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C^n unmittelbarer Nähe eines der fre- f\5 quentesten Bahnhöfe der Bebra-Ha- nauer Eisenbahn ist eine arrondirte Liegenschaft von mehreren Morgen Garten, Land und Wiese mit großer hausartig eingerichteter Scheuer und Stallungen in Pisè- bau, für jede Fabrikanlage, so wie wegen der äußerst brill. Aussicht zur Gründung einer Villa sich eignend, aus freier Hand billig zu verkaufen.
Rest. wollen sich in Frankoanfragen wenden an die Expedition dieses Blattes oder post restante Wächters- bach sub. P. P.______________(1698) Eine Monatssrau gesucht.
Näheres in der Expedition.______(1699) gewandter junger Bursche wird als Hausbursche im goldenen Löwen bei J. Bauscher gesucht._________(1700) ^in gewandter Heizer wird für eine xy kleinere Maschine gesucht.
Näheres in der Expedition.______(1701) Q^on heute an können wir keine Stämme zum Schneiden mehr annehmen. (1669)
Beichling* A Eberhard.
Verloosungen.
— Schwedische 10 Thaler - Loose. Ziehung am 1. Mai. Hauptpreise: Nr. 150535 7000 Thlr., Nr. 91892 1000 Thlr., Nr. 234355 500 Thlr., Nr. 17843, 137587, 197031 und 203657 je 150 Thlr.
Schiffsnachrichten.
Hamburg 8. Mai 1873.
Das Hamburg-New-Iorker Post-Dampf- schiff Hammonia, Capit. Voß, welches am 23. v. M. von hier und am 26. v. M. von Havre abgegangen, ist nach einer Reise von 11 Tagen 7 Stunden am 7. d. Mts. 8 Uhr Abends wohlbehalten in New-Jork angekommen.
Mitgetheilt durch Hauptagent M. A. Keck, Altgasse 8, Hanau.
Frankfurter Viehmarkt.
— Fra n f ur t, 12. Mai. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren 340 Ochsen, 160 Kühe, 240 Kälber und 300 Hämmel.
Die Preise stellten sich: Ochsen 1 Qualität 42 fl. 2. Qualität 40 sl.
Kühe „ 36—37 „ 34 „
Kälber „ 40 „ — „
Hämmel „ 37 „ — „
Außer Cours gesetztes Papiergeld.
Anhalt-Bernburger Kassenscheine a Thlr. 5 u. 25 von 1850, 1852 u. 1856, sowie a Thlr. 1 von 1859.
Anhalt-Köthen'sche Kassenscheine a Thlr. 1 u. 5 vom 1. Juni 1848.
Anhalt-Köthen-Bernburger Kassenscheine a Thlr. 1 u. 5 vom 2. März 1848.
Anhalt-Köthen-Bernburger Eisenbahnscheine a Thlr. 1, 5 u. 25.
Anhalt-Dessauer Kassenscheine a Thlr. 1 u. 5 vom 1. August 1849 u. a Thlr. 10 vom 1. Oktober 1855.
Anhalt-Dessauer Landesbanknoten a Thlr. 1 u. 5 vom 2. Januar 1847.
Bautzener (Lausitzer landständ.) Banknoten a Thlr 5 von 1850.
Baierische Hypotheken- u. Wechsel-Banknoten a fl. 10 vom 1. Juni 1850.
Braunschweigische Bank- u. Darlehns-Bank- scheine a Thlr. 15 u. 20 von 1842.
Braunschweigische Banknoten a Thlr. 10 Gold vom 1. Juni 1856.
Breslauer städtische Banknoten a Thlr. 1,5, 25 u. 50 vom 10. Juni 1848.
Dänische 5 Reichsbankthalerzettel ält. Emission von 1835, nur auf einer Seite blau hedruckt.
Gothaische Kassenscheine a Thlr. 1 u. 5 vom 30. Sept. 1848.
Großherzoglich Hessische Grundrentenscheine a fl. 1, 5, 10, 35 u. 70 seit 31. Dez. 1870.
Holsteinische Kassenanweisungen von 1854. Kurhessische Leih- und K"ruw.ecz-^uill- Noten.
Leipziger Banknoten, alle vor dem 2. Nov. 1851 erschienenen.
Oesterreichische Banknoten, auf Konventionsmünze lautend.
Polnische Bankscheine grüne a 1 Rubel, weiße u. rothe a 3 S.-R.
Posener Provinzialbanknoten vom 1. Dez. 1857, seit 31. Dez. 1870.
Potsdamer Stadtscheine a Thlr. 1 vom 8. Sep. 1849.
Vermischtes.
— Der „R. u. St. A." enthält das Gesetz, betreffend die Dotation der Provinzial- und Kreisverbände. Vom 30. April 1873.
— B er l in, 12. Mai. Der neue Postvertrag zwischen Deutschland und Italien ist heute auf dem General-Postamt vollzogen worden. Das Briefporto ist auf 2^2 Sgr. für je 15 Grammen, das Porto für Zeitungen, sonstige Drucksachen, Musikalien, Zeichnungen, Kupferstiche, Photographien auf Vs Sgr. für je 50 Grammen herabgesetzt. Für den Transit sind gegenwärtig erhebliche Erleichterungen im Interesse des universellen Postverkehrs zugestanden. Man hofft, den Vertrag zum 1. Okt. d. J. zur Ausführung zu bringen, da, gleichwie der Deutsche Bundesrath und Reichstag, auch das italienische Parlament, gegenwärtig noch versammelt ist.
— Bis zum 19. April d. Js. waren in den Münzstätten des Deutschen Reichs in Zwanzigmarkstücken 471,316,280 Mark und in Zehnmarkstücken 126,197,840 Mark ausgeprägt worden. In der Woche vom 20. bis 26. April sind ferner geprägt in Zwanzigmarkstücken: in Berlin 5,059,120 Mark, in Hannover 2,107,480 Mark, in Frankfurt a. M. 3,062,440 Mark, in München 1,508,400 Mark, in Dresden 569,440 Mark in Stuttgart 1,279,680 Mark und in Karlsruhe 380,600 Mark; ferner in Zehnmarkstücken: in Darmstadt 250,000 Mark.
Die Gesammt-Ausprägung stellt sich daher bis 26. April d. Js. auf 612,731,280 Mark, wovon 485,283,440 Mark in Zwanzigmarkstücken und 126,447,840 Mark in Zehnmarkstücken bestehen.
— Inzwischen, so schreibt die „Hess. Mgztg." in ihrer Tagesschau, ist das Sendschreiben der in Fulda versammelt gewesenen Bischöfe zur Veröffentlichung gelangt. Das Aktenstück macht nicht gerade den Eindruck einer erneuten und verstärkten Kriegserklärung, läßt jedoch an Bestimmtheit nichts zu wünschen übrig und ist dem alten jesuitischen Grundsatz gemäß abgefaßt:
fortiter in re, suaviter in modo. (Stark in der That, sanft in der Art.) Bezüglich des Inhalts verweisen wir unsere Leser auf untenstehenden Wortlaut. Zur weiteren Charakteristik des Schriftstückes wird es genügen, die „Germania" reden zu lassen: „Die Bischöfe haben gesprochen! „Non possumus!"—sagen sie. „Deo gratias!“ — sagen wir. Noch heute Abend gab ein Regiexungsorgan der Hoffnung Raum, der Episcopat würde einlenken und mit dem auf Vernichtung der Kirche sinnenden Feinde, dem „Liberalismus" einen Pact schließen, — jetzt ist die Antwort auf dieses Ansinnen schon da, sie ist klar, ernst und entschieden. In gleichem Geiste werden auch die Specialerlasse gehalten sein, welche die Bischöfe nach der Publikation der kirchenpolitischen Gesetze veröffentlichen werden. So steht der Episcopat da fest geeint in sich selbst, gestählt durch die moralische Kraft, welche Ueberzeu- gungs- und Pflichttreue gewähren, und unterstützt durch Tausende von Priestern und Hunderttausende von Laien, welche freudig entschlossen sind, den Kampf um das Gewissen aufzunehmen und nicht eher von ihm abzulassen, als bis der freiheitsschände- rische, übermüthige „Liberalismus" gedemüthigt sein wird!"
— Ueber die augenblickliche Börsencalamität folgende Nachricht: Der „Köln. Ztg." schreibt man: Man schätzt die Werthe, die in den letzten acht Tagen durch die Börsenkrisis verloren gingen, bisher auf 300 Millionen. Die Politik ist ganz unschuldig daran. Keine äußere oder innere Frage ist bedrohlich genug, um in diesem Sinne jetzt die Börse auch nur minutenlang zu beschäftigen. Es ist lediglich die bis dicht an den Wahnsinn getriebene Erwerbsgier, verbunden mit der bis in die weitesten Kreise gedrungenen Unsolidität in den Grundsätzen und Anschauungen, welche die Krisis verschuldet hat. Wenn die Krise in dieser Hinsicht einige Besserung bewirkt, so würde ein solches Ergebniß mit 300 Millionen oder auch dem Dreifachen des Werthes nicht zu theuer erkauft sein. Aber freilich, das steht dahin.