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Abonnements- Preis (incl. Sremvel)

Jährlich 3 Thlr.

Halbj. Tblr.1.15. Vierteljährlich 22 Sgr. 6 Pf.

Für auswärtige Abonnenten mit dem betreffen­den Postaufschlag.

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Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Die einzelne Num­mer 1 Sgr.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Jnscrtians.

Preis: .2

Die ifpaltige Garmondzeile ob.

deren Raum

1 Sgr.

Die afpalt. Zeile

2 Sgr. &

Die »wattige Zeile 3 Sgr.

^223.

Freitag den 26. September.

1873.

8k AtaßMts-EinlaiW A

Auf das mit dem 1. Oktober cr. beginnende neue Abon­nement für den außer Sonn- und Feiertags täglich erschei­nenden

Hanauer Anzeiger und dessen Unterhaltungs-Blatt erlauben wir uns ergebenst einzuladen.

Bei seinem billigen Preise von 22^2 Sgr. pro Quartal bietet der Anzeiger neben der Reichhaltigkeit seines Inhaltes in seiner Tagesschau durch rasche Mittheilung der wichtigsten Ereignisse die Annehmlichkeiten einer Zeitung, so daß seine Le­ser dem Laufe der Tages-Ereignisse stets folgen können und werden wir auch fernerhin besorgt sein, in das Unterhaltungs­blatt nur gute und spannende Erzählungen rc. aufzunehmen.

Abonnements nehmen alle Postanstalten, hier die Expedi­tion (Hammergasse Nr. 9, im Waisenhause) entgegen.

Die Expedition.

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts dahier.

Georg Kaspar Lind zu Ravolzhausen, Kriminalgerichts- Sekretar Ferdinand Pierer von Altenburg, Heinrich Goy und Peter Georg Uhrig zu Hirzbacher-Höfen, Bildhauer C. Leuchtweiß, Inspektor a. D. Weber, Kaufmann Anton Waltz, Major a. D. Robert, Bijouteriefabrikant Schön­feld, Major a. D. von Marschall, Amtswundarzt Ditzel und Jacob Schnitzer zu Hanau, Oekonom Nicolaus Muxter zu Rendel, Heinrich Adam von Oberrodenbach, Jagdaufseher Heinrich Peter Bach, Maurermeister Paul Schaaf, Unter­förster Lipsius zu Niederrodenbach, Oekonom Karl Heck zu Dörnigheim, Peter Hensel 5., Johannes Schwarzhaupt, Heinrich Schwarzhaupt 2., Heinrich Heck 3. und Simon Ruth 4. zu Rüdigheim, Karl Brüning zu Langendiebach, H. Lochmann zu Eichen, Damainenpächter I. C. Schon­lau zu Gronauer-Hof, Kaufmann Theodor Schellknann von Offenbach und Jagdaufseher Peter Fuß zu Windecken haben neue Jagdscheine empfangen.

Hanau am 23. September 1873.

Der Heilgehülfe Johannes Eckhardt von Preungesheim ist als Todtenbeschauer eidlich verpflichtet worden.

Hanau am 23. September 1873.

Tagesschau.

— Berlin, 25. Sept. Der König von Italien, der Kaiser und die Prinzen des königlichen Hauses begaben sich heute Morgen 8 Uhr mit einem kleineren Gefolge nach Hubertusstock. Fürst Bismarck, welcher von Varzin hier eingetroffen ist, nimmt nicht an der Hofjagd Theil. Derselbe empfing Mittags den ita­lienischen Ministerpräsidenten Minghetti zu längerem Besuche.

(Neue Frankf. Pr.)

— Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: „Die General-Te- legraphen-Direktion leitet gegenwärtig die Vorbereitungen ein,

um die Annahme weiblicher Telegraphengehilfen zum 1. Jan. k. I. zu ermöglichen. Es sollen vorläufig 19 Gehilfinnen ange­nommen werden. Eine eigentliche Anstellung derselben ist dabei nicht in Aussicht genommen, da ihnen auch die Eigenschaft etats­mäßig angestellter Beamten nicht beigelegt, sie vielmehr aus dem Pauschquantum für Annahme von Hiflsarbeitern u. s. w. erhal­ten sollen. Schon am 1. Okt. d. J. sollen Frauen oder Mäd­chen, welche das 18. Lebensjahr erreicht, aber das 30. Jahr noch nicht zurückgelgt haben und neben allgemeiner Bildung gute Kenntnisse in der Geographie und der französischen Sprache be­sitzen, anch etwas Englisch verstehen, zu einer dreimonatlichen Erlernnung der Telegraphie Annahme finden. Während dieser drei Monate erhalten die Aspirantinnen kein Gehalt. Die Zah­lung eines solchen beginnt erst mit dem 1. Januar k. I., und zwar zunächst für 6 Probemonate. Die definitive Annahme er­folgt, wenn die Gehilfin sich während der Probezeit bewährt hat. Bei der General-Telegraphendirektion sind bis jetzt etwa 30— 40 Anmeldungen von Frauen und Mädchen erfolgt."

— Das neuerdings eingetretene Fallissement mehrerer nicht unbedeutender Actiengesellschaften — so wird der „Weser-Zei­tung" von Berlin geschrieben — hat dem Handelsministerium Anlaß gegeben, genaue Erkundigungen über den Stand aller preußischen Actiengesellschaften einzuziehen. Man will auf diese Weise Material für eine dem nächsten Landtage zu unterbrei­tende Vorlage sammeln, welche bestimmt ist, tief in das Actien- wesen einzugreifen und namentlich die oft so schmählich hintan- gesetzten Rechte des Publikums zu schützen. Während so dem Gründungsschwindel ein Zügel angelegt werden wird, hört man, daß eine wesentliche Stütze desselben demnächst zu Falle kommen dürfte; einige der zur Zeit der Gründungen wie die Pilze empor- geschoffenen Börsenblätter, welche unter der Maske des wohl­wollenden Rathgebers sehr viel zur Irreführung des Publikums beitrugen, werden demnächst ihre Tage beschließen.

— Ans Franken, 22. September. Der „Fränk. Kur." schreibt: Die Umwandlung des bisher katholischen Schullehrer- Seminars zu Bamberg und die Versetzung des bisherigen In­spektors nach Lauingen, sowie dessen Ersetzung durch einen Welt­lichen, hat nach den uns zugekommenen Zuschriften in der ober­fränkischen Lehrerwelt den besten Eindruck hervorgerufen. Dem anerkennenswerthen Schritte des k. Staatsministeriums folgen jedenfalls noch mehrere in derselben Richtung, da die Landräthe Unterfrankens, Ober- und Niederbayerns und Schwabens die naturwidrige Einrichtung, nach welcher die dortigen protestan­tischen Schulamtskandidaten zum Besuch des weitentfernten Se­minars zu Altdorf gezwungen sind, ganz sicher zum Gegenstände ihrer Berathung resp. Beschwerde machen werden. Die noth­wendige Folge wird die Berücksichtigung der gewiß vernünftigen Zeitforderung sein, alle konfessionellen Schullehrerseminarien m Simultanseminarien umzuwandeln. „Es versteht sich von selber', daß dasselbe dann auch mit den Präparandenschulen geschehen wird.

— Stuttgart. Eine entsetzenerregende Nachricht durch­lief am 21. d. unsere Stadt: es habe sich ein Mensch von der Höhe des Stiftskirchenthurms herabgestürzt. Die Sache fand ihre Bestätigung, und hatte sich der Unglückliche von her ersten Altane des Stiftskirchenthnrms, in der Hohe von circa 1>>0 Fuß,