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^189.

Samstag den 16. August.

1873.

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts dahier.

In Folge vielfacher Veränderungen ist auf Anordnung der Resfort-Ministerien unter dem 8. Januar 1873 ein neues Re­gulativ über Ausbildung, Prüfung und Anstellung für die un­teren Stellen des Forstdienstes in Verbindung mit dem Mili- tairdienste im Jägercorps erschienen, welches in meinem Büreau und auf den Königl. Oberförstereien zur Einsicht ausliegt.

Hanau am 8. August 1873.

Bewerber um die mit dem 1. September zur Erledigung kommenden 2. und 3. Lehrerstellen in Langendiebach, mit wel­chen ein Einkommen von 280 bis 330 Thlr. verbunden ist, werden zur alsbaldigen Einreichung der Gesuche nebst Attesten aufgefordert.

Hanau am 13. August 1873.

Der Maschinenfabrikant Paul Weinig, Besitzer der in Haingasse Nr. 6 dahier gelegenen Herrnmühle, hat um Gestat­tung zur Zusammenlegung von vier Radgerinnen der gedachten Mühle in eines und um Entfernung der alten Schütze.Pfosten nachgesucht.

Mit Bezugnahme auf den §. 33 der Anweisung zur Aus- sührung der Gewerbeordnung wird ersucht etwaige Einwendun­gen binnen 14 Tagen präclusivischer Frist bei dem Unterzeichne­ten anzubringen. Zeichnungen und Beschreibungen der beab­sichtigten Anlage bezw. Veränderung liegen im Polizei-Büreau zur Einsicht offen.

Hanau am 14. August 1873.

Der Landrath Schrötter.

Gefunden. Auf der Landstraße zu Langenselbold eine Bindekette. Der Eigenthümer kann dieselbe beim Herrn Bür­germeister zu Langenselbold in Empfang nehmen.

Hanau am 12. August 1873.

Tagesschau.

Das Postblatt Nr. 8 zum deutschenR. u. St.-A." enthält folgende Bekanntmachung: Den Fahrpostsendungen nach Oesterreich-Ungarn und Lichtenstein brauchen von jetzt ab In­halts-Deklarationen (Zoll-Declarationen) nur in einfacher Aus­fertigung beigegeben zu werden.

Bei Fahrpostsendungen nach Oesterreich-Ungarn und Lich­tenstein, welche in baarem Gelde oder in Papiergeld bestehen, sind Inhalts-Declarationen überhaupt nicht erforderlich.

Berlin, 11. August. Nächster Tage wird der Geh. Ob.-Reg.-Rath Dr. Jacobi, vortragender Rath im Handelsmi­nisterium, sich nach Heidelberg begeben, um als preuß. Commissär an den Sitzungen der Rhein-Schifffahrts-Commifsion Theil zu nehmen. Mehrere Sitzungen dieser Commission sollen in Mann­heim stattfinden.

Der General-Postdirector Stephan hat sich vor einigen Tagen in Begleitung eines höheren preußischen Ministerralbeam- ten nach Pest begeben um Kenntniß von den ungarischen Post- und Eifenbahneinrichtungen zu nehmen. -

Leipzig, 14. August. Die heutigen Verhandlungen des Protestantentages wurden wiederum durch einen Gottesdienst in der Nikolaikirche eingeleitet, bei welchem Pfarrer Heinrich Lang aus Zürich über Psalm 119, Vers 52 predigte. Die Ver­handlungen selbst wurden in der Aula der Universität und zwar über die evangelisch-protestantische Kirchenverfassung fortgesetzt. An Stelle des erkrankten Professor Bluntschli referirte Professor Holtzmann aus Heidelberg. Die aufgestellten 14 Thesen wurden nach einer längeren Debatte, an welcher sich eine große Anzahl von Rednern betheiligte, mit großer Majorität angenommen. Der Vorsitzende, Professor Räbiger aus Breslau, dankte sodann Namens des Protestantentags dem Rathe der Stadt Leipzig und dem Leipziger Protestantenverein für das bewiesene freundliche Entgegenkommen und sprach um S1^ Uhr den Schluß der Ver­sammlung aus.

Breslau, 15. August. Der 2. September soll, einem Beschlusse des Magistrats zufolge, auch hier als öffentlicher Fest­tag begangen werden. Für die Feier desselben ist Festgottes­dienst in den Kirchen, die Abhaltung von besonderen Schulakten in den öffentlichen Schulen, die Ausschmückung und Beleuchtung der öffentlichen Gebäude und Denkmäler sowie Musik vom Rath­hausthurme in Aussicht genommen. Der Unterricht in den Schu­len wird au diesem Tage ausgesetzt, alle städtischen Bureaus sind geschlossen.

Göttingen, 12. August. In einer gestern stattgehab­ten Bürgerversammlung bildete sich behufs der Feier des 2. Sep­tember ein größeres Gomité aus der Mitte der Anwesenden und einigen anderen vorgeschlagenen Bürgern. Dasselbe ist zusammen­gesetzt aus den Spitzen sämmtlicher Behörden, den Vorständen aller Vereine und Korporationen, dem Direktor des Gymnasiums, sämmtlichen Oberlehrern der Volksschulen und einer Anzahl von Bürgern aus allen Ständen. Das große Comité erwählt aus seiner Mitte ein engeres und den Festdirektor zur praktischen Durchführung der gefaßten Beschlüsse.

Posen, 14. August. Die Staatsanwaltschaft hat ge­gen den Erzbischof Ledochowski wegen eigenmächtiger Anstellung des Pfarres Arndt zu Filehne die formelle Anklage erhoben; das Kreisgericht beschloß die Untersuchung.

Ueber diePfälzer Tabakserndte" entnimmt dieN. Frkftr. Pr." der Pfälz. Ztg. folgenden erfreulichen Bericht: Die Tabak-Erndte der Pfalz verspricht bis jetzt ein ganz außeror­dentlich großes Ergebniß ; die im abgelaufenen Monate herr­schende feucht-warme, von häufigen Gewittern unterbrochene Wit­terung konnte für das rasche Wachsen der jungen Pflanzen nicht besser gewünscht werden. Wenn auch die häufigen Schlossenfälle die Pflanzen hie und da beschädigten, so wird dies um so we­niger in das Gewicht fallen, als der Tabak durchschnittlich noch nicht geköpft war, die von den Schlossen durchlöcherten und ab­geschnittenen Blätter daher zu den Sandblättern gehören, und durch höheres Köpfen der erstandene Schaden bald wieder ersetzt war. Das Blatt entwickelt sich außerordentlich rasch und groß, und so ist alle Aussicht vorhanden, daß wir nicht nur eine sehr reich­liche, wahrscheinlich im Quantum den Bedarf überschreitende Ernte, sondern auch eine Qualität bekommen, die für die Cigar­ren- und Rauchtabakfabrikate nichts zu wünschen übrig läßt. Dies wird besonders der Fall sein, wenn wir nicht anhaltend