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sind. Stemcel)

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Für ausroârtige Abonnenten mit dem betreffen« dxh fBoftauff^Iag. Lieeinzelne Num­mer 1 Sgr.

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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

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Die ifbalttge

Eermvndzcile od deren Raum

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Die 2!paN. Zeile 3 Sgr.

Die Slpaliige Zeile

3 Sgr.

Montag den 2. Februar.

1874

Die diesjährigen Frühjahrs-Controll-Versammlungen im Kreise Hanau finden an nachstehenden Orten und Tagen statt.

4. Bezirks-Compagnie :

am 9. März cr. früh 9 Uhr Mittelbuchen,

10. 8 u. 10 Uhr in Hanau.

11. 8 u. 10 do.

12. 9 Uhr in Langenselbold.

5. Bezirks-Compagnie:

am 9. März er. früh 9 Uhr in Bockenheim, 10. 9 do.

,, 11. 9 Windecken,

12. 9 Bergen.

Dies wird mit dem Bemerken veröffentlicht, daß die zum Erscheinen verpflichteten Leute sämmtliche Militairpapiere mit zur Stelle zu bringen haben. Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche bis spätestens 5. März cr. an die betreffende Bezirks- Compagnie resp, das diesseitige Kommando gerichtet werden. Gleichzeitig werden sämmtliche Mannschaften, welche etwaige Wohnungs-Veränderungen bei dem Bezirksfeldwebel noch nicht gemeldet haben, aufgefordert, diese Meldung unverzüglich zu be­wirken.

Frankfurt a M. den 30. Januar 1874.

Königl. Landwehr-Bezirks-Commändo.

Wird veröffentlicht.

Hanau am 31. Januar 1874.

Der Landrath: Schrötter.

Tagesschau.

DerR. u. St.°A." enthält: 1) Allerhöchster Erlaß vom 23. Januar 1874, betreffend die Ausgabe von Reichs-Gold-, Silber-, Nickel- und Kupfermünzen neben den Landesmünzen der Thalerwährung durch die Königlichen Kaffen. 2) Gesetz wegen Aufhebung der Mahleingangssteuer von Stärke (Kraftmehl) und Stärkepuder.

In der letzten Donnerstagssitzung wurde im Abgeordne­tenhause die Position von 16,000 Thlr. für den Bischof Rein­kens genehmigt.

Die berl.Trib." schreibt:Wenn Alt-England in die- sen Tagen die deutschen Zeitungen läse, so würde es trotz seines hinlänglich scharf ansgeprägten politischen Selbstgefühls vermuth­lich doch erstaunt sein über die Wirkung, welche man diesseit des Canals von einer Kundgebung seiner öffentlichen Meinung ver­spürt. Wohin man sieht und hört, Alles ist erfüllt von dem Eindruck des Londoner Meetings, und wenn die Kritik seiner Beschlüsse nach dem Parteistandpuiikte auch sehr verschieden aus­fällt, so wird doch seine enorme Bedeutung ohne Unterschied der Farbe auf allen Seiten gleichmäßig geschätzt. Allerdings gehört die Versammlung von St. James Hall zu den großartigsten Demonstrationen, welche jemals in England veranstaltet worden sind; der Kern des englischen Volkes, die Aristokratie und die Mittelklassen des Landes, haben sich aus eigenster Entschließung auf die Seite des deutschen Volkes in seinem Kampfe wider den

Papismus gestellt und offen bekannt, daß Englands Regierung und Volk den Bestrebungen Deutschlands bisher nicht die Wür­digung haben zu Theil werden lassen, die ihnen gebührt. Mit dem Princip der Manchesterschule, sich nicht in fremde Sachen zu mischen, wäre man diesmal in ein unmögliches Extrem ge­rathen. Englands moralische Interessen greifen über den Strand und die Klippen, die sein Gebiet umgrenzen, hinaus, aber auch in seinem eigenen Hause haben die Folgen des clericalen Kampfes, der die Gegenwart erfüllt, sich schon gezeigt. In diesem Kampfe muß Jeder Parthei nehmen, er mag wollen oder nicht, und Eng­land hat nach langer, schweigender Gleichgültigkeit erkannt, daß dieser Kampf auch für seine Unabhängigkeit geführt werde. Es ist der dortigen öffentlichen Meinung schwer geworden, die preußi­sche Kirchenpolitik zu verstehen: sie hat ein feines Gefühl für Gewissensbedrückung und religiösen Zwang und wollte Anfangs Beides in unsern Maigesetzen wittern. Je schwerer aber das richtige Urtheil endlich gefunden, desto größer ist sein Gewicht. Unsere Ultramontanen, die sich im Anfänge des Kampfes gern auf englische Stimmen beriefen, um zu zeigen, daß der Libera­lismus nichts von Freiheit verstehe, sind nun sehr übel daran. Dasselbe England, welches einst die Armada des aUerchristlichsten Königs zerstörte, um einen Eroberungszug des Papstes abzu­schlagen, und das in Sachen der Freiheit als ziemlich compe- tenter Richter gegolten, tritt offen als Zeuge für die freiheit­lichen Bestrebungen des Staates, gegenüber der römischen Kirche, ein. Die Ultramontanen haben den einzigen Ausweg gewählt, der ihnen bleibt, sie aber schwerlich aus der Enge bringen wird. Sie wollen eine Gegendemonstration gegen das Meeting in Scene setzen. Es mag ihnen gelingen, eine recht ansehnliche Schaar von Theilnehmern für dies Gegenmeeting zusammen zu bringen, von Wirkung kann dasselbe aber nicht sein, da es wie alle ultra­montanen Demonstrationen auf Zwang beruht. Niemand hat auf die in James Hall Versammelten einen Druck geübt; ihre Vereinigung beruhte lediglich auf dem Gefühl der Solidarität aller Staaten, gegenüber der Herrschsucht der römischen Kirche. Je mehr dies Gefühl sich befestigt, desto ungefährlicher wird der internationale Charakter unserer Römlinge, desto unnötiger auch manche kleinliche Repressivmaßregel, wie sie eben erst durch ein paar französische und belgische Zeitungen veranlaßt wurde."

Im Interesse größerer Beschleunigung und Vereinfachung des Abfertignngs- und Bestelldienstes hat vom 1. Februar l. J. anfangend a) die Kartirung der Fahrpostsendungen ohne Werth­angabe und der gewöhnlichen d. h. nichtrekommandirten Postvor- schnßbriefe im Verkehre der bayer. Postanstalten unter sich wie auch im Verkehre des Reichspostgebietes und von Würtemberg ohne Unterschied der Aufgabe- und Bestimmungsorte nur mehr summarisch der Stückzahl nach zu erfolgen, b) die Frankirung aller hienach zur summarischen Kartirung verwiesenen Sendungen bei der Aufgabe in Bayern durch Briefmarken zu geschehen und c) die Zustellung aller Fahrpostsendnngen in Bayern mit alleini­ger Ausnahme der Werthbriefe und der Briefe mit Postvorschuß gegen Empfangsbescheinigung auf der Rückseite der reglement­mäßig dazu gehörigen Postpaketadressen stattzufinden.

Den Fabrikanten Eigel und Lesemeister zu Cöln ist unter dem 24. Januar 1874 ein Patent auf eine Eismafchine in der durch Zeichnungen und Beschreibung nachgewiesenen Zusammen-