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Hanauer Anzeiger.

Zugleich Amtliches Organ für Kreis und Stadt Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage mit belletristischer Beilage und Samstags mit der Berliner Provinzial-Cvrrespondenz.

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J£88+

Donnerstag den 17. April.

1873.

Auszug aus dem Amtsblatt.

Die am 12. d. M. ausgegebene Nr. 13 des Amtsblattes enthält außer bereits Mitgetheiltem: eine Bekanntmachung der Haupt-Verwaltung der Staatsschulden zu Berlin, vom 7. Febr. d. I., die Ausreichung der neuen Zinscoupons zu den Preußischen Staats-Anleihen von 1853 u. 1857 betr.

Personal-Chronik:

Der Oberforstmcistcr Tramnitz zu Cassel ist an die Königliche Regierung zu Merseburg und der Oberforstmeister Wag­ner zu Schleswig an die Königliche Regierung zn Cassel versetzt worden.

Ernannt sind zu Gerichts-Assessoren: die Referendarien A. von Bischoffshausen, Fr. W. Cöster, C. Fürer, H. Schenk zu Schweinsberg; Gerichts-Assessor De dolp h zum Kreisrichter bei dem Kreisgericht zu Belgard; Referendarius Heine­mann zum Secretair bei dem Amtsgericht zu Schmalkalden; die Rechtskandidaten Wachsmuth und Eckhardt zu Referenda- rien. Referendarius Böger zu Zabern ist in das diesseitige Departement übernommen.

Bekanntmachungen Königlichen Landrathsamts dahier.

Der Schreiner Peter Kappes und dessen Sohn Christoph von hier wollen nach Amerika auswandern und haben um Ertheilung von Reisepässen dorthin nachgesucht.

tanau am 10. April 1873.

efundene Gegenstände. Ein Korb und blechene Milchkanne. Ein Fäßchen mit Bier. Ein halber golduer Ring. Alte Schmuckfedern. Ein schwarzes Medaillon. Ein Thaler. Ein Frauenhut. Ein wollenes Tuchi Ein weißseideues Tüchel­chen. Ein Portemonnaie mit 1 fl. 30 kr. Eine Knabenmütze. Ein Kleidergürtel. Eine Scheere. Ein Korb.

Zugestogen. Eine blaue Taube.

Zugelaufen. Ein Schäferhund.

Verlorene Gegenstände. 60 fl. in Kassenscheinen.

Proklam.

Hanau. Zum freiwilligen öffentlichen Verkauf der auf den Namen des Johan­nes Willmann, Heinrichs Sohn, einge­tragenen in Althanau belegenen Immobilien:

Erbsengaffe Nr. 14,

E. 70. 7,6 Rth. Wohnhaus mit Stall, Hinterbau und Hofraum.

Erbsengaffe Nr. 16,

71. 3,5 Rth. 1 Wohnhaus und Hof- 72. 5,2 Rth. J raum daran,

wird Termin auf den 23. d. M., Mor­gens 11 Uhr, an Gerichtsstelle anberaumt, was Kaufliebhabern andurch bekannt ge­macht wird.

Hanau, 5. April 1873.

Königliches Amtsgericht I.

Merz.

■ (.1288) vt. Winkler.

ächuiuachricht.

Der Unterricht des neuen Schuljahres 1873/74 beginnt in den städtischen Schu­len dahier

Montag den 21. April d. I.

Die Anmeldungen zur Aufnahme neu zugehender Schüler und Schülerinnen fin­den, unter Vorlage der bisherigen Zeug­nisse und Impfscheine,

Samstag den 19. April,

Vormittags von 9 Uhr an, in den betreffenden Schulgebäuden statt und zwar:

1. für die höhere Töchterschule, soweit

nen zu verarbeiten sind, sollen nach höhe­ren Bestimmungen auf dem Submissions­wege vergeben werden. Diejenigen, welche gesonnen sind, diese Arbeiten zu überneh­men, haben nach stattgehabter Einsicht der Bedingungen, welche bei mir offen liegen, ihre Submissions-Offerten bis zum 21. d. M., Vormittags 11 Uhr, anher schrift­lich und versiegelt unter der Aufschrift „Ausführung von Parallelbauten am Main in der Gemarkung Großkrotzen­burg (Dörnigheim)" bei mir einzureichen.

Hanau den 15. April 1873.

Der Königl. Wasserbau-Inspektor

(1377) Baurath Hermann.

Submission.

Höherer Verfügung zufolge soll der diesjährige Bedarf an Steinen aus den Steinheimer Steinbrüchen zu den diesseiti­gen Wasserbauten am Main im Submis­sionswege an den Wenigstnehmenden ver­geben werden und zwar:

a. 250 Cubikmeter Anwerfsteine oberhalb Großkrotzenburg,

b. 250 Cubikmeter dergleichen in die Ge­markung Dörnigheim,

c. 500 Cubikmeter dergleichen zur Unter­haltung der älteren Bauwerke an ver­schiedenen Stellen,

ä. 270 Cubikmeter etwas bessere Steine zu Pflasterungen.

Lieferungslustige wollen tn den Vormit­tagsstunden die Bedingungen bei mir ein­sehen und ihre Submissions-Offerten bis

es nicht bereits geschehen ist, in dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten,

2. für die Knabenbürgerschule I bei Herrn Oberlehrer Geh,

3. für die Mädchenbiirgcrschule I bei Herrn Oberlehrer Willmann,

4. für die Knabenbürgerschule II bei Herrn Oberlehrer Fröhlich,

5. für die Mädchenbürgerschule II bei Herrn Oberlehrer Schäfer.

Gleichzeitig wird hierdurch in Erinne­rung gebracht, daß die Schulpflichtigkeit der Kinder mit dem zurückgelegteu 6. Lebens­jahre beginnt, und daß Kleinkinderschulen die Kinder nicht über dieses Alter hinaus in Pflege behalten dürfen.

Hiernach wollen diejenigen Eltern und Vormünder, deren Kinder oder Pflegebe­fohlene zwar das 6. Lebensjahr zurück­gelegt haben, aber wegen Schwächlichkeit oder Gebrechen jetzt noch keiner der hiesi­gen Schulen zugeführt werden können, am 19. d. M., Vormittags von 11—12 Uhr, im Geschäftszimmer des Unterzeichneten die erforderliche Anzeige machen.

Hanau am 8. April 1873.

Der Schul-Jnfpektor

(1300) Iungheuu.

Submission.

Die im Laufe dieses Jahres zur Aus­führung kommenden Parallelbauten am Main, in den Gemarkungen Großkrotzen­burg und Dörnigheim, wozu in jeder dieser Gemarkungen ca. 45 Schock Faschi­