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Forsthaus bei Hanau.

Zur Feier des Jahresfestes am 22. Mai (Himmelfahrttag)

Grosses Militair - Concert

von Nachmittag 3 Uhr an,

ausgeführt vom ganzen Trompeter-Corps des Rhein. Dragoner Reg. Nr. 5, unter per­sönlicher Leitung seines Kapellmeisters Herrn Hanschke.

Entrée 6 kr.

Hierzu ladet ergebenst ein

PhNippsruher Schloßgarten.

Donnerstag den 22. Mai (Himmelfahrttag), Morgens von 6—9 Uhr,

Grosses Concert,

ausgeführt von der Hanauer Civil-Kapelle. (1801)

Entrée 6 kr.

n Nr. 108 Ihres geschätzten Blattes lese ich soeben ein Inserat des Ver­sicherungsinspektors Hopf, das die Wahr­heit so boshaft entstellt, daß ich mich ver­anlaßt fühle, in meiner Eigenschaft als Polizeibeamter folgendes zu constatiren: Ich habe am 6. Mai d. I., Nachmittags 3 Uhr, lediglich auf Betreiben des Herrn Machwart den rc. Hopf zum hie­sigen Rathhans begleitet, auf dem er dem­selben die in Nr. 106 Ihres Blattes ver­öffentlichte Erklärung abgab mit dem Be­merken: „das seien die eigenen Worte der betr. Damen."

Es ist somit factisch unrichtig, daß Hopf mich, überhaupt Polizei requirirt habe, oder daß die bewußte Erklärung von

(1788) C. F. Franck.

Herrn Machwart „in der Weise gewünscht worden sei." Wenn Hopf von „scandalö- sem Betragen" spricht, so würde er der Wahrheit nur dann getreu geblieben sein, wenn er diese Bezeichnung auf seine eigene Handlungsweise angewendet hätte.

Ich als Augenzeuge muß bekennen, daß Herr Machwart mit Hopf in folcher Ruhe verhandelte, wie es wohl wenige Männer in seiner Lage gethan haben würden. Sollte Hopf sich unterstehen, diese meine Erklärung — der Polizeiseuatsbeschluß vom 17. Mai zur Seite steht — anzu­tasten, dann würde ich künftig mit ihm auf gerichtlichem Wege verhandeln.

Achtungsvollst

Polizeisergeant Schwab,

(1805) in Nürnberg.

Unter günstigem Bedingungen wird ein ordentlicher Junge, der das Bäckerge­schäft erlernen will, gesucht.

Näheres in der Expedition. (1804)

Frankfurter Stadttheater.

Donnerstag den 22. Mai 1873:

Feuer in der Mädchenschule. Luspiel in 1 Akt, nach dem Französischen von Förster. Marie: Fräulein Abich als Antrittsrolle. Hierauf: Der Pariser Taugenichts. Lust­spiel in 4 Akten, frei nach dem Franzö- sischen von C. Töpfer.

Coursbericht vom 20. Mai 1873.

Anlehens-Loose.

Cöln-Mindener Th. 100 . 94 bez. u. G.

Bayr. Pr. Thlr. 100 . . 110s/s G.

Badische Pr. Th. 100 . . 109’/s P.

Badische fl 35 ..... 70 bez.

Braunschweig Th. 20 . . 24 P. 23’/. G.

Großh. Hessische fl. 60 . . — „ „ fl. 26 . . - Kurhess. Th. 40 . . . . 71‘/2 bez. u. G.

Nast fl. 26.....- Meininger Pr. Th. 100 . 93 P. 92’/s G.

Oldenburger Th. 40 . . 38 bez. Oesterr. v. 1864 .... 93V« bez. u. G. „ 8. 1860 .... 93Vs P. „ v. 1864 .... — „ Credit-Anstalt V. 1858 — Ungar. Staats fl. 100 . 104 P. 103 G.

Raab-Grazer Th. 100 . . 80V- bez.

Finnländische Th. 10 . . lOVs P.

Geldsorten.

Preußische Friedrichsd'or ... fl. 56V-—67 V«

Pistolen......... 9 38—40 do. doppelte...... 9 38—40

Holl. fl.-10-Stücke...... 9 62—54

. Ducaten......... 5 30—32 „ al marco .....5 31—33

Napoleonsd'or.......9 19V-—20 Va do. in V- und V« . . 9 19—20 Engl. Sovereigns......11 44—46

Rust Imperiales...... 9 39—41

Dollars in Gold...... 2 25—26

—- Berlin, 20. Mai. Der Schluß des Landtages fand Nachmittags 2 Uhr im weißen Saale des königlichen Schlosses statt. Kaum 50 Mitglieder des Landtages waren anwesend. Der Ministerpräsident Graf Roon, gefolgt von den Ministern Graf Eulenburg, Dr. Leonhardt, Camphausen, von Kameke und Gras Königsmarck, verlas die Schlußrede, worauf der Präsident des Herrenhauses, Graf Stollberg ein dreifaches Hoch auf den Kaiser ansbrachte.

— Bis zum 26. April d. Js. waren in den Münzstätten des Deutschen Reichs in Zwanzigmarkstücken 485,283,440 Mark und in Zehnmarkstücken 126,447,840 Mark ausgeprägt worden. In der Woche vom 27. April bis 3. Mai sind ferner geprägt in Zwanzigmarkstücken: in Berlin 3,955,360 Mark, in Hannover 2,111,980 Mark, in Frankfurt a. M. 3,212,200 Mark, in München 1,455,240 Mark und in Dresden 675,880 Mark; fer­ner in Zehnmarkstücken: in Darmstadt 214,790 Mark.

Die Gesammt-Ausprägung stellt sich daher bis 3. Mai d. Js. auf 623,356,730 Mark, wovon 496,694,100 Mark in Zwanzigmarkstücken und 126,662,630 Mark in Zehnmarkstücken bestehen.

— Demnächst wird im Reichstage ein Antrag eingebracht, welcher die Reichsregierung auffordert, das im Norddeutschen Bunde erlassene Gesetz über Einsührung der Genossenschaften mit­telst Reichsgesetzes auf Baiern auszudehnen. Etwa 60 bairische Gen ssenschaften verlangen im Petitionswege, oder durch Zu- schrfften an ihre Abgeordneten, daß diese Gesetzübertragung bal­digst stattfinde.

Dw „Germania", die in drei Leitartikeln den bösen Justizausschuß des Bundesrathes und sein Gutachten über die den Jesuiten verwandten Orden bekämpft hat, spielt heute den letzten Trumpf aus und beweist „aus dem Hefte eines Kadetten",

daß die ganze preußische Armee den Jesuiten verwandt sei. Denn „die militärische Subordination verlangt unbedingten Gehorsam". Gewiß; der Unterschied ist nur, daß die preußische Armee unter einem einheimischen Oberen steht und für das Wohl des Vater­landes organisirt und verwandt wird, während die jesuitische Armee unbekannten Oberen zur Durchführung von freilich sehr bekannten Zwecken dient.

— Marburg, 17. Mai. Sicherem Vernehmen nach be­absichtigen die älteren Mediziner der, hiesigen Hochschule, in Ver­bindung mit den Kommilitonen der übrigen Hochschulen, eine Jmmediat-Eingabe an den Kaiser zu richten, worin dieselben darum bitten, daß die neue Cabinetsordre, welche von den Me­dizinern sechsmonatlichen Dienst mit der Waffe verlangt, auf sie noch keine Anwendung finden möge. Dieselben haben dadurch, daß sie sich früher verpflichten mußten, ihre einjährige Dienstzeit nach vollendetem Examen als Aerzte abzudienen, die gewöhnliche Zeit zum Dienst mit der Waffe versäumt und glauben sich jetzt in ihren Interessen schwer geschädigt, weil sie zum Dienst mit der Waffe herangezogen werden, wenn Alter und erworbene Le­bensstellung sie dazu am wenigsten geeignet machen.

— München, 17. Mai. Da es allem Anscheine nach bei uns noch einige Zeit dauern wird, bis die anderwärts Jdfon lange, bei Nachts fahrenden Courier- und Eilzügen, eingerichte- ten Schlafwagen zur Einführung kommen, hat eine Privatgesell­schaft es unternommen, bei den zwischen Wien und München verkehrenden Nachteilzügen einen komfortabel mit ^^ten Wasch­gelegenheit rc. eingerichteten Schlafwagen auf eigene Kosten em- znsteüen, unb ist sicher anzunehmen, daß bei dem mäßig gestellten Preise gute Geschäfte zu erwarten sind. Von heute an wird ie am zweiten Tage ein solcher Schlafwagen mit dem um 10 Uhr 50 Minuten von hier abgehenden Courierzuge bis Wien laufen,