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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.
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M±.
Dienstag den 6. Januar.
1874.
Bekanntmachung.
Die Herren Bürgermeister des Kreises haben ohne Verzug alle in ihren Gemeinden befindlichen, dem deutschen Reiche angehörigen Militairpflichtigen, Dienstboten, Haus- und Wirth- schaftsbeamteu, Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerksgesellen, Fabrikarbeiter und andere in ähnlichen Verhältnissen lebende Militairpflichtige, welche
1. im Jahre 1854 geboren sind,
2. das militairpflichtige Alter bereits überschritten, aber ihrer Militairpflicht noch nicht genügt haben und
3. diejenigen, welche sich bereits vor den Ersatzbehörden gestellt, eine definitive Entscheidung über ihre Militair- verhältnisse aber noch nicht erlangt haben, vorzuladen um ihre Anmeldung zur Stammrolle bei Vorlegung der Taufscheine gemäß §. 59 der Militair-Ersatz-Jnstruktion vom 26. März 1868 in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar d. I. bei ihnen zu bewirken. Diejenigen Militair- pflichtigen, welche ihre Anmeldung zur Stammrolle unterlassen, haben nicht nur die im §. 176 der Militair-Ersatz-Jnstruktion angedrohte Geldstrafe von IG x-ijuler ev. verhältnißmäßige Gefängnißstrafe verwirkt, sondern können außerdem nach §. 177 der angezogenen Ersatz-Instruktion an der Loosung Theil zu nehmen für verlustig erklärt und zum Militairdienst vorzugsweise herangezogen werden.
Nach dem 1. Februar d I. haben die Herren Bürgermeister unter Benutzung der Geburtslisten, welche ihnen Seitens der Herren Geistlichen zugehen werden, die Stammrolle nach dem vorgeschriebenen Formular (Amtsblatt de 1871 Nr. 61 Seite 424) aufzustellen und bis zum 1. März d. J. mit sämmtlichen Belägen hierher einzureichen.
Hanau den 2. Januar 1873.
Der Landrath : Schrötter.
— Der Kaufmann M. Sichel hier ist zur Lieferung der Fourage pro 1874 für den Garnisons-Ort Hanau und auf Verlangen auch in dessen Umkreise von 2 Meilen von Königlicher Intendantur des 11. Armee-Corps kontraktlich verpflichtet worden.
Für den Fall, daß die resp. Gemeinden zur Lieferung der Fourage für durchmaschirende Truppen pro 1874 nicht im Stande sein sollten, kann auf die Magazinbestände des genannten Lieferanten recurirt werden.
Diefes dient den Herrn Bürgermeistern zur Nachricht.
Hanau am 2. Januar 1874.
In der Gemeinde Großauheim ist die Stelle eines Forstschutzbeamten mit einem jährlichen Gehalt von zunächst 280 Thlr. und freier Dienstwohnung resp, angemessener Miethsent- schädigung zu besetzen.
Anwärter der Jägerscorps wollen sich binnen drei Monaten melden.
Hanau am 29. Dezember 1873.
Tagesschau.
— B erlin, 5. Jan. Der erneute Erkältungszustand Sr. Majestät des Kaisers und Königs ist nunmehr fast vollständig
beseitigt, und schreitet die Herstellung der Kräfte in wahrnehmbarer Weise fort.
— Der „R. u. St.-A." enthält: Instruktion über die Erhebung der durch die Gesetze vom 1. Mai 1851 und vom 25. Mai 1873 angeordneten Klassensteuer, sowie über die Behandlung der diese Steuer betreffenden Ab- und Zugänge, Reklamationen und Rekurse. Vom 12. Dezember 1873.
— Die preußische Bank hat den Disconto auf 4% Lombard auf 5*/i pCt. herabgesetzt.
— Bis zum 14. Dezember d. J. waren in den Münzstätten des Deutschen Reichs in Zwanzigmarkstücken 818,879,420 Mark und in Zehnmarkstücken 192,685,460 Mark ausgeprägt worden.
Die Gesammt-Ausprägung in Reichs-Goldmünzen stellt sich daher bis zum 20. Dezbr. d. I. auf 1,013,359,580 Mark, wovon 818,879,420 Mark in Zwanzigmarkstücken und 194,480,160 Mark in Zehnmarkstücken bestehen.
In der Woche vom 14. bis 20. Dezbr. sind ferner geprägt in Zehnmarkstücken: in Berlin 397,950 Mark, in Hannover 560,240 Mark, in Frankfurt a. M. 856,510 Mark. ,
An Reichs-Silbermünzen und zwar in 1 Markstücken waren bis zum 14. Dezember d. Js. 391,811 Mark und in Zwauzigpfennigstücken 877,433 Mark 40 Pfennige ausgeprägt worden. In der Woche vom 14. bis 20. Dezember d. I. sind ferner geprägt in 1 Markstücken: in Berlin 214,748 Mark; in Hannover 45,512 Mark; in München 114,972 Mark; in Stuttgart 67,468 Mark; in Zwanzigpfennigstücken: in Hannover 45,540 Mark, in Frankfurt a. M. 20,000 Mark, in München 52,603 Mark 40 Pf., in Stuttgart 27,011 Mark 20 Pf. und in Karlsruhe 27,000 Mark, mithin stellt sich die Gesammt-Ausprägung in Reichs-Silbermünzen auf 1,884,099 Mark und zwar in 1 Markstücken 834,511 Mark und in Zwanzigpfennigstücken 1,049,588 Mark.
An Reichs-Nickelmünzen und zwar in Zehn-Pfennigstücken waren bis zum 14. Dez. d. J. 194,278 Mark 20 Pf. ausgeprägt worden. In der Woche vom 14. bis 20. Dezember d. I. sind ferner in solchen Stücken geprägt: in Berlin 20,802 Mark 30 Pf., in Hannover 3719 Mark 70 Pf., in Frankfurt a. M. 9950 Mark 50 Pf., in München 7970 Mark 90 Pf. in Stuttgart 12,538 Mark 50 Pf,, und in Karlsruhe 15,000 Mark, mithin Gesammt-Ausprägung in Reichs-Nickelmünzen 264,260 Mark 10 Pf.
An Reichs-Kupfermünzen waren bis zum 14. Dez. d. J. und zwar in 2 Pfennigstücken 17,211 Mark 90 Pf. und in 1 Pfennigstücken 1844 Mark 30 Pf. ausgeprägt worden. In der Woche vom 14. bis 20. Dez. d. J. find von 2 Pfennigstücken ferner geprägt: in Berlin 1768 Mark 90 Pf., und in Hannover 2383 Mark 90 Pf., mithin eine Gesammt-Ausprägung in Reichs-Kupfermünzen von 23,209 Mark.
— Frankfurt, 5. Jan. Wie verlautet, so schreibt die „N. Frankf. Pr.", befindet sich der bekannte Hr. v. Savigny, ehemals preußischer Gesandte am Bundestage, später Freund und Parteigenosse der Herren Windthorst und Mallinckrodt, gegenwärtig Reichsagitator für die Centrumsfraction, dermalen in unserer Stadt mit dem Auftrage, die hiesigen Katholiken zu veranlassen, ihre Stimme Hrn. L. Sonnemann zu geben.
— Metz, 31. Dezbr. Wir sind nun am dritten Jahres-