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nnmictln;cincr.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanan.

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Die ispaltige Garmondzeile ob. deren Raum

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Die Sspalt. géile 2 Sgr.

Dreispaltige Zeile

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*^ 238. Dienstag den 14. Oktober. 1873.

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts dahier.

Gefundene Gegenstände. Ein Hut und eine Mütze Ein Gebund Schlüssel. Eine Pferdedecke. 33 kr. Ein graues halbwollenes Tuch. Ein Paar Strümpfe. Ein Cigarrenetuis. Eine schwarze Schürze. Ein Kinderhemdchen. Ein Geldtäsch­chen mit 3 kr. Eine wachslederne Tasche. Ein Etuis. Ein weißes Taschentuch. Ein schwarzer Gürtel. Ein Medaillon. Ein Hütchen von Roßhaaren. 1 fl. 6 kr. Ein Hundehalsband. Eine Kinderstrümpfchen. Eine Armbinde, 8. 5 gezeichnet.

Zugelaufen. Zwei Pudelhunde.

Verlorene Gegenstände. Ein goldener Manschettenknopf.

Eine schwarze Brosche mit Goldfassung.

Hanau am 13. September 1873.

Tagesschau.

Dieberl. Trib." sagt in ihrer Tagesschau, nachdem sie die staatliche Anerkennung der Altkatholiken besprochen, zum Schlüsse noch:So berechtigt der Gedanke des Alt-Katholicis­mus indeß auch ist, so wenig würde er es gleichwohl vermocht haben, allein durch seine geizige Kraft zu siegen. Auch die Reformation hätte dies niemals gekonnt. Ohne die Unter­sstützung der Mächtigen und ohne die Verbindung mit deren Interessen wäre es dem jungen Werke nimmermehr gelungen, die Feindschaft der Curie und die Theilnahmlosigkeit der Massen wirksam zu bekämpfen.

Aus diesem Gesichtspunkte betrachtet ist die staatliche An­erkennung des Bischofs Reinkens von hochpolitischer Bedeutung. Zu seinem Ansehen in der Gemeinde bedurfre er der äußeren Deckung durch den Staat, zur erfolgreichen Verbreitung seiner Lehre, welche die Lehre aller gebildeten Katholiken der Gegen­wart ist, bedarf er äußerer Hülfsmittel, die nur der Staat ihm gewähren kann. Bischof Reinkens ist heute ein Oberhirt, dem man nach kanonischen Gesetzen nichts mehr anhaben kann; zur rationellen Entwickelung der neuen Gemeinde gehört nun vor allen Dingen ein lehrtüchtiger Clerus, den der Bischof sich her­anbilden muß. Um dies zu können sind Anstalten und Vor­kehrungen nöthig, die mannichfache materielle Opfer erfordern. Auch hier muß der Staat helfend und bahnbrechend eingreifen, soll anders nicht der Keim verdorren, noch ehe er zur Blüthe gelangt. Glücklicherweise sind die Interessen des heutigen Staats in demselben Grade diejenigen des Altkatholicismus, wie einst im Mittelalter die weltlichen Mächte dieselben Feinde hatten, wie die Reformation. Unsere Staatsleitung wird diese Soli­darität nicht aus dem Auge verlieren, und wie der höchste Cul­tusbeamte des Staates dem Bischof der Altkatholiken die mora­lische Sanction des Staates ertheilt hat, so wird die Gesetzge­bung ihm bei nächster Gelegenheit die materielle Grundlage schaffen, auf welcher allein er ein ersprießliches Wirken entfal­ten kann."

Berlin, 13. Oct. Der Kriegs-Minister hat Anord­nung dahin getroffen, daß, auf eingehende Anträge, an Krieger­vereine Waffen aus Beständen der Militärverwaltung käuflich überlassen werden dürfen, so weit sich geeignete Waffen in den Beständen vorfinden und dieselben der Militärverwaltung entbehrlich sind. Eine unentgeltliche oder leihweise Verabfolgung

von Waffen an die gedachten Vereine ist nach wie vor ausge­schlossen.

Dem R. Ricklefs zu Wihelmshaven ist unter dem 10. Oct. d. J. ein Patent auf einen Dampfkessel in der durch Be­schreibung und Modell nachgewiesenen Zusammensetzung, ohüe Jemanden in der Anwendung bekannter Theile zu beschränken, auf drei Jahre, von jenem Tage an gerechnet und für den Um­fang des preußischen Staats ertheilt worden.

Unter Hinweisung auf die Bestimmungen des §. 10 des Gesetzes vom 7. Mai 1853 und des §. 144 des Strafge­setzbuchs sind die Bezirksregierungen Seitens der Minister für Handel rc. und des Innern veranlaßt worden, alle Auswande­rungs-Agenten und Werbe-Emissäre, welche den Besitz der Deutschen Reichs-Angehörigkeit nicht nachzuweisen vermögen, aus dem Lande zu verweisen.

Neustadt a. d. Hardt, 12. Oct. In der heutigen Gemeindeversammlung wurde einstimmig die Einführung konfes­sionell gemischter Volksschulen beschlossen; der katholische Pfar­rer Müntz sprach sich gegen, der protestantische Pfarrer Leyser für die Errichtung aus.

Billige Fleischpreise. In Würzburg kündigen verschie­dene Metzger das Pfund bestes Rindfleisch zu 18 kr., junges fettes Hammelfleisch zu 16 kr., an; in Schweinfurt wir letzteres zu 15 kr. verkauft.

Köln. Die Direction der Rheinischen Eisenbahn-Ge­sellschaft hat dieser Tage einen Versuch mit Braunkohlenheizung anstellen lassen. Sie ließ eine mit Braunkohlen geheizte Loko­motive den ganzen Tag über zwischen dem Central-Güterbahn­hof und den hiesigen Lokalstationen hin- und herfahren. Der Ver­such ist gut ausgefallen.

Dresden, 13. Oktbr., Vormittags. Der Kronprinz von Sachsen wurde vorgestern Nacht mit seinem Wagen umge­worfen, wobei derselbe unter den Wagen zu liegen kam. Der Prinz befindet sich in ärztlicher Behandlung in Pillnitz; die er­haltenen Verletzungen sollen nicht lebensgefährlich sein.(R. u. st A.)

St. Gallen, 12. Oct. Angesichts der Lage in Frankreich und ihrer Einwirkung auf die Verhältnisse in der Schweiz spricht die Zeitung von St. Gallen das Verlangen aus, falls die schweizerischen Bischöfe gleich ihren französischen Kolle­gen die römisch-katholische Kirchenorganisation zu politischen Zwecken mißbrauchen sollten, die Organisation durch Beseitigung der Mittelglieder zwischen Rom und dem schweizerischen Klerus sofort aufzulösen.

Genf, 13. Octbr. Bei den gestrigen kirchlichen Wah­len wiesen die Listen der liberalen Katholiken 1261 Stimmbe­rechtigte auf. Von diesen wurden Pater Hyacinth, Kanonicus Hurtault und Abbe Chavard zu Pfarrern, sowie 9 Parochial- räthe mit zwischen 1250 und 1256 Stimmen schwankenden Ma­joritäten erwählt. Die Ultramontanen enthielten sich der Ab­stimmung. Neue Franks. Pr.

Wien, 10. Oktober. Der Rechnungsabschluß der Wiener Weltausstellung bis Ende September 1873 lautet: Ein­nahmen: eigene 2,681,627 fl. 66,5 kr., fremde 4329 fl. 15,5 kr., empfangene Staatsdotation 15,043,314 fl. 15 kr., zusammen 17,729,270 fl. 96 kr. Ausgaben: 14,769,933 fl. 12,5 kr., an die Staatskasse abgeführte Einnahmen 2,681,627 fl. 65,5 kr.,