bezogen.

R. Gestern Nachmittag stürzte auf dem Bebraer Bahnhof ein Gerüst, welches gerade abgebrochen werden sollte, in dem

Moment zusammen, als sich noch drei Dekorationsmaler darauf befanden, von welchen zwei herunterstürzten, ohne weiteren Schaden zu nehmen, der dritte sich jedoch an dem Gesimse fest, hielt und so lange schwebte, bis er mittels einer Leiter herunter­geholt werden konnte.

P. In einer hiesigen Restauration sprang dieser Tage dem Zapfjungen der brennende Phosphor eines Zündhölzchens an die Lippe, und achtete der Junge diese geringe Verletzung nicht. Dem Vernehmen nach soll jedoch die Wunde gefährlich geworden und Blutvergiftung eingetreten sein, so daß die Verbringung des Unglücklichen in das Landkrankenhaus nöthig wurde.

Eingesandt.

LG. Herr Referent C. scheint am Wechselfieber zu leiden. Seine letzte Recension begann mit der Frage? Wer ist jetzt nicht zufrieden?

Herr Direktor Frey stellt wenigstens dadurch, daß er in letzter Zeit Frl. Fiebach in 2 Stückchen auftreten ließ, das Publikum einigermaßen zufrieden.

Leider geht die diesjährige Theatersaison schon stark ihrem Ende entge­gen und bin ich der festen Ueberzeugung, daß sich unser Hanauer Publikum mehr für unsere kleine Fiebach als für die ganzen Referate des Herrn 0. interesfirt. Mehrere eifrige Theaterbesucher schließen sich mir an und sehen lieber unsere liebliche Soubrette auf der Bühne, als sehr verzerrt erscheinende Gesichter, worüber schon Herr Referent C. selbst seine Glossen gemacht hat, jetzt aber sich der Kritik über solches Personal enthält.

Frl. Fiebach, lassen Sie sich also nicht irre machen und hegen Sie kein zu großes Bedenken auch mitunter Extempores der Frl. Schramm mit einzuflechten, denn durch sich selbst ist noch kein Geist groß geworden. Ich glaube Herr C. kann dies auch beurtheilen.

— Wasserstand des Main-Pegels heute früh 9 Uhr 0,36 Meter

Briefkasten der Redaktion.

Z., P., B., F. rc.: Das versprochene Preisräthsel erscheint vor Schluß dieses Monats und sind für den Ueberbringer der ersten richtigen Lösung „Schillers Werke" bestimmt. — Th. K., J. M., W. W. rc.: Die eingesandten Akrostichon, Arithmogryph rc. werden gelegentlich benutzt, natürlich kommen die schon lange in Händen habenden zuerst an die Reihe. — F. Sch.: Nicht verwendbar.

Hötel Adler.

Fremden-Liste vom 3. März 1874.

Die Herren: 1) Müller, Kaufmann aus Sonneberg; 2) Winkelow, Kaufmann aus Langenselbold; 3) Heilbrunner, Kaufmann aus Elberfeld; 4) Mähner, Kaufmann aus Berlin; o) Haberkern, Kaufmann aus Nürn­berg; 6) Ornstein, Kaufmann aus Holland; 7) Eya, Kaufmann aus Frank­furt; 8) Reinhardt, Fabrikant aus Straßburg.

NT Die Berliner Post ist heute ausgeblieben.

Hanau. Nachdem die Erbschaft der am 14. Januar d. J. verstorbenen Wittwe des Metzgermeisters Johannes Fuchs, Henriette Judith, geb. Hilker, dahier, von ihrem nächsten Erben unter der Rechts­wohlthat des Inventars angetreten worden ist, wird Termin auf

den 23. März d. I.,

Vormittags 9 Uhr, bestimmt, in welchem die Gläubiger der Wittwe Fuchs ihre Forderungen dahier anzumelden haben, widrigenfalls dieselben bei der Aufstellung des Inventars unbe­rücksichtigt bleiben.

Hanau, 27. Februar 1874.

König!. Amtsgericht, Abth. III.

Malkmus.

(923) vt. Kämpf k. A.

Vom 1. April er. ab werden im Ver­kehr der Stationen der Frankfurt-Bebraer Bahn mit Stationen der Westfälischen Eisenbahn die Sätze des Special-Tarifs II. um 20 Sgr. pro 100 Centner erhöht werden.

Cassel am 17. Februar 1874. (935) Kg. Eiseubahn-Direction.

Holz-Versteigerung in der Königl. Oberförsterei Wolfgang.

Freitag den 13. März er., von Vormittags 9^2 Uhr ab, sollen beim Wirth Amrhein zu Neu- wirthshaus folgende Hölzer öffentlich ver­kauft werden:

a. District Lehrhöferheide:

30 Schock Kiefern-Stangen,

100 Rmtr. „ Scheit u. Prügel und

25 Hdrt. „ Zopfreis;

b. Distrikt Torfhaus:

20 Hdrt. Kiefern-Wellen;

c. auf der zur Pulverfabrik bestimm­ten Fläche:

2 Hdrt. Eichen-Zopfreis,

40 Rmtp. Kiefern-Scheit u. Prügel und

15 Hdrt. Kiefern-Zopfreis. Wolfgang den 28. Februar 1874.

Der Oberförster

(936) Richter.

Block-Chocolade

in Vi, Vs und Vi Pfd., pr. Pfd. 28 fr., (939) bei GreOPg Reitzel.

Hausverkauf.

Montag den 9. d. M.,

Nachmittags 2 Uhr, wird im Kämmereilokal das Haus Nr. 23 Gärtnergaffe (weiße Taube genannt) wie­derholt zum Verkauf bezw. theilweisen Abbruch unter Vorbehalt der Genehmigung des Stadtraths und Gemeindeausschusses öffentlich ausgeboten.

Die Bedingungen u. s. W. liegen wiederum zur Einsicht offen.

Auch wird aus der Bekanntmachung des 1. Termins wiederholt, daß Nachgebote ausgeschlossen sind.

Hanau, 2. März 1874.

Der Stadtkämmerer

(931)________Weidert._____________ Gothaer Cervelatwurst

feinste Qualität, bei (940)

Georg Reitzel.

Zöpfe, Locken und Chignons werden verferiigt

(942) _______Paradeplatz 19, 1 St. links.

3wei möbl. Zimmer an solide Herren.

Näh. in der Expedition. (927)