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MnanerLnzeiaer

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

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Die ispaltige

Garmondzeile od.

deren Raum

1 Sgr.

Die LIpalt. Zeile

2 Sgr. ^

Die einzelne Num­mer 1 Sgr.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.

Die Sjpaltige Zeile 3 Sgr.

â 221.

Mittwoch den 24. September.

1873.

SP Abonnements-Einladung. =S

Auf das mit dem 1. Oktober cr. beginnende neue Abon­nement für den außer Sonn- und Feiertags täglich erschei­nenden

Hanauer Anzeiger

und dessen Unterhaltungs-Blatt

erlauben wir uns ergebenst einzuladen.

Bei seinem billigen Preise von 22^2 Sgr. Pro Quartal bietet der Anzeiger neben der Reichhaltigkeit seines Inhaltes in seiner Tagesschau durch rasche Mittheilung der wichtigsten Ereignisse die Annehmlichkeiten einer Zeitung, so daß seine Le­ser dem Laufe der Tages-Ereignisse stets folgen können und werden wir auch fernerhin besorgt sein, in das Unterhaltungs­blatt nur gute und spannende Erzählungen rc. aufzunehmen.

Abonnements nehmen alle Postanstalten, hier die Expedi­tion (Hammergasse Nr. 9, im Waisenhause) entgegen.

Die Expedition.

Tagesschau.

— Die „Berl. Trib." sagt am Schlüsse ihrer Tagesschau in Nr. 110: „Wenn Deutschland und Italien einander einig sind und Oesterreich das kräftige Bindeglied inmitten dieser star­ken Mächte des Südens und Nordens bildet, ist unserm Welt­theile der Frieden gesichert und in dem lebhaftesten Bedürfniß nach diesem heißen wir den von Wien aus zu uns gekommenen König Italiens in der deutschen Hauptstadt herzlich willkommen! Uns ist mit diesem Bündniß ein Wunsch erfüllt, den wir seit Jahre gehegt und ausgesprochen haben."

— Nach den jetzigen Bestimmungen werden die parlamen­tarischen Arbeiten bald in Fluß kommen. Die Wahlen stehen vor der Thür, der Landtag wird nicht zu Ende, sondern Anfang November berufen; man möchte den Etat, wenn irgend mög­lich, vor dem 1. Januar feststellen und die Session spätestens zu Ende des letztgedachten Monats schließen. Es besteht die Absicht, den Reichstag schon im Februar einzuberufen, ihre Ausführung freilich würde die Auflösung des Reichstages vor­aussetzen, da das Mandat der Mitglieder erst Anfang März abläuft. (Trib.)

— Von der Uebungsreise des Großen Generalstabes find nach Berlin zurückgekehrt: der Chef des Generalstabes der Ar­mee, General-Feldmarschall Graf von Moltke, der Adjntant des Chefs des Generalstabes der Armee, Oberst-Lieutenant de Claer und der Major und etatsmäßige Stabsoffizier im 1. Garde- Dragoner-Regiment, Herzog Elimar von Oldenburg, Hoheit.

— Den Herren Falkenroth und Klein zu Schwelm bei Ha­gen ist unter dem 19. September 1873 ein Patent ans eine Hammer-Vorrichtung zum Schmieden von Bolzen, Muttern und andern Gegenständen in der durch Zeichnung und Bes.lreibung nachgewiesenen Zusammensetzung, ohne Jemanden in der Anwen­dung bekannter Theile derselben zu beschränken, auf drei Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußi­schen Staats ertheilt worden.

— München, 20. Sept. Vom 21. September an werden die Schnellzüge 261 — 262 — 267 — 268 zwischen Schwein­furt und Kissingen eingestellt. Vom 1. Oktober an unterbleiben die Schnellzüge 37 und 38 zwischen Hof und Bamberg, die Schnellzüge 163 und 164 zwischen Würzburg und Bamberg. Vom 1. Oktober an geht Zug 13 von Bayreuth nach Neumarkt erst um 6 Uhr Morgens und Zug 20 von Neumarkt nach Bay­reuth schon 9 Uhr Abends ab.

— München, 21. Sept. Die von der bayerischen Han­delsbank dem Ministerium eingebrachte Bilanz zum I. Semester d. Js. schließt mit einem Gewinnsaldo von 166,921 fl. 52 kr., was einer Verzinsung des eingezahlten Kapitals mit circa 9,2 Proz. entspricht.

— Wien, 23. Sept., Vormittags. Die Zustimmung der österreichischen Regiernng zu dem Beschlusse des ungarischen Mi­nisterraths, betreffs Aufhebung des Einfuhrzolles auf Getreide ist, wie „Pesti Naplo" meldet, mit Sicherheit zu erwarten. — Im nächsten Reichsrathe werden, gutem Vernehmen nach, unter anderen Steuerreformen auch Vorlagen wegen Herabsetzung des Salzpreises und Aufhebung des Jnseratenstempels eingebracht werden. — Die Regierung hat sämmtliche Sparkassen aufgefor­dert, nicht ihr ganzes Kapital in Hypotheken festzulegen, sondern einen Theil desselben in leicht zu mobilisirenden Werthen zu pla- ciren. (^- “• St. A.)

— Basel, 22. Sept. Wie die „Basler Nachrichten" mel­den, hat die französische Regierung in Folge Beleidigung fran­zösischer, von Allinges heimkehrender Pilger durch Gassenjungen von Genf eine Note an den Bundesrath gerichtet, welcher dieselbe an das Departement des Justizwesens überwies.

— Bern, 23. Sept. Laut eines officielleu Berichts der Genfer Regierung an den Bundesrath war der Vorfall in Genf bei der Ankunft der Wallfahrer von Allinges, welcher eine fran­zösische Reclamation veranlaßt hat, ein Gaffenbubenstreich.

(Neue Frankf. Pr.)

— Bern, 22. Septbr. In vergangener Nacht ist Oberst Friedrich Frey-Hèrose von Aarau, bekannt als Chef des Gene­ralstabs des Generals Dufour im Sonderbundkriege, 72 Jahre alt, mit Tode abgegangen.

— London, 23. Sept. „Daily News", den Besuch des Königs von Italien in Berlin besprechend, sagt: Das Einver- ständniß zwischen Preußen und Italien, welches allen Plänen der Kreuzfahrer des 19. Jahrhunderts ein Ende mache, wäre ein Segen nicht nur für Preußen und Italien, sondern für das ge- sammte Eurova. N. Franks. Presse.

— Der franz. Minister der öffentlichen Arbeiten hat an alle Prä­fekten ein Rundschreiben gerichtet hinsichtlich der Herstellung ei­ner unterseeischen Eisenbahn zwischen Frankreich und Großbritan­nien. Eine Gesellschaft, die sich zu diesem Zwecke im Jahre 1867 gebildet hatte, deren Wirksamkeit aber durch den Krieg unterbrochen wurde, ist bei der französischen Regierung um die Erneuerung ihrer Concession eingekommen. Dst britische Regie­rung, welche durch den Minister der auswärtigen Angelegenheiten über diese Sache befragt wurde, erklärte sich im Prinzipe dem Plane geneigt. Der Minister der öffentlichen Arbeiten empfahl deshalb den Präfekten, die Meinung der Handelskammern ihrer respektiven Departements über diese Frage einzuholen.